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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2021

Spannender Jugendthriller

Seeing what you see, feeling what you feel
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Über drei Jahre lang hat Lydia an ihrer KI Henry gearbeitet und sie immer weiter verbessert. Bald schon kann Henry sich mit Lydias Handy verbinden und sie so überall hin begleiten. Doch das ist beiden ...

Über drei Jahre lang hat Lydia an ihrer KI Henry gearbeitet und sie immer weiter verbessert. Bald schon kann Henry sich mit Lydias Handy verbinden und sie so überall hin begleiten. Doch das ist beiden nicht genug: Henry wird auf einen Mikrochip transferiert, den sich Lydia tief in ihren Arm steckt. Jetzt sieht und fühlt Henry endlich, was Lydia sieht und fühlt. Doch schon bald entwickelt das Ganze eine gefährliche Eigendynamik...

Das Cover ist gelungen, es macht neugierig und der Titel ist passend zur Geschichte in eine CPU gesetzt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und man rauscht nur so durch die Seiten, ich hatte das Buch an einem Stück fertig. Es ist in drei Teile aufgeteilt, wobei es von Teil zu Teil immer rasanter wird. Es gibt immer mal wieder Rückblicke in die Vergangenheit, die sehr eindringlich geschildert sind. Lydia ist eine sympathische Protagonistin, die viel durchmachen musste. Henrys Fähigkeiten sind äußerst spannend und es geschieht viel Unerwartetes. Das Ende hat mir ebenfalls gut gefallen und lässt keine Fragen mehr offen.

Mich hat das Buch gut unterhalten und ich gebe 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.07.2021

Rasanter Thriller

Blutbringer
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Noah Harper ist stolzer Barbesitzer, doch das war er nicht immer. Vor 12 Jahren war er noch ein angesehener Polizist und sollte der nächste Sheriff werden. Doch als die siebenjährige Alyssa entführt wurde, ...

Noah Harper ist stolzer Barbesitzer, doch das war er nicht immer. Vor 12 Jahren war er noch ein angesehener Polizist und sollte der nächste Sheriff werden. Doch als die siebenjährige Alyssa entführt wurde, setzte er alles daran, sie zu finden und überschritt dabei etliche Grenzen - er verlor nicht nur seinen Job, sondern auch seine Heimat und seine Frau. Sein neues Leben wird jedoch erneut gestört, als er erfährt, dass Alyssa erneut wie vom Erdboden verschluckt ist.

Das Cover ist schlicht gehalten, gefällt mir aber nicht wirklich - ich würde vermutlich nur wegen des Spiegel-Aufklebers nach dem Buch greifen und den Klappentext lesen.

Der Schreibstil ist fesselnd und man fühlt sich sofort, als wäre man mitten im Geschehen dabei. Der Beginn der Geschichte ist mitreißend und durch die kurzen Sätze kann man gut "durchfliegen". Noah ist sympathisch und man hat einen guten Einblick in seine Gedanken, da das Buch kontinuierlich aus seiner Sichtweise erzählt wird. Es geht wirklich rasant und actionreich zu, ich hatte das Buch im Nu fertig gelesen. Die Auflösung des Rätsels um Alyssas Verschwinden hat mir ebenfalls gut gefallen.

Ich kann diesen Thriller nur empfehlen und werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von Paul Cleave lesen. 5 Sterne

Veröffentlicht am 19.07.2021

Spannend und düster

Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1)
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Der junge Inspektor Leopold von Herzfeldt hat es im Wien Ende des 19. Jahrhunderts nicht leicht: Neu in der Stadt versucht er Fuß zu Fassen, doch die Kollegen stehen ihm und seiner modernen Tatortanalyse ...

Der junge Inspektor Leopold von Herzfeldt hat es im Wien Ende des 19. Jahrhunderts nicht leicht: Neu in der Stadt versucht er Fuß zu Fassen, doch die Kollegen stehen ihm und seiner modernen Tatortanalyse sehr skeptisch und bisweilen sogar feindselig gegenüber. Doch Leo lässt sich nicht unterkriegen und ermittelt heimlich zusammen mit dem Totengräber Augustin Rothmayer im Fall des Pfahlmörders weiter, der junge Frauen brutal pfählt.

Das Cover mit dem abgebildeten Kreuz passt gut zur Geschichte und die Zeichnung des damaligen Wiens ist ebenfalls gelungen.

Der Erzählstil ist lebendig und fesselnd. Die Charaktere sind vielschichtig, Leo und Augustin sind beide ein wenig eigen, aber sympathisch. Der Fall gestaltet sich ebenfalls als komplex, vielen falschen Fährten wird gefolgt, bis endlich Licht ins Dunkel kommt.

Den Sprecher finde ich auch super, er wechselt bei Dialogen bei fast allen Charakteren in den Wiener Dialekt, was der Geschichte noch mehr Leben einhaucht.

Ich bin schon gespannt auf die nächsten Fälle dieses Teams und gebe 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.07.2021

Spannende Fortsetzung

Angstrichter (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 4)
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Bei ihrem vierten Fall treffen die zwei Profiler Jan Grall und Rabea Wyler auf einen Killer, der seine Opfer nach mittelalterlichen Tötungsmethoden zur Strecke bringt: An den Stadttoren Nürnbergs findet ...

Bei ihrem vierten Fall treffen die zwei Profiler Jan Grall und Rabea Wyler auf einen Killer, der seine Opfer nach mittelalterlichen Tötungsmethoden zur Strecke bringt: An den Stadttoren Nürnbergs findet man die Stücke eines viergeteilten Leichnams. Bei ihrer Suche nach dem Mörder geraten die beiden selbst ins Visier des Mörders.

Das Cover ist ganz okay, würde mich jedoch nicht nach dem Buch greifen lassen, sondern der Name des Autors, da ich die vorherigen Bände schon verschlungen habe.

Der Schreibstil ist wie gewohnt spannend und flüssig, auch dieses Buch habe ich an einem Stück gelesen. Das Buch ist in mehrere Teile, je nach Bestrafung, geteilt. Das Mittelalter ist eine interessante Epoche und man lernt auch einiges von der Geschichte, zum Beispiel, woher bestimmte Sprichwörter kommen. Die Entwicklung der Charaktere ist glaubwürdig und Jan und Rabea sind immer noch sympathisch. Gegen Ende hin kann man sich einen Teil der Lösung selbst denken, was ich jedoch nicht schlimm finde, alles in allem ist die Auflösung logisch. Auch geht es ein wenig brutal her, was mir jedoch ebenfalls gefällt.

Ich gebe dem Thriller 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.07.2021

Blutiger Thriller

Der Blutkünstler (Tom-Bachmann-Serie 1)
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Tom Bachmann ist Profiler beim BKA und wird auch gerne "Seelenleser" genannt, da er sich wegen seiner eigenen schrecklichen Vergangenheit wunderbar in die Psychopathen und Mörder hineinversetzen kann. ...

Tom Bachmann ist Profiler beim BKA und wird auch gerne "Seelenleser" genannt, da er sich wegen seiner eigenen schrecklichen Vergangenheit wunderbar in die Psychopathen und Mörder hineinversetzen kann. Nach seiner Rückkehr aus den USA erwartet ihn ein besonders grausamer Serienkiller: Der Blutkünstler lässt seine Opfer nicht nur lange leiden, sondern verwandelt diese während ihres Sterbens in grauenhafte Kunstwerke.

Das Cover finde ich gut umgesetzt, der Titel sowie die Blutäderchen passen gut zum Buch und ihre äußere Form erinnert ein wenig an ein Herz.

Der Schreibstil ist fesselnd, ich konnte das Buch schon nach nur einer Seite nicht mehr weglegen und habe es an einem Stück gelesen. Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven erzählt, eine davon handelt in der Vergangenheit, was ein bisschen Abwechslung reinbringt. Bachmann und die Brutalität des Mörders erinnern mich ein bisschen an Robert Hunter und dessen Fälle von Chris Carter, was ich jedoch nicht schlimm finde, denn beide haben eine grausame Vorgeschichte und dass man von solchen Vorfällen ähnlich geprägt ist und Schlafprobleme hat, ist da ja nur normal. Das Drapieren der Leichen als Kunstwerke hat es zwar auch schon gegeben, doch hier geschieht es auf neue Art und Weise. Es gibt genug Unterschiede, daher werde ich die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen. Die Auflösung des Falls ist auch auf eher untypische Weise erfolgt, was ich ebenfalls sehr gut fand.

Der Thriller bekommt 5 Sterne von mir und ich bin schon gespannt, mit welchen Ideen der Autor in den weiteren Fällen spielt.