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Veröffentlicht am 11.11.2022

Träume und Hoffnungen

Es braucht drei, um dich zu vergessen (Es braucht - Reihe 1)
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„Es braucht drei, um dich zu vergessen“ von Jenny Exler ist der Auftakt zu ihrer Es braucht – Trilogie, die sich um die angehende Balletttänzerin Liz dreht.
Liz erfüllt sich ihren sehnlichsten Traum und ...

„Es braucht drei, um dich zu vergessen“ von Jenny Exler ist der Auftakt zu ihrer Es braucht – Trilogie, die sich um die angehende Balletttänzerin Liz dreht.
Liz erfüllt sich ihren sehnlichsten Traum und fliegt von Perth nach New York, um ihr Studium an der renommierten Juilliard zu beginnen. Liz möchte, genau wie ihre Mutter, eine berühmte Tänzerin werden, auch wenn dieser Traum für ihre Mutter tödlich endete. Doch gute Technik allein macht noch keine Primaballerina aus und so muss Liz die Leidenschaft erst in sich selbst fühlen und dann in ihren Tanz einfließen lassen. Mehr oder weniger freiwillig lässt sie sich dabei von ihrem Kommilitonen Logan helfen, der Liz aus ihrer Komfortzone lockt und ihre Emotionen auf den Kopf stellt. Aber Leidenschaft kann auch Schmerz bedeuten und Liz muss sich entscheiden, was sie wirklich will.

Ich finde das Grundthema Ballett, welches man bereits auf dem wunderschönen Cover erahnen kann, voller Potenzial. In diesem Auftakt einer Trilogie stecken jede Menge Hoffnungen und Träume, die entweder wahr werden können oder am Boden zerschellen.
Liz ist von New York völlig überwältigt und hat Glück, dass sie quasi sofort in neue Freunde hineinstolpert. Ihre Kommilitonen schließen sie schnell in ihre Mitte und sind wie eine Art Ersatzfamilie für Liz. Becca mochte ich dabei am meisten, denn sei hatte den geringsten Hang zum Drama. Mit Liz hatte ich hingegen so meine Probleme. Sie war mir oft zu trotzig, impulsiv, verletzend und egoistisch. Die Rolle einer exzentrischen und divenhaften Ballerina hat sie schon verinnerlicht, auch wenn sie sich selbst stets in der Opferrolle sieht. Das macht sie nicht unbedingt sympathisch, aber ich hoffe auf eine Weiterentwicklung in den folgenden Bänden.
Die zweite Perspektive im Buch nimmt Logan ein, der ab der ersten Sekunde für Liz entflammt, obwohl er seit Jahren vergeben ist. Da seine Freundin Teil des engen Freundeskreises ist, ist das Drama vorprogrammiert. Ich konnte ihm seine angeblichen Gefühle ehrlich gesagt nicht wirklich abnehmen, aber das ging mir bei den anderen Protagonisten ähnlich.
Die Story an sich ist trotz allem gut aufgebaut und mitreißend umgesetzt. Meine Highlights sind der Prolog und der Epilog, die für Gänsehaut sorgen und mich von einer Fortsetzung überzeugt haben.

Mein Fazit:
Emotional ist noch Luft nach oben, aber davon abgesehen, kann man sich von diesem New York Abenteuer durchaus verzaubern lassen.

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Nicht überzeugend

Mile High Affair – Liebe über den Horizont hinaus
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„Mile High Affair – Liebe über den Horizont hinaus“ von J. H. Petra ist der zweite Band ihre Mile High Reihe, der sich diesmal um die Flugbegleiterin Mikayla dreht.
Mika ist seit Jahren unglücklich in ...

„Mile High Affair – Liebe über den Horizont hinaus“ von J. H. Petra ist der zweite Band ihre Mile High Reihe, der sich diesmal um die Flugbegleiterin Mikayla dreht.
Mika ist seit Jahren unglücklich in den Schwager ihrer besten Freundin verliebt, der sie damals ohne Erklärung für deren Schwester verließ. Vor einem Jahr heirateten die beiden sogar, was Mika das Herz brach. Ihre Liebe gehört trotz allem immer noch Sean, egal wie sehr Mika ihn vergessen und mit ihm abschließen möchte. Mika würde Sean am liebsten komplett aus dem Weg gehen, aber bei den wenigen Begegnungen, die sich nicht vermeiden lassen, stürzt er mit seinem Verhalten ihre Gefühle noch mehr ins Chaos.

Der erste Band hatte mich mit seiner außergewöhnlichen und komplizierten Lovestory überzeugen können und bereits dort deutete sich der hier thematisierte Konflikt an. Die Gefühle, die Mika für den Schwager ihrer besten Freundin hat, waren unübersehbar. Die Vorgeschichte dazu oder die Tatsache, dass diese Gefühle von Sean wahrscheinlich erwidert werden, folgen nun in der Fortsetzung.
Die lebenslustige Mika ist eine sympathische Hauptfigur und ich mochte sie schon im Vorgängerteil. Leider neigt sie dazu, nicht aus ihren Fehlern zu lernen und sich nicht selbst an erste Stelle zu setzen. Man kann förmlich zuschauen, wie ihr Strahlen erlischt und das hat mich beim Lesen fast schon wütend gemacht.
Mein Hauptproblem war, dass ich den männlichen Part Sean überhaupt nicht mochte, weder am Anfang, noch am Ende und in der Mitte schon gar nicht. Für mich persönlich ist Sean selbstsüchtig, unehrlich, übergriffig und eigentlich komplett toxisch. Die Handlung und seine fadenscheinigen und offensichtlich gelogenen Beteuerungen drehen sich den überwiegenden Teil des Buches im Kreis und ich habe mich gefragt, wie viele vorhersehbare emotionale Schläge Mika noch einstecken will, bevor sie es endlich kapiert. Die Auflösung am Schluss konnte mich überhaupt nicht überzeugen, genau wie Seans angebliche Gefühle für Mika. Das Ganze wirkt einfach nur wie eine stinknormale und klischeehafte Affäre, in der die Geliebte mit sinnlosen Entschuldigungen so lange wie möglich hingehalten wird. Für mich ist kein Funke übergesprungen und auch Seans angebliche Gründe, sowie die unklare Rolle seiner Frau, wirken meiner Meinung nach zu konstruiert.

Mein Fazit:
Es tut mir leid, aber diese Story war nicht meins. Von mir gibt es knappe drei Sterne.

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Veröffentlicht am 12.03.2022

Dunkle Vergangenheit

Risky Love: Wunden der Vergangenheit
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„Risky Love: Wunden der Vergangenheit“ von Leah Docks spielt vor etwa zwanzig Jahren in Afrika, als die Auswirkungen der Apartheid noch überall spürbar waren.
Logan Hammington ist ein angesehener Elitesoldat ...

„Risky Love: Wunden der Vergangenheit“ von Leah Docks spielt vor etwa zwanzig Jahren in Afrika, als die Auswirkungen der Apartheid noch überall spürbar waren.
Logan Hammington ist ein angesehener Elitesoldat und inzwischen Ausbilder bei einer Spezialeinheit für Personenschutz. Er möchte nur die besten in seinem Team und da hat seiner Meinung nach eine Frau nichts zu suchen. Mit allen Mitteln versucht er, Cassy Candle aus seiner Einheit zu ekeln, aber die toughe Kämpferin musste sich in dieser Männerdomäne schon immer viel gefallen lassen und hat einen harten Willen. Unfreiwillig ist Logan schwer beeindruckt von ihren Leistungen und ihren Durchhaltevermögen. Nun muss er nur noch seine unprofessionellen Gefühle für Cassy unter Kontrolle bekommen.

Zuerst war ich sehr überrascht vom Setting und der Zeit, in der die Handlung spielt, denn dies wurde aus dem Klappentext überhaupt nicht deutlich. Daher hatte ich von Anfang an wahrscheinlich andere Erwartungen.
Ich muss zugeben, dass ich bei diesem Buch hin- und hergerissen bin, da für mich die ernsthafte Thematik und die eingebaute Romanze nicht unbedingt zusammenpassen. Die Beziehung zwischen Cassy und Logan wirkt für mich persönlich ein wenig konstruiert und aufgesetzt und der Funke ist nicht wirklich übergesprungen.
Irritierend sind die Perspektivwechsel mittendrin, die mich manchmal verwirrt haben. Die Erzählperspektive wahrt immer eine gewisse Distanz zu den Charakteren und bleibt irgendwie neutral, so dass die Emotionen letztendlich nicht richtig bei mir angekommen sind und mich tatsächlich erreicht haben. Das betrifft hauptsächlich die Romanze, denn die bewegende Rahmenhandlung hat mich durchaus tief berührt. Die Beziehung und die gemeinsamen Szenen der beiden Hauptfiguren erscheinen zu gewollt und aufgesetzt. Bis auf Logan bleiben alle Charaktere ziemlich blass und selbst bei ihm konnte ich einige Dinge nicht nachvollziehen.
Authentisch und glaubhaft wirken hingegen die geschilderten gesellschaftlichen Umstände zu dieser Zeit, die absolut unter die Haut gehen. Dieser Teil ist das Beste am Buch.

Mein Fazit:
Eine Bewertung fällt mir schwer, aber für das gelungene und berührende Setting würde ich insgesamt 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 15.01.2022

Dunkle Gefahr

Der Gräber
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„Der Gräber“ von Fredrik Persson Winter ist ein mittelmäßig spannender Thriller, der mit den Ängsten der Menschen spielt.
Jedes Jahr am 6. November schlägt der geheimnisvolle Killer zu. Er gräbt sich ...

„Der Gräber“ von Fredrik Persson Winter ist ein mittelmäßig spannender Thriller, der mit den Ängsten der Menschen spielt.
Jedes Jahr am 6. November schlägt der geheimnisvolle Killer zu. Er gräbt sich durch die Erde in den Keller der Opfer, verschleppt sie und hinterlässt lediglich eine blutige Spur. Die Polizei ist dabei völlig machtlos. Als die Lektorin Annika Granlund vor der Tür ihres Verlages ein Manuskript findet, ist sie fasziniert und abgestoßen zugleich. Es handelt sich um eine Art Autobiografie des mysteriösen Gräbers, in der seine Taten detailliert beschrieben sind. Annika veröffentlicht das Buch und ahnt nicht, welche Gefahren sie damit heraufbeschwört, denn das Manuskript ist keine Fiktion.

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, denn allein die Vorgehensweise des Serienkillers verursacht spontan eine Gänsehaut. Das Grauen kommt aus dem Keller und spricht damit bereits kindliche Urängste an. Leider konnten die vielversprechende Beschreibung und der packende Einstieg ihr Versprechen nicht über die Länge des gesamten Buches tragen.
Die Kapitel sind erfreulich kurz und verleiten dazu, immer weiterzulesen. Das ist auch gut so, denn dadurch fallen die Längen weniger auf. Das Beste an diesem Thriller sind der Anfang und der Schluss, denn dazwischen passiert leider wenig. Zumindest habe ich persönlich dies so empfunden. Die Perspektiven wechseln zwischen den verschiedenen Charakteren, wobei der Fokus hauptsächlich auf der Lektorin Annika und der ermittelnden Kommissarin Cecilia liegt. Vielleicht liegt mein Problem auch darin, dass ich beide Figuren nicht sonderlich mochte und mich ihre persönlichen Probleme nicht wirklich berührt haben. Später kommt auch noch der Täter selbst hinzu, aber auch seine Sichtweise erhöhte den Spannungsfaktor nicht signifikant.
Das Highlight ist der Showdown am Ende, bei dem die Handlung endlich einmal Fahrt aufnimmt. Das tröstet etwas über die Zeit, in der man sich durch einige Seiten einfach nur durchgequält hat.

Mein Fazit:
Die spannende Grundidee hätte viel Potenzial gehabt, welches in diesem Thriller leider nicht komplett ausgeschöpft wurde.

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Veröffentlicht am 16.10.2021

Nett für zwischendurch

Scarlet Cheeks: Unschuldige Verlockung
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„Scarlet Cheeks: Unschuldige Verlockung“ von Alexis Kay erzählt vom Neustart der behütet aufgewachsenen Irina, die endlich ihr Leben selbst bestimmen will.
Irina wurde bisher von ihrem Vater von allen ...

„Scarlet Cheeks: Unschuldige Verlockung“ von Alexis Kay erzählt vom Neustart der behütet aufgewachsenen Irina, die endlich ihr Leben selbst bestimmen will.
Irina wurde bisher von ihrem Vater von allen Männern abgeschirmt und fast schon streng bewacht. Als sie nun zu ihrer Cousine in eine eigene Wohnung zieht, kann sie endlich aufatmen. Ungeahnte Freiheiten stehen ihr bevor und sie darf genießen, was ihr bisher vorenthalten wurde. Ein eingeklemmter Absatz lässt Irina bei ihrer Ankunft in die Arme von Alain Foster fallen, der als reicher Hotelerbe ein Leben als Frauenheld und eingefleischter Junggeselle führt. Er hasst Verpflichtungen und gönnt sich nur One-Night-Stands mit Touristinnen. Wieso geht ihm dann diese Jungfrau in Nöten nicht aus dem Kopf?

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und leider konnte sie mich nicht so richtig mitreißen.
Das Setting finde ich wunderschön und man hatte die verschneite Umgebung beim Lesen direkt vor Augen. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, auch wenn ich zu Anfang immer wieder über einige sperrige Formulierungen gestolpert bin.
Irina ist in vielen Dingen völlig unschuldig und naiv, als sie zu ihrer Cousine in den malerischen Schweizer Touristenort zieht. Gleich am ersten Tag stolpert sie Alain in die Arme, der ab diesem Zeitpunkt ihre Gedanken beherrscht. So richtig bin ich mit Irina nicht warm geworden und ich konnte ihre Gedankengänge und Emotionen häufig nicht nachvollziehen.
Alain fällt in eine völlig andere Kategorie als Irina und ist ihr an Erfahrung und Abgeklärtheit weit voraus. Trotzdem wirft er seine Prinzipien über Bord und lässt sich auf die gegenseitige Anziehung ein, die alles andere als unverbindlich ist.
Die Beziehung der beiden nimmt schnell Fahrt auf und wird trotz ihrer charakterlichen Unterschiede ziemlich intensiv. Irgendwie ist bei mir der Funke aber überhaupt nicht übergesprungen, was jedoch rein subjektiv ist. Da es sich um einen Zweiteiler handelt, endet das Buch mit vielen offenen Fragen, die wohl in der Fortsetzung beantwortet werden.

Mein Fazit:
Das Buch war nicht ganz so meins, ist aber trotzdem nett für zwischendurch.

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