Ramses II. und die Friedensmission
Ramses II. und die Tauben des Friedens„...Du und Tili-Teschub, ihr sollt Geschenke nach Ägypten bringen und für den Frieden werben...“
Wir schreiben das Jahr 1259 vor Christi. Schubili ist Schreiber im Reiche der Hethiter. Wie das Eingangszitat ...
„...Du und Tili-Teschub, ihr sollt Geschenke nach Ägypten bringen und für den Frieden werben...“
Wir schreiben das Jahr 1259 vor Christi. Schubili ist Schreiber im Reiche der Hethiter. Wie das Eingangszitat zeigt, bekommt er eine besondere Aufgabe.
Die Autorin hat ein besonderes Buch für Kinder geschrieben. Einerseits erzählt sie eine spannende Geschichte, andererseits vermittelt sie eine Menge an Informationen über Ägypten unter Ramses II. Und über das Reich der Hethiter. Das geschieht so, dass nach jedem Kapitel ein Sachteil eingefügt ist, der Fakten aus dem vorhergehenden Geschehen erklärt und vertieft.
Die Geschichte wird von Schubili erzählt. Der Schriftstil ist naturgemäß unterschiedlich. Die Fakten werden sachlich und kindgerecht vermittelt.
„...Eine Reiterei im heutigen Sinne kannten die Ägypter nicht. Nur Boten benutzten Pferde zum Reiten. Für Vornehme galt es als unschicklich, auf einem Reittier zu sitzen...“
Das Geschehen ist spannend und abwechslungsreich. Für die beiden Gesandten kommt es zu einigen Überraschungen. Die Sprache ist zwar modern, versucht aber, die damalige Zeit in Bildern widerzuspiegeln.
„...Die Sonne Ägyptens hat mit dir gesprochen und dir göttliche Gnade gewährt...“
Gemeint ist damit der Pharao. Erstaunt registrieren die Schreiber die Unterschiede zwischen Ägypten und ihrem Reich. Nach wichtigen Ereignissen wir eine Brieftaube mit einer kurzen Nachricht in die Heimat geschickt.
„...Ich fasste den Bericht über diesen ereignisreichen Tag auf einem Papyrusröllchen zusammen, band die Botschaft der schwarzen unruhigen Taube ins Gefieder und trug sie ans Fenster unsres Schlafraums...“
Schubili nimmt seinen Auftrag ernst. Er tut mehr als alles, damit der Friede zustande kommt.
Ab und an gibt es einen kurzen Blick in die Vergangenheit der beiden Völker. Im Mittelpunkt steht dabei die Schlacht von Kadesch, deren Ausgang von beiden Seiten unterschiedlich interpretiert wird.
Schubili wird von Ramses gefragt, wie diese Schlacht ausgegangen ist. Er findet eine sehr diplomatische Antwort.
Ein Glossar und eine Zeitleiste ergänzen das Buch.
Viele Schwarz – Weiß - Zeichnungen illustrieren die Geschichte.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.