Da der Klappentext den Inhalt perfekt wiedergibt, verzichte ich ausnahmsweise mal auf eine eigene Inhaltsangabe.
Die Autorin hat mit ihrem Erstlingswerk einen atmosphärisch dichten Thriller erschaffen, ...
Da der Klappentext den Inhalt perfekt wiedergibt, verzichte ich ausnahmsweise mal auf eine eigene Inhaltsangabe.
Die Autorin hat mit ihrem Erstlingswerk einen atmosphärisch dichten Thriller erschaffen, der den Leser auf die Shetland-Inseln entführt und mit minimalen Mysteryelementen versehen ist, was sich aber nur auf diverse Sagenwesen der Inseln beschränkt.
Der Roman beginnt sogleich sehr spannend und mir fiel es ab diesem Zeitpunkt sehr schwer, das Buch noch zur Seite legen zu können. Je weiter die Heldin des Buches ermittelt, um so mehr gerät sie in Gefahr und schnell stellt sich heraus, dass sie als "Nicht- Einheimische" einen schweren Stand hat. Zudem scheinen in die Mordfälle einige wichtige Persönlichkeiten der Inseln verstrickt zu sein. Als auch noch ihr Mann in Verdacht gerät, spitzt sich die Sache immer mehr zu. Wem kann Tora überhaupt noch trauen, denn auch die Polizistin, die ihr als einzigste Unterstützung angeboten hat, wird von einem Kollegen Toras schlecht gemacht. Eine weitere undurchsichtige Person ist Toras Chef, der scheinbar immer in ihrer Nähe ist, wenn sie Hilfe braucht, aber den scheinbar ein Geheimnis mit ihren Mann verbindet...
Ich kann eigentlich außer der Tatsache, dass es die Autorin vielleicht ein wenig zu gut mit medizinischen Erklärungen und Fachbegriffen gemeint hat, nichts Negatives an dem Roman finden. Spannung ist von Anfang bis Ende gegeben, die Heldin ist eine vernünftige interessante Figur, die Nebenfiguren sind wunderbar undurchsichtig aber vielschichtig gezeichnet und man ist zudem auch sehr gespannt darauf zu erfahren ob Toras Ehe noch eine Chance hat oder nicht. Eine Warnung kann ich nur an die Leser aussprechen, die den Roman vor dem Schlafengehen beginnen- das sollte man lieber lassen, es sei denn man hat am nächsten Tag frei.
Emma, Tochter von Richard I. der Normandie und dessen Frau Gunnora, welche dänische Wurzeln besaß, wird von ihrem Bruder, der nach dem Tod ihres Vaters Herzog wird, aus politischen Gründen mit dem englischen ...
Emma, Tochter von Richard I. der Normandie und dessen Frau Gunnora, welche dänische Wurzeln besaß, wird von ihrem Bruder, der nach dem Tod ihres Vaters Herzog wird, aus politischen Gründen mit dem englischen König Aethelred verheiratet, der kurz zuvor Witwer wurde, da dessen Frau im Kindbett starb.
Emmas Bruder hofft so, sowohl den englischen König als auch den dänischen König Sven Gabelbart in Schach halten zu können, denn jeder von ihnen will, dass Richard klar Stellung zu ihnen bezieht.
Während er also Emma mit Aethelred verbindet, lässt er andererseits zu, dass Gabelbart auch weiterhin Rast an der normannischen Küste machen darf, bevor er zu seinen Raubzügen aufbricht. Diese Einstellung macht es Emma äußerst schwer in England, denn nicht nur ihr frischgebackener Ehemann begegnet ihr mit Misstrauen; auch Aethelreds Söhne haben einige Vorbehalte, da sie fürchten, dass jedes Kind, dass Emma ihrem Vater gebiert, ihnen später den Thron streitig machen könnte.
Dennoch gelingt es Emma mit Mut und Freundlichkeit die meisten von Aethelreds Kindern zu besänftigen. Besonders Aethelreds ältester Sohn Athelstan, ist bezaubert von seiner Stiefmutter, die nicht nur schön, sondern ihm auch im Alter viel näher steht, als seinem Vater.
Emmas Mann sieht sich einer besonderen Herausforderung gegenüber. Er muss sich der stetigen Angriffe von Sven Gabelbart erwehren, der immer wieder die englische Küste heimsucht und wählt zunächst einen feigen Ausweg, er besticht Gabelbart mit Gold und anderen Wertgegenständen. Doch als sich die Lage zuspitzt, entscheidet sich Aethelred, der unter seinen Untertanen bereits als schwacher König gilt, zu einem grausamen Plan, der folgenschwere Konsequenzen für sein Land und seine Familie nach sich zieht…
Als Fan von Diana Gabaldons Romanen, hat mich zunächst deren positives Fazit zu „Die Normannin“ von Patricia Bracewell, welches man über dem Klappentext auf dem Backcover vorfindet, neugierig auf dieses Buch hat werden lassen.
Doch auch die Zeitepoche die die Autorin wählte und ihre Geschichte über Emma von der Normandie weckte mein Interesse, da ich über diese historische Figur bislang noch nichts gelesen hatte.
„Die Normannin“ ist Patricia Bracewells“ Debütroman, allerdings merkt man das diesem Buch zu keinem Zeitpunkt an. Vielmehr ging es mir beim Lesen so, als halte ich einen Roman von Elizabeth Chadwick in den Händen, denn der Schreibstil von E.Chadwick und P. Bracewell ähnelt sich für mein Empfinden sehr. Wer also ein Fan von Elizabeth Chadwicks Romanen ist, kann auch hier ohne Bedenken zugreifen.
„Die Normannin“ ist ein opulenter Historienschmöker, der die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die sich am englischen Hof gegen ihren grausamen Ehemann und dunkle Intrigenspiele von Höflingen durchsetzen muss, was sich so manches Mal nicht als ganz so einfach gestaltet. Aber sie hat auch Verbündete, wenige zwar, doch einer von ihnen ist der Sohn ihres Mannes, Athelstan in den sie sich auch verliebt. Dennoch darf man an dieser Stelle keinen Liebesroman erwarten. Klar im Fokus steht das historische Geschehen, das während Emmas Regierungszeit herrschte und was interessant von der Autorin dargebracht wird, so dass man hier spannende Unterhaltung geboten bekommt, statt trockener Geschichtsstunde. Dieser erste Teil umfasst die Jahre 1001- 1005 und das Ende lässt Leser, die nicht über Emmas weiteren Werdegang informiert sind, schon neugierig auf die Weiterführung werden.
Neben Emmas und das der Königsfamilie, wird in diesem Roman aber auch das Schicksal von Elgiva erzählt. Eine Tochter eines hochrangigen Adligen, die ohne Skrupel und Machthunger ihren Weg geht und versucht, Emma auszustechen. Ob ihr das gelingen wird, erfährt man dann wohl leider erst in der Fortsetzung, die hoffentlich nicht lange auf sich warten lässt und auf die ich schon sehr gespannt bin.
Kurz gefasst: Opulenter, spannender Historienschmöker über eine starke Frau, die trotz aller Widrigkeiten ihren Weg gehen muss.
Die Heldin des Romans, die Lehrerin Elisa, ist verheiratet und hat einen vierzehnjährigen Sohn, der sich gerade in der Pubertät befindet und den sie gedanklich, augenzwinkernd als P (Pubertäts)-Alien bezeichnet, ...
Die Heldin des Romans, die Lehrerin Elisa, ist verheiratet und hat einen vierzehnjährigen Sohn, der sich gerade in der Pubertät befindet und den sie gedanklich, augenzwinkernd als P (Pubertäts)-Alien bezeichnet, da dieser gerade einige nervige Phasen durchmacht. (unter denen besonders Elisa und ihr Mann Alex zu leiden haben)
Aber Elisa wurde noch reicher beschenkt, denn sie hat neben zwei sehr liebevollen, leicht hypochondrischen Eltern, die gerne reisen, auch noch eine resolute Schwiegermutter vorzuweisen, die keinen Hehl daraus macht, dass sie die Patriarchin der Familie ist.
Ablenkung von all dem familiären Chaos findet Elisa bei ihrer Freundin und Hundeliebhaberin Karina, die jüngst von ihrem Mann verlassen wurde, der sie zuvor mit einer anderen betrog. Als in Elisa der Verdacht erwächst, dass Alex womöglich ebenfalls mit seiner jungen attraktiven Arbeitskollegin fremd geht, will sie ihren Mann auf der nächsten beruflichen Reise nach Paris begleiten, doch wie immer kommt alles anders als gedacht. Die Patriarchin, die bald zusammen mit deren Schwester ins Luxusaltenwohnheim ziehen soll, weigert sich zu kooperieren und so muss eine wutschnaubende Elisa zu Hause bleiben, während Alex mit Kollegin Fiona Paris unsicher macht. Aber Elisa wäre nicht Elisa, wenn sie Alex nicht zeigen würde, was eine Harke ist…
Mehr möchte ich eigentlich gar nicht zum Inhalt verraten, nur so viel, die Heldin des Romans; aus deren Sicht, also in Ich-Form; wird die Geschichte geschildert, hat einen wahnsinnig trockenen und bissigen Humor, der einfach Spaß macht, so dass man sich als Leser köstlich über Elisas Gedankengänge amüsieren kann. Aber nicht nur Elisas Passagen sind sehr witzig beschrieben. Die Autorin hat der Familie Wennel einige turbulente Abenteuer auf den Leib geschrieben, die mir ein wohliges Dauergrinsen beim Lesen beschert haben. Gottlob habe ich dieses Buch im stillen Kämmerlein gelesen und nicht im Zug oder im Bus, ansonsten hätten meine Grimassen und mein Kichern für einige Befremdung unter den Fahrgästen gesorgt.
Besonders bei einem Dialog zwischen der Patriarchin und ihrem P-Alien habe ich wahre Sturzbäche an Tränen vergossen. (Stichwort “Give me Five, Oma”) Aber auch die Art und Weise, wie Elisa ihre ungezogenen Schüler zur Raison bringen möchte, lassen kein Auge trocken. (Hier fand ich die unvergessliche Szene während des Gottesdienstes in der Kirche, als Elisa irrtümlich ihr Handy angelassen hat, einfach zum Kringeln.) Die Autorin hat einen eingängigen Schreibstil, der es einem sehr leicht macht, in der Geschichte abzutauchen- zudem lebt die Story besonders von der sympathischen Protagonistin Elisa und dem schon mehrfach erwähnten köstlichen und trockenen Humor. So manche Eigenarten und liebevollen Schrullen, die die lieben Verwandten der Heldin an den Tag legen, kommen einem durchaus bekannt vor, so dass man sich sehr gut mit der Protagonistin dieses Romans bzw. ihren Sorgen und Nöten identifizieren kann.
Ein wenig erinnert mich Sabine Zetts Art zu schreiben, an die von Autoren/Autorinnen wie Kerstin Gier, Hans Rath oder Lilli Beck und ich hoffe sehr, dass die Autorin noch viele weitere tolle Stories in petto hat, da mir dieser Roman so gut gefallen hat. Die Romantiker unter Euch, sollten allerdings gewarnt sein, dass man hier einen sehr humorvollen Contemporary geboten bekommt und keinen Liebesroman gespickt mit vielen Liebesszenen, auch wenn die Liebe hier durchaus eine untergeordnete Rolle im Buch spielt.
Kurz gefasst: Achtung! Lachfältchen garantiert! Turbulenter und humorvoller Frauenroman. Mein Lesehighlight in diesem Genre in 2013!
Als ihr Vater tödlich verwundet wird, nimmt er der jungen Cécile auf dem Totenbett das Versprechen ab, sie solle zurück nach Frankreich, in ihre gemeinsame Heimat gehen, denn der König Ludwig XIV. wäre ...
Als ihr Vater tödlich verwundet wird, nimmt er der jungen Cécile auf dem Totenbett das Versprechen ab, sie solle zurück nach Frankreich, in ihre gemeinsame Heimat gehen, denn der König Ludwig XIV. wäre nach Jahren des Exils nun endlich bereit dazu, ihre Familie zu begnadigen.
Cécile ist zunächst wie vor den Kopf gestoßen denn sie verbrachte lange Jahre mit ihrem Vater in Schottland, ohne zu ahnen, was ihrem Vater je zugestoßen war und zudem offenbart er ihr schließlich, dass ihr ermordet geglaubter Bruder Jean noch lebt!
In dem Tagebuch ihres Vaters findet sie schließlich den Grund für die Flucht ihrer Familie aus Frankreich.
Ein gefährliche Intrige wurde einst um ihren Vater gesponnen; zur Zeit als Hugenotten und Katholiken gegeneinander kämpften. Obwohl ihr Vater katholisch war, wurde behauptet, er sei hugenottenfreundlich und habe einen Priester ermordet.
Seine Besitztümer wurden dann seinem Bruder , dem neuen Duc de Montbrignac zugesprochen.
Die wagemutige Cécile begibt sich nach dem Tod ihres Vaters umgehend auf den Weg nach Frankreich, denn sie will den Ruf und die Ehre ihres Vaters unbedingt wieder herstellen und auch ihren tot geglaubten Bruder wiederfinden. Doch immer wieder werden ihr Steine in den Weg gelegt- es scheint, als ob die Widersacher ihres Vaters immer noch äußerst aktiv sind.
Als Cécile bei Hofe erfährt, dass der König verstorben ist, will sie sich dennoch nicht so schnell entmutigen lassen. Mit Geschick und Herz macht sie sich daran, die Wahrheit aufzudecken und die Mörder ihres Vaters zu finden.
Doch es ist ein sehr gefährlicher Weg und nur dem Einsatz ihrer neu gewonnenen Freunde wie zum Beispiel der Comte de Thoury oder dem König der Diebe, Archibald, ist es zu verdanken, dass ihr nichts geschieht.
Dann tritt ein weiterer Mann in ihr Leben, den eine geheimnisvolle Aura umgibt- Armand, der Comte de La Baume und in den sie sich rettungslos verliebt, doch spielt er mit offenen Karten?
Und wieder einmal entführt uns die Autorin ins historische Frankreich. Diesmal ist ihre Protagonistin, anders als in „Die Favoritin des Königs“ jedoch eine fiktive Person.
Cécile de Montbrignac, eine Adlige nimmt in diesem Roman den Kampf gegen die gefährlichen Widersacher ihres Vaters auf, um seinen Ruf postum reinzuwaschen.
Dieser Kampf ist spannend und abenteuerlich ins Szene gesetzt worden und dank der eingängigen Schreibweise von Claudia Ziegler auch sehr kurzweilig. Trotz der immerhin 578 Seiten vergeht so die Lesezeit wie im Fluge.
Ein wenig erinnert dieses Buch an die beliebte „Angelique“- Reihe von Anne Golon und dürfte Leser jeden Alters ansprechen, die historische Abenteuerromane mit einer Prise Romantik schätzen.
Die Heldin ist eine junge, aber dennoch wagemutige Frau die eigensinnig ihre Ziel verfolgt, vielleicht manchmal ein wenig über das Ziel hinausschießt, der man jedoch nicht lange böse sein kann.
Gerade weil sie nicht perfekt ist und auch Fehler macht, löst sie sehr viel Identifikationspotential beim Leser aus und man hofft bis zum Schluss, dass es ihr gelingen möge, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Bis zum Schluss wird die Spannung gewahrt, so dass ich allen Lesern nur ans Herz legen kann, dieses Buch nur ohne unter Zeitdruck zu stehen, zu beginnen; man mag es einfach nicht aus der Hand legen.
Die Liebesgeschichte in diesem Roman spielt eher eine untergeordnete Rolle und bewegt sich auch weit ab von kitschig-schwülstigen Pfaden.
Über den Helden des Buches und seine innere Gedankenwelt erfährt man vielleicht eine Spur zu wenig, jedoch bleibt so seine geheimnisvolle Aura besser gewahrt.
So ist die Auflösung am Ende des Romans zwar ein wenig ungewöhnlich für ein Buch mit kleinem Romantikfaktor (ohne zuviel verraten zu wollen); für die Zeit in der das Buch spielt, jedoch sehr realistisch- kurz es gefiel mir dennoch.
Die politischen Hintergründe dieses Romans fand ich sehr tragisch aber auch interessant, so dass ich mich nach dem Lesen dieses Buches noch mehr in das Thema „Hugenotten & Katholizismus in Frankreich“ vertiefen werde.
Kurz gefasst: Ein süchtigmachender Historienschmöker!
Lady Annabell Vaugh hat die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen des tons sehr wankelmütige, bösartig klatschende und stets ihren Vorteil suchende Kreaturen sind. Daher hat sie bereits ...
England 1817:
Lady Annabell Vaugh hat die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen des tons sehr wankelmütige, bösartig klatschende und stets ihren Vorteil suchende Kreaturen sind. Daher hat sie bereits mit ihnen abgeschlossen und umgibt sich lieber mit ihren Familienmitgliedern und Freunden oder aber ihrer liebeswerten Menagerie. Denn Annabell hat ein Herz für Tiere und kann keinem Tier in Not widerstehen.
Ihr größter Wunsch wäre es, wenn ihr Bruder sich endlich dazu herablassen würde, ihr das Nachbaranwesen zu kaufen, auf dem sie dann fortan leben und eine Pferdezucht betreiben würde. Doch ihr Bruder zögert, denn er hofft noch immer, dass sich Annabell, eines Tages, in einen passenden Herren verlieben wird.
Doch da er ein weiches Herz hat, stellt er Annabell in Aussicht, dass er ihrem Wunsch unter einer Bedingung, nachgibt. Sie soll ihn zu einer Gesellschaft bei Verwandten begleiten. Annabell gibt nur zähneknirschend nach, denn sie weiß ganz genau, dass dort auch eine Fuchsjagd veranstaltet wird. Sie verurteilt diese blutige und grausame Tradition aufs Schärfste, doch muss sie ihren Bruder dennoch begleiten.
Zu den geladenen Gästen zählt auch Mr Mannering, ein Herr, der Annabell beharrlich umgarnt. Doch die junge Frau hat gelernt, hinter die Fassade der Menschen zu schauen und begreift sehr schnell, dass er lediglich auf ihre großzügige Mitgift aus ist. Ihre Brandnarben stoßen ihn dagegen ab. Annabell ist empört, aber vor allem ärgert es sie, dass der Mann mit einer Hartnäckigkeit vorgeht, die seinesgleichen sucht.
Ein anderer Mann, dem sie zum ersten Mal im Dorf begegnet und der sie aus einer misslichen Lage retten kann, berührt schon eher ihr Herz. Doch ausgerechnet dieser Gentleman, soll angeblich das enfant terrible der Gesellschaft sein. Sir Caspian Rougemont brannte einst mit einer jungen Frau nach Frankreich durch, ehelichte sie jedoch nicht, was die Familien des Paares, moralisch in ihren Grundfesten erschütterte. Obwohl Sir Caspian nach dem Tod des Vaters und Bruders das Anwesen der Familie erbte, widerstrebt es ihm jedoch zurückzukehren.
Annabell kann nicht glauben, dass Caspian so verderbt sein soll, denn obwohl er sie stets neckt und herausfordert, begegnet er ihr jedoch mit außerordentlicher Güte.
Als Annabell in eine prekäre und gefährliche Situation gerät, erweist sich Caspian als Retter in der Not. Kann Annabell ihm seine Freundlichkeit vergüten?
Der fünfte und leider letzte Band der „Enterprising Ladies“ Reihe von Felicity D’Or, ist, obwohl ich auch die Vorgängerbände schon sehr mochte, mein heimlicher Lieblingsband. Das liegt nicht nur an dem sympathischen und charismatischen Heldenpaar, das sehr sensibel gestrickt ist und ihren wunderbaren in die Tiefe gehenden Dialogen, sondern auch an der abwechslungsreichen und spannenden Hintergrundstory. Während sich die Liebesgeschichte in einem eher gemächlichen Tempo entwickelt, was zur Ausgangssituation aber passt, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge, bekommt der Leser zusätzliche Zerstreuung geboten, durch diverse Handlungsstränge, die sich um weitere Teilnehmer der Gesellschaft drehen, wie etwa die durchtriebene Miss Darnell oder die unverheiratete Tochter von Tante Prudence, Gertrude Kinnock. Ich mochte die ländliche Atmosphäre, die der Roman verströmt sehr und da die Autorin sich der Zeitepoche entsprechend auszudrücken vermag, steht dem Leser, eine vergnügliche und unterhaltsame Zeitreise bevor.
Annabells und Caspians Liebesgeschichte fand ich sehr romantisch erzählt und sie wird durch erotisch prickelnde Liebesszenen abgerundet. Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass aufkommenden Missverständnisse nicht allzu lange ausgewalzt werden. Annabell ist eine liebeswerte sehr offene Heldin, die sich gut in Caspian und seine komplizierte Gedankenwelt hineinfinden kann und aus ihrem Herz keine Mördergrube macht.
Zugegeben, Caspian steht etwas lange auf der Leitung, will sich stets als Sündenbock für alles sehen, weil es ihm von der Familie so eingetrichtert wurde und seine Selbstgeißelung wurde mir, zumindest gegen Ende des Romans dann etwas zuviel. Aber dennoch möchte ich nicht weniger als die volle Punktzahl für den Roman vergeben, da ich auch das spannende Showdown so gelungen und packend erzählt fand und ich die Art und Weise, wie der Romanheld für die Heldin brennt, so sehr mochte.
Kurz gefasst: Wunderschöner, ans Herz gehender Abschlussband der Enterprising Ladies Reihe.
Enterprising Ladies Reihe:
1. Teil: Was kostet die Liebe?
2. Teil: Ein Herzogtum für die Liebe
3. Teil: Mein Lord gehört zu mir
4. Teil: Eine Lady für den brennenden Baron
5. Teil: Kann ein Lord denn Sünde sein?