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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2019

Unterhaltsam

Hamish Macbeth und der tote Witzbold
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M.C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Unter diesem Namen schreibt sie auch die beliebten (und verfilmten) Agatha Raisin-Romane.

Bisher habe ich zwar ...

M.C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Unter diesem Namen schreibt sie auch die beliebten (und verfilmten) Agatha Raisin-Romane.

Bisher habe ich zwar noch keinen Raisin-Roman gelesen, aber ich habe es noch vor, nachdem ich die Serie sehr amüsant finde. Etwas Ähnliches habe ich mir von Hamish MacBeth erwartet: Nette Unterhaltung für zwischendurch, liebenswerte Charaktere mit seltsamen Angewohnheiten.

Hamish Macbeth und der tote Witzbold ist der siebte Band der Hamish Macbeth-Reihe (und es gibt noch viel viel mehr) und der erste den ich gelesen habe. Und damit auch das erste (aber bestimmt nicht das letzte) Buch von Marion Chesney.

Ich habe genau das bekommen, was ich erwartet habe: Leichte Unterhaltung für zwischendurch. Mehr oder weniger liebenswerte Charaktere (mindestens ein Mordopfer, das man auch als Leser gerne um die Ecke bringen würde), eine Menge Verdächtiger mit unterschiedlichen Motiven, der eine oder andere Konflikt und unterhaltsames Vorgeplänkel, das durch einen Mord unterbrochen wird.

Hamish Macbeth ist kein blutrünstiger Thriller, das kann man anhand des Covers auch nicht erwarten (Schafe spielen übrigens keine Rolle), aber wer etwas Lesestoff für kalte Winternächte braucht ist mit dem liebenswerten (und alles andere als dämlichen) Dorfpolizisten bestens bedient.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.10.2019

Wuff

Darwins Hund
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„Darwins Hund“ ist ein interessantes Buch über die Evolution des Hundes, das sich auf die genetische Entwicklung des Hundes konzentriert. Dabei werden auch fossile Beweise und zoologische Studien zu Rate ...

„Darwins Hund“ ist ein interessantes Buch über die Evolution des Hundes, das sich auf die genetische Entwicklung des Hundes konzentriert. Dabei werden auch fossile Beweise und zoologische Studien zu Rate gezogen.
Auch für den Laien leicht verständlich beschreibt der Autor (teilweise auch auf Vermutungen basierend) die Entwicklung des Hundes und zeigt dabei (mit leichtem Augenzwinkern wie mir scheint) welche Rassen in welcher Rasse eigentlich vertreten sind und in wie weit einzelne Hunderassen miteinander verwandt sind (bzw. nicht).
Ich fand diese Offenbarungen seitens der Genetik sehr interessant und nachvollziehbar, auch wenn mir manchmal die Beispiele der menschlichen Genetik (bedingt durch die Erfahrung des Autors auf diesem Gebiet) zu viel waren. Immerhin hatte ich mit einem Buch über die Entstehung des Haushunds gerechnet und nicht mit Erklärungen verschiedener Erbkrankheiten des Menschen (die beim Hund nicht vorkommen, obwohl natürlich auch dieser, hauptsächlich inzuchtbedingt nicht von Krankheiten verschont bleibt).
Neben den eigenen Erfahrungen des Autors werden auch andere Erfahrungen verschiedener Genetiker und Forschungsinstitute (rund um den Hund) zu Rate gezogen, auch Shaun Ellis (eigentlich ein Nichtwissenschaftler, der Wölfe hautnah erlebt hat) wird erwähnt (in einem eigenen Kapitel) und neben dem Wolf werden auch Versuche mit Silberfüchsen beschrieben, die wohl auch als zahme Haustiere zu halten sind, deren Verbreitung aber noch nicht so fortgeschritten ist und von Domestikation (ein Wort welches Sykes nur verwendet, da er kein anderes zur Hand hat) kann auch (noch) nicht gesprochen werden.

Aber nicht nur die Genetik auf Chromosomenbasis wird durchleuchtet auch die Zucht aufgrund des offensichtlichen Erscheinungsbildes (um den vorgeschriebenen Rassemerkmalen gerecht zu werden, mit allen Nachteilen, die sich daraus ergeben).

Ein Kapitel befasst sich mit Hundebesitzern und ihren Hunden. In Interviews stellt die Frau des Autors immer dieselben Fragen (mehr oder weniger), aber die Antworten sind immer wieder anders (und teilweise sehr aufschlussreich über das menschliche Verhalten ihrer Hunde gegenüber).

Ein informatives, leicht verständliches Buch, das dem Hundeliebhaber ein anderes Bild seines vierbeinigen Freundes vermittelt und mit einigen interessanten Überraschungen aufwarten kann, geschrieben von einem Wissenschaftler, der nicht unbedingt als Hundeliebhaber zu bezeichnen ist, wie er in seiner Einleitung schreibt (und das macht das Buch umso bemerkenswerter).

Etwas unklar sind einige Äußerungen in Bezug auf die Wölfe, die in diesem Buch erwähnt werden. Es ist nicht immer ersichtlich ob sich die Beobachtungen/Behauptungen auf freilebende Wölfe oder jene in Gefangenschaft beziehen, denn die moderne Wolfsforschung der vergangenen Jahrzehnte hat durchaus Unterschiede zwischen beidem festgestellt. Die Übergänge sind in diesem Buch hin und wieder fließend und nicht ersichtlich.

Abgesehen davon: Lesenswert.

Veröffentlicht am 26.09.2019

Ein ruhiges, aber schönes Roadmoviee

Graue Bienen
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Es ist kein Buch über Bienen, obwohl Bienen eine Rolle spielen.
Es ist kein Buch über den Krieg, obwohl auch der Krieg eine Rolle spielt.
Es ist ein ruhiges Buch, das trotz der Gewalt im Hintergrund (wie ...

Es ist kein Buch über Bienen, obwohl Bienen eine Rolle spielen.
Es ist kein Buch über den Krieg, obwohl auch der Krieg eine Rolle spielt.
Es ist ein ruhiges Buch, das trotz der Gewalt im Hintergrund (wie gesagt, der Krieg spielt eine Rolle, obwohl es keine beschriebenen Kampfhandlungen gibt und obwohl die Gefahr ständig gegenwärtig ist, stellt Graue Bienen ein positives Buch dar, ohne dass dabei irgend etwas verherrlicht oder verdammt wird.) ist es ein positives Buch, ein kleines Roadmovie, mit einer etwas naiven Hauptperson, der die Bienen wichtiger sind als alles andere.
Liebevoll erzählt Kurkow die Reise seines Protagonisten, benutzt dabei leise Töne, skurrile Situationen und Personen und viel Alkohol.
Es passiert nichts, obwohl man ständig darauf gefasst ist, dass etwas passiert, aber es wird nie langweilig.
Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, die Beziehungen nachvollziehbar und manchmal auch unerwartet und tatsächlich ist man etwas enttäuscht, wenn die Reise ein Ende findet, denn es hätte noch ewig weiter gehen können.

Ich gebe zu, dass ich mehr Bienen erwartet hätte, sie sind wichtig, aber nur Nebendarsteller. Wichtiger sind Land und Leute und obwohl der Krieg im Hintergrund ist (und größtenteils auch bleibt) ist es eine Geschichte über den Krieg und wie die Betroffenen damit umgehen.
Und zu guter Letzt ist es ein Buch, das zum Nachdenken anregt, trotz oder vielleicht gerade wegen der verschrobenen Charaktere und Situationen.

Veröffentlicht am 08.08.2019

Was es nicht so alles gibt

Mit 80 Viechern um die Welt
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Das Thema Housesitter war mir nicht neu, auch von Tiersittern hört man ja öfter. Aber erst vor Kurzem wurde ich mit dem Konzept eines Tiersitters im Ausland bekannt gemacht. Und das ganze freiwillig (ehrenamtlich ...

Das Thema Housesitter war mir nicht neu, auch von Tiersittern hört man ja öfter. Aber erst vor Kurzem wurde ich mit dem Konzept eines Tiersitters im Ausland bekannt gemacht. Und das ganze freiwillig (ehrenamtlich sozusagen) ohne Bezahlung. Klingt abenteuerlich.
Wie abenteuerlich das sein kann beschreibt Markus Huth in „Mit 80 Viechern um die Welt„. Unterhaltsam (aber auch informativ) erzählt er von Land und Leuten verschiedener Kontinente, den Eigenheiten der von ihm gesitteten Tieren und vernachlässigt sein eigenes Leben dabei nicht.
Markus Huth macht Lust darauf sein eigenes Leben zu überdenken und als Volunteer durch die Welt zu reisen. Augenzwinkernd lässt er den Leser an seinen Abenteuern teilhaben, beschreibt dabei sehr authentisch die Leute, mit denen er Kontakt hat, erzählt ihre Geschichten und ehe man es sich versieht hat man das Ende seiner Reise erreicht und wünscht sich mehr davon.

Kurzweiliges, amüsantes Lesevergnügen

Veröffentlicht am 24.07.2019

Spannend, aber etwas brutal

Giganten 1: Die Magie erwacht
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Internat für Zauberschüler ... das klingt nach Harry Potter Abklatsch. Wer Harry Potter mag den würde das vermutlich nicht stören, aber es wäre auch schön, wenn es nicht immer eine Gruppe Zauberschüler ...


Internat für Zauberschüler ... das klingt nach Harry Potter Abklatsch. Wer Harry Potter mag den würde das vermutlich nicht stören, aber es wäre auch schön, wenn es nicht immer eine Gruppe Zauberschüler gibt, die die Welt retten.

Gut, ich verrate nicht zu viel, wenn auch in GIGANTEN die Welt gerettet werden muss. Was sollte man auch sonst machen, wenn man zaubern kann.

Aber ... Giganten ist nicht Harry Potter. Und all das was es in Harry Potter gibt (und was man an den Romanen auch schätzt) gibt es in Giganten nicht.

Von daher erwartet den Leser ein actionreiches, spannendes, teilweise lustiges Abenteuer, das zwar in einem Zauberinternat spielt, aber es ist doch anders, als man es erwarten würde.

Ich habe noch kein Buch von James Riley gelesen, aber zumindest Giganten ist erfrischend anders. Vielleicht mag es etwas brutal für die Zielgruppe (10 - 12 Jahre) sein, vielleicht auch nicht.

Die Charakterentwicklung gefällt mir und natürlich gibt es auch ein paar Charaktere, die man einfach Lieben muss (und Hellseher Cyrus ist einfach herrlich ... wie er die Zukunft erklärt hat schon etwas entwaffnendes).

Giganten ist spannendes, kurzweiliges Lesevergnügen, das Spaß auf mehr macht.