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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2018

Nostalgie pur

John Sinclair Tonstudio Braun - Folge 01
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Im Spessart geschehen merkwürdige Dinge. Immer wieder werden geistig verwirrte Männer aufgegriffen, die von „Horror-Mädchen“ phantasieren. Kommissar Will Mallmann ahnt, dass er hier die Hilfe seines Freundes ...

Im Spessart geschehen merkwürdige Dinge. Immer wieder werden geistig verwirrte Männer aufgegriffen, die von „Horror-Mädchen“ phantasieren. Kommissar Will Mallmann ahnt, dass er hier die Hilfe seines Freundes John Sinclair brauchen wird, denn im geheimnisvollen Sexschloss tief im Wald gehen übernatürliche Dinge vor.

Nostalgie pur! Mit den Produktionen des Tonstudios Braun habe ich John Sinclair kennengelernt und mit der düsteren Orgelmusik kamen gleich alle Erinnerungen zurück. Man muss sich immer bewusst sein, dass es sich hier um eine Produktion aus den 1980ern handelt. Der Sound ist dementsprechend umgesetzt und kann mit heutigen Produktionen natürlich nicht konkurrieren. Mit perfektem Timing, großartigem dramaturgischen Aufbau, tollen Gruseleffekten und exzellenten Sprechern punktet diese Hörspielserie aber wieder. Die John-Sinclair-Reihe überzeugt auch hier damit, dass sie ihre Schwächen in Stärken umwandelt: Wenn es nicht glaubhaft umzusetzen ist, nimmt man sich selbst einfach nicht so ernst. So macht die Geschichte einfach Spaß.

Fazit: Ein tolles Hörspiel mit Nostalgiefaktor. Tonstudio Braun stellt unter Beweis, dass es nicht viel bedarf, um ein unterhaltsames Hörspiel umzusetzen. Mögen einige Effekte auch veraltet erscheinen, so punktet es doch auf anderer Ebene nicht zuletzt mit tollen Sprechern. Vergleicht man den überdramatisierenden Joachim Kerzel aus der John Sinclair Edition 2000 mit dem perfekten Timing von Marianne Mosa aus der Tonstudio Braun-Produktion, dann sehe ich gerne über einige Schwächen hinweg.

Ein Kult-Hörspiel, das auch heute noch beste Unterhaltung bietet.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Vampire in London

John Sinclair - Folge 1
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John Sinclair hätte nie gedacht, die hübsche deutsche Studentin Marina, die er im Flugzeug kennengelernt hat je wiederzusehen, doch dann stürmt sie in sein Büro. Sie hat einen Mord gesehen, verübt durch ...

John Sinclair hätte nie gedacht, die hübsche deutsche Studentin Marina, die er im Flugzeug kennengelernt hat je wiederzusehen, doch dann stürmt sie in sein Büro. Sie hat einen Mord gesehen, verübt durch Vampire. Der Geisterjäger entdeckt, dass die Ankunft eines großen Dämons vorbereitet wird.

Mit der ersten Folge taucht man gleich in eine düstere Geisterjäger-Geschichte ein. Frank Glaubrecht verleiht John Sinclair einen einmaligen Charakter. Ich liebe seine Stimme! Selbst Joachim Kerzel, der mir oft zu überdramatisiert, gibt den Sinclair-Geschichten ein ganz eigenes Flair. Andere Stimmen sind nicht ganz so überzeugend. Vor allem mit weiblichen Stimmen wurde hier keine gute Wahl getroffen. Sie klingen sehr gekünstelt und gehen oft in unmotiviertes, nerviges Gekreische über. Das vergisst man in diesem spannenden Abenteuer schnell. Leider wird der Geisterjäger hier nicht von seinen Freunden begleitet, sodass die Geschichte etwas eindimensional bleibt. Eine Kernhandlung, die kaum ausgeschmückt wird. Nur die Ankündigung, dass es sich erst um den Auftakt eines größeren Plans der dämonischen Unterwelt handelt, reichert die Geschichte an.

Fazit: 48 Minuten spannende Hörspielunterhaltung, die alles beinhaltet, was man von John Sinclair erwartet: Vampire, geniale Soundeffekte und nicht aufgelöste Handlungsstränge, die einen weiter in das Sinclair-Universum ziehen.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Unheimliche Vorkommnisse in Sinclairs Heimat

John Sinclair - Melinas Mordgespenster
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Ein Brief seines Vaters veranlasst John Sinclair in seinen Geburtsort zu eilen. Das mysteriöse Verschwinden zweier Männer ist erst der Beginn einer grausamen Mordserie. In deren Zentrum steht Melina, ein ...

Ein Brief seines Vaters veranlasst John Sinclair in seinen Geburtsort zu eilen. Das mysteriöse Verschwinden zweier Männer ist erst der Beginn einer grausamen Mordserie. In deren Zentrum steht Melina, ein schizophrenes Mädchen, das eigentlich in der Psychiatrie ist – oder nicht?

Auch wenn die Geschichte mit einem mysteriösen Vorfall beginnt, ist sie im Verlauf eher ein normaler, wenn auch blutiger, Krimi als ein gruseliger Sinclair-Fall. Alles, was dieses Hörspiel auf 4 Sterne bringt, ist die Tatsache, dass es in John Sinclairs Heimat spielt. Sonst bleibe ich etwas enttäuscht zurück. Sie hat in keinem Punkt die Qualitäten, die ich an John Sinclair schätze. Mir fehlt der Humor, mir fehlen seine Kollegen und mir fehlt vor allem der übersinnliche Teil. Es ist ein gutes Kriminalhörspiel, könnte aber auch zu jeder anderen Krimireihe gehören. Schade, denn von John Sinclair erwarte ich eindeutig mehr. Sogar auf Outtakes wurde hier verzichtet. Damit erreicht das Hörspiel gerade mal einen guten Durchschnitt.

Fazit: Für Fans natürlich ein Muss, aber man muss auf viel verzichten. Spannend ohne wirklich zum John Sinclair-Universum zu gehören.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Rückkehr nach Hause

Grace Valley: Im Schutz des Morgens / Im Licht des Tages (Band 1&2)
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Nach ihrem Studium kehrt June Hudson in ihre Heimat zurück und übernimmt die Praxis ihres Vaters. Sie arbeitet rund um die Uhr für ihre Patienten und gönnt sich kaum eine Pause. Da bleibt keine Zeit für ...

Nach ihrem Studium kehrt June Hudson in ihre Heimat zurück und übernimmt die Praxis ihres Vaters. Sie arbeitet rund um die Uhr für ihre Patienten und gönnt sich kaum eine Pause. Da bleibt keine Zeit für ein Privatleben bis sie Jim Post trifft.

Ein bezaubernder Doppelband, der die ersten beiden Teile der Grace Valley-Trilogie enthält: „Im Schutz des Morgens“ und „Im Licht des Tages“. Ein Manko ist, dass er nicht auch den letzten Teil enthält. Sonst wird einfach eine herrliche Geschichte zum Wohlfühlen erzählt. Sympathische Charaktere, eine zauberhafte Kleinstadt und ein guter Schuss Romantik fesseln den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Dass diese Trilogie immer wieder zum Crossover mit der Virgin River- und Thunder Point-Reihe genutzt wird, macht sie gleich noch einmal so reizvoll, denn hier lernt man die ersten Charaktere und ihre Geschichten kennen. Neben Romantik erwarten einen hier Geschichten aus einer Kleinstadt mit den üblichen liebenswerten Charakteren und einer Portion Krimi-Action, die zu einem fesselnden Roman verwoben werden.

Eine großartig erzählte Liebesgeschichte, die einen immer wieder dazu verlockt, das Buch in die Hand zu nehmen. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite geliebt!

Veröffentlicht am 14.11.2018

Verurteilt zum Sommerurlaub

Bretonisches Leuchten
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Kommissar Dupin ist verzweifelt. Seine Geliebte Claire hat ihn zu einem Strandurlaub mitgeschleppt und all seine Kollegen und Freunde darauf eingeschworen, ihn nicht mit Ermittlungsfragen zu behelligen. ...

Kommissar Dupin ist verzweifelt. Seine Geliebte Claire hat ihn zu einem Strandurlaub mitgeschleppt und all seine Kollegen und Freunde darauf eingeschworen, ihn nicht mit Ermittlungsfragen zu behelligen. Dupin versucht dem Sonnenbaden mit Kurzspaziergängen zu entkommen. Dann wird eine Leiche gefunden und aus den arrangierten Fluchten wird eine heimliche Ermittlung: hinter Claires Rücken und hinter dem Rücken der örtlichen Polizei, die von Dupins Einmischung nicht begeistert ist.

Für mich der bisher schwächste Band der Reihe. Die Verzweiflung Dupins ist zwar zu Anfang ganz amüsant wird dann aber anstrengend. Abgesehen von seinem Gejammer passiert seitenweise gar nichts. Die Ermittlungsarbeit besteht hauptsächlich aus Klatsch und Tratsch, der wenig überzeugend ausschließlich Dupin und nicht den ermittelnden Beamten mitgeteilt wird. Die Landschaftsbeschreibungen und das Flair retten die Geschichte zwar, aber der Kriminalfall ist äußerst schwach und am Ende auch etwas überfrachtet.

Schade, dass die sonst so schöne Sommergeschichte nicht so gut gelungen ist. Als Fan der Reihe ist aber auch dieser Band ein Muss.