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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2022

Vom Loslassen und Zueinanderfinden

Morgen kann kommen
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Bislang kannte ich Ildikó von Kürthy lediglich durch Fernsehauftritte und hatte noch keines ihrer Bücher gelesen. Ich lese auch eher Bücher aus anderen Genres, doch die Dame war mir sehr sympathisch und ...

Bislang kannte ich Ildikó von Kürthy lediglich durch Fernsehauftritte und hatte noch keines ihrer Bücher gelesen. Ich lese auch eher Bücher aus anderen Genres, doch die Dame war mir sehr sympathisch und ich hatte mir vorgenommen, ihr nächstes, neues Buch direkt nach dessen Veröffentlichung zu lesen. Oftmals entdeckt man ja unerwartet einen Buchschatz, wenn man sich Querfeldeinlesen erlaubt. "Morgen kann kommen" hat mich nun tatsächlich zwiegespalten zurückgelassen. Mir gefiel der amüsante Schreibstil, auch die sehr unterschiedlich anmutenden Charaktere habe ich gerne näher kennengelernt und zu mögen begonnen. Insbesondere Erdal entlockte mir häufig ein Lächeln. Doch die Handlung des Buches wirkte auf mich größtenteils zu durchdacht, geplant und dadurch auch an einigen Wendepunkten unrealistisch bzw. vorhersehbar. Obwohl die Perspektiven von Ruth und Gloria für mich nachvollziehbar dargestellt wurden, konnte ich keine tiefere Bindung zu ihnen aufbauen und habe mich emotional wenig auf ihre komplexe, gemeinsame Geschichte einlassen können. Insgesamt betrachtet fühlte ich mich dennoch gut unterhalten und möchte noch einem weiteren Buch der Schriftstellerin eine Chance geben. Ihr humorvoller Schreibstil konnte mich begeistern und hat sich sehr gut in meine abendlichen Lesestunden eingefügt bzw. eine positive Grundstimmung erzeugt.

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Veröffentlicht am 21.04.2022

Lesenswert, aber für Laien nur bedingt geeignet

Das rätselhafte Universum
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In den vergangenen Jahren habe ich die Bucherscheinungen des Kosmos-Verlages schätzen gelernt und wurde bislang nicht enttäuscht, so dass ich mich erneut auf das "leicht zugängliche Dazulernen" freute. ...

In den vergangenen Jahren habe ich die Bucherscheinungen des Kosmos-Verlages schätzen gelernt und wurde bislang nicht enttäuscht, so dass ich mich erneut auf das "leicht zugängliche Dazulernen" freute.
"Das rätselhafte Universum: Die fundamentalen Fragen der modernen Wissenschaft" - war ein neuer, verheißungsvoller Titel, der mich sofort angesprochen hat. Der Klappentext des Buches versprach, dass die spannendsten Fragen und Forschungsprojekte für jedermann verständlich erklärt würden.
Leider musste ich dann jedoch feststellen, dass der erste Buchteil weniger einer Einleitung für Laien entsprach. Denn während des angestrengten Lesens verlor ich oftmals den Überblick, da eine hohe Anzahl von Fachbegriffen und Informationen dicht aneinandergereiht wurden. Die Hinweise, dass bestimmte Themen zu einem späteren Zeitpunkt näher erläutert würden, frustrierten mich manches Mal. Glücklicherweise entschädigte mich der zweite, faszinierende Teil des Buches für die zu Beginn häufig notwendigen Rekapitulationspausen. Denn die anfänglich investierte Mühe lohnte sich und das Staunen begann, sobald die ungelösten Rätsel der modernen Physik im zweiten Teil des Buches ansprechend erläutert und auch unterhaltsam dargestellt wurden. Das Buch würde ich an Leser empfehlen, die über ausreichend Grundlagenwissen (Physik, Kosmologie, Makrokosmos, Mikrokosmos) verfügen oder bereit sind, sich während des Lesens - unter Zuhilfenahme zusätzlicher Quellen - notwendiges Wissen anzueignen. Wenn eine dieser Voraussetzungen erfüllt ist, erwartet Sie, wie es der Klappentext tatsächlich treffend verspricht, eine faszinierende Reise durch das rätselhafte Universum.

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Veröffentlicht am 22.12.2021

Fehlende Geheimzutat

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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Kerstin Gier ist mir durch die Silber-Trilogie in sehr guter Erinnerung geblieben und somit landete „Vergissmeinnicht“ auf meiner Lesewunschliste 2021. Aus diesem Grund habe ich mich sehr gefreut, als ...

Kerstin Gier ist mir durch die Silber-Trilogie in sehr guter Erinnerung geblieben und somit landete „Vergissmeinnicht“ auf meiner Lesewunschliste 2021. Aus diesem Grund habe ich mich sehr gefreut, als mir das Buch zum Nikolaustag geschenkt wurde und zeitnah mit dem Lesen begonnen. Von Anfang an gefiel mir erneut die humorvolle Schreibweise. Matilda schildert ihre persönliche Lebenssituation auf eine selbstironische Weise, die so manches Schmunzeln zu entlocken vermag. Quinn ist der selbstsichere, ausgeglichen wirkende Gegenpol von Matilda und die Kapitel wechseln sich mit den unterschiedlichen Perspektiven der beiden sympathischen Protagonisten ab. Diese Vorgehensweise erzeugt Spannung und fördert hartnäckig das Leseinteresse. Allerdings haben die fantastischen Elemente, insbesondere die verschiedenen Saumwesen, auf mich weniger überzeugend gewirkt – fast wie eine Art Rohfassung. Es fehlte an einer Geheimzutat, um sie in meiner Vorstellungskraft lebendig werden zu lassen. Vielleicht sind meine Maßstäbe auch zu hoch gesetzt, denn Michael Ende bleibt mein Lieblingsautor im Fantasybereich. Trotzdem ist das Buch lesenswert und die Fortsetzungen werden weiterhin auf meiner Wunschliste stehen, denn ich möchte sehr gerne erfahren, wie das Abenteuer von Quinn und Matilda weitergeht.

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