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Veröffentlicht am 21.02.2022

Etwas zu toxisch das Ganze...

Sound of Love: Roadtrip ins Glück
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Ich tauchte samt den Kleidern ins Meer und schwamm wie eine Verrückte davon. Das Hier war kein Selbstfindungstrip. Es war eine verdammte Flucht.
S. 72/Tolino

Inhalt
Nachdem Lee zusehen muss, wie die Liebe ...

Ich tauchte samt den Kleidern ins Meer und schwamm wie eine Verrückte davon. Das Hier war kein Selbstfindungstrip. Es war eine verdammte Flucht.
S. 72/Tolino

Inhalt
Nachdem Lee zusehen muss, wie die Liebe ihres Lebens eine andere heiratet, stürzt sie sich Hals über Kopf in einen Roadtrip mit ihrem alten Käfer. Unterwegs trifft sie auf Devil, der mit seiner Harley unterwegs ist - und kurzerhand Lee's Musik-Tapes an sich bringt. 18 gekidnappte Tapes und das Versprechen auf 18 Treffen später, befindet sich Lee auf dem Roadtrip ihres Lebens.

Meine Meinung
Ich habe bereits ein paar Bücher der Autorin gelesen und geliebt. Roadtrips, Harley-fahrende Kerle und leichte Lektüre sind eigentlich auch voll mein Ding, deshalb habe ich mich an "18 Tapes" oder auch "Sound of Love" gewagt (keine Ahnung was der aktuelle Titel ist..).

Die Story an sich fand ich nett. Junges Mädel auf Selbstfindungstrip. Bisschen Musik. Bisschen Spass. Bisschen was aufzuarbeiten. Zwischen Lee und Devil gabs auch ziemlich lustige Dialoge. Und Lee's Vater wie auch die neugewonnene Freundin Val mochte ich sehr.

Was mich aber gestört hat:
- Lee als super dramatische Protagonistin die lieber davonläuft, als ein Gespräch zu führen, und die sich selber sowas von im Weg steht
- Devil als angeblicher Beschützer; für mich war er übergriffig und bevormundend, um nicht zu sagen toxisch
- alles ist hippy happy wunderbar. Bis auf ein bisschen Drama hie und da geht immer alles wunderbar auf für die Protas. Die Gefühlsebene konnte mich leider null abholen - weder die dramatische noch die glückliche

Fazit
Konnte mich nicht wirklich abholen. An sich eine gute Idee und eine nette Geschichte für zwischendurch, aber vor allem die dramatische Lee und der toxische Devil haben mir die Suppe etwas versalzen.

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Veröffentlicht am 21.02.2022

Willkommen im Habitat Miseria

The Shelter - Zukunft ohne Hoffnung
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"Das Leben sucht man sich nicht aus, man lebt es einfach. "
S. 196/Tolino

Inhalt
Grossbritannien in naher Zukunft: Eine Pandemie hat das Land heimgesucht und gebeutelt. Um der Sache Herr zu werden wurden ...

"Das Leben sucht man sich nicht aus, man lebt es einfach. "
S. 196/Tolino

Inhalt
Grossbritannien in naher Zukunft: Eine Pandemie hat das Land heimgesucht und gebeutelt. Um der Sache Herr zu werden wurden alle Erkrankten in eine eigens im Green Belt von London errichtete Kuppel - dem Habitat Miseria - gebracht und sich selbst überlassen. Der Rest der Bevölkerung wird akribisch überwacht um Neuerkrankte sofort wegzubringen.
Richard Thorndyke versucht sein Leben so gut wie möglich in den Griff zu bekommen, nachdem seine Freundin in das Habitat gebracht wurde. Bis sein eigener Name im System unter den Erkrankten auftaucht - obschon er komplett gesund ist - und er selber zum sterben in die Kuppel gebracht wird. Doch was er in Miseria entdeckt ist nicht annähernd das, was man draußen darüber so hört und Richard befindet sich plötzlich mitten in all dem.

Meine Meinung
Nach den ersten paar Seiten war ich positiv überrascht vom Schreibstil. Er wirkt anspruchsvoller als der übliche Schreibstil des Genres - etwas gehobener. Doch schon nach ein paar Kapiteln flog mir dieser dann sozusagen um die Ohren. Denn die teils zeilenlangen Schachtelsätze, gefüllt mit unnötigen Informationen, nervten mich zusehends. Etwa in der Mitte des Buches war ich versucht abzubrechen, da es gerade gar nicht vorwärtsgehen wollte, aber gefühlt über alles philosophiert wurde. Bis zum Schluss habe ich mich damit schwergetan - aber immerhin habe ich meinen Wortschatz um sage und schreibe 4 Wörter erweitern können. Das kann nicht jeder Roman von sich behaupten.

Zur Geschichte an sich: Die fand ich mal gut mal weniger gut gelungen. Die Thematik ist ja leider ziemlich aktuell (Pandemie/Epidemie), interessanterweise wurde das Buch aber offenbar vor den Geschehnissen rund um Corona geschrieben (Juni 2018 gemäss Big A) - da hat die Autorin aber den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen.
Ansonsten behandelt das Buch die Thematiken Überwachungsstaat, technischer Fortschritt, KI und Shakespeares "Der Sturm". Auf jeden Fall eine interessante Mischung.

Das erste Drittel der Story spielt in London in den Outer-Rims und dem Inner Circle - wie die Stadtteile mittlerweile heißen. Das Worldbuilding fand ich da sehr interessant und gelungen, near future Sci-Fi. Wichtiger Teil der Geschichte schon hier: Die Androiden - oder im Buch eben Deltas genannt.
Im Verlauf der Geschichte wechselt der Schauplatz ins Habitat, was mir irgendwie gefallen, der Story aber den Sci-Fi-Aspekt praktisch genommen hat. Was Richard dort vorfindet müsst ihr schon selbst herausfinden. Ich hatte hier aber das Gefühl, dass der sorgsam aufgebaute Weltenentwurf einfach über den Haufen geworfen wurde - er wurde praktisch nicht mehr gebraucht.

Thema Richard: Den Protagonisten der Geschichte fand ich weder speziell sympathisch noch besonders unsympathisch. Ein mittelmässiger Typ der wohl Anfang/Mitte 30 sein soll, sich vom Wissen und der Sprache her aber eher wie ein frischpensionierter Mittsechziger verhält. Er philosophiert gerne über alles und jeden und hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit.
Die anderen Protagonisten konnten mich ebenfalls nur mäßig begeistern. Am meisten vermochten mich wohl die Shakespeare-zitierenden Deltas zu unterhalten - sie haben zumindest für etwas Humor inmitten der Schachtelsätze und Grundsatzdiskussionen gesorgt.

Das Ende kommt dann ziemlich rasch und ziemlich offen daher. Nicht ganz mein Fall, ich ziehe es vor wenn Einzelbände ordentlich abgeschlossen werden, aber wer weiß, vielleicht hätte es ja ursprünglich noch einen zweiten Teil geben sollen?

Fazit
Wie hat mir das Buch nun gefallen? Ehrlich gesagt weiss ich das nicht so recht, es lässt mich etwas ratlos zurück. Die Thematiken fand ich gelungen umgesetzt, das Worldbuilding ausserhalb des Habitats war genial, aber gerade wegen dem philosophisch anmutenden und oft entsprechend ausufernden Schreibstil habe ich teils den Faden und auch etwas das Interesse verloren, obschon die Geschichte eigentlich genau mein Ding wäre. Ein bisschen mehr auf die KIs konzentriert und etwas weniger ausschweifende Unnötigkeiten und das Buch hätte es vielleicht zu einem Highlight schaffen können.

3.5 Sterne

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Aus Desinteresse weggelegt

Soul Mates, Band 1: Flüstern des Lichts (Unvergessliche Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Kurzrezi 
Für mich war es das erste Buch der Autorin. Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen - dennoch habe ich das Buch nach etwas um die 140 Seiten weggelegt.

Soul Mates Band 1 gehört für mich in ...

Kurzrezi 
Für mich war es das erste Buch der Autorin. Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen - dennoch habe ich das Buch nach etwas um die 140 Seiten weggelegt.

Soul Mates Band 1 gehört für mich in die Kategorie "0815 Jugend-Romantasy". Unscheinbares Mauerblümchen entdeckt, dass sie übernatürliche Fähigkeiten hat, trifft auf guten aber geheimnisvoll-düsteren Jungen, den sie aber nicht lieben darf. Als kleines Extra ist das Mauerblümchen hier auch noch ein Buchnerd, so als wäre das Buch extra für Buchliebhaber geschrieben worden. Was ja an sich schön ist, mich kann es aber nicht (mehr) abholen. Aus Desinteresse habe ich das Buch irgendwann weggelegt. Vielleicht ein andermal...

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Das Böse in Victor Vale und Eli Ever

Vicious - Das Böse in uns
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Inhalt
Die jungen Medizinstudenten Victor Vale und Eli Ever wollen sterben, um als Helden wiedergeboren zu werden. Denn sie sind sich sicher: Wer eine Nahtoderfahrung durchgemacht hat, wird mit besonderen ...

Inhalt
Die jungen Medizinstudenten Victor Vale und Eli Ever wollen sterben, um als Helden wiedergeboren zu werden. Denn sie sind sich sicher: Wer eine Nahtoderfahrung durchgemacht hat, wird mit besonderen Fähigkeiten wieder auferstehen. Ihr Experiment glückt und Victor hat die Macht, Schmerzen zu geben oder zu nehmen, während Eli eine Selbstheilungskraft entwickelt. Aber beide vergessen, dass es nicht Superkräfte sind, die wahre Helden ausmachen...

Meine Meinung
Nachdem ich die Weltenwanderer-Trilogie der Autorin geliebt habe, und auch Das Mädchen, das Geschichten fängt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört, musste ich einfach zu ihrem neuesten Werk greifen. Das Buch wird zurzeit in den sozialen Medien sehr gehypet - wodurch ich eigentlich schon skeptisch hätte werden müssen.

Eli Ever und Victor Vale sind sich sicher, dass sie durch eine Nahtoderfahrung (NTE) zu sogenannten ExtraOrdinären (EOs) werden - Menschen mit Superkräften. Minutiös planen sie das Experiment um ihre eigenen Tode und Wiederauferstehungen. Und sind erfolgreich. Doch ihre Freundschaft steht bald auf der Kippe und nachdem Eli Victor ins Gefängnis gebracht hat, schwört dieser Rache an seinem einstigen Freund.

Die Geschichte wird anhand verschiedenster Rückblenden und kurzen Sprüngen ins Jetzt erzählt. Der Leser erfährt, wie Victor und Eli auf die Idee kommen, Superkräfte anzustreben und wie sich das alles entwickelt hat, während im Jetzt klar wird, das etwas furchtbar schief gelaufen ist, denn Victor kennt nur eins: Rache an Eli. Diese Rückblenden habe ich zu Beginn als okay, in der Mitte als mühsam, und gegen Ende hin endlich als fesselnd empfunden. Tatsächlich fand ich die Story bis etwa zur Mitte alles andere als spannend. Ich habe sogar mehrfach überlegt, das Buch abzubrechen, weil es mich einfach nicht abholen konnte.

Vicious wird als düster, anders und brutal umschrieben. Und ja, es ist definitiv anders als andere Superhelden-Bücher. Weder Victor noch Eli sind sympathisch. Und genau daran ist das Buch bei mir gescheitert. Denn auch wenn es einen Antihelden gibt, so finde ich doch entweder immer irgendwas, das ich nachvollziehen kann, oder aber ich hasse ihn unsagbar fest. Weder Victor noch Eli ist dies hier gelungen. Victor ist für mich einfach ein verzogener Bengel, der alles haben will, während Eli ein verblendeter Gottesfürchtiger ist. Beide sind mir einfach nur unsympathisch, konnten in mir aber keine anderen Gefühle wecken - weder Verständnis noch Abneigung. Ehrlich gesagt fand ich sie einfach nur mühsam.

In der fiktiven Stadt Merit, in der sich offenbar immer mehr EOs niederlassen, lernen wir auch andere Personen kennen. Mitch, einen Ex-Sträfling, der das Pech gepachtet zu haben scheint, und Sydney, die die Toten wiederauferstehen lassen kann, haben mich von allen am ehesten angesprochen. Tatsächlich hätte mir die Geschichte wohl etwas mehr gefallen, wenn die beiden die Hauptprotagonisten gewesen wären.

Ein paar Pluspunkte kann die Geschichte mit ihrem Endteil holen. In einem Showdown kommt es, wie es kommen muss, und ich hatte absolut keine Ahnung, wie das alles enden soll. Spannend war es, emotional konnte es mich aber auch hier nicht abholen. Zu Band 2 werde ich nicht mehr greifen.

Fazit
Kurzweilige dennoch teilweise langatmige Geschichte über Antihelden und Moral, über verflossene Freundschaft und Neid. Die Hauptprotagonisten haben mich mehr gelangweilt als unterhalten, mich mehr genervt als geschockt. Für mich leider kein Highlight.

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Veröffentlicht am 29.12.2019

Elli & Ben - und eine Menge unnötiges Drama

Winter of Love: Elli & Ben
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Inhalt
Elli ist als Landei aufgewachsen und dem Trott entflohen; seit zwei Jahren studiert sie in Berlin und hat sich ein neues Leben aufgebaut. Über die Festtage zieht es sie zurück aufs Land zu ihrer ...

Inhalt
Elli ist als Landei aufgewachsen und dem Trott entflohen; seit zwei Jahren studiert sie in Berlin und hat sich ein neues Leben aufgebaut. Über die Festtage zieht es sie zurück aufs Land zu ihrer Familie, zurück nach St. Aurel zu ihren Freundinnen. Doch ausgerechnet vor ihrem Freund und Traummann Ben versteckt sie diese ländliche Seite - dumm nur, dass er sie zurück nach Hause begleiten will. Ist sie wirklich bereit, ihm alles von ihr zu zeigen?

Meine Meinung
Der letzte Teil des Winter-Specials ist aus der Feder von Katharina Wolf. Und leider leider hat es mir nicht so gut gefallen, wie seine Vorgänger. Zum einen liegt das am Schreibstil der Autorin - irgendwie habe ich keinen Zugang dazu gefunden und er war mir einfach zu simpel. Emotionen kamen da leider kaum rüber.

Der Abschluss beschäftigt sich nun mit Elli, die sich die Haare bunt färbt, in Berlin studiert und ein herzensguter Mensch ist. Schon in den ersten drei Teilen mochte ich sie sehr gerne. Umso weniger konnte ich nachvollziehen, weshalb sie sich so verhält. Denn auch ihr Freund, Ben (Tarantino!), ist gütig, freundlich und witzig - und nur weil er einmal erwähnt hat, dass er gewisse Menschen vom Land hinterwäldlerisch findet, beschliesst Elli, ihm ihre Herkunft zu verleugnen. Ich finde, das passt so gar nicht zu ihr.

Tatsächlich reist Ben - süss und liebevoll wie er ist - Elli nach St. Aurel nach um sie zu überraschen. Und die Probleme, die ich wirklich nicht nachvollziehen kann, beginnen. Elli lügt, Ben ist verletzt, Ben lügt, Elli ist verletzt. Passt nicht - weder zu Elli, noch zu Ben. Ich habe das ganze künstliche Drama einfach nicht verstanden, und es tut mir echt leid, ich hätte das Buch so gerne geliebt. Das einzige, was mich richtig abholen konnte, waren die Rückblenden von Elli und Ben - in denen hat die Autorin eigentlich auch gezeigt, dass sie wunderbar und emotional schreiben kann. Warum das dann im "Jetzt" nicht geklappt hat, ist mir unerklärlich.

Fazit
Elli & Ben - ein leider nicht so runder Abschluss eines wunderbaren Winter-Serials. Das künstliche Drama war mir zu viel und hat gar nicht zu den Protas, zwei herzensguten Menschen, gepasst. Lediglich die Rückblenden haben mich gut unterhalten und die entsprechende Wohlfühlstimmung vermittelt.

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