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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2022

Über reisende Künstler, die keine Anerkennung erfuhren

Pole Poppenspäler
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Theodor Storm hat mit dieser Novelle wieder eine etwas melancholische Geschichte erschaffen.
Die Geschichte wurde wieder mit einer Rahmenhandlung konstruiert, und soweit ich das beurteilen kann, war genau ...

Theodor Storm hat mit dieser Novelle wieder eine etwas melancholische Geschichte erschaffen.
Die Geschichte wurde wieder mit einer Rahmenhandlung konstruiert, und soweit ich das beurteilen kann, war genau dies‘ sein Stil, Geschichten zu erzählen.

Der Protagonist hat als Kind ein Puppenspiel gesehen, was ihn sehr geprägt hat, insbesondere hinsichtlich seiner Einstellung ggü. den Künstlern, zumal er sich in die Tochter des Puppenspielers verliebt. Die reisenden Künstler an sich wurden eher belächelt und das Handwerk wurde nicht als solches anerkannt, was mich sehr überrascht hat.

Die Novelle hat mich insbesondere zum Ende hin sehr berührt, ich konnte so mit dem Puppenspieler fühlen. Ich kann die Novelle empfehlen, sie ist ja auch schnell zu lesen!

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Veröffentlicht am 23.03.2022

Wunderbare Erzählweise

Heimkehren
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Heimkehren ist mein zweites Buch der Autorin und ich bin wieder von ihrer Erzählweise beeindruckt worden. Heimkehren ist Gyasis Debütroman und ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.

Man begleitet ...

Heimkehren ist mein zweites Buch der Autorin und ich bin wieder von ihrer Erzählweise beeindruckt worden. Heimkehren ist Gyasis Debütroman und ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.

Man begleitet die Charaktere über Jahrhunderte hinweg von der Kolonialisierung / Versklavung bis in die heutige Zeit. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Verknüpfungen der Geschichten und Charaktere untereinander, zumeist durch Kleinigkeiten.

Im Buch wird sehr deutlich beschrieben, was es in den jeweiligen Zeitebenen bedeutet, schwarz zu sein, oder auch nicht „vollends“ schwarz zu sein, welche Problematiken auftreten können und wie die Menschen leiden mussten und auch noch müssen. Der Roman ist abwechslungsreich, vielschichtig und es gibt etliche unheimlich schön formulierte Sätze resp. Weisheiten.

Was mir (wie so oft) weniger gefallen hat, waren die sexuellen Beschreibungen unter den einzelnen Figuren, die für die Erzählung der jeweiligen Geschichte unnötig waren. Einmal hat es zumindest etwas Sinn gemacht, aber ansonsten?! Grundsätzlich finde es einfach unnötig über alltägliche Dinge zu schreiben, wenn es für die Quintessenz nicht wichtig ist, wie z. B. Geschlechtsverkehr. Über Badezimmergänge oder die Aufzählung der Lebensmittel, die die Protagonisten essen, etc. wird ja auch nicht geschrieben…

Dennoch ist es ein wunderbares Buch, das ich gerne weiterempfehle und vielleicht sogar nochmal lesen würde. Auch wenn mir Ein erhabenes Königreich besser gefiel, ist dieses Buch nicht weniger gut:
Fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 03.03.2022

Unbedingt lesen!

Wo der Wolf lauert
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Ayelet Gundar-Goshen ist eine talentierte Autorin, die mich mit ihrer Geschichte von Seite 1 an in ihren Bann gezogen hat. Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen.
Wenn ich dieses Buch mit wenigen ...

Ayelet Gundar-Goshen ist eine talentierte Autorin, die mich mit ihrer Geschichte von Seite 1 an in ihren Bann gezogen hat. Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen.
Wenn ich dieses Buch mit wenigen Worten beschreiben soll, fallen mir Folgende ein: subtil, kraftvoll, multidimensional, Pageturner und Highlight.
Die Charaktere wurden akribisch und mehrdimensional ausgearbeitet, ohne dass sie an Authentizität verloren haben. Mir hat Lilachs Figur sehr gefallen. Sie ist eine Mutter, die ihr Kind vor anderen verteidigt wie eine Löwin ihre Jungen, sich jedoch zugleich selbst reflektiert und beginnt, sich Fragen zu stellen. Besonders interessant ist hier die Beziehung zwischen ihr und ihrem Mann, denn hier traut Lilach sich, Kritisches auszusprechen. Beide gehen unterschiedlich damit um. Sehr authentisch skizziert.
Mich hat auch der Schreibstil der Autorin beeindruckt. Wie subtil sie an die Geschichte rangegangen ist, zeugt von großem Können. Sie beleuchtet kritische Ansichten bzw. Situationen aus verschiedensten Perspektiven und verrennt sich dabei keinesfalls. Ihre Metaphern haben mir stets gefallen, hie und da war es poetischer Natur. Mal abgesehen davon, dass ich das Ende grandios fand, gefiel mir auch die verknüpfte Verbindung zwischen Anfang und Ende.
Ich bin begeistert von Ayelet Gundar-Goshen und habe mir sogleich ihre anderen Bücher bestellt.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Nach den Sternen greifen

Die lange Reise
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Ein grandioses, informatives und facettenreiches Buch. Man erfährt viel von einer gebildeten, talentierten, bewundernswerten und doch bescheidenen Frau. Und obwohl Cristoforettis Traum nicht derer vieler ...

Ein grandioses, informatives und facettenreiches Buch. Man erfährt viel von einer gebildeten, talentierten, bewundernswerten und doch bescheidenen Frau. Und obwohl Cristoforettis Traum nicht derer vieler ist, so ist es doch für jedermann inspirierend. Es zeigt, dass sich Träume erfüllen können, wenn man bereit ist, hart für seine Träume zu arbeiten und ein kleines Quäntchen Glück hat.
Die lange Reise beginnt nicht mit dem Start ins All, sondern es beginnt sehr viel früher. So habe ich mir das Buch vorgestellt, bzw. habe ich es mir so gewünscht. Von daher habe ich jede Seite genossen und fand es unheimlich spannend, ihren Werdegang zu verfolgen. Natürlich ist vieles technischer Natur, dennoch simpel erklärt, ohne groß ins Detail zu gehen. Von daher ist es auch ein Buch für LeserInnen, die sich z. B. nicht für Ingenieurwissenschaften interessieren.
Das Buch wurde sinnvoll aufgebaut und ich finde, dass die Autorin reflektiert und ehrlich schreibt. Es wurde weder langweilig noch stupide.
Eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.01.2022

Märchenhafte Erzählung

Das Schneemädchen
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Eowyn Ivey hat mit dieser Geschichte etwas Wundervolles erschaffen.
Es geht um ein kinderloses Ehepaar, das in Alaska lebt und deren Leben durch das Schneemädchen etwas aufregender und vielleicht auch ...

Eowyn Ivey hat mit dieser Geschichte etwas Wundervolles erschaffen.
Es geht um ein kinderloses Ehepaar, das in Alaska lebt und deren Leben durch das Schneemädchen etwas aufregender und vielleicht auch ein bisschen bedeutsamer wird.

Mir gefiel das Setting unheimlich gut. Alaska wurde wahrlich gut gewählt. Zum einen mochte ich die Stille (der Natur), die man beim Lesen förmlich aufgesogen hat. Zum anderen, weil man sich als Leser zwischen Realität und Mythologie befindet. Man kann sich darauf einlassen, es als Märchen anzunehmen, man kann allerdings auch alles Mögliche logisch und/oder (zumeist) psychologisch erklären. Aber was ist wahr? Die Antwort erfahrt ihr nur, wenn ihr es selbst lest.
Fakt ist, dass das Buch nachhallen kann.

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