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Veröffentlicht am 07.04.2022

Lebenserinnerung

Bretonisches Lied
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Der französisch mauritische Schriftsteller J. M G. Le Clezio erhielt 2008 den Nobelpreis für Literatur.
„Bretonisches Lied.“ ist eine Erinnerung an die Kindheit , die er in der Kriegszeit in in der Bretagne ...


Der französisch mauritische Schriftsteller J. M G. Le Clezio erhielt 2008 den Nobelpreis für Literatur.
„Bretonisches Lied.“ ist eine Erinnerung an die Kindheit , die er in der Kriegszeit in in der Bretagne verlebte..

Er beschreibt eindringlich seine Empfindungen und was die Zeit mit ihm machte.
So erkennt er sich jetzt an Kindern, die aus den Kriegsgebieten kommen. So etwas ändert sich nie.

Der Roman ist eine beeindruckend Lektüre. Ein besonderes Stück Zeitgeschichte.

Veröffentlicht am 02.04.2022

Tiefgründiges Familienporträt

Eine gemeinsame Sache
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Von der amerikanischen Schriftstellerin Anne Tyler habe ich schon lange nichts mehr gelesen.
Da war es gut das ich das Hörbuch
„Eine gemeinsame Sache“ entdeckt habe.

Die Stimme der Sprecherin Dagmar ...



Von der amerikanischen Schriftstellerin Anne Tyler habe ich schon lange nichts mehr gelesen.
Da war es gut das ich das Hörbuch
„Eine gemeinsame Sache“ entdeckt habe.

Die Stimme der Sprecherin Dagmar Bittner zog mich mit ihrer souveränen Stimme n den bann sensibel geschriebenen
Familienkomödie.

Der Roman beginnt 2010, als eine junge Frau auf dem Bahnhof glaubt ihren Cousin zu sehen. Ihr Freund kann das nicht verstehen, er kennt alle seine Cousins.
Aber das kam mir nicht ungewöhnlich vor,

Dann geht die Geschichte zurück an die Großeltern 1959 zurück und wir erfahren von der Familie, mit ihren Stärken und ihren Schwächen.

Die Autorin versteht es wunderbar verschieden Charaktere liebevoll darzustellen. Ich mochte alle Personen mit ihren Eigenarten.

Dieser Roman war wieder ein guter Unterhaltungsroman, den ich gerne weiter empfehle.

Als Hörbuch ist es ein Genuss.






Veröffentlicht am 29.03.2022

Frauen an die Macht und die Töpfe

Eine Frage der Chemie
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„Eine Frage der Chemie“ ist der erste Roman der Schriftstellerin Bonnie Garmus.
Der ist ihr wirklich besonders gut gelungen.

Ihre Protagonistin Elizabeth Zott lebt für die Chemie, aber 1961 ist es ...



„Eine Frage der Chemie“ ist der erste Roman der Schriftstellerin Bonnie Garmus.
Der ist ihr wirklich besonders gut gelungen.

Ihre Protagonistin Elizabeth Zott lebt für die Chemie, aber 1961 ist es für Frauen schwierig anerkannt zu werden.
Sie verliebt sich in Calvin Evans, einem bekannten Chemiker. Der verunglückt tödlich und dann bemerkt sie, das sie schwanger ist.
Wie sie ihre Tochter erzieht oder auch nicht ist spannend. Madeleine ist ein tolles Kind.
Dann ist da noch Halbsieben,ein kluger Hund, der ein ausgemusterter Bombenspürhund ist. Seine Eindrücke bringen Witz in den Roman.
Elizabeth beginnt eine Kariere als Fernsehköchin, in der sie die Chemie einflossen lässt.

Die Autorin hat die 1960 Jahre perfekt wieder gegeben. Ihre Personen bestechen durch ausgezeichnete Charaktere.

Es hat ungeheuer Spaß gemacht diesen Roman zu lesen. Ich rauschte nur so durch die Seiten.

Es ist ein vielschichtiger Roman mit Esprit.





Veröffentlicht am 29.03.2022

Vom kalten Krieg bis zum Jahr 2000

Duft nach Weiß
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DervRoman „Duft nach Weiß“ wird von der Schrifz#tstellerin Stefanie Gregg interessant und pointiert geschrieben.

Diese Geschichte führt uns nach Bulgarien in die Zeit des Kalten Krieges.
Anelia wächst ...



DervRoman „Duft nach Weiß“ wird von der Schrifz#tstellerin Stefanie Gregg interessant und pointiert geschrieben.

Diese Geschichte führt uns nach Bulgarien in die Zeit des Kalten Krieges.
Anelia wächst bei ihren Babas ärmlich aber geliebt auf. Ihre Mutter war nach Deutschland geflohen. Sie schreibt selten einen weißen Brief, auf den Anelia und ihre Großmutter und ihre Urgroßmutter immer sehnsüchtig warten.

Die politische Situatio in Bulgarien n hat die Autorin perfekt erfasst.

Das Buch ist so spannend, das ich es viel zu schnell verschlang.
Sehr lesenswert.


Veröffentlicht am 23.03.2022

Aufarbeitung eines Urteils

Ein Leben lang
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Von dem Schriftsteller Christoph Poschenrieder habe ich noch nichts gelesen, obwohl er schon einige geschrieben hat.

Der Roman „Ein Leben lang“ hat einen eigenwilligen Stil.
Es geht um einen Freundeskreis, ...



Von dem Schriftsteller Christoph Poschenrieder habe ich noch nichts gelesen, obwohl er schon einige geschrieben hat.

Der Roman „Ein Leben lang“ hat einen eigenwilligen Stil.
Es geht um einen Freundeskreis, in dem ein Freund einen Onkel umgebracht haben soll. Angelehnt ist die Geschichte an einen tatsächlichen Fall.
Nachdem die Freunde für die Unschuld ihres Freundes gekämpft haben, wird er schuldig gesprochen. Nach 15 Jahren rollt eine Journalistin den Fall über diese Freundschaft neu auf.

Die Emotionen werden abwechselnd in kleingeschriebenen erzählt. So kommt die Freundschaft zu Wort, auch leise Zweifel werden laut. Aber einige Freunde bleiben ihm treu.

Man musste etwas aufpassen um die einzelnen Figuren nicht durcheinander zu bekommen. Die Berichte sind manchmal nur kurz und dann ist schon wieder jemand anderer dran.

Der Roman ist dem Autor gut gelungen.