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Veröffentlicht am 03.06.2019

Super spannend!

Die letzte Königin - Das schlafende Feuer
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Der Klappentext:
Die achtzehnjährige Kalinda ist behütet bei der Heiligen Schwesternschaft aufgewachsen. Doch ein Besuch des Tyrannen Rajah Tarek reißt sie abrupt aus ihrem friedlichen Leben heraus. Sie ...

Der Klappentext:
Die achtzehnjährige Kalinda ist behütet bei der Heiligen Schwesternschaft aufgewachsen. Doch ein Besuch des Tyrannen Rajah Tarek reißt sie abrupt aus ihrem friedlichen Leben heraus. Sie soll die hundertste Ehefrau des Herrschers werden – ein Platz, den sie gegen die anderen Ehefrauen und Kurtisanen Tareks im Zweikampf verteidigen muss. Ihr einziger Trost in der feindseligen Welt des Hofes ist ihr junger Leibwächter Deven Naik. Ihn zu lieben ist ihr verboten, doch Kalinda begreift schon bald, dass sie niemals die Frau des grausamen Tarek sein kann. Ihre einzige Chance liegt in der verborgenen Macht, die tief in ihr schlummert …

Der Schreibstil:
Das Buch ließ sich super flüssig und schnell lesen. Bei den „nur“ 384 Seiten, Fantasybücher haben ja auch gerne mehr, geht es natürlich sowieso schnell, aber die Autorin versteht es, an den richtigen Stellen die Spannung zu steigern und immer mehr Verstrickungen zwischen den Charakteren entstehen zu lassen.
Gestört hat mich einzig, dass man beim Lesen den Eindruck hatte, als sei viel weggekürzt worden. Gerade in der ersten Hälfte des Buches ist mir das aufgefallen. Dadurch sprang es manchmal etwas und es ergaben sich Logikfehler, die vor allem Bewegungen im Raum betrafen. Zudem war ich bei ihr etwas verwirrt, wie viel sie denn nun wirklich weiß. Denn anfangs wird der Eindruck erweckt, sie wäre völlig unwissend, was die „Welt der Männer“ betrifft. Dann ist sie aber plötzlich doch ganz wissend und forsch.

Die Charaktere:
Hauptprotagonistin ist die ungestüme Kalinda, kurz Kali. Gleich zu Anfang der Geschichte wird dem Leser unmissverständlich klar gemacht, dass Kali eine Kämpfernatur ist. Sie wächst in einem strengen Kloster auf, dass neben Demut als oberstes Gebot Gehorsam predigt. Kali ist aber alles andere als bereit, sich zu unterwerfen. Anfangs lässt es sich nur erahnen, doch im Laufe der Geschichte tritt ihre Natur immer weiter hervor und dem Leser wird eine starke Heldin präsentiert, die mir sehr gefallen hat. Ihre Entwicklung passt sich super an die Geschichte an und ist wichtiger Teil der Handlung.
Einzig etwas problematisch fand ich an Kali, dass sie oft recht schwarz-weiß denkt. Dadurch reagiert sie für den Leser manchmal etwas heftig oder überraschend schnell. Da hat mir manchmal einfach etwas das „Darüber-Nachdenken“ gefehlt.

Alle anderen Protagonisten habe ich ebenfalls sehr schnell in mein Herz geschlossen. Sie fühlten sich lebendig an und haben die Geschichte immer wieder aufgeheizt. Mit wenigen Worten hat die Autorin es geschafft, die Charaktere für den Leser nahbar zu machen.

Zur Geschichte allgemein:
Erst einmal vorweg: Das Setting der Geschichte hat mir sehr gefallen. Ich tauche gerne in fremde Welten ab und die Mischung aus Wüstenregion und indischer Kultur hat mich vollkommen in ihren Bann ziehen können. Die Vorstellung von einem Mann, der über hundert Frauen hat, ist für mich mehr als fremd. So war ich anfangs auch total fasziniert davon und gespannt darauf, wie so etwas funktioniert.
Auch sonst war die Geschichte sehr spannend. Ich wollte durchgehend wissen, wie es weitergeht. Immer wieder gab es neue Verstrickungen, die aufgetan wurden, immer wieder Szenen, die alles, was ich mir gedacht habe, wie es weitergehen könnte, zerrüttet haben. Die Sache mit dem Kämpfen allein würde bestimmt für die ganze Handlung reichen (wenn Kali denn jemals trainieren würde), trotzdem kommt noch mehr dazu und unterbindet ein bisschen die Vorhersehbarkeit. Das hat mir sehr gefallen.
Weiter gefiel mir, auch, wenn das jetzt ein bisschen komisch klingt, dass nicht all zu zimperlich mit Verletzungen und dem Tod umgegangen wird. Das ist für mich ein Merkmal typischer Fantasybücher (zumindest der meisten) und gibt der Geschichte die notwendige Authentizität.
Die eingebaute Liebesgeschichte war herrlich unkompliziert und ehrlich. Allerdings ging es mir etwas zu schnell, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass Kali sich in alles immer gleich hineinschmeißt und nicht lange zögert.

Fazit:
Eine durchweg spannende Geschichte, die in einer interessanten Szenerie spielt und zum Träumen von fremden Welten einlädt. Kali als Hauptprotagonistin erfüllt die Rolle der charakterstarken Heldin, eine Liebesgeschichte bringt Tragik hinein und der Schreibstil lässt die Seiten beim Lesen nur so verschwimmen. Einzig, dass es anfangs alles etwas abgehackt wird und Kali manchmal zu einfach denkt, kann ich bemängeln. Das tut aber der Geschichte keinen wesentlichen Abbruch. Wer nach einem guten, kurzen Fantasybuch sucht, dass sich super lesen lässt, ist hier richtig. Ich bin schon sehr, sehr, sehr gespannt auf den nächsten Teil.
Ich empfehle es gerne weiter!

4 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 30.04.2019

Liebe an Bord

Liebe nicht erlaubt
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Dieses Buch ist ganz zufällig zu mit gekommen und ich war gespannt, was mich erwartete, da ich von der Autorin so noch nicht gehört hatte.

Klappentext:
Sonne, Meer, Luxusleben …
All das erwartet Charlotte ...

Dieses Buch ist ganz zufällig zu mit gekommen und ich war gespannt, was mich erwartete, da ich von der Autorin so noch nicht gehört hatte.

Klappentext:
Sonne, Meer, Luxusleben …
All das erwartet Charlotte auf der Megajacht, die sie im Auftrag ihres Vaters von Triest nach Zypern überführen soll.
Schön und gut, wären da nicht die Colfers – jene Brüder, die sie seit ihrer Kindheit kennt und abgrundtief hasst. Ausgerechnet einem von ihnen wurde das Schiff zur Verlobung geschenkt.
Während Dorians Verhalten Charlottes Erwartungen in vollem Umfang erfüllt, zeigt sich Devin plötzlich von einer ganz anderen Seite – sanft und hingebungsvoll.
Eine Seite, der sich Charlotte nicht lange widersetzen kann. Obwohl sie ahnt, dass es klüger wäre, Devin gegenüber stark zu bleiben, lässt sie sich auf eine Affäre ein.
Bis eines Tages unerwartet Besuch an Bord auftaucht, der Charlotte völlig aus der Bahn wirft …

Das Cover: Ich weiß nicht, ob ich den Titel auch so gewählt hätte, aber bei dem Cover hätte ich definitiv zugeschlagen. Das beruhigende Blau erinnert mich an Devin, ebenso wie das glücklich aussehende Paar. Definitiv ein Cover, dass ich in meinem Bücherregal nicht in die letzte Ecke verbannen würde.

Der Schreibstil:
Das Buch war flüssig und gut lesbar. Ich konnte mich ganz auf die Geschichte konzentrieren und hatte nicht das Gefühl, irgendetwas würde fehlen. Es hat auch nichts gestört.

Die Charaktere:
Hauptprotagonistin der Geschichte ist Charlotte Bergmann. Sie wird als selbstbewusste, beherrschte Frau dargestellt. Trotzdem hat sie auch eine weiche Seite, die sich nach einem Beschützer sehnt und sich nur zu gerne auf die Liebe einlässt. Dafür geht sie teilweise recht unvorsichtig vor. Ich habe es gemocht, wie sie es schaffte zwischen Privat und Arbeit hin und her zu switchen. Ihre Professionalität konnte nie in Frage gestellt werden. Zwischendurch war sie mir aber etwas zu unkompliziert denkend. Sie hätte schon ein bisschen öfter über ihre Gefühle nachdenken können. In Devins Nähe war sie geradezu das Weibchen, das keinen Aufstand macht.
Devin fand ich sehr angenehm. Er hat ein durch und durch gutes Herz und versucht nahezu jedem alles recht zu machen. Mit Charlotte an seiner Seite blüht er auf und ehrlich gesagt habe ich die Beschreibungen in ihrer Nähe gebraucht, um ihn überhaupt interessant zu finden, denn ansonsten ist er immer nur der nachdenkliche, stille Typ, der seinem Bruder den Rücken freihält. Was mich wirklich an ihm gestört hat, waren seine teilweise sexistischen Bemerkungen. Normalerweise achte ich da nicht so drauf, aber bei ihm sind sie mir immer wieder aufgefallen. So sagt er zum Beispiel: „Devin Colfer lief keiner Frau hinterher. Nicht, wenn es um Sex ging.“ ? Etwas abgedroschen meiner Meinung nach. Er benimmt sich manchmal geradezu, als müsste er das Klischee erfüllen, um seine Männlichkeit nicht zu untergraben. Charlotte passt sich dem auch noch an. Da gab es zum Beispiel die Aussage: „Reiß dich zusammen,Charlotte. Das Rotkäppchen wird vom Wolf gefressenen, nicht umgekehrt.“ Sowas hat mich dann doch etwas gestört.
So fand und finde ich Dorian ehrlich gesagt immer etwas interessanter. Er ist wenigstens ehrlich in seinem Charakter. Devin ist die vernünftige Variante, Dorian die aufregende und ich bin immer noch gespannt, ob wir auch noch etwas von Dorian zu hören kriegen.

Zur Geschichte allgemein:
Das Buch fing gut an. Charlotte Bergmann muss mit zwei Kerlen, die sie hasst, mehrere Wochen auf einem Boot verbringen. Doch schon nach wenigen Stunden verstand sie sich mit dem einen so gut, dass sie praktisch gleich mit ihm ins Bett hüpfte. Das ging mir ehrlich gesagt ein bisschen zu schnell. Auch, wenn es mit Dorian und dem Hass weitergeht, so hätte ich mir doch gewünscht, dass das Ganze etwas mehr ausgenutzt werden würde. Dann hätte die Geschichte bestimmt noch mehr Spannung gewonnen.
So ist Dorian ein Ärgernis, das die beiden versuchen loszuwerden. Ich würde spoilern, wenn ich an dieser Stelle weiterschreibe. Also: Ich fand den Verlauf der Liebesgeschichte zwischen den beiden sehr schön und durch die Fahrt auf der Yacht hat man beim Lesen wunderschöne Orte besucht. Ich fühlte mich, als könnte ich die Sonnenstrahlen auf meiner Haut spüren. Gleichzeitig habe ich mich aber auch ständig gefragt, wo die tiefen Gefühle sind. Klar, es wird gesagt, sie seien da. Mir haben aber ein paar implizite Ausführungen gefehlt, die mir auch das passende Gefühl dazu gegeben hätten.
Dadurch sind spätere Aktionen nur nachvollziehbar, wenn man sich ein paar Erklärungen hinzudenkt. Ich denke, wenn man einfach ein paar Gedanken mehr eingefügt hätte, hätte es einen ganz anderen Eindruck erweckt.

Weiter fand ich die Geschichte immer wieder richtig spannend, denn es war nur so halb vorhersehbar (es ist nunmal ein Liebesroman. Was erwartet man da? XD). Dorian und die Geschichte mit der Verlobung haben immer wieder Höhepunkte geschaffen und das Ende hat nochmal richtig viel Ernsthaftigkeit und Gefühl in die Geschichte gebracht. Es hat zudem nochmal gezeigt, wie Devin und Charlotte wirklich sind und was sie schließlich zusammengebracht hat, sodass ich letztlich sehr zufrieden mit der Geschichte war.

Fazit:
Mir hat die Geschichte im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Als Leser erlebt man eine wunderschöne Reise entlang der kroatischen Küste. Die Autorin schafft es, eine wunderbare Atmosphäre zu erschaffen. Charlotte und Devin sind als Paar unheimlich süß, auch wenn mir die Gefühle teilweise nicht genug begründet waren und Devin teilweise zweifelhafte Ansichten hatte.
Ich persönlich wäre mehr an Dorian interessiert gewesen, aber letztlich beweist die Geschichte nur, dass es auch einen vernünftigeren, längerfristigen Weg gibt, der dem bloßen Spaß durchaus vorzuziehen ist.
Alles in allem eine runde Geschichte mit kleinen Schwachstellen, die ich aber dennoch weiterempfehlen kann.

4 von 5 Sterne von mir.

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 25.03.2019

Tom Sawyer und Huckleberry Finn

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Der Klappentext:
Sich auf die Liebe einzulassen ist wie sich seiner größten Angst zu stellen. Es tut weh. Du kannst alles verlieren. Aber wenn du mutig bist, alles gewinnen.

Ein alter Camper und ein Stück ...

Der Klappentext:
Sich auf die Liebe einzulassen ist wie sich seiner größten Angst zu stellen. Es tut weh. Du kannst alles verlieren. Aber wenn du mutig bist, alles gewinnen.

Ein alter Camper und ein Stück Land im Nirgendwo von Florida ist alles, was Sawyer Dixon nach dem Tod ihrer Mutter geblieben ist. Weit weg von ihrer Vergangenheit will sie einen Neuanfang wagen. Doch sie hat nicht mit ihrem neuen Nachbarn Finn gerechnet. Der missmutige (und furchtbar attraktive) Einzelgänger ist wenig begeistert davon, dass Sawyer vor seiner Haustür campt – und ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will!

Das Cover:
Wieder ein Cover, das nicht einfach so da steht, sondern mit der Geschichte in Verbindung gesetzt werden kann, was ich immer sehr schön finde. So sieht man ein Gewitter, die dunklen, aber auch hellen Wolken. Mit „wild“ würde ich das Bild beschreiben und so passt es ideal zum Titel und ist noch dazu wirklich schön.

Der Schreibstil:
Das Buch ließ sich super schnell und flüssig lesen. Ich war an die Seiten gefesselt und konnte gar nicht mehr aufhören. So mag ich es:)

Die Charaktere:
Alle Charaktere in diesem Buch habe ich sehr schnell lieb gewonnen. Das typische Kleinstadtfeeling hat dies vermutlich unterstützt. Sawyer fand ich wirklich toll. Ihre Reaktionen und ihr Verhalten war an ihre Vergangenheit angepasst und so hat sie mich immer wieder überrascht. An einigen Stellen hätte ich mir vielleicht gewünscht, dass ihr altes Leben und vor allem ihre Erziehung ihr noch ein bisschen mehr in die Quere kommt, aber letztlich kenne ich auch kein typisches Verhalten in solch einem Fall.
Finn fand ich recht einfach gestrickt, aber auch unheimlich sympathisch. Er passt sehr gut zu Sawyer und vereint eigentlich alle positiven Charakterzüge in sich, die man sich nur wünschen kann.
Auch die Nebencharakter haben mir gefallen. Josh als unkonventionelle Freundin, die so einen starken Charakter hat, dass sie Sawyer immer wieder unterstützen kann und Miller, der mich ein bisschen an meinen treudoofen Berner-Sennenhund erinnert hat.

Zur Geschichte allgemein:
Die Idee fand ich schonmal sehr gut und mega interessant. Solch ein Leben, wie Sawyer es geführt hat, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen und ich bin froh, dass die Autorin es nur anfangs kurz angeschnitten hat. Ich hätte allerdings gerne gleich noch mehr von der Mutter erfahren. Wie sie gestorben ist, wird zum Beispiel nicht gesagt.
Die Beschreibungen des kleinen Sumpfortes fand ich wunderbar und konnte mir Saywer dort sehr gut vorstellen. In der Beziehung zwischen ihr und Finn gibt es immer wieder kleine Wendungen, die aber letztlich nicht darüber hinweg täuschen können, dass die beiden wie füreinander geschaffen zu sein scheinen. So empfand ich ihre Geschichte als sehr natürlich und authentisch. Es ging zwar alles auch recht schnell, aber das wurde mit den richtigen Situationen und Gefühlen begründet und so habe ich mich einfach mitreißen lassen.
Etwas schade fand ich, dass die Geschichte an zwei Stellen tatsächlich schon in einer Nebenbemerkung einen Teil der Handlung vorweg nimmt. Ich habe nicht recht verstanden, ob das so soll, oder ob da in der zeitlichen Struktur einfach Fehler unterlaufen sind. Sie haben mich beim Lesen aber schon im gewissen Maße irritiert. Vor allem, weil ich dann noch geblättert habe, weil ich dachte, ich hätte etwas überlesen, was aber nicht der Fall war. Da es aber eher kleinere Dinge waren, ist es jetzt nicht weltbewegend entscheidend für den Verlauf der Geschichte.
Neben der Liebesgeschichte gibt es auch noch ein gesundes Maß an Nebenhandlung, die letztlich dazu beiträgt, dass ich mir Finn und Sawyer gut im Alltag vorstellen kann.
Zum Ende hin ging es mir dann vielleicht alles etwas zu schnell, vor allem, weil ich zuerst nicht verstanden habe, wie sie nun darauf kommt, dass Finn irgendwas verschweigt. Die Seiten schwanden in meinen Händen und ich dachte nur: „Wie soll das nun noch alles funktionieren?“. Es hat so halb funktioniert. Klar, es gibt noch einen weitern Band, der dann so einige offene Fragen beantworten wird. Mir schien es an einigen Stellen aber auch leicht, als seien Gespräche und Situationen abgewürgt geworden.

Fazit:
Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Hier und da gibt es ein paar Kleinigkeiten, die man vielleicht hätte perfektionieren können, dennoch bietet dieses Buch eine interessante und liebevolle Geschichte mit wunderbaren Charakteren und einem atmosphärischen Kleinstadtfeeling. Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Band.

4 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 13.03.2019

Geheimnisse satt

Golden Dynasty - Größer als Verlangen
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Klappentext:
Eine Familie, aufgebaut auf Sünden und Skandalen. Julia ist fassungslos, dass dieser berüchtigte Clan sie als Krankenschwester engagiert hat. Aber noch mehr schockiert sie, dass sie einen ...

Klappentext:
Eine Familie, aufgebaut auf Sünden und Skandalen. Julia ist fassungslos, dass dieser berüchtigte Clan sie als Krankenschwester engagiert hat. Aber noch mehr schockiert sie, dass sie einen der Brüder bereits persönlich kennt. Sehr persönlich. Mit Lucian, dem jüngsten und wildesten Spross der Familie, hatte sie erst gestern eine heiße Nacht. Und er könnte ihr gefährlicher werden als alle Intrigen und dunklen Geheimnisse, in deren Strudel sie hinter den Toren des prächtigen Anwesens gerät …

Das Cover:
Nur ganz kurz: Ich liebe es! Schlicht, elegant, passende Farben.

Der Schreibstil:
Zum Schreibstil kann ich gar nicht so viel sagen. Er war nicht außerordentlich grandios, aber auch nicht schlecht. Die Geschichte konzentriert sich einfach mehr auf die besonderen Charaktere und die Situation drumherum und für die Betonung dieser ist der Schreibstil genau richtig. Zwischendurch ein paar Längen und nicht selten empfand ich eine Szene als „abgewürgt“, aber es soll ja auch geheimnisvoll bleiben…

Die Charaktere:
Tja, was sagt man zu den de Vincent-Jungs? Alle drei hatten sehr spezielle Charaktere, die ich sehr interessant fand. Solchen begegnet man nicht alle Tage. Dabei umgibt sie fortwährend eine Aura des Geheimnisvollen, hauptsächlich, weil sie es einem nicht erlauben in ihre Köpfe zu schauen und eine Menge verschweigen.
Lucian fand ich genial. Witzig, arrogant, ein großes Herz. Trotzdem ist es Gabriel, den ich als Leser als potentiellen Lebensgefährten wahrgenommen hätte. So ist es zunächst etwas schwierig Julias Gefühlswandel nachzuvollziehen. Zum Ende hin jedoch, erklärt sich alles und Lucian wurde schnell zu meinem Liebling.
Julia selber bleibt recht ruhig in der Geschichte. Sie hängt an ihren Gedanken und schränkt sich selbst ein. In Kombination mit den Vincent-Jungs ergab das eine interessante Mischung, die der Geschichte Pepp verliehen hat.

Zur Geschichte allgemein:
Am Anfang hatte ich so meine Probleme in die Handlung hineinzufinden. Vor lauter Geheimnissen wusste ich überhaupt nicht, woran ich mich orientieren sollte. Die eher „besonderen“ Charaktere haben das nicht besser gemacht.
Nach und nach habe ich mich jedoch einfinden können und fand die ganze Spuk-Thematik, die das Buch definitiv in sich vereint, sehr interessant. Ich als Leser habe viel selbst überlegt: Wie lässt sich das erklären? Zwischendurch war ich mir auch noch nicht einmal sicher, dass die Handlung nicht doch für Paranormales offen ist. In Büchern ist ja alles möglich.
Neben der Liebesgeschichte zwischen Lucian, ich will schon Lucifer schreiben;), und Julia, gibt es da Maddie, von der ich die ganze Zeit nicht wusste, was ich von ihr halten sollte. Einerseits völlig weggetreten und gleichzeitig kann sie malen wie sonst was. Das machte mich stutzig, aber bei meinen eigenen Gedanken blieb es dann auch. Das Buch hat lange gebraucht, um erste Geheimnisse aufzudecken. Das fand ich sowohl positiv, als auch negativ. Klar, die Spannung war gegeben, aber es zog sich irgendwann auch. Gut, dass Lucian und Julia da Abhilfe schaffen konnten:) Ihre Geschichte fand ich wirklich sehr schön erzählt. Genauso hatte ich es mir vorgestellt, wenn der eine Part ein Lucian istXD
Das Ende fand ich dann wieder nicht so genial. Die Geheimnisse wurden sehr schnell aufgedeckt. Sowieso ging alles ganz schnell. À la: Huch, da haben wir ja des Rätsels Lösung!
Zudem lief es dann auch noch als Klischee aus, was ich sehr schade fand. Da wäre es vielleicht doch sinnvoller gewesen vorher noch ein paar Höhepunkte einzubauen. Aber naja, süß war es auf jeden Fall und zumindest bei den beiden Liebenden konnte man eine deutliche Entwicklung bemerken, die mir versichert, dass die beiden auch nach dem Ende eine gute Zukunft haben werden.

Fazit:
Für mich war es ein schön zu lesendes Buch, dass mich mit seinen Charakteren gefangen nahm. Auch die Geschehnisse in und um die Familie und ihre Geheimnisse sprachen mir sehr zu. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle noch einen Höhepunkt mehr oder eine ausführlichere Erklärung gewünscht, aber es hat wahrscheinlich auch seinen Charme hinterher dieses Haus in Erinnerung zu behalten.

Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 11.03.2019

Rot und Silber - Auf ewig vereint?

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
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Betitelt als Fantasy-Highlight wurde ich wieder neugierig auf die Geschichte von Mare gemacht. Ich habe das Buch bereits vor ein paar Jahren gelesen, konnte mich aber nur noch grob daran erinnern. Damals ...

Betitelt als Fantasy-Highlight wurde ich wieder neugierig auf die Geschichte von Mare gemacht. Ich habe das Buch bereits vor ein paar Jahren gelesen, konnte mich aber nur noch grob daran erinnern. Damals gab es noch nicht gleich die Folgebände, da gerät ein Einzelteil bei mir recht schnell in Vergessenheit. Dieses Mal aber steht der nächste Band schon bereit und ich bin sehr gespannt:)

Inhalt:
Mare lebt in einer Welt, die die Menschen nach der Farbe ihres Blutes in arm und reich, Diener und Herrscher aufteilen. Sie selbst gehört mit ihrer Familie in den roten Teil der Welt: dem Teil des niederen Volks.
Doch ein Abend soll ihr Lebe verändern. Auf einmal befindet sie sich mitten unter ihnen, den Silbernen. Als Dienerin arbeitet sie unter ihnen im Sonnenpalast und dann geschieht das Unmögliche: Als sie in Gefahr gerät, scheint die Grenzen zu verschwimmen. Mare hat Fähigkeiten! Fähigkeiten, die eigentlich den Silbernen vorbehalten sind. Plötzlich findet sie sich als Verlobte des Prinzen wieder, denn natürlich darf das Unmögliche keineswegs nach Draußen gelangen. Mare wird zur Silbernen. Äußerlich. Im Herzen ist sie eine Rote und die kämpft für ihr Volk. Dafür riskiert sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz. Denn die zwei Prinzen bringen immer wieder Mares Gefühle durcheinander.

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr anschaulich und flüssig. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und war immer wieder durch die Spannung an das Buch gefesselt. Zwischendurch zog es sich aber auch immer mal, sodass ich quasi erst wieder auf was Spannendes warten musste, damit mir die Lust am Buch nicht vergeht.

Charaktere:
Ich hätte nicht gedacht, dass man eine Charakterin so konstant halten kann. Mare hat von Anfang an ein Auge für die minderen Umstände in ihrem Land, sie denkt an das Volk der Roten und lässt sich vom Glanz der Silbernen nicht einlullen. Dabei glaubt und hofft sie auf eine bessere Welt. Ich fand es sehr gut, dass sich das durch das ganze Buch zog. Auf Mare´s Charakter konnte man sich verlassen und das hat in so manchen Situationen, in denen alles andere verworren schien, Sicherheit gegeben.
Interessant fand ich auch die Gestaltung der anderen Charaktere. Keiner ist schwarz – keiner weiß. In diesem Buch bilden alle Grauschattierungen, was die Figuren zu großen Mitbestimmern über die Spannung im Buch macht und auch die ein oder andere ausweglose Situation entstehen lässt. Die Entwicklung, die die Protagonistin durchmacht, während sie begreift, welche Ausmaße eine einzige Entscheidung haben kann, stellt sie in einen größeren Kontext. In diesem ist sie nur eine von vielen, die für die Freiheit kämpfen.
So war es auch recht erfrischend, dass man als Leser nicht gleich einen Helden präsentiert bekam, den dann auch die Hauptprotagonistin toll findet. Stattdessen wird man selber vor die Aufgabe gestellt abzuwägen und hinter die Fassade zu sehen.

Zur Geschichte allgemein:
Die Idee der Geschichte fand ich wirklich sehr interessant. Von so einer extremen Klassentrennung hat man ja schon in „Die Tribute von Panem“ gelesen. Hier aber gibt es einen definitiven Unterschied: ihr Blut und Mare. Die weder silbern noch rot ist. Allein ihre Herkunft könnte wahrscheinlich schon Inhalt einer ganzen Geschichte sein, doch das Buch bietet noch mehr und so wird man in eine Welt hineingezogen, die grausam und glänzend zugleich ist und sich im Laufe der Geschichte dann doch sehr von der Handlung Panems unterscheidet.
Schön fand ich, auch, wenn es vielleicht grausam klingt, dass die Welt echt ist. Es gibt keine Zimperleien, der Tod ist allgegenwärtig und es ist keinesfalls gesichert, dass man glücklich bis an sein Lebensende im hohen Alter leben wird, wenn man einfach nur „brav“ ist. Dies fand ich sehr schön von der Autorin verdeutlicht und macht einen wesentlichen Teil der Handlung aus: alles steht in einem größeren Zusammenhang.
Durch unvorhersehbare Höhepunkte ist die Geschichte trotz vieler Klischees, von denen aber sogar einige aktiv mit in die Geschichte einbezogen werden, und teilweise etwas langgezogenen Stellen recht spannend.

Fazit:
Eine spannende Geschichte, die zwar zwischendurch ein paar Längen hat, mit ihrer Geschichte und der erschaffenen Welt aber überzeugen kann. Ein gelungener Auftakt, denn so viele Fragen sind noch offen. Ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen.

4 von 5 Sterne von mir.


Liebe Grüße