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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2022

Ganz süß.

Heartstopper Volume 1 (deutsche Hardcover-Ausgabe)
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Wer ein wenig auf den sozialen Medien aktiv ist, der hat das Buch sicher schon einmal gesehen. So ging es auch mir, weshalb ich es unbedingt lesen wollte. Endlich auf deutsch! Sehr gut gefällt mir, dass ...

Wer ein wenig auf den sozialen Medien aktiv ist, der hat das Buch sicher schon einmal gesehen. So ging es auch mir, weshalb ich es unbedingt lesen wollte. Endlich auf deutsch! Sehr gut gefällt mir, dass der Verlag das Cover beibehalten hat, da dieses einen klaren Wiedererkennungswert hat. Im Vergleich zum Original handelt es sich bei der deutschen Ausgabe um ein Hardcover, was sich natürlich unglaublich gut im Bücherregal macht - ob man den Mehrpreis dafür zahlen möchte ist natürlich die Frage, die man sich vermutlich bei fast jedem Hardcover stellen wird. Was ich etwas schade finde, ist, dass man den Untertitel zur Hälfte übersetzt hat.

Die Geschichte selbst finde ich sehr schön und interessant. Besonders, weil die Entwicklungen zwischen Charlie und Nick bereits im ersten Band recht weit fortgeschritten sind, ohne direkt zu viel zu verraten. Das macht mich doppelt neugierig auf die folgenden Bände. Die Zeichnungen sind schön anzusehen. Teilweise hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, denn manchmal wirken sie doch etwas blass; skizzenhaft. Das finde ich sehr schade, da die Autorin scheinbar genau dadurch die Geschichte erzählen möchte. Zumindest macht es den Eindruck, da es nicht all zuviel Text gibt. Jedoch gehe ich davon aus, dass sich somit der englische Comic auch gut für Anfänger eigenen könnte.

Fazit:

Ein niedlicher Comic über Toleranz, Freundschaft und Liebe, der mir fast einen Ticken zu blass gezeichnet war.

Veröffentlicht am 19.01.2022

Einfach anders.

Das Haus am Rande der Magie
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Ein bisschen schräg, ein bisschen skurril, ein bisschen verrück und absolut magisch. Dies fasst wohl die Geschichte der kleinen Neun, die übrigens für ihr Alter schon sehr weit ist - und sehr gerissen ...

Ein bisschen schräg, ein bisschen skurril, ein bisschen verrück und absolut magisch. Dies fasst wohl die Geschichte der kleinen Neun, die übrigens für ihr Alter schon sehr weit ist - und sehr gerissen noch dazu - sehr gut zusammen. Nachdem sie quasi auf der Straße aufwuchs ist es natürlich auch kein Wunder, dass sie diese Atribute mit bringt. Dennoch ist sie mit ihrem Wissen und Können kurzzeitig überfordert als sie auf dieses wunderliche Haus trifft, dass ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt. Während ein Löffel versucht sie anfangs zu töten, der Zauberer Eiderdaus sie einfach nur überreden möchte, dass sie alle Bewohner rettet, wird sie vom Troll Eric mit Bonbons vollgestopft. Nur um ein paar Dinge aufzuzählen, welche Neun plötzlich erlebt. Deren Namensgebung übrigens sehr gewöhnungsbedürftig ist, aber irgendwie auch interessant.

Die Geschichte ist mit ihren 160 Seiten schnell gelesen, lässt aber kaum Fragen offen und sorgt auch nicht für Langeweile. Es macht von Anfang an Spaß, wenngleich dieses sonderbare Haus am Rande der Magie für einiges Stirnrunzeln bei mir sorgte, was aber an mangelnder Fantasie bzw. Vorstellungskraft lag. Ich freue mich unfassbar, dass die Geschichte weitergehen soll, denn sie ist einfach absolut bezaubernd. Ich mag die Entwicklung von Neun sehr gern sowie die Idee des Hauses. Diese ist zwar keineswegs neu, aber immer wieder auf ihre Art und Weise originell. Dass das junge Mädchen den verschrobenen Typen aus dem plötzlich auftauchenden Haus hilft ist auch keine Selbstverständlichkeit. Was ich außerdem unfassbar gigantisch finde, sind die vielen kleinen Details auf dem Cover, die schon unglaublich viel zur Geschichte bzw. den Bewohnern verraten.

Fazit:

Eine absolut magisch schräge Geschichte, die erheitert, aber auch bangen lässt.

Veröffentlicht am 19.01.2022

Gelungenes Debüt

Das Erbe der Dschinn
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Warum auch immer war ich tatsächlich etwas kritisch bevor ich das Buch begann. Doch schnell wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Die Geschichte wird aus der Sicht der dritten Person erzählt und man befindet ...

Warum auch immer war ich tatsächlich etwas kritisch bevor ich das Buch begann. Doch schnell wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Die Geschichte wird aus der Sicht der dritten Person erzählt und man befindet sich immer bei einem anderen Charakter der Geschichte. Die ersten Kapitel waren recht kurz, wodurch man sich einen ersten Eindruck, vor dem eigentlichen Start, verschaffen konnte und außerdem verleiteten diese auch zum Weiterlesen, da man ja mal noch schnell ein Kapitel lesen kann. Zudem baut sich zügig eine angenehme Atmosphäre auf, die man einfach nicht verlassen möchte. Die Magie spielt in diesem Band zwar eine wichtige Rolle, aber ist nicht das Hauptelement der Handlung - was sich aber in den Fortsetzungen sicher ändern wird.

Sicher, es hat noch ein paar Schwächen in Form von diversen vernachlässigbaren Wiederholungen und kleineren Stolperfallen, aber ansonsten ist das Debüt der Autorin absolut gelungen und vom Stil sehr angenehm zu lesen. Für meinen Geschmack hätten es gern ein paar Antworten mehr sein dürfen, wie beispielsweise den Hintergrund zu Cassies Familienverhältnissen, aber an sich ist die Geschichte soweit rund abgeschlossen. Für alle Lesenden, die Wert darauf legen, möchte ich anmerken, dass Querness zu finden ist, die auf natürlich Art in die Geschichte eingewebt ist. Wer jedoch nach einer Liebesgeschichte sucht, wird dies vergebens tun. Es gibt vielleicht ein paar Schwärmereien am Rande, ein bisschen Herzschmerz zwischen den Zeilen, aber nichts zum Schmachten. Die Charaktere sowie das Setting finde ich gut gezeichnet. Der Spannungsbogen zieht früh an und bleibt gespannt. Mir hat das Lesen wirklich unfassbar viel Freude bereitet, wenngleich ich gerne direkt weiter gelesen hätte. Ich bin wirklich schon sehr gespannt, wie sich die Geschichte - und auch die Autorin - weiterentwickelt.

Fazit:

Ein phantastisches und spannendes Debüt, dass es sich zu lesen lohnt.

Veröffentlicht am 19.01.2022

Sehr toll.

Die Dorfschullehrerin
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Was für ein Buch. Ich fing es an, einfach weil ich gerade Zeit hatte und mal reinschnuppern wollte. So ging es mir in jedem Moment, welchen ich mit diesem Buch verbrachte. Meist habe ich dann direkt etliche ...

Was für ein Buch. Ich fing es an, einfach weil ich gerade Zeit hatte und mal reinschnuppern wollte. So ging es mir in jedem Moment, welchen ich mit diesem Buch verbrachte. Meist habe ich dann direkt etliche Seiten gelesen. Zwischendurch schaltete ich auch mal ins Hörbuch, sah dann aber, dass dieses gekürzt ist und blieb beim Buch. Außer am Schluss, den hörte ich, weil ich nach meiner Mittagspause nicht bis zuhause warten wollte, sondern nutze die Heimfahrt dafür. So konnte ich auch ungestört ein Tränchen verdrücken. Die Sprecherin fand ich beim ersten Reinhören etwas verwirrend, da sie die Synchronstimme der Jessica Jones (Superhelden Serie auf Netflix) ist, aber ich gewöhnte mich daran.Wenngleich das Buch mitunter sehr traurig ist, so hat sich mich unfassbar gut unterhalten und auch mal zum Lachen gebracht. Ich habe die Charaktere in mein Herz geschlossen. Der Schreibstil war einfach und gut zu lesen.

Die Geschichte selbst fand ich einfach toll. Viel zu selten begebe ich mich aus meiner Komfortzone und viel zu oft bereue ich nach diesen Büchern, dass ich dies nicht öfter tue. Auch wenn mich manche Ausdrucksweisen etwas irritierten, weil sie etwas moderner klangen, so holte mich Eva Völler absolut ab. Ich versank förmlich in der Geschichte und bangte mit Helene. Besonders fasziniert haben mich einige Hintergründe, die mir so nicht bewusst waren, aber auch sonst fand ich das Leben in der Dorfgemeinschaft sehr spannend. So einen Zusammenhalt kann ich mir heute nur noch schwer vorstellen. Die große Wende am Ende hätte ich mir vielleicht etwas spannender bzw. ausführlicher gewünscht, aber dafür war er unfassbar emotional und bewegend. Außerdem gefällt mir, dass die Geschichte schön abschließt und auch als Einzelband gesehen werden kann. Zu Anfang dachte ich auch, dass Helene einfach viel zu gut in ihrem Job ist, aber ich fand, dass dies am Ende auch gut aufgeklärt wird. Lehrerkraft sein ist eben ihre Leidenschaft; so wie sich sich allgemein für die Menschen einsetzt, die ihr am Herzen liegen.

Fazit:

Ein Buch voller Liebe, Schicksal und Hoffnung, das mich mehr als einmal berührte sowie für gute Unterhaltung sorgte.

Veröffentlicht am 12.01.2022

Großartig

Perfect Day
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Irgendwie war mir klar, dass es wieder ganz anders wird als die letzten Bücher der Autorin, weswegen ich mich von vornherein darauf eingestellt hatte. Da mir jedoch "Liebeskind" sowie "Marta schläft" gut ...

Irgendwie war mir klar, dass es wieder ganz anders wird als die letzten Bücher der Autorin, weswegen ich mich von vornherein darauf eingestellt hatte. Da mir jedoch "Liebeskind" sowie "Marta schläft" gut gefielen, war ich positiv gestimmt. Tja, und irgendwie hatte ich das Buch dann auch ruck zuck durch, nachdem ich es begonnen hatte. Es ist komplett anders, da besteht kein Zweifel. Ich hätte vermutlich auch mit allem gerechnet, aber nicht damit. Besonders die eingestreuten Interview Passagen sowie die Kapitel aus der "wir" Sicht lassen einen immer wieder zweifeln und rätseln. Die Hauptgeschichte ist aus der Sicht von Ann erzählt und beginnt nach der Verhaftung ihres Vaters. Das Ende fand ich, wie nicht anders erwartet, überraschend, gut und logisch aufgelöst. Hier gefiel mir besonders, dass es noch einigen Hintergrund Infos gab, sich das weitere Leben entwickelte, und nicht alles Knall auf Fall endet.

Wieder einmal mehr hat Romy Hausmann es geschafft mit ihren greifbaren Charakteren, gelungener Atmosphäre und einer spannenden Gesichte mich in ihren Bann zu ziehen. Bereits die ersten Seiten flogen nur so dahin und ich konnte es kaum erwarten weiter zu lesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Leser geben wird, die mit dem Ende weniger glücklich sind, aber mir hat es gefallen. Aus meiner Sicht ist es nicht nur die Geschichte, die mich anspricht, sondern auch wie sie erzählt wird. Ich war sofort in der Geschichte, konnte die Verzweiflung von Ann spüren und wollte ihr so unglaublich gerne helfen die Wahrheit herauszufinden. Teils war sie etwas anstrengend und man hatte das Gefühl, dass sie sich in etwas verrenne, aber gerade dies machte es nur umso deutlicher wie schlimm es um ihre Gefühlswelt stand. Auch wenn ich davon ausgehe, dass die Meinungen zu diesem Buch wieder stark auseinander gehen werden, so konnte mich auch dieses Werk wieder überzeugen und hat mich gut unterhalten.

Fazit:

Romy Hausmann erschafft wieder eine großartige Atmosphäre gespickt mit subtiler Spannung in der Geschichte um Ann und ihrer Suche nach der Wahrheit.