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Veröffentlicht am 25.03.2020

Spannende Fortsetzung

VANITAS - Grau wie Asche
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Carolin ist zurück in Wien. Sie ahnt, dass sie bei ihrem Aufenthalt in München erneut ins Visier ihrer gnadenlosen Verfolger geraten ist. Sie scheinen nicht mehr daran zu glauben, dass Carolin tot ist. ...

Carolin ist zurück in Wien. Sie ahnt, dass sie bei ihrem Aufenthalt in München erneut ins Visier ihrer gnadenlosen Verfolger geraten ist. Sie scheinen nicht mehr daran zu glauben, dass Carolin tot ist. Doch sind sie ihr bis nach Wien gefolgt? Ausgerechnet jetzt steht der Wiener Zentralfriedhof, auf dem die kleinen Blumenhandlung, in der Carolin arbeitet, angesiedelt ist, im Mittelpunkt des Interesses. Denn es kommt zu wiederholten Grabschändungen. Durch ihre Neugier gerät Carolin mitten in die Ermittlungen und erregt damit die Aufmerksamkeit der Polizei. Als wäre das noch nicht genug, schleicht plötzlich ein junger Mann um ihre Kollegin herum, der Carolins Misstrauen weckt. Gilt sein wirkliches Interesse vielleicht Carolin und wurde er gar von ihren Verfolgern auf sie angesetzt?

"Vanitas - Grau wie Asche" ist die Fortsetzung von "Vanitas - Schwarz wie Erde". Der erneute Einstieg in die Reihe gelingt relativ mühelos. Man kann diesen Band sicher auch dann lesen, wenn man den ersten Teil nicht kennt. Denn die Autorin streut kleine Hinweise ein, die dafür sorgen, dass man dem aktuellen Geschehen folgen kann.

Der Wiener Zentralfriedhof bildet eine gelungene Hintergrundkulisse für die spannende Handlung. Ursula Poznanski versteht es hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so lebendig zu beschreiben, dass man sie mühelos vor Augen hat und ganz ins spannende Geschehen eintauchen kann. Die Vorgänge auf dem Friedhof sind mehr als rätselhaft und nicht so leicht zu durchschauen. Carolin sollte besser die Finger davon lassen, hier selbst tätig zu werden, doch ihre Neugier treibt sie zu fragwürdigen Aktionen. Man möchte sie oft schütteln und dazu auffordern, einfach die Füße still zu halten und in Deckung zu bleiben. Doch das ist nicht Carolins Art. Sie stolpert von einer Katastrophe zur nächsten, sodass man zwar gebannt den Ereignissen folgt, sich aber fragt, wie sie diese Situationen unbeschadet überstehen will. Obwohl das nicht unbedingt glaubwürdig wirkt, steigert es die Spannung doch enorm. Bereits nach kurzer Zeit entwickelt sich das Buch zu einem echten Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen mag und gipfelt in einem Finale, das die Hoffnung auf eine baldige Fortsetzung weckt.

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Veröffentlicht am 23.03.2020

Spannendes Debüt

Wie viele willst du töten
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Ellery Hathaway ist Polizistin in Woodbury, einem kleinen Ort in Massachusetts. Jedes Jahr bekommt sie zu ihrem Geburtstag eine anonyme Grußkarte zugeschickt und jedes Mal verschwindet dann ein Mensch ...

Ellery Hathaway ist Polizistin in Woodbury, einem kleinen Ort in Massachusetts. Jedes Jahr bekommt sie zu ihrem Geburtstag eine anonyme Grußkarte zugeschickt und jedes Mal verschwindet dann ein Mensch aus Woodbury. Niemand untersucht die Fälle näher und auch niemand will einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden der unterschiedlichen Personen sehen. Das liegt sicher auch daran, dass Ellery allen verschweigt, dass sie als Teenagerin in der Gewalt eines berüchtigten Serienkillers war und als einziges Opfer gerettet werden konnte. Und nun nähert sich ihr Geburtstag erneut. Ellery ahnt, dass wieder ein Mensch verschwinden wird. Um das zu verhindern, wendet sie sich an den FBI-Agenten Reed Markham, der sie damals aufspürte und befreite. Doch Markham ist sich nicht sicher, ob er Ellery trauen kann.....

Der Einstieg in diesen Thriller verläuft zunächst eher gemächlich. Dennoch gelingt es der Autorin von Anfang an, eine bedrohliche Atmosphäre zu erschaffen, die glaubhaft zwischen den Zeilen schwebt. Man möchte unbedingt erfahren, was vor sich geht und ob man Ellerys Einschätzung, dass wieder ein Mensch verschwinden wird, trauen kann. Ellery betrachtet man dabei zunächst etwas distanziert. Sie gibt nur wenig von sich preis und ist auch recht zurückhaltend mit den Informationen, die sie an ihre Kollegen weitergibt. Es ist zwar im Ansatz nachvollziehbar, warum sie so handelt, dennoch fällt es einem zunächst nicht leicht, sie einzuschätzen. Auch Agent Markham weckt anfangs keine großen Sympathien. Doch im Verlauf der Handlung gewöhnt man sich an die Eigenarten der Hauptcharaktere und kann sich somit besser auf sie und den Verlauf der Ereignisse einlassen. Ein wahres Highlight unter den Charakteren ist übrigens der Basset "Bump", der das Geschehen auflockert und gelegentlich dafür sorgt, dass man unverhofft schmunzeln muss.

Die Autorin streut verschiedene Spuren aus, denen man allzu bereitwillig folgt. Dabei kann man sich allerdings nicht sicher sein, wem man vertrauen kann. Dadurch steigt die Spannung stetig. Denn man ist hin- und hergerissen und weiß nicht genau, was man nun glauben soll. Erfahrene Thriller-Leser dürften den wahren Drahtzieher bereits früh erahnen, doch sicher kann man sich nicht wirklich sein und das macht einen großen Reiz dieses Thrillers aus.

Ein durchaus spannendes Debüt, mit einer bedrohlichen Hintergrundatmosphäre.

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Veröffentlicht am 18.03.2020

Kurzweilige Unterhaltung, die einem das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zaubert

Aufgetaut
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Der liebenswerte Visionär Felix Sommer hat bereits zwei Start-ups, mit denen er die Welt verbessern wollte, in Grund und Boden gemanagt. Nun hält er sich als Vortragsredner, zum Thema "Scheitern führt ...

Der liebenswerte Visionär Felix Sommer hat bereits zwei Start-ups, mit denen er die Welt verbessern wollte, in Grund und Boden gemanagt. Nun hält er sich als Vortragsredner, zum Thema "Scheitern führt zum Erfolg", auf einem Kreuzfahrtschiff knapp über Wasser. Obwohl Felix sich im Innersten eingesteht, dass die Vorträge eigentlich in "Scheitern führt zum überzogenen Dispo" umbenannt werden müssten. Felix hat seinen Traum, die Welt fundamental mit seinen Ideen zu verändern, noch nicht aufgegeben. Auf der Kreuzfahrt kommt ihm der Gedanke, dass er die Menschen glücklich machen möchte. Eine App, die sie dazu anleitet, ist Felix neueste Idee, die er unbedingt entwickeln möchte. Als dann ein Eisblock gefunden wird, in dem die Steinzeitfrau Urga und ein Baby-Mammut namens Trö, dreiunddreißigtausend Jahre eingefroren waren, ergreift Felix die Chance, Urga bei der Suche, ihr ganz persönliches Glück, in dieser für sie höchst seltsamen Welt, zu finden, zu unterstützen. Eine kuriose Irrfahrt beginnt, denn das Geheimnis des Glücks lässt sich nicht nur für Urga schwer entschlüsseln...

Der Einstieg in David Safiers neuen Roman verläuft gewohnt humorvoll. Durch seinen spritzigen, aber zuweilen auch durchaus tiefsinnigen Schreibstil, fliegt man förmlich durch die Erzählung und kann sich dabei alles mühelos vorstellen. Die Charaktere sind facettenreich und geraten in skurrile Situationen, die man schmunzelnd beobachtet. Besonders Maya, die kleine Tochter von Felix, sorgt mit ihren Diskussionen und ihren ganz speziellen Druckmitteln, die zugegebenermaßen den Erwachsenen gegenüber nicht immer ganz fair sind, für einige Lacher. Doch auch die anderen Akteure wachsen einem nach und nach ans Herz oder wecken spontane Abneigungen. Es ist einfach herrlich, sich auf den ganz speziellen Humor und die besonderen Begebenheiten, zu denen es bei der Suche nach dem Glück kommt, einzulassen und die Geschichte mit einem Augenzwinkern zu genießen.

Kurzweilige Unterhaltung, die einem das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zaubert und ganz nebenbei zum Nachdenken anregt!

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Veröffentlicht am 15.03.2020

Spannender Thriller

Tot bist du perfekt
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Als Abbie die Augen aufschlägt, merkt sie gleich, dass irgendwas nicht in Ordnung ist. Sie scheint in einem Krankenbett zu liegen. Doch zum Glück ist ihr Mann Tim an ihrer Seite. Er ist äußerst erleichtert, ...

Als Abbie die Augen aufschlägt, merkt sie gleich, dass irgendwas nicht in Ordnung ist. Sie scheint in einem Krankenbett zu liegen. Doch zum Glück ist ihr Mann Tim an ihrer Seite. Er ist äußerst erleichtert, dass Abbie erwacht ist. Abbie geht davon aus, dass sie einen Unfall hatte, denn Tim erzählt ihr nicht, was wirklich passiert ist, da er Angst hat, sie zu überfordern. Und das, was nach und nach ans Tageslicht kommt, ist schier unglaublich. Denn Abbie ist kein Mensch, sondern ein Cobot. Ein Roboter mit künstlicher Intelligenz, der mit den Erinnerungen von Tims verstorbener Frau Abbie gespeist wurde. Doch schon bald wird Abbie klar, dass etwas Bedrohliches vor sich geht. Sie kann die Gefahr nicht genau ausmachen, weiß aber, dass sie wachsam sein muss und niemandem trauen kann. Der Grund dafür muss in der Vergangenheit liegen und mit dem Tod der verstorbenen Abbie verknüpft sein...

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und trägt sich sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit zu. In der Gegenwart wird man mit "Du" direkt angesprochen, sodass man quasi in die Rolle des Cobots Abbie gedrängt wird. Der Handlungsstrang, der in der Vergangenheit angesiedelt ist, schildert die damaligen Ereignisse in der "Wir-Form". Doch wer hier eigentlich erzählt, ist zunächst nicht klar. Das unterstützt das bedrohliche Gefühl, das sich beim Lesen bereits früh einschleicht.

Gemeinsam mit der wiederauferstandenen, künstlichen Abbie versucht man, Licht ins Dunkle zu bringen. Ihre Gedanken und Gefühle werden glaubhaft vermittelt und deshalb gerät man früh in den Sog der Ereignisse und möchte unbedingt erfahren, was sich wirklich zugetragen hat und wem man hier eigentlich vertrauen kann. Außerdem wird man dazu angeregt, über die Möglichkeiten, eine solche Intelligenz zu erschaffen und die Konsequenzen, die dieser Schritt nach sich ziehen würde, nachzudenken. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint und im Verlauf der Handlung kommt es zu einigen spannenden Wendungen. Die schließlich in einem Finale gipfeln, das kaum vorhersehbar ist.

Ein spannender Thriller, der durch den ungewöhnlichen Plot und die bedrohliche Atmosphäre, die stets spürbar ist, überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 11.03.2020

Skurril, aber gerade dadurch besonders

Die Ewigkeit in einem Glas
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London, 1863: Die Privatdetektivin Bridie Devine bekommt den Auftrag, die verschwundene Tochter des Adligen Sir Edmund aufzuspüren und wieder nach Hause zu bringen. Der Fall ist von Anfang an geheimnisvoll, ...

London, 1863: Die Privatdetektivin Bridie Devine bekommt den Auftrag, die verschwundene Tochter des Adligen Sir Edmund aufzuspüren und wieder nach Hause zu bringen. Der Fall ist von Anfang an geheimnisvoll, denn der Vater gibt nur spärliche Informationen heraus und es gibt kaum jemanden, der das Mädchen je gesehen hat. Doch Bridie lässt sich davon nicht entmutigen und kommt bald hinter das Geheimnis, das das Mädchen umgibt. Dabei stellt sich schnell heraus, dass auch andere Personen auf der Suche nach dem Mädchen sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem Bridie von einem toten Boxer unterstützt wird, der sie auf Schritt und Tritt begleitet, beginnt....

Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass der Schreibstil von Jess Kidd ganz besonders ist. Sie beschreibt Handlungsorte und Protagonisten auf ungewöhnliche Art, konstruiert dabei eigentümliche Sätze, die zwar zunächst ungewohnt, aber dennoch poetisch und eindringlich wirken. Dabei gelingt es ihr, eine einzigartige Atmosphäre zu erschaffen, die sich durch die gesamte Handlung zieht.

Man trifft auf eigentümliche Gestalten, handfeste Schurken, geisterhafte Wesen und andere Kuriositäten. Zuweilen wirkt das Ganze geradezu skurril, übt aber gerade dadurch einen ganz besonderen Reiz aus. Trotz des eingeflochtenen Humors wirkt die Handlung nie überzogen. Allerdings muss man diese Art des Schreibens sicher mögen, um die Geschichte zu genießen. Dann wird man allerdings mit einer Erzählung belohnt, die von Seite zu Seite spannender wird.

Eine Geschichte, die zwar ein wenig skurril wirkt, aber durch einen unnachahmlichen Schreibstil besticht und von Seite zu Seite spannender wird.

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