Profilbild von Tauriel

Tauriel

Lesejury Star
online

Tauriel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Tauriel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2021

Alida auf der Flucht

Das Spiel der Ketzerin
0

Das Cover und der Klappentext haben mich neugierig auf diesen historischen Roman gemacht.
Eine Personenliste und ein Glossar findet sich zu Anfang des Buches, das finde ich persönlich immer sehr hilfreich. ...

Das Cover und der Klappentext haben mich neugierig auf diesen historischen Roman gemacht.
Eine Personenliste und ein Glossar findet sich zu Anfang des Buches, das finde ich persönlich immer sehr hilfreich. Auch die historischen und mir zum Teil unbekannten Orte werden hier in die heutige Sprache übersetzt und sind mir dadurch nicht mehr fremd.

Durch den flüssigen und klaren Schreibstil der Autorin bin ich sehr schnell in diese Geschichte gestartet.
Dieser Roman spielt zur Zeit um 1234 als Friedrich der II .von Hohenstaufen, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war.
Da die Autorin aus dem Rheinland stammt, hat sie das Geschehen hier angesiedelt.

Es handelt sich bei den Protagonisten um die Grafentochter Alida von Erkenwald und dem deutschen Ordensritter Richard von Thurau.
Alida befindet sich in Lebensgefahr und
reist durch das mittelalterliche Rheinland. Getrieben von ihrer erlebten Ungerechtigkeit erbittet sie Unterstützung von Salomon Ben Isaak, einem befreundeten jüdischen Kaufmann. Mit seiner Hilfe erhofft sich Alida ihren Vater beim Kaiser zu rehabilitieren.
Ihr Verfolger ist Richard von Thurau. Der wird vom Komtur Konrad von Westerburg auf Alidas Spur gesetzt. Der Komtur hält große Stücke auf Richards Loyalität und Unbestechlichkeit.
Als Alida und Richard aufeinander treffen,sprühen Funken und die Dialoge zwischen den beiden wird für mich zum Highlight in diesem Roman.
Leider haben Alida und Richard nicht mit ihren Gefühlen zueinander gerechnet. Doch ein Ordensmann und eine Jüdin sind nur Äußerlichkeiten, die sie zu trennen scheinen.

Alida tritt selbstbewusst und mutig auf und gibt selbst in ihrer ausweglosen Situation nicht auf. Richard, gradlinig und treu, findet selbst erst einmal keine Lösung .
Die Spannung steigt bis zum Ende stetig an und ich bin durch Alidas Schicksal betroffen. Hat dieser Roman ein gutes Ende? Lest selbst und lässt Euch überraschen.
Ich habe mich von der Autorin gut unterhalten gefühlt und kann diesen historischen Roman nur empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.12.2021

Herzbotschaft

Ein Sternenzauber leuchtender Briefe
0

Ein wunderschöner Geschenkband vom Autor Jens Koch zusammengestellt. Diese Sammlung aus 12 Jahren Jando enthält mutmachende Briefe mit passenden gefühlsbetonten Illustrationen .
Mit diesen herzerwärmenden ...

Ein wunderschöner Geschenkband vom Autor Jens Koch zusammengestellt. Diese Sammlung aus 12 Jahren Jando enthält mutmachende Briefe mit passenden gefühlsbetonten Illustrationen .
Mit diesen herzerwärmenden Texten hat „ der kleine Jando“ mich direkt in mein Herz getroffen und macht auch in traurigen Zeiten Hoffnung .
Der Autor gibt hier Anreize ,das Leben intensiver zu erleben .
Auch ein Download-Link für ein Audiobook befindet sich im Buch .Das finde ich eine schöne Idee und macht dieses Geschenkbuch noch intensiver.
Und hier noch ein passendes Zitat :
„Glücklich kann man nur dann sein, wenn das Herz glücklich ist. So ist es viel einfacher, seine Träume zu leben“.

Fazit: Zum verschenken an einen besonderen Menschen ist dieses Buch sehr gut geeignet .

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2021

Bildgewaltig

Der Spielmann (Faustus-Serie 1)
0

Oliver Pötzsch,bei diesem Autor wird Geschichte lebendig.

Durch den flüssigen und mitreißenden Schreibstil bin ich gut in die Geschichte um Johann Georg Faustus ,genannt „der Glückliche“ hineingekommen.

1486 ...

Oliver Pötzsch,bei diesem Autor wird Geschichte lebendig.

Durch den flüssigen und mitreißenden Schreibstil bin ich gut in die Geschichte um Johann Georg Faustus ,genannt „der Glückliche“ hineingekommen.

1486 sind Gaukler nach Knittlingen,dem Geburtsort von Johann , angekommen und ein Mann dieser fahrenden Männer hat es dem siebenjährigen Johann besonders angetan:Tonio del Moravia , seines Zeichens Astronom und Wahrsager. Er zieht Johann schon früh in seinen Bann und als Johann acht Jahre später Hals über Kopf aus Knittlingen fliehen muss ,schließt er sich dem dunklen Tonio an.

Er erlebt dabei einiges und er muss nun auf der Hut sein,nicht als Ketzer zu enden.

Bildgewaltig lässt der Autor hier das ausgehende 15.Jahrhundert aufleben .Er schreibt detailliert und fundiert über das damalige Leben ,den Zeitgeist , den Aberglauben und Ablasshandel.Gaukelei, Taschenspielertricks und Scharlatanerie sind in diesem Roman an der Tagesordnung .

Einige technische Errungenschaften bleiben auch hier nicht unerwähnt,der kardanische Kompass,Henleins Taschenuhr sowie in dieser Geschichte die überaus wichtige Laterna Magica.Hier hat der Autor fiktiv geschrieben,aber es passt absolut zu diesem Roman. Mit diesem , für die Erzählung wichtigen Instrument , beschwört Faustus lebensechte Illusionen hervor. Er beeindruckt nicht nur sein Publikum,nein auch seine Feinde .Ich hatte sehr viel Spaß beim lesen, wäre es nicht so grausam mit dem Schicksal von Johann Faustus verknüpft.

Doch der Mahlstrom des Bösen begleitet mich von Zeile zu Zeile und die Spannung steigt stetig an.

Seine Jugendliebe kann Faustus nicht vergessen und das zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben und durch dieses Buch.

Über einen Zeitraum von 27 Jahren begleite ich Faustus in diesem Band.Auch wenn er nicht immer loyal seinen Freunden gegenüber ist,so ist sein Charakter nicht durchweg schlecht.

Ich bin schon ganz gespannt und freue mich sehr auf den zweiten Band und möchte gerne wissen,wie es mit Faustus weiter geht.

Am Ende des Buches befindet sich ein Reisebericht,wo noch Spuren von Johann Georg Faustus zu entdecken sind.

Fazit:

Ein mittelalterliches Highlight,ein funkensprühender Roman um eine bekannte Figur.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.11.2021

Eine neue Herausforderung

Die Salbenmacherin und der Fluch des Teufels
0

Es handelt sich um den sechsten Band um die Salbenmacherin Olivera aus der Feder von Silvia Stolzenburg.
Da die Bände aufeinander aufbauen,empfiehlt es sich , die Vorgänger-Bände zu kennen.Der Lesegenuss ...

Es handelt sich um den sechsten Band um die Salbenmacherin Olivera aus der Feder von Silvia Stolzenburg.
Da die Bände aufeinander aufbauen,empfiehlt es sich , die Vorgänger-Bände zu kennen.Der Lesegenuss ist dadurch eindeutig höher.
Durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil der Autorin bin ich gut in diese Geschichte hinein gekommen.Dank der kurzen Kapitel bin ich durch das Buch geflogen und mein Kopfkino springt problemlos an.

Bekannte und mir liebgewordene Figuren begegne ich hier und begleite sie in ihrem Alltag im mittelalterlichen Nürnberg.
An Hand von Olivera beschreibt die Autorin eingängig ,wie der Zusammenhalt in ihrem Haushalt funktioniert .

Olivera wird von ihrer Vergangenheit eingeholt und die Autorin zeigt anschaulich auf,wie die Gerichtsverfahren zur damaligen Zeit abliefen.Nicht nur Zeugen wurden penetrant befragt,auch der Henker wurde zur Leichenschau gerufen .
Ferner beunruhigt eine vermeintliche Seuche die Nürnberger und Olivera soll mit ihrem Kräuterwissen helfen.
Zu allem Überfluss taucht ein Teufelsaustreiber auf und hier macht die Autorin deutlich,wie abergläubisch die Menschen auch in dieser Zeit waren.

Die Spannung steigt von Seite zu Seite und wird bis zum plausiblen Ende gehalten.
Nun, ganz ehrlich,ich habe um Olivera Angst gehabt . Eine Nebenfigur hat sich in mein Herz geschlichen, es ist Oliveras Gehilfe Jona.In diesem Band hat er eine tragische,aber auch wichtige Rolle.
Ich habe mich gut mit Olivera unterhalten gefühlt und gerne mehr von dieser Autorin.

Fazit:Gute und spannende Unterhaltung von dieser Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.11.2021

Mittelalter trifft auf Neuzeit

Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!
0

Jürgen von der Lippe intoniert diese ungekürzte Hörbuch-Lesung .
Problemlos bin ich in die Geschichte gestartet und den unterschiedlichen Tonfarben von Herrn von der Lippe konnte ich gut folgen und so ...

Jürgen von der Lippe intoniert diese ungekürzte Hörbuch-Lesung .
Problemlos bin ich in die Geschichte gestartet und den unterschiedlichen Tonfarben von Herrn von der Lippe konnte ich gut folgen und so auch die einzelnen Charaktere unterscheiden.
Er setzt die verschiedenen Figuren authentisch um . Auf diese Weise wird das Hörbuch lebendig.
Die Vorlage stammt von Simon Farnaby und nicht nur das farbenfrohe Cover,auch die Ideen kommen einem Feuerwerk gleich .

Es handelt von Merdyn,einem Zauberer,der vom finsteren Mittelalter ins 20.Jahrhundert gerät .Auf seiner Suche nach dem Rückweg gerät er von einem Missgeschick ins andere und findet viele Verbündete . Darunter Rosie,die grad eine große Enttäuschung erlebt hat.
Es geht in dieser Geschichte um Anerkennung,Zusammenhalt und Mut.

Gespannt verfolge ich diese rasante und spannende Geschichte .Der Spannungsbogen wird bis zum Ende gehalten.
Ich hatte sehr viel Spaß mit Merdyn ,Rosie und Meerschwein Pupsie(der Name ist Programm) und freue mich schon auf die Fortsetzung.

Fazit:An diesem Hörbuch haben auch Erwachsene Spaß.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere