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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2016

Weihnachten bis du tot

Stiefkind
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Eine Wende tritt in das Leben von Rachel ein, als sie den charmanten und attraktiven Anwalt für Unternehmensrecht David Kerthen kennenlernt. Es war Liebe auf den ersten Blick und acht Wochen nach ihrem ...

Eine Wende tritt in das Leben von Rachel ein, als sie den charmanten und attraktiven Anwalt für Unternehmensrecht David Kerthen kennenlernt. Es war Liebe auf den ersten Blick und acht Wochen nach ihrem ersten Date heiraten beide. Rachel, die in London in einer Sozialwohnung aufgewachsen ist, fühlt sich auf Davids großem Anwesen in Cornwall glücklich. Die Abgeschiedenheit stört sie nicht und sie kümmert sich um Jamie, den achtjährigen Sohn von David. Nina, die erste Frau von David, kam durch einen tragischen Unfall in der Morvellan Mine ums Leben. In einem wassergefüllten Schacht fand man ihren Mantel, der Leichnam wurde aber nicht gefunden. Im Laufe der Zeit verändert sich Jamie auf unfassbare Weise und beginnt Zukunftsvisionen zu äußern. Er behauptet, dass seine Mutter noch lebt und Rachel würde Weihnachten nicht mehr da sein, da sie dann tot ist. Was steckt dahinter? Kommt Jamie mit dem tragischen Tod seiner Mutter nicht klar und ist stärker traumatisierter als alle dies annehmen?

Durch die Klappentext und das Cover fühlte ich mich von dem Buch angesprochen. Doch die Geschichte begann sehr gemächlich, bis sie ab der Mitte spannender wurde und man nicht wusste, wer ist der Gute und wer der Böse. Der Erzählstil von S. K. Tremayne hat mir an einigen Stellen zwar gut gefallen, aber oft fand ich die Beschreibungen über die Landschaft und die Minen von Cornwall etwas zu ausschweifend. Am Ende war ich doch etwas enttäuscht, da die Zusammenhänge auf mich nicht ganz nachvollziehbar und sehr konstruiert wirkten.

Veröffentlicht am 30.09.2016

Reicht 94%ige Übereinstimmung für die Liebe aus?

Ausgerechnet wir
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Tom, ein 29jähriger freiberuflicher Unternehmensberater, ist Single und möchte diesen Zustand ändern. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass er in Berlin durch Zufall die passende Partnerin findet. Da ...

Tom, ein 29jähriger freiberuflicher Unternehmensberater, ist Single und möchte diesen Zustand ändern. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass er in Berlin durch Zufall die passende Partnerin findet. Da er ein Zahlennerd ist, hofft er auf einer algorithmusbetriebenen Datingseite die perfekte Frau kennenzulernen. Denn Tom vertritt die Ansicht, dass man Zahlen vertrauen kann. Schon nach kurzer Zeit erhält er Nachricht von Lisa, deren Profil eine 94%ige Übereinstimmung ergibt. Doch das erste Treffen verlief nicht wie erwartet. Tom hätte in seinen kühnsten Träumen nicht gedacht, dass er sich erst einmal bei einer mütterlichen Prüfungskommission durchsetzen muss, denn an Stelle von Lisa kommt ihre Mutter Penelope. Wird doch noch ein erstes Treffen mit Lisa stattfinden?

Die Autorin war mir bereits bekannt aus der Reihe „Die Dienstagsfrauen“, die ich mit Begeisterung gelesen habe. Doch das neue Buch, mit einem sympathischen männlichen Protagonisten, konnte mich nicht überzeugen. Es gab einige lesenswerte Abschnitte, aber auch längere Passage in denen ständig Formeln und Rechenbeispiele aufgezeigt wurden, um die Zahlenleidenschaft von Tom zu verdeutlich, hier wäre weniger mehr gewesen. Gleichzeitig führte es dazu, dass der flüssige Schreibstil dadurch unterbrochen wurde.

Einige Handlungsstränge wurden kurz angerissen und nicht in ausreichendem Maße weiterverfolgt. Vielleicht bin ich auch mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen, denn gern hätte ich mir mehr Gefühl gewünscht. Trotz allem gab es ein überraschendes Ende, das mich wieder mit dem Buch versöhnt hat.