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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2020

Konnte mich nicht begeistern...

DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben
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MEINE MEINUNG
Eden sieht ihren Vater zum ersten Mal seit drei Jahren wieder und bleibt dann gleich 7 Wochen bei ihm und seiner neuen Familie, zu der eine neue Frau und drei Brüder gehören. Das Verhältnis ...

MEINE MEINUNG
Eden sieht ihren Vater zum ersten Mal seit drei Jahren wieder und bleibt dann gleich 7 Wochen bei ihm und seiner neuen Familie, zu der eine neue Frau und drei Brüder gehören. Das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Vater ist angespannt und dann ist da auch noch Tyler, ihr älterer Stiefbruder, der ständig auf ihr herumhackt. Zum Glück findet sie schnell Freundinnen, das Mädchen von gegenüber zieht sie mit in ihre Freundesclique, mit der Eden von nun an ihre Zeit verbringt. Shoppen, feiern, trinken und rausschleichen stehen nun auf ihrem Plan und immer wieder zieht sie irgendwas zu Tyler.

Eden lebt bei ihrer Mutter in einfachen Verhältnissen, das Geld reicht gerade so, obwohl ihre Mutter sich in 12 Stunden Schichten abarbeitet und ihr Vater Unterhalt zahlt. Bei ihrem Vater lebt sie in komplett anderen Verhältnissen, ein riesen Zimmer mit eigenem Bad, eine Küche, die aussieht, als sei sie gerade erst eingebaut worden und Lamborghini vor der Haustür. Sie sagt über sich selbst, dass sie sich nur schlecht mit Mädchen anfreunden, aber schon nach dem ersten Tag scheint sie relativ gut mit Rachael befreundet zu sein. Zu Hause warten auch Freundinnen auf sie, obwohl sie von zweien hintergangen wurde, wodurch erfährt der Leser erst später.

Tyler ist der typische Bad Boy, der sich gegen das Schnösel-Leben der Familie sträubt, jeden Abend den Hausarrest umgeht, um feiern zu gehen und Drogen zu nehmen. Doch nach allem Anschein hat er seine Gründe dafür.

Ich bin mit Eden ehrlich gesagt weniger klargekommen. Es wurde nie direkt gesagt, dass sie super brav und schüchtern und sonstiges ist. Einerseits ist sie keine Partygängerin, andererseits erzählt sie von den Partys bei ihr zu Hause, die zwar nur gemütliches Zusammensitzen mit Bier Rum sein, aber somit hätte sie ja wenigstens Erfahrungen mit Alkohol. Auch lässt sie sich immer wieder mitschleppen, obwohl sie offensichtlich keine Lust hat, ständig auszugehen und sich auf den Partys nur langweilt.

Tyler fand ich auch ziemlich anstrengend, diese Stimmungsschwankungen erinnern mich SEHR stark an Hardin aus der After-Reihe und ich schätze ihr wisst, dass ich ihn überhaupt nicht haben konnte. Es war doch von Anfang an klar, was sich zwischen Eden und Tyler entwickelt, dafür war dieses ewige Beleidigen und Nerven einfach super anstrengend und kindisch.

Genauso anstrengend fand ich diese Vierecks-Freundschaft mit Rachael, Meghan und Tiffani. Ich verstehe nicht, warum sie Eden immer mitgezogen haben. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie sie alle unbedingt mochten.
Außerdem bin ich der Meinung, dass einige Charaktere einfach zu kurz kamen, ich hätte gerne mehr über die anderen zwei Brüder gelesen, wenn auch nur ein paar Seiten.
Geschrieben wurde das ganze in der Ich-Form aus der Sicht von Eden. Der Schreibstil war ganz okay, nicht super besonders, aber auch nicht schlecht oder anstrengend.
Die Umsetzung von der Handlung finde ich ehrlich gesagt enttäuschend. Rückblickend denke ich, dass nicht gerade viel auf den 464 Seiten geschehen ist. Viel war langweilig, die Partys waren einfach nur Wiederholungen und die eigentlich interessanten Dinge kamen zu kurz.

(Vorsicht, Spoiler: Was Edens zwei Freundinnen gemacht haben, sodass Eden sich schlecht fühlt, fand ich interessant. Das ganze wurde allerdings kaum angesprochen und wurde dann in einem Satz geklärt. Der Konflikt zwischen Tiffani, Eden und Tyler schien auch ziemlich schnell geklärt. Ich hatte damit gerechnet, dass Tiffani es jedem erzählt und Eden dann keine Freunde mehr hat, so blöd das jetzt auch klingen mag. Auch die Sache mit Jake war dann einfach abgehakt, ohne dass noch irgendwas spannendes passiert ist.). Es gab einfach zu wenig Höhepunkte, alles war ziemlich flach und relativ unbedeutend.

FAZIT
Inhaltlich nicht wirklich etwas neues oder besonderes, aber dennoch bin ich enttäuscht. Der Schreibstil war okay, aber mit den Charakteren konnte ich mich nicht anfreunden. Sie wirkten alle sehr unecht und ihre Charakterzüge waren nicht wirklich tiefgehend, außer bei Tyler. Ich fand die Handlung ziemlich flach und langweilig, es ist kaum etwas passiert und ich hatte mit mehr Spannung gerechnet.

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Veröffentlicht am 17.01.2020

War ganz okay, würde es aber nicht noch einmal lesen...

Flirting with Fire (Saving Chicago 1)
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Meine Meinung
Ich habe das Buch beim Adventskalender vom Netgalley entdeckt und wurde schnell vom Cover gelockt. Der Klappentext klang interessant und ganz witzig, weswegen ich mich sehr auf das Buch gefreut ...

Meine Meinung
Ich habe das Buch beim Adventskalender vom Netgalley entdeckt und wurde schnell vom Cover gelockt. Der Klappentext klang interessant und ganz witzig, weswegen ich mich sehr auf das Buch gefreut habe, die Autorin kannte ich vorher nicht.

Maddie und Mauro könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Während für sie die Highschool die Hölle war, war er der beliebte Football-Spieler. Sie ist schüchtern und zurückhaltend, er ist selbstbewusst und strahlt das auch aus. Sie liebt es zu planen, zu strukturieren und für sich zu sein, während er das Abenteuer liebt.
Mit beiden hatte ich anfangs Schwierigkeiten. Mauro war mir zu sehr Macho, bis ich ihn immer näher kennen lernen durfte und schließlich in mein Herz geschlossen habe. Maddie war mir zu sehr verschrecktes Reh und das obwohl sie wohl ihr eigenes Unternehmen hat und dadurch eigentlich mehr Stärke ausstrahlen sollte. Im Verlaufe des Buches wird sie immer selbstbewusster und stärker, doch anfangs hat mich ihre übertrieben unsichere Art sehr gestört.
Ihre zwei Mitbewohnerinnen fand ich ebenfalls sehr anstrengend, aber in eine andere Richtung.

Der Schreibstil war ganz okay, auch wenn ich über einige Sätze etwas gestolpert bin. Ich kann gar nicht wirklich definieren, was mich so sehr gestört hat, aber irgendwas hat mich nicht überzeugen können.


Die Handlung verläuft anders, als ich erwartet habe. Der Anfang ist mir sehr sehr schwer gefallen. Die Charaktere waren nicht meins und ich habe den Einstieg in die Geschichte einfach nicht finden können. Gleich zu Beginn wird man mit zahlreichen Charakteren und Namen zu geworfen, sodass ich mir kaum merken konnte, wer zu wem gehört. Im Laufe des Buches hat sich das zwar geregelt, aber anfangs war es sehr verwirrend. Es hat mich einfach nicht erreichen können, sodass ich mehr als einen Monat gebraucht habe, um das Buch zu beenden.

Nachdem ich den Einstieg ungefähr nach einem Viertel des Buches dann gefunden habe, hat es mich aber sehr fesseln können. Die Verbindung zwischen Maddie und Mauro wird spannender und auch die Hintergrundgeschichten verknüpfen sich zu einem großen Ganzen. Die Charaktere wurden mir immer sympathischer, besonders Mauro hat eine ganz wunderbare Seite zeigen können. Hier habe ich eine ganz bestimmte Szene im Kopf, die mir tatsächlich Tränen in die Augen zaubern konnte.


Dennoch habe ich immer wieder einige Stellen gefunden, die mich gestört haben, die meinen Lesefluss unterbrochen haben und dazu geführt haben, dass ich das Buch beiseite gelegt habe.


Fazit
Eine interessante Geschichte über eine unerwiderte Schul-Schwärmerei, die nun zu größerem wird. Leider ist mir der Einstieg sehr schwer gefallen und auch die Charaktere konnten sich nur langsam in mein Herz schleichen. Insgesamt war es eine gute Geschichte, von der ich aber nicht mehr lesen muss.

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Veröffentlicht am 16.01.2020

Nett für Zwischendurch, bin von der Autorin aber besseres gewohnt

Boston Nights - Wahres Verlangen
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Meine Meinung
Die Dublin Street-Reihe der Autorin habe ich über alles geliebt, weswegen ich super gespannt auf den neuen Roman der Autorin war. Der Klappentext klingt nach einer lustigen Unterhaltung mit ...

Meine Meinung
Die Dublin Street-Reihe der Autorin habe ich über alles geliebt, weswegen ich super gespannt auf den neuen Roman der Autorin war. Der Klappentext klingt nach einer lustigen Unterhaltung mit hoffentlich dem gleichen Tiefgang wie in ihren Büchern.

Ava und Caleb lernen sich per Zufall am Flughafen kennen – ein sonderlich schönes Aufeinander treffen ist es allerdings nicht. Immer wieder laufen die zwei sich über den Weg und können nicht anders, als den jeweils anderen auf die Palme zu bringen. Schließlich landen sie doch gemeinsam im Bett und eigentlich trennen sich ihre Wege danach. Anders als erwartet taucht Caleb plötzlich wieder in Avas Leben auf und sie geben der Leidenschaft zwischen sich hin – ohne dass das Herz im Spiel ist natürlich.

Ava tritt als vorlautes und selbstbewusste Frau auf, die kein Blatt vor den Mund nimmt und sich selbst gut verteidigen kann: sie braucht keinen Prinzen in der goldenen Rüstung. Doch unter ihrer taffen Fassade schlummern dunkle Gefühle und eine traurige Vergangenheit.
Caleb ist ebenfalls sehr selbstbewusst und weiß, was er will. Er wirkt nach Außen sehr kühl und selbstbezogen und ist eine Mischung aus genau dem und einem wirklich lieben Kerl. Er scheint die Persönlichkeiten fast zu wechseln, was mich immer wieder verwirren konnte.
Mit Ava konnte ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen, da ich keine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Genau definieren, was mich an ihr störte, kann ich aber nicht. Mit Caleb habe ich ein großes Auf und Ab erlebt. In seinen netten Momenten habe ich ich fast ihn in verliebt, aber im nächsten Moment kam wieder ein Seitenhieb – ich hatte hier mehr erwartet.

Der Schreibstil ist in der Ich-Form und sehr angenehm zu lesen, ohne dass er mich wahnsinnig umhauen und fesseln konnte.

Die Handlung ist anders als ich erwartet habe. Nachdem die beiden sich auf ihre Freundschaft mit Vorzügen eingelassen haben, ist die Handlung mir etwas zu flach geworden. Mir fehlte ein Spannungsbogen, Tiefgang und etwas, was mich an das Buch hätte fesseln können. Ich habe relativ lange gebraucht, um es zu beenden, weil der Mitteilteil für mich ein kleiner Tiefpunkt war.
Harpers beste Freundin war da allerdings ein großes Highlight. Ich fand sie super interessant und auch der Teil ihrer Geschichte, den man mitbekommen hat, war wahnsinnig spannend.
Fazit
Insgesamt war das Buch anders, als erwartet, dennoch hat es mir schöne Lesestunden bereiten können. Es kommt definitiv nicht an ihre anderen Bücher heran, aber für Zwischendurch ist es ganz nett.

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Veröffentlicht am 10.01.2020

Ein ziemliches Hin und Her - sehr enttäuschend

After passion
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MEINE MEINUNG
Es beginnt mit dem Einzug Tessas in ein Studentenwohnheim ihrer neuen Universität. Ihre Mitbewohnerin, Steph, ist das genaue Gegenteil von ihr. Sie geht oft feiern, zieht sich auffällig an ...

MEINE MEINUNG
Es beginnt mit dem Einzug Tessas in ein Studentenwohnheim ihrer neuen Universität. Ihre Mitbewohnerin, Steph, ist das genaue Gegenteil von ihr. Sie geht oft feiern, zieht sich auffällig an und ist mit Hardin befreundet, wodurch Tessa und Hardin erst in Kontakt treten.
Zwischen den beiden gibt es gleich von beginn an viele Konflikte, trotzdem merkt man, dass sie sich voneinander angezogener fühlen, als sie sich gegenüber eingestehen wollen. So passiert es auch schnell, dass die beiden engeren Körperkontakt haben. Das Problem dabei: Tessa ist an Noah vergeben, der wie sie, eher der konservative und unproblematische Mensch ist. Tessa macht allerdings nicht Schluss und hintergeht Noah somit, was meiner Meinung nach gar nicht zu der ihr zugeteilten Rolle des braven Mädchens passt.
Noch ein Problem bei dem Ganzen wäre, dass Hardin ziemlich krasse Stimmungsschwankungen hat, die mit der Zeit auch immer häufiger bei Tessa auffallen, die zudem auch noch sehr unentschlossen wirkt. Tessa entwickelt und verändert sich ziemlich schnell, sie integriert sich immer mehr in die Szene, in der Hardin und Steph sich bewegen. So geht sie ebenfalls ziemlich oft feiern und fängt auch an, Alkohol zu trinken. Meiner Meinung nach wirkt ihr Charakter überhaupt nicht „echt“, sie soll das liebe kleine brave Mädchen sein, aber das wirkt auf mich zu aufgesetzt und außerdem sprechen die meisten ihrer Handlungen eher dagegen. Auch ihre Mutter und ihr Freund wirken zu künstlich und übertrieben auf mich, im Laufe des Buches wurde das für mich immer deutlicher. Das Ende war meiner Meinung nach das beste am ganzen Buch. Es war ziemlich überraschend und einfach nicht vorhersehbar, endlich ein Höhepunkt des Buches! Und als auf der nächsten Seite auf einmal dir Danksagung der Autorin erschien, war ich komischerweise enttäuscht, dass es nicht weiterging.
Ich fand trotzdem, dass zu viel zu schnell passiert ist. Es passierte zwar viel, aber nichts wirklich bedeutendes. Da waren sie auf einer Party, dann waren sie bei ihr, dann waren sie bei ihm, dann waren sie mal in der Uni und dann waren sie mal draußen unterwegs. Auf mich wirkte es, als stecke hinter dem Buch gar kein wirkliches Konzept, keine Tiefe, als sei einfach drauf los geschrieben geworden.Klar, das Buch hat ungefähr 700 Seiten, da dürfte doch Platz für langsame Entwicklungen und bedeutungsvolle Szenen sein, aber die waren meiner Meinung nach nur von zu vielen „Höhepunkten“ gefüllt, die trotzdem eher flach waren. Es ging alles so schnell und ständig stritten Hardin und Tessa, was schon nervig war, aber viel nerviger war, dass sie sich auch so verdammt schnell wieder vertragen. Kaum hat man den Streit, der meisten eher belanglos war, wirklich realisiert, läuft sie schon wieder zu ihm zurück.
Ich weiß jetzt nicht wirklich, wie ich das herüberbringen soll, aber auf mich wirkte das Buch wie eine abgeschwächte Form von Shades of Grey, eben ohne das BDSM und mit jüngeren Hauptfiguren.
Ich weiß, dass das ganze eine ehemalige Fanfiction war, aber das Buch war mir außerdem in zu viele Kapitel eingeteilt. Man kann sich das vielleicht als Autor so besser strukturieren, aber ich finde, bei manchen Szenen war ein Kapitelwechsel einfach nicht nötig. Der Schreibstil ansonsten war ganz okay, nicht schlecht aber nicht dass ich sagen würde, er sei super.

FAZIT
Die Idee an sich ist einfach nichts neues mehr und die Umsetzung war auch nicht überragend. Die Figuren waren sehr künstlich und haben mich schnell genervt, die Handlung hatte zu viele Aufs und Abs, wobei ein wirklicher Höhepunkt erst zwanzig Seiten vor dem Schluss entstanden ist. Mich konnte es leider nicht so überzeugen, wie ich es gerne hätte und ich bin ehrlich gesagt enttäuscht.

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Veröffentlicht am 15.10.2019

Düster, geheimnisvoll und nicht so, wie ich es mir erhofft habe ...

Burning Bridges
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MEINE MEINUNG
Als ich das Cover entdeckt habe, musste ich mir das Buch gleich genauer anschauen, mit seinen kleinen Glitzer-Elementen hat es ich gleich fesseln können. An den Inhalt hatte ich keine speziellen ...

MEINE MEINUNG
Als ich das Cover entdeckt habe, musste ich mir das Buch gleich genauer anschauen, mit seinen kleinen Glitzer-Elementen hat es ich gleich fesseln können. An den Inhalt hatte ich keine speziellen Erwartungen, da der Wattpad-Hype absolut an mir vorbei gegangen ist.

Die Charaktere haben bei mir sehr gemischte Gefühle ausgelöst. Ella ist eine junge Studentin, die scheinbar kaum die dunklen Seiten des Lebens kennt. Sie ist in meinen Augen absoluter Durchschnitt und ich konnte sie bis zum Ende hin nicht wirklich einordnen. Sie ist nicht schüchtern, aber auch nicht zu selbstbewusst. Sie ist liebevoll und offen, und häufig auch sehr ironisch. Und obwohl sie sich häufig zu viel zutraut, ist sie wahnsinnig naiv. Viel zu naiv, in meinen Augen, sodass es schon unrealistisch wirkte.
Insgesamt war sie mir nicht unsympathisch, aber meine Lieblings-Charakterin würde sie nicht werden.
Ches tritt als geheimnisvoller junger Mann auf, von dem sowohl Ella, als auch der Leser, erst nach und nach mehr erfährt. Nachdem wir ihn näher kennen lernen durften, wurde er mir immer sympathischer, doch zu lange fand ich ihn unsympathisch, zu lange hat er ein unbehagliches Gefühl bei mir ausgelöst. Ich wünschte, ich hätte ihn noch näher kennen lernen dürfen, da er mir glaube ich hätte gefallen können.

Was ich allerdings mochte, war die Zusammenstellung der Charaktere, samt den Nebenfiguren. Es wurde mir eine große Abwechslung an verschiedenster Charakterzüge geboten, auf die ich mich in den Folgebänden schon sehr freue. Auch dass der Kontakt zwischen Ella/Ches und ihren Freunden so hoch war, hat mich sehr begeistert.

Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, auch wenn ich an einigen Stellen etwas stocken musste. Ich habe das Buch öfter mal pausieren müssen, da ich mich nicht für längere Zeit auf den Schreibstil hätte konzentrieren können. Ich fand ihn insgesamt nicht schlecht, aber ich wurde schon mal mehr gefesselt.

Da der Klappentext nicht viel verrät, wusste ich kaum, worauf ich mich einlassen würde.
Hätte der Klappentext das zentrale Thema etwas mehr angesprochen, hätte ich vermutlich nicht nach dem Buch gegriffen, da ich Bücher in diese Richtung sehr ungerne lese.

Aber fangen wir mal vorne an:
Das Kennenlernen und auch Annähern zwischen Ella und Ches hat mir gut gefallen, auch wenn es ziemlich absurd ist und mir in einigen Punkten auch etwas zu schnell ging. Das Tempo, in dem Ches' Geheimnis gelüftet wurde, fand ich allerdings wieder ziemlich passend. Nach und nach lüften sich kleine Teile seines Lebens und seiner Vergangenheit, bis man es schließlich erfährt, wie gesagt, in sehr angenehmen Tempo.
Und sein Geheimnis ist nun wirklich nicht klein und ich habe (aus bereits genannten Gründen) noch nie ein Buch darüber gelesen. Es ist sehr düster und betrifft weitaus mehr Menschen, als nur Ches selbst.

Nachdem ich nun mit seinem dunklem Leben überrascht wurde, war ich natürlich neugierig genug, um das Buch auch weiterlesen zu wollen. Die Szenen zwischen Ella und Ches, sowie zwischen ihnen und ihren Freunden habe ich sehr gerne gelesen, die anderen eher weniger gerne. Wird noch unter der unten stehenden Spoiler-Warnung näher erklärt

Besonders das letzte viertel des Buches hat mich am meisten fesseln können. Die Ereignisse spitzen sich immer weiter zu und der große "Showdown" steht bevor. Es gab einige überraschende Wendungen und besonders Ella zeigt großen Mut, was man ihr trotz der großen Naivität hoch anrechen kann.


FAZIT
Insgesamt ein großes Auf und Ab für mich. Mit den Charakteren hatte ich, besonders anfangs, ziemlich zu kämpfen und das Haupt-Thema der Handlung spricht mich eigentlich nicht an. Dennoch wollte ich die Handlung aus Neugierde beenden und wurde am Ende noch einmal sehr überrascht. Ob ich die Reihe beenden werde, weiß ich unter diesem Haupt-Thema noch nicht.






Achtung Spoiler
Weil ich noch einige Dinge erklären wollte, es ohne Spoiler aber nicht kann, geschieht das nun hier.

Das ganze Thema rund ums Kämpfen/Underground-Kämpfe etc. gefällt mir überhaupt nicht. Ich habe keinen Spaß daran, so etwas zu lesen und mache um solche Bücher/Filme etc. eigentlich gerne einen Bogen. Da es für mich aus dem Klappentext nicht erkennbar war, war ich nicht darauf vorbereitet.

Nun ja, nachdem ich das erkannt habe, habe ich das Buch tatsächlich erst einmal zur Seite gelegt, doch die Neugierde hat mich dann doch mehr packen können. Ob ich mehr Bücher über das Thema lesen werde? Vermutlich eher nicht.

Der zweite Punkt ist Ellas naive Art, die ich ja bereits erwähnt hatte.
Es fängt schon relativ früh an, als sie Ches nach dem Wiedersehen zu sich in die Wohnung einlädt, obwohl er blutverschmiert ist. Also wirklich! Mutig und selbstbewusst hin oder her, aber das ist einfach verrückt! Auch als sie ihn bei sich einziehen lässt, habe ich das nicht verstehen können. Besonders überraschend fand ich ihren Auftritt beim ersten Besuch im Club des Käfigs.
Dass sie hinein geht, obwohl es nun offensichtlich nicht ihre Szene ist, ist ja noch relativ verständlich. Dass sie sich von fremden Männern Getränke ausgeben lassen, ist schon etwas fragwürdig. Doch dass sie auch noch mit einem von ihnen alleine weggeht hat mir gar nicht gefallen. Da hätte ich mir wirklich etwas anderes, bzw. ein anderes Verhalten im Nachhinein gewünscht.