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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2022

Ein spannender Krimi

SchwabenSchatten
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Auf dem Friedhof wurde eine Leiche aufgefunden. Ein schreckliches Zeichen ist auf einen Sarkophag geschmiert. Das ruft den Kommissar Neven Rohlfing und seine Kollegin Sabine Eisele auf den Plan. Das ...



Auf dem Friedhof wurde eine Leiche aufgefunden. Ein schreckliches Zeichen ist auf einen Sarkophag geschmiert. Das ruft den Kommissar Neven Rohlfing und seine Kollegin Sabine Eisele auf den Plan. Das BKA wird eingeschaltet und Neven unter fadenscheinigen Argumenten suspendiert. Dies hält ihn aber nicht ab weiter zu ermitteln und er stößt auf ein verschwundenes Artefakt aus der Kolonialzeit. Mehrere Morde geschehen und als ein Video auftaucht, ist Neven wieder im Rennen. Was dabei alles geschieht, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

Schwabenschatten ist ein spannender Krimi, der uns unter anderem in die Kolonialzeit nach Afrika entführt. Dabei spielt das Linden-Museum in Stuttgart eine bedeutende Rolle. Neven Rohlfing ist ein Kommissar mit Ecken und Kanten. Perfekt ist die Zusammenarbeit mit Sabine Eisele noch nicht. Die Charakterdarstellung ist gut, aber es gibt Luft nach oben. Das wird sicher in den Fortsetzungen mehr behandelt. Ich habe das Gefühl, dass sich die Beiden erst zusammenraufen müssen. Die Story ist sehr gut und hier wird zudem das Thema Korruption, Verrat und Gier behandelt.
Es wird unter anderem in der Ich-Form des Kommissars Neven Rohlfing berichtet und der Rest in Form eines Erzählers. So wechselt die Perspektive und bietet Abwechslung.
Bis zum Ende ahnt man nicht, wer hinter den Taten steckt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: Ein gelungener und spannender Krimi, der sich mit Macht, Gier, Verrat und auch über die Kolonialzeit in Afrika beschäftigt. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.03.2022

Ein absoluter Pageturner

BRENNWEITE
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Der Fotograf David Bronski hört von einem Mönch, der in einer Kirche randaliert hat. Dabei ist eine Marienstatue auf ihn herabgefallen und er wurde fast getötet. Gleichzeitig ist ein Wunder geschehen ...



Der Fotograf David Bronski hört von einem Mönch, der in einer Kirche randaliert hat. Dabei ist eine Marienstatue auf ihn herabgefallen und er wurde fast getötet. Gleichzeitig ist ein Wunder geschehen und der Mönch hat nach 14 Jahren Blindheit seine Sehkraft wieder erlangt. Bronski wittert eine heiße Spur für einen Artikel. Gemeinsam mit Svenja Spielmann suchen sie den Mönch auf und er willigt ein, ein Exklusivinterview zu geben. Als der Mönch ein Attentat verhindert, wird er als Wundermensch gefeiert. Nach und nach kommen bei Bronski und Sarah Zweifel an dem Ganzen und beauftragen Davids Schwester Anna zu recherchieren. Was steckt dahinter? Wer ist der Mönch?

Puh, was für eine ausgetüftelte Story. Dies ist der dritte Teil mit Bronski und wenn ich geglaubt habe, dass eine Steigerung nicht mehr möglich ist, wurde ich eines Besseren belehrt. Dies ist mit Abstand der beste Teil.
Langsam beginnt die Geschichte und ich frage mich, was steckt dahinter. Immer mehr Details kommen ans Tageslicht und der Verlauf der Story wird ganz anders, als erwartet.
David und seine Tochter Judith, Sarah und Anna möchten die Wahrheit erfahren. Jeder der einzelnen Charaktere, auch der Mönch, spielt seine Rolle so überzeugend und glaubhaft. Sehr facettenreich sind sie und authentisch.
Wie vom Autor gewöhnt gibt es kurze knappe Sätze ohne Schnörkel und er konzentriert sich auf das Wesentliche. Dabei bleibt es die ganze Zeit hochspannend und interessant. Die Story ist sehr lebendig und emotionsvoll und es trifft Unvorhergesehenes ein.

Fazit: Der dritte Teil übertrifft alle und ist dramatisch, spannend, packend und fesselnd.
Ein klasse Pageturner und ein absoluter Lesegenuss mit einer Geschichte, die rasant durch die Zeilen führt.
Ich empfehle aber alle Teile dieser Reihe zu lesen, um die Vorgänge noch besser zu verstehen und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne+

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Veröffentlicht am 16.03.2022

Ein sehr gelungener Start einer neuen Reihe

Lilienopfer. Dein Tod gehört mir
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Ein Anruf beim LKA löst die Alarmglocken aus. Derjenige teilt einen Leichenfundort mit. Kriminaloberkommissar Jack Diehl und die Tatortfotografin Berenice Silva Benevidas sind schockiert, als sie eintreffen. ...



Ein Anruf beim LKA löst die Alarmglocken aus. Derjenige teilt einen Leichenfundort mit. Kriminaloberkommissar Jack Diehl und die Tatortfotografin Berenice Silva Benevidas sind schockiert, als sie eintreffen. Eine junge Frau wurde äußerst brutal misshandelt und ist bizarr inmitten Lilien drapiert. Es gibt einen Hinweis, dass die nächste Tat in wenigen Tagen bevorsteht. Sie ermitteln in alle Richtungen und die Zeit läuft ihnen davon. Weitere schwer misshandelte und tote Frauen werden gefunden. Sie haben es mit einem äußerst wütenden Täter zu tun. Die einzige Spur führt zu dem Serientäter Curt Weinert, der aber im Gefängnis sitzt. Gibt es einen Nachahmer?

Ich bin schon so oft über die Krähenreihe von Leo Born gestoßen, aber mitten in einer Reihe wollte ich nicht anfangen zu lesen. So kam es mir gerade recht, dass der Autor eine neue Serie beginnt. Und sie ist gleich von Anfang an sehr spannend.
Der Kriminaloberkommissar Jack, der Dienststellenleiter Robert, sowie die Fallanalytikerin Viola und die Tatortfotografin Berenice stehen vor einem Rätsel. Vor 5 Jahren wurde der Lilienmörder verhaftet und sitzt hinter Gittern. Wer aber ist in seine Fußstapfen getreten?
Der Fall gestaltet sich sehr schwierig. Jack ist ein Ermittler mit Ecken und Kanten. Cowboystiefel, karierte Hemden, sowie seine Leidenschaft zu Jonny Cash passen zu ihm. Viola ist eine leidenschaftliche Profilerin und Berenice muss sich gleich im Team behaupten. Ich finde die Charaktere sehr ausgereift, authentisch und passen durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten gut zueinander. Ich bin auf die weitere Entwicklung neugierig.
Unglaublich spannend ist es von Anfang an und lässt nicht nach. Es geht mitunter auch ganz schön zur Sache.
Abwechselnd gibt es kleine Rückblicke ins Lilienhaus des Täters, ohne zu viel zu verraten.
Ich ahnte zwar bald wer dahinterstecken könnte, das hat aber meiner Lesefreude keinen Abbruch getan.

Fazit: Ein sehr spannender Start einer neuen Reihe, die mich gefesselt und gepackt hat. Der Plot ist gut durchdacht und das Buch lässt sich flüssig lesen. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.03.2022

Eine gelungene Fortsetzung

Dunkle Gemäuer
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Der Regisseur Danilo Petrow wendet sich an die Privatermittlerin Suzanne Griesbaum. Seine Kamerafrau ist verschwunden und sie ist bei den Filmaufnahmen zu einem Horrorfilm enorm wichtig. Suzanne zieht ...



Der Regisseur Danilo Petrow wendet sich an die Privatermittlerin Suzanne Griesbaum. Seine Kamerafrau ist verschwunden und sie ist bei den Filmaufnahmen zu einem Horrorfilm enorm wichtig. Suzanne zieht Henry Marbach hinzu und er ermittelt Undercover. Die Dreharbeiten finden in einem dunklem und altem Haus statt. Henry findet im Keller die Leiche der Kamerafrau. Die Detektive haben alle Hände voll zu tun, um den Täter zu überführen. Es gibt einige Verdächtige, aber viele Spuren verlaufen im
Sand.

Dies ist der zweite Teil mit den Privatermittlern Suzanne Griesbaum und Henry Marbach. Hier wurde die Spannung deutlich erhöht. Suzanne ist eine taffe Ermittlerin, kocht gerne und hat viele Leute bei sich im Haus. Ihre größte Schwäche ist ihre Verliebtheit in Liam. Henry ist ewig pleite und froh, dass er bei diesem Fall mitarbeiten kann, obwohl die verdeckte Ermittlung ihn manchmal an seine Grenzen bringt. Liam konnte meine Sympathie nicht erreichen. Ich fragte mich die ganze Zeit, was Suzanne an ihm findet. Auch trifft man hier alte Bekannte, wie den Staatsanwalt Paul, der mit der Vorgehensweise von Suzanne nicht immer einverstanden ist und auch Emil, ihr Ex ist wieder mit dabei und macht dabei das Leben von Suzanne auch nicht gerade einfacher. Die Charaktere sind gut gelungen. Ein kniffliger Fall ist diesmal zu lösen. Das dunkle Gemäuer des Horrorhauses, sowie die Atmosphäre hat die Autorin sehr gut eingefangen. Die Spannung nimmt zu und erst zum Schluss kommt Klarheit ins Geschehen.

Fazit: Ein Kriminalroman mit düsterer Atmosphäre, der aber nicht mit Spannung und Humor geizt und der zurückhaltende Dialekt haben mich sehr gut unterhalten. Eine Fortsetzung wird es geben, denn Suzanne hat einen Anruf für den nächsten Fall erhalten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.03.2022

Eine sehr schöne Kindergeschichte

Im Land der Leuchtkäfer
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Der gutmütige Riese Schmoll hat eine Gärtnerei und ein Herz für Tiere. Insbesondere für Leuchtkäfer. Er lässt sie nachts an seine Blumen und die Leuchtkäfer essen nur so viel wie nötig. Die Blumen danken ...



Der gutmütige Riese Schmoll hat eine Gärtnerei und ein Herz für Tiere. Insbesondere für Leuchtkäfer. Er lässt sie nachts an seine Blumen und die Leuchtkäfer essen nur so viel wie nötig. Die Blumen danken es ihnen und wachsen schnell nach. Eine gute Lösung für alle, ja bis eines Tages ein Leuchtkäfer die anderen anstiftet, so viel zu essen bis sie fast platzen. Das kann ja nicht gutgehen. Die armen Pflanzen und das ruft den Kammerjäger auf den Plan. Das wiederum ist ganz schlecht für die Leuchtkäfer. Sarah, Lena und Thomas sind verzweifelt.

Was für eine schöne Geschichte hat sich hier Peter Futterschneider ausgedacht. Mit viel Liebe zum Detail schildert er, wie genügsam die Leuchtkäfer sich verhalten und Rücksicht auf die Pflanzenwelt nehmen. Dann kommt einer daher und bringt diese wunderbare Welt in Unordnung.
Mit viel Fingerspitzengefühl wird hier den Kindern vermittelt, was Werte sind und wie vieles voneinander abhängig ist.
Durch die bildhafte Sprache entsteht alles sehr gut vor Augen und die Illustrationen bieten Abwechslung.

Fazit: Ein ganz tolles Vorlesebuch für die Kleinen ab 5 Jahren oder zum Selbstlesen für die Größeren.
Der Autor versteht es, die Kinder zu unterhalten. Aber auch ich war begeistert und habe mich in der Welt der Leuchtkäfer wohlgefühlt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne

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