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Veröffentlicht am 03.09.2018

Fünf historische Happen - als „Appetizer“ ganz nett

Land im Sturm
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Einen kleinen Einblick in die Handlung (mit Schwerpunkt auf dem ersten Abschnitt des Buches) findet der Leser hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

Das gut 900 Seiten starke Buch in in 5 ...

Einen kleinen Einblick in die Handlung (mit Schwerpunkt auf dem ersten Abschnitt des Buches) findet der Leser hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

Das gut 900 Seiten starke Buch in in 5 Abschnitte unterteilt. Die Abschnitte sind jeweils in 7 bis 9 kurze, knackige Kapitel unterteilt.

Die Abschnitte sind jeweils einem Zeitpunkt gewidmet, den der Autor für einen wesentlichen Zeitpunkt in der deutschen Geschichte erachtet. Es sind dies :

Abschnitt 1 angesiedelt im 10.Jahrhundert zur Zeit König Ottos und er Schlacht auf dem Lechfeld
Abschnitt 2 angesiedelt im 12. Jahrhundert zur Zeit des sogenannten „Kreuzzuges gegen die Wenden“
Abschnitt 3 angesiedelt im 17. Jahrhundert zur Zeit des „Dreißigjährigen Krieges“
Abschnitt 4 und 5 angesiedelt im 19. Jahrhundert zur Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon und der revolutionären deutschen Einheitsbewegung

In allen Abschnitten gibt der Autor einen sehr schönen und detaillierten Überblick über die jeweilige Zeit und das damalige Geschehen bevor die eigentliche Erzählung beginnt.

.Im Anschluss folgen recht kurze, fiktive Geschichten, die in dem jeweiligen Zeitraum spielen und das Leben und die Lebensumstände wunderbar darstellen. Dabei wechseln natürlich von Abschnitt zu Abschnitt die Protagonisten. Dabei handelt es sich überwiegend um fiktive Personen, gelegentlich werden aber auch für den jeweiligen Zeitraum wichtige tatsächliche Personen integriert - oder zumindest erzählerisch erwähnt. Eine Klammer zwischen den zeitlich doch sehr auseinander driftenden Abschnitten versucht der Autor durch ein Artefakt (einen Säbel) und durch Familienbande und Namensgleichheiten herzustellen. Das ist aus meiner Sicht - bis auf die letzten 2 Abschnitte - nicht gelungen. Ich habe sogar das Bemühen um Namensgleichheiten eher als hinderlich empfunden, weil ich für die Person ja ein Bild im Kopf hatte, das dann - hunderte Jahre später - erstmal wieder aus dem Kopf musste um einem neuen Bild und einer völlig neuen Person Platz zu machen.

Um das Buch nicht „ausufern“ zu lassen, mussten die einzelnen Geschichten natürlich ziemlich kurz gehalten werden und sie brechen leider immer sehr abrupt ab. Das hat bei mir ein Gefühl von Enttäuschung, hervorgerufen. Da hatte man sich gerade mit den Protagonisten angefreundet, der Funke war übergesprungen, die Flamme der Lesefreude begann aufzuflackern - da wurde sie auch schon ausgeblasen! Sehr schade!

Die kurzen Geschichten (im Schnitt „Heftchenformat“ von ca. 180 Seiten) waren von unterschiedlicher Qualität; mal mit viel Kampfgetümmel, mal mit leicht kitschiger Liebesgeschichte, mal mit einer Räubergeschichte usw.! Die Schreibweise war aber immer gut, leicht und flüssig zu lesen und vermittelte ein schönes Zeitgefühl. Die Verbindung bzw. schriftstellerische Ausprägung zwischen der fiktiven Erzählung und dem tatsächlichen, wichtigen historischen Ereignis war mal gut ausgeprägt (z.B. in dem letzten Abschnitt des Buches), mal wenig bis fast garnicht spürbar.

Das Gesamtkonzept des Buches einen Zeitraum von fast 1000 Jahren durch einzelne Kurzgeschichten abzuhandeln, hat mir nicht gefallen. Ich hätte es vorgezogen länger in der jeweiligen Zeit zu bleiben und den Werdegang der einzelnen Protagonisten weiter zu verfolgen. Eine Buchreihe wäre für meinen Geschmack die bessere Wahl gewesen.

Das Buch ist nicht schlecht, kann aber mit den übrigen Büchern des Autors - sicher auch konzeptionsbedingt - nicht mithalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Abenteuer
  • Geschichte
  • Spannungsbogen
  • Thema
Veröffentlicht am 27.08.2018

Vampir, Werwolf und Hexen-Fantasy mit Längen - fällt gegenüber den Vorgängerbänden ab

Blutpakt
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Einen Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


Es handelt sich bei diesem Buch um den vierten Band der "Rachel-Morgan-Reihe". Vorausschicken möchte ...

Einen Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


Es handelt sich bei diesem Buch um den vierten Band der "Rachel-Morgan-Reihe". Vorausschicken möchte ich, dass es sich unbedingt empfiehlt zunächst die Vorgängerbände zu lesen. Es geht zwar sicher auch anders, aber die Entwicklung der Protagonisten und deren Beziehung zueinander sind für ein gutes Leseerlebnis eine sehr wichtige Grundlage.

Dieser Band beginnt mit einem ordentlichen Tempo und ein paar sehr schönen, überraschenden "Zaubern".

Danach flacht die Geschichte aber ab und verliert deutlich an Tempo. Im Mittelteil wechseln sich Beziehungsprobleme mit langatmigen, nichtssagenden Passagen ab um in ein ordentliches Finale zu münden. Die Protagonisten werden gut weiterentwickelt, obwohl der Buchteil in dem der Schwerpunkt darauf liegt, gleichzeitig den Spannungsbogen nachhaltig stört. Das hätte die Autorin besser lösen können.

Nichtsdestotrotz freue ich mich auf den nächsten Band.

Veröffentlicht am 09.08.2018

Locker-leichte Liebesschnulze - eben typisch Nora Roberts

So hoch wie der Himmel
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Einen kleinen Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:


Das Buch ist der erste Band der sogenannten "Templeton-Trilogie". Wer ...

Einen kleinen Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:


Das Buch ist der erste Band der sogenannten "Templeton-Trilogie". Wer schonmal eine Nora-Roberts-Trilogie gelesen hat, dem ist klar was das bedeutet; läuft es doch immer gleich ab: Drei Frauen - zumeist unterschiedlichen Charakters - finden jeweils in einem der drei Bände dieser Trilogie nach etlichen Hindernissen und Querelen ihren Traumpartner. So auch hier.

Die Protagonisten sind zwar sehr liebevoll gezeichnet, aber nicht ohne die üblichen Klischees. Die Handlung plätschert so dahin und changiert zwischen persönlichen Problemen und der Sehnsucht, sich endlich einander hinzugeben. Das ist wenig aufregend, aber stellenweise recht amüsant zu lesen.

Die Schreibweise der Autorin ist wie immer sehr schön, vielleicht in vorliegendem Fall ein wenig zu süßlich/schmalzig. Na ja, wer einen Nora Roberts liest sollte wissen auf was er sich einlässt.....!

Mich hat das Buch gut unterhalten und ich bin gespannt, wie es der zweiten der drei Freundinnen ergehen wird....!

Veröffentlicht am 06.08.2018

Fantasy mit viel Action um Hexen und andere übernatürliche Wesen

Blutspur
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Einen winzigen Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


Das Genre wimmelt ja geradezu von Büchern über Vampire und Co.! Umso erfreulicher, wenn endlich ...

Einen winzigen Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


Das Genre wimmelt ja geradezu von Büchern über Vampire und Co.! Umso erfreulicher, wenn endlich einmal das Vampirthema in den Hintergrund tritt. Zwar kommen auch hier Vampire vor, aber nur in Nebenrollen. Hauptfigur ist hier eine Hexe.

Der Autorin ist es gelungen die dazu gehörige besondere Welt sehr lebensnah zu erschaffen und mit einer Vielzahl übernatürlicher Wesen zu bevölkern. Sehr gut ist dargestellt, wie zerrissen die verschiedenen Wesen und die Menschen aufeinander reagieren und mit welchem (verständlichem) Mißtrauen sie einander begegnen.

Das Buch beginnt eher verhalten und mit deutlichen Längen, was sicherlich auch dem notwendigen Aufbau der Szenerie geschuldet ist.
Danach nimmt das Tempo deutlich zu und die actiongeladene Handlung nimmt tempomäßig ordentlich Fahrt auf.

Die Hauptprotagonisten sind sehr gut gezeichnet und eben ausnahmsweise mal nicht nur eindimensional. Das hat mir gut gefallen. Die Autorin schreibt mit locker-leichter Feder und mit schönen eingestreuten sarkastischen bis humorvollen Einschüben.
Die in vielen ähnlichen Büchern des Genres - insbesondere denen aus der Vampirewelt - stets vorhandene erotische Komponente fehlt hier allerdings vollständig. Schade, aber eventuell kommt es dazu ja noch in den Folgebänden.

Ein gut gelungener Start in die Reihe mit deutlichem Entwicklungspotential. Ich werde sicher weitere Bände dieser Reihe in absehbarer Zukunft lesen.....!

Veröffentlicht am 30.07.2018

Leichter Abenteuer-Roman vor historischem Hintergrund

Die Eispiraten
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Einen knappen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


Das Buch greift eine Legende auf, nach der der Doge Buono di Malamocco die Gebeine des heiligen ...

Einen knappen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


Das Buch greift eine Legende auf, nach der der Doge Buono di Malamocco die Gebeine des heiligen Markus in Alexandria stehlen ließ um seiner Heimatstadt (Der Vorgängerin von Venedig) Ansehen, Ruhm und Macht zu verschaffen. Diese Legende hat der Autor zu einem recht ordentlichen, teils rasanten Abenteuerroman ausgebaut.

Die Protagonisten - bis auf wenige ohne echten historischen Hintergrund - sind teils recht gut und mit Tiefe, teils aber auch ziemlich klischeehaft gezeichnet. Die Geschichte hat über weite Strecken ein gutes Tempo und kann durchaus Spannung erzeugen. Leider ist das Geschehen aber auch recht vorhersehbar.

Die Schreibweise und die Dialoge sind einfach und verständlich; zeitgenössische Begriff oder Begriffe aus der Welt der Seefahrt werden im Anhang erläutert. Das fand ich gut, wenngleich in den meisten Fällen überflüssig, weil dem halbwegs gebildeten Leser in der Regel bekannt.

Das Buch hat gut unterhalten können, ohne bei mir Begeisterungsstürme hervor zu rufen.