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Veröffentlicht am 01.10.2018

Düstere High Fantasy mit starken Charakteren

ASH PRINCESS
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Theodosias Geschichte ist schockierend. Seit zehn Jahren wird sie vom Kaiser gefoltert und für Taten bestraft, die sie selbst gar nicht begangen hat. Der Kaiser versucht sie zu brechen und sie zu seiner ...

Theodosias Geschichte ist schockierend. Seit zehn Jahren wird sie vom Kaiser gefoltert und für Taten bestraft, die sie selbst gar nicht begangen hat. Der Kaiser versucht sie zu brechen und sie zu seiner Marionette zu machen - und Theo gehorcht. Äußerlich fügt sie sich und tut das, was er ihr befiehlt. Doch innerlich bleibt ihr die Kraft und die Hoffnung, gerettet zu werden. Als der Kaiser Theo zu einer furchtbaren Tat zwingt, steht für sie fest: So geht es nicht weiter. Zusammen mit Verbündeten schmiedet sie einen Plan, ihrem Volk zu helfen und sich an den Kalovaxianern zu rächen.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Theo im Präsens, wodurch man die Protagonistin sehr gut kennen lernt. Den Schreibstil fand ich großartig, er lässt sich prima lesen und zieht den Leser komplett in die Welt hinein. Der Einstieg in die High-Fantasy Welt fiel mir sehr leicht.

Die Geschichte spielt sich hauptsächlich am Palast ab. An sich ist das Schloss auch ein gelungener, düsterer Schauplatz. Aber außer den Hafen bekommt man sonst nicht viel von der Welt mit, was ich schade fand. Theodosia hat selbst von der Welt kaum etwas gesehen, sodass es auch nur wenige Beschreibungen der anderen Länder rund um Astrea gab. Am Anfang des Buches gibt es eine Karte der Welt und eine von Astrea, dennoch erfährt man nicht viel darüber. Die Geschichten von Astrea und Kalovaxia haben mir allerdings sehr gut gefallen. Der Feind ist gut gelungen. Man hasst den Kaiser, seine Taten und seine Motive und wünscht ihm das Schlimmste. Die Aschekrone, die Theo bei Veranstaltungen tragen muss, ist ein schreckliches Symbol für die Demütigung ihres Landes, aber auch ein schönes und passendes Detail für die Geschichte (die Aschekrone ist auch auf dem Cover abgebildet).
Ich hätte mir noch gewünscht, mehr über die Magie zu erfahren. Götter und magische Steine sowie Hüter der Magie spielen eine große Rolle in Astrea, doch leider nur eine kleine Rolle in der Geschichte. Die Astreaner werden unterdrückt, als Sklaven gehalten und ihnen wird Magie verboten, sodass es leider keine genaueren Details dazu gibt. Für die nächsten Teile wünsche ich mir, dass der Teil besser ausgebaut wird.

Theo mochte ich von Anfang an sehr gerne. Sie ist stark und intelligent. Verständlicherweise hat sie Angst vor dem Kaiser, doch in ihr kocht die Wut und der Wunsch nach Rache. Sie handelt strategisch, dennoch bleibt sie menschlich. Manchmal war sie mir aber tatsächlich etwas zu menschlich und hat sich zu sehr von ihren Gefühlen leiten lassen, sodass eine ihrer Aktionen recht feige wirkte. Aber ich konnte sie in der Hinsicht verstehen und jeder Mensch hat seine Fehler. Alles in allem ist sie die Art Protagonistin, die ich sehr gerne in Fantasy Romanen mag.

Es gibt ein Liebesdreieck zwischen Theo, dem Prinzen und einem Rebellen. Nun, das ist zum Einen ziemlich klischeehaft und zum Anderen sind die Gefühle bei mir leider nicht wirklich angekommen. Mir haben schöne Szenen zwischen den Figuren gefehlt, die die Gefühle rüberbringen könnten. An sich hat mich das Dreieck aber eher nicht gestört, es hat eigentlich sehr gut zur Geschichte gepasst. Allerdings hätte man mehr daraus machen können, wenn man es schon anbringt.

Die anderen Figuren waren recht undurchsichtig. Genau wie Theo weiß man als Leser nicht, wem man trauen kann und wem besser nicht. Die Stimmung im Buch ist die ganze Zeit über angespannt und die Atmosphäre düster. Man weiß nie, was als nächstes passieren könnte und rechnet stets mit dem Verrat einer Figur oder sonstigen schlimmen Handlungen. Das Buch ist unglaublich spannungsgeladen und kaum aus der Hand zu legen. Zwar passiert am Anfang gar nicht so viel, aber es werden viele Pläne und Intrigen geschmiedet, die einen doch fesseln. Die letzten 200 Seiten des Buches habe ich an einem Stück gelesen, weil es so spannend wurde. Die Handlung spitzt sich so sehr zu, dass ich alles um mich herum vergessen habe und nur noch wissen wollte, wie es weitergeht. Das Buch endet mit einem Cliffhänger und man will unbedingt wissen, wie es weiter geht!

Fazit:
"Ash Princess" hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es konnte mich mit seiner düsteren und brutalen Atmosphäre fesseln und mitreißen. Laura Sebastian hat einen großartigen Schreibstil und ein Talent dafür, starke Charaktere zu erschaffen. Allerdings hat die Geschichte noch ein paar Schwächen im Worldbuilding und in der Romantik. Für den zweiten Teil ist noch Luft nach oben vorhanden, weshalb ich 4 Sterne vergebe, das Buch aber absolut weiterempfehlen kann! Wenn ihr düstere Fantasy Geschichten mögt, ist "Ash Princess" auf jeden Fall etwas für euch.

Veröffentlicht am 01.09.2018

Guter Auftakt

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit, Band 1
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Junes Ziel ist es, an Oxford Jura zu studieren um Menschenrechtsanwältin zu werden. Spontan beschließt sie, ein Jahr in Cornwall bei ihrem Onkel zu verbringen, um dort ihren Abschluss an einer Privatschule ...

Junes Ziel ist es, an Oxford Jura zu studieren um Menschenrechtsanwältin zu werden. Spontan beschließt sie, ein Jahr in Cornwall bei ihrem Onkel zu verbringen, um dort ihren Abschluss an einer Privatschule zu machen. Sofort fühlt sich June zu ihren Cousins Blake und Preston hingezogen. Zudem heißt es, dass es in Green Manor spukt. Zunächst glaubt June nicht daran, aber dann entdeckt sie öfters eine Dame im grünen Umhang im Garten. Als wäre das nicht schon genug entwickelt sie selbst übernatürliche Fähigkeiten..

Von Beginn an war ich von Cornwall verzaubert. Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderschön und man möchte am liebsten sofort selbst hinreisen. Die Stimmung im Buch ist sehr geheimnisvoll. Man merkt, dass etwas in der Luft liegt, kann es aber nicht genau benennen. Es werden viele Sagen, Legenden und Mythen über Cornwall erzählt, die viel zur Stimmung beitragen und das Setting noch interessanter machen. Green Manor, das Herrenhaus, ist ein tolles Setting mit seinen Bewohnern. Besonders die Köchin Betty macht das Haus lebendig.

Das Autorenduo hat einen schönen, locker-leichten Schreibstil, der den Leser gut durch die Geschichte führt.

June war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist schlagfertig und hat ihren eigenen Kopf. Zudem ist sie sehr schlau und ist ein Fan von Statistiken, was ich sehr cool finde. Ich mochte ihren Humor sehr und musste häufig schmunzeln.

Blake und Preston sind zwar Zwillinge, könnten aber nicht unterschiedlicher sein. Während Blake sehr verschlossen und meistens schlecht gelaunt ist, ist Preston charmant und offen. Dennoch ist Blake mein Favorit. Beide Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und haben eine interessante Geschichte.
Auch die anderen Figuren sind sehr liebevoll gestaltet. Besonders Junes neue Freunde Lilly und Grayson haben mir gefallen.

Prinzipiell mag ich diese Art von Story sehr gerne. Die Protagonistin gibt ihr altes Leben auf um ein neues Abenteuer in einer neuen Umgebung zu beginnen und muss sich zunächst neu einleben. Auch hier hat es mir gut gefallen, jedoch hat mir etwas Spannung gefehlt. Es entwickelt sich alles sehr langsam und in diesem Band steht weniger die Magie sondern mehr Teenagerprobleme im Vordergrund. Es gibt recht viel Drama, wodurch die Fantasy-Elemente in den Hintergrund gerückt sind.

Fazit:
"Das erste Buch der Lügenwahrheit" ist ein schöner Auftakt, der aber noch Luft nach oben hat. Cornwall ist ein wunderschönes und interessantes Setting, die Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Story ist geheimnisvoll. Ich freue mich auf den 2. Band und hoffe, dass dort mehr auf die Magie eingegangen wird!

Veröffentlicht am 27.08.2018

Schön für zwischendurch

Love Coach
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Als Belles Freundinnen der Meinung sind, dass mit dem Liebeskummer endlich Schluss sein sollte, schenken sie ihr einen Internetkurs mit dem "Love Coach", der ihr über den Kummer hinweg helfen soll. ...

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Als Belles Freundinnen der Meinung sind, dass mit dem Liebeskummer endlich Schluss sein sollte, schenken sie ihr einen Internetkurs mit dem "Love Coach", der ihr über den Kummer hinweg helfen soll. Anfangs steht sie dem Ganzen eher skeptisch gegenüber, aber lässt sich schließlich doch darauf ein und findet auch Gefallen daran. Sie chattet sehr gerne mit dem Coach, der ihr hilfreiche Lektionen erteilt. Im realen Leben lernt sie Jamie kennen, doch laut dem Coach ist es für eine neue Beziehung noch viel zu früh.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Belle in kurzen Kapiteln. Annie Williams hat einen lockeren Schreibstil, der sehr gut zu lesen ist und mit viel Humor gespickt ist. Dadurch fliegt man nur so durch die Seiten und mag kaum noch aufhören zu lesen.

Der Idee mit dem Love Coach finde ich großartig. Das Konzept ist gut durchdacht, sowas sollte es definitiv auch in echt geben! Wenn man das Buch gelesen hat, kann man sich vielleicht auch selbst über den Liebeskummer hinweg helfen, wenn man denn gerade welchen hat.
Die Lektionen sind sinnvoll und haben für einige sehr lustige Szenen gesorgt. Der Coach selbst wirkt auch sehr sympathisch, die Chats zwischen Belle und ihm haben mir sehr gut gefallen.

Anfangs fand ich Belle mit ihrem Liebeskummer etwas nervig, aber sie hat sich prima entwickelt und schließlich mochte ich sie sehr gerne.
Ihre drei Freundinnen sind immer für sie da, hören ihr zu und sorgen sich um sie. Solche Mädels wünscht sich wohl jeder :) Insgesamt war es eine sehr lustige Truppe. Nur leider sind die einzelnen Freundinnen etwas blass geblieben und waren für mich schlecht greifbar.
Der Love Interest Jamie hat mir auch gut gefallen. Die Superhelden-Insider zwischen den beiden fand ich großartig!

Leider ist die Geschichte sehr vorhersehbar und die Wendung am Schluss kam nicht besonders überraschend. Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen.

Fazit:
"Love Coach" ist ein schönes, kurzweiliges Buch für zwischendurch über die Überwindung von Liebeskummer, das Finden neuer Freude im Leben und einer neuen Liebe. Aus den Lektionen des Love Coach kann man selbst auch noch was mitnehmen. Eine sehr süße und lustige Geschichte, kann ich nur empfehlen!

Veröffentlicht am 20.08.2018

Trotz Schwächen hat es mir gut gefallen!

Crown of Lies
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Von Pepper Winters hört man in letzter Zeit nur Gutes und daher war ich sehr gespannt auf das neue Buch von ihr.

Elle wurde ihr ganzes Leben darauf vorbereitet, die CEO der Modemarke ihres Vaters zu ...

Von Pepper Winters hört man in letzter Zeit nur Gutes und daher war ich sehr gespannt auf das neue Buch von ihr.

Elle wurde ihr ganzes Leben darauf vorbereitet, die CEO der Modemarke ihres Vaters zu werden. Sie hatte nie richtige Freunde und auch keine Jugend. Dafür ist sie extrem mächtig und erfolgreich, aber sie wünscht sich mehr. Nach ihrer ersten Nacht in Freiheit sehnt sich Elle nach der Leidenschaft, die sie mit dem Namenlosen verspürt hat. Als sie Penn Everett kennen lernt verspricht dieser, ihr genau das zu geben.

Elle war für mich schwierig. Ich finde, dass sie als Protagonistin unglaublich viel Potential hatte, leider wurde das aber etwas verschenkt. Sie ist die CEO einer großen Firma und damit mächtig, erfolgreich, reich, selbstbewusst und feministisch. Sie kann sich gegen aufdringliche und unhöfliche Männer wehren und ihnen direkt ihre Meinung sagen - aber irgendwie auch nicht. Penn Everett ist ein arrogantes A**, der sie als sein Besitz möchte mit Sprüchen wie "Du gehörst mir" - und Elle nimmt es so hin. Zwar gibt es auch einige Auseinandersetzungen zwischen den beiden, aber am Ende lässt sie sich doch immer wieder auf ihn ein. Diese Unentschlossenheit bezüglich Penn hat mich ziemlich genervt, sie konnte sich weder für noch gegen ihn entscheiden obwohl sie ja sonst eine so starke Frau gewesen ist... Dazu kommt, dass sie öfters mal die Rolle der "Jungfrau in Nöten" eingenommen hat, die von einem Mann gerettet werden musste.
Auf der einen Seite also die starke und selbstbewusste CEO, auf der anderen die unentschlossene Jungfrau in Nöten. Fand ich sehr schade, dass man sich da nicht für eines entscheiden konnte..

Penn Everett war ebenfalls schwierig. Er ist arrogant, seine Handlungen sind manchmal fragwürdig und er ist ein Lügner. Dennoch fand ich ihn irgendwie faszinierend.. Besonders das Rätsel darum, wer er denn nun wirklich ist und ob er vielleicht der besagte Namenlose sein könnte, war extrem spannend. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhänger, wie das Ganze ausgeht, erfahren wir also erst im 2. Band.

Bis jetzt klinge ich nicht ganz so begeistert, aber dennoch hat mir das Buch gut gefallen! Die Handlung konnte mich fesseln, es war die ganze Zeit spannend und aufregend. Die Charaktere waren zwar ausbaufähig, aber auch interessant. Zudem hat Pepper Winters einen unglaublich guten und fesselnden Schreibstil. Das Buch hat sich dadurch sehr leicht und schnell lesen lassen.

Mein persönliches Highlight war die kleine Katze "Salbei" von Elle. Sie ist die einzige "richtige" Freundin, die Elle hat und die Beziehung der beiden zueinander war einfach niedlich.

Fazit:
"Crown of Lies" glänzt nicht unbedingt durch authentische Charaktere, aber der Schreibstil und die Handlung konnten mich dennoch überzeugen. Wer ein gutes Einsteigerbuch in das Genre "Dark Romance" sucht, dem kann ich den Roman empfehlen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band!

  • Einzelne Kategorien
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  • Figuren
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 30.07.2018

Modernes Mädchen

Vom Meer geküsst
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Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Der Schreibstil ist recht einfach und schlicht und daher leicht und schnell zu lesen. Man fliegt nur so durch die Seiten, auch ...

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Der Schreibstil ist recht einfach und schlicht und daher leicht und schnell zu lesen. Man fliegt nur so durch die Seiten, auch weil die Kapitel so kurz sind. Ich finde es auch toll, dass aus 2 Sichten erzählt wird. So erhält man einen guten Einblick in die Gefühle und Gedanken von Sarah und Livian.

Sarah hat es nicht ganz so einfach. Sie ist sehr schüchtern und ruhig, weshalb sie von anderen Mitschülern in der Schule gemobbt wird. Freunde hat sie keine - bis sie die Meerjungfrau Isobel trifft. Diese gibt ihr neue Kraft und Tipps, sich gegen die Mobber zu wehren. Die Freundschaft zwischen den beiden Mädchen fand ich sehr toll. Als Isobels Bruder Livian von Sarah erfährt, ist dieser zunächst gar nicht begeistert von der Freundschaft. Doch später findet auch er Gefallen an Sarah und zwischen den beiden entwickelt sich mehr.
Die Liebesgeschichte war wirklich süß. Die zwei passen sehr gut zueinander und helfen sich gegenseitig bei Problemen - wovon es einige gibt. Gerade Livians Vater steht der Beziehung nicht positiv gegenüber.
Die Welt der Meermenschen wird sehr schön beschrieben, man kann sich alles gut vorstellen. Zudem gibt es Bezüge zu Märchen und Sagen, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Charaktere sind allesamt sehr liebenswert. Sarah ist hin und wieder etwas kindlich und naiv, weshalb ich das Buch eher jüngeren Lesern empfehlen würde (12-17 Jahre). Dennoch ist "Vom Meer geküsst" definitiv ein Jugendbuch und kein Kinderbuch!

Wichtige Themen wie Mobbing und Verschmutzung der Meere spielen ebenfalls eine Rolle. Etwas Spannung ist zwar vorhanden, dennoch ist es eher eine ruhige Geschichte mit einer schönen Atmosphäre.

Fazit:
"Vom Meer geküsst" ist eine sehr süße Geschichte über Freundschaft, Liebe und Familie, lädt zum Träumen ein und regt auch ein wenig zum Nachdenken an. Perfekt für einen gemütlichen Sommernachmittag am Strand, auf dem Balkon oder im Garten.