Profilbild von Lotta

Lotta

Lesejury Star
offline

Lotta ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lotta über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2022

Spannende Idee, anfangs gut und dann immer wirrer

Das letzte Grab
0

Clara bekommt die Benachrichtigung, dass ihr Exmann tödlich verunglückt ist. Sie trägt weiterhin seinen Namen, obwohl sie seit 6 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm hatte. Ganz ohne Gefühle geht es für sie ...

Clara bekommt die Benachrichtigung, dass ihr Exmann tödlich verunglückt ist. Sie trägt weiterhin seinen Namen, obwohl sie seit 6 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm hatte. Ganz ohne Gefühle geht es für sie nicht, sodass sie die Hintergründe für Felix Tod gerne herausfinden möchte und sich so immer weiter in die eh schon vorhandene Schusslinie bugsiert. Denn es sind Mächte am Werk, die es auf teure Kulturobjekte abgesehen haben...

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und es ist auch nach einer längeren Lesepause gut möglich wieder in das Buch hineinzufinden. Clara nimmt vieles in Kauf, dafür, dass sie unbedingt wissen möchte, was mit Felix passiert ist. Für mich lädt sie dabei etwas zu viele Gefahren auf ihre Mitmenschen ab und gibt zeitweise Geld in vollen Zügen aus, was auch durchaus immer mal wieder recht unnötig thematisiert wird.

Der Handel von Kulturobjekten und die Hintergründe zu Schmuggel bzw. Auktionshäusern werden sehr interessant näher gebracht und bieten definitiv einen Mehrwert in diesem Buch. Ich habe mir da vorher noch kaum bis keine Gedanken zu gemacht.

Leider hat die Geschichte keinen wirklich überraschenden Twist, sodass sich Vorahnungen häufig bestätigen lassen und es leider immer wirrer wird. Das Ende bzw. wie es zum Ende gekommen ist, fand ich wenig überzeugend.

Insgesamt liegt diesem Buch eine spannende Idee zugrunde, die interessant und spannend beginnt, aber leider im Verlauf des Buches immer wirrer wird. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2019

Reisen ja, Selbstmitleid leider auch

Das Jahr nach dem Abi
0

Was mache ich nach dem Abi? Diese Frage stellen sich viele Schüler*innen. Auch ich habe sie mir gestellt, auch wenn es nun schon einige Jahre her ist.

So dachte ich mir, mal sehen, was ich so verpasst ...

Was mache ich nach dem Abi? Diese Frage stellen sich viele Schüler*innen. Auch ich habe sie mir gestellt, auch wenn es nun schon einige Jahre her ist.

So dachte ich mir, mal sehen, was ich so verpasst habe. Welche Möglichkeiten hätten sich mir geboten? Kung-Fu klingt da natürlich erstmal total abwegig. Aber vielleicht kommt man auch nur so aus seinem Alltagstrott raus?

Anfänglich war es auch noch richtig angenehm dieses Buch zu lesen, doch irgendwann hätte er ruhig ein bisschen schneller weiterreisen können und sich nicht so in Selbstmitleid suhlen sollen. Dieses Buch wurde nach dem Jahr geschrieben, sodass immer mal Andeutungen in die Zukunft gemacht wurden, an einigen Stellen total unpassend für das Kommende. Da liest man als Leser immer weiter und weiter, aber es passiert einfach nicht...

Interessant war dann wieder, wie Naiv man sich verhalten kann. Doch das liegt wohl daran, dass ich schon wieder zu weit weg bin und einige Situationen mir nicht so passieren würden. Gleichzeitig wäre ich wohl nicht so mutig gewesen, mal eben so nach China, Indien und Schottland (letzteres vielleicht noch) zu gehen.

Insgesamt also teilweise spannende Einblicke, vor allem was die Kulturen angeht. Doch immer wieder wurde es einfach zu viel Selbstmitleid und die Zeit an einem Ort ging nicht wirklich vorbei...
So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Interessante Gesamtidee, aber es fehlt das gewisse Etwas

Pheromon 3: Sie jagen dich
0

!Achtung es handelt sich hierbei um den dritten Teil der Pheromon-Reihe, nicht unabhängig voneinander lesbar!

Wo steckt Jack? In der Zukunft wird eine Anwältin auf die Suche angesetzt und bekommt Unterstützung ...

!Achtung es handelt sich hierbei um den dritten Teil der Pheromon-Reihe, nicht unabhängig voneinander lesbar!

Wo steckt Jack? In der Zukunft wird eine Anwältin auf die Suche angesetzt und bekommt Unterstützung über eine KI, während nicht nur das FBI hinter ihr her ist.
Gleichzeitig versuchen Jack und die anderen Hunter zu verschwinden, um irgendwie die Welt zu retten.

Nachdem Band 1 gefühlt eine Einleitung war und so nach 150 Seiten in Band 2 endlich die Action und Spannung beginnt, geht es hier nahtlos weiter. Gerade die Zusammenhänge zwischen den beiden Zeitzonen sind interessant zu entdecken und schaffen den ein oder anderen "Aha"-Effekt.
Der Schreibstil ist somit gewohnt angenehm zu lesen und der Wechsel zwischen den Zeitzonen bereits bekannt. Ob diese verzwickte Story am Ende so notwendig gewesen wäre, keine Ahnung.

Etwas störend waren an einigen Stellen die Reaktionen, oder eher fehlenden Reaktionen, der Hunter. Einiges wurde nur Hingenommen oder auch innerhalb von wenigen Sätzen abgehandelt. Doch an vielen Stellen steckte so viel mehr, gerade was die zwischenmenschliche Beziehung angeht. Dadurch bleiben die nun 100 Jahre ältere Versionen der Hunter sehr blass und bereits hier fehlt das Gewisse etwas.

Tja und dann wäre da noch die Sache mit der Gentechnik. Ging mal wieder gar nicht und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass circa 60 Jahre an Forschung, wenn überhaupt, ausreichen, um auf den notwendigen Stand der Dinge zu kommen. Selbst für Science-Fiction, die möglichst nah an der Realität bleibt, war es hier zu viel.
Gut gefallen hat mir hier jedoch der Einsatz der Pheromone, die doch einmal ganz anders die Wahrnehmung von Menschen stimulieren.

Insgesamt somit eine interessante Gesamtidee, aber es fehlt das gewisse Etwas. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Ausflug mit einigen Macken, gutes fantastisches Grundgerüst und gute Idee

Die Runenmeisterin
0

Die Zwillinge Ayrin und Baren sind als Babys im Gasthof abgegeben worden und müssen nun in Schuldknechtschaft für den Besitzer arbeiten. Bis eine Hexe das Dorf besucht und es in Angst und Schrecken hinterlässt, ...

Die Zwillinge Ayrin und Baren sind als Babys im Gasthof abgegeben worden und müssen nun in Schuldknechtschaft für den Besitzer arbeiten. Bis eine Hexe das Dorf besucht und es in Angst und Schrecken hinterlässt, bis der Runenmeister vorbei kommt...

Für den Schreibstil war eine Eingewöhnung von so etwa 150 Seiten durch den mittelalterlichen Ausdruck notwendig. Beim Lesen kommt so anfangs das Gefühl auf, dass es nur sehr schleppend vorwärts geht. So bleibt viel Zeit die Beiden genauer kennenzulernen, wobei Ayrin im Vordergrund steht.
Interessant sind immer wieder die kursiv gedruckten Passagen des Hexenfürsten, sowie die Szenen aus der Sicht der Hexe. Sie bieten gerade am Anfang eine willkommene Abwechslung.

Später kommt es zu einigen Reisen, sodass das Fehlen einer Karte sehr schade ist. Ein wirkliches Einordnen all der besuchten Ortschaften ist in diesem unbekannten Land nun nicht möglich.

Die fantastischen Elemente rund um Hexen, Runen, Alben, Drachen usw. sind schlüssig und interessant dargestellt. Ein wenig mehr wäre jedoch durchaus möglich gewesen.

Leider wirkt die zum Ende hin einfließende Liebesgeschichte etwas erzwungen, zwar tauchen die Charaktere dazu nicht aus dem Nichts aus, doch ohne wäre dieses Buch wohl besser gefahren.
Zudem war mir die Auflösung bereits einige Seiten vorher sehr klar gewesen, was sehr schade war und somit die Spannung etwas herausgenommen hat. Überraschungen gab es leider eher weniger...

Insgesamt ein Ausflug mit einigen Macken, aber einem guten fantastischen Grundgerüst und einer guten Idee. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.12.2018

Spannend, jedoch teilweise unrealistisch

Böse Bilder
0

In einem Park in London wird eine Leiche gefunden, nachdem Fotos von kurz vor dem Mord und nach dem Mord online gestellt wurden. Ein beispielloser Medienzirkus beginnt und DCI Dan Fenton tut alles, um ...

In einem Park in London wird eine Leiche gefunden, nachdem Fotos von kurz vor dem Mord und nach dem Mord online gestellt wurden. Ein beispielloser Medienzirkus beginnt und DCI Dan Fenton tut alles, um den Mörder zu finden...


Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und lässt einen schnell in diese grausige Geschichte einfinden. Interessant sind dabei vor allem die Reaktionen auf die im Netz verbreiteten Bilder und die realistisch dargestellten Zeitungsartikel, jeweils passend zum "Niveau" der Zeitung.

Leider entwickelt sich die Geschichte, die aus dieser recht guten Idee stammt, etwas unrealistisch. Persönlich auf den Ermittler, kein Problem, aber das Verhalten des Ermittlers ist einfach nicht nachvollziehbar im Vergleich zu seinem vorher dargestellten Charakterzügen.

Insgesamt somit wirklich spannend, jedoch teilweise unrealistisch. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.