„...Du warst so beschäftigt damit, anderen zu helfen, dass du keine Zeit hattest,für dich selbst zu sorgen. Dabei bist du genauso wichtig...“
Das begreift der kleine Engel am Ende des Buches. Davor aber ...
„...Du warst so beschäftigt damit, anderen zu helfen, dass du keine Zeit hattest,für dich selbst zu sorgen. Dabei bist du genauso wichtig...“
Das begreift der kleine Engel am Ende des Buches. Davor aber war eine Menge passiert.
Die Autorin hat ein berührendes Buch geschrieben. Es geht darum, die eigene Grenzen zu erkennen und selbst Hilfe anzunehmen, wenn notwendig.
Der kleine Engel war auf die Erde geschickt worden, um den Menschen zu helfen. Die Aufgabe nahm er ernst. Er war Tag und Nacht beschäftigt. Der Bau seines Häuschens allerdings musste warten. Immer kam etwas anderes dazwischen.
Eines Tages wollte sie zwei Kühen helfen, Baumstämme zu entfernen, damit die Tiere wieder ans Wasser konnten. Doch plötzlich fehlte ihr die Kraft dazu. Was war geschehen?
Diese Bildergeschichte für Erwachsene ist ein besonderes Kleinod. Davon zeugt die hohe Papierqualität, die wunderschönen farbigen Bilder und die kurzen, aber inhaltsreichen Texte, die auf farbigen Hintergrund in die Illustrationen passend integriert wurden.
Im Nachwort wird auf die Entstehung des Buches hingewiesen.
Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Der kleine Engel hat begriffen, dass es kein Fehler ist, vertrauensvoll Hilfe anzunehmen und dass manche Dinge gemeinsam leichter werden.
„...Caliano bemerkte einen brennenden Schmerz im Rücken. Er war getroffen worden. Mit einem Stöhnen sackte er zu Boden...“
Die Geschichte geht sofort spannend los. Bei der Übergabe von einer Lieferung ...
„...Caliano bemerkte einen brennenden Schmerz im Rücken. Er war getroffen worden. Mit einem Stöhnen sackte er zu Boden...“
Die Geschichte geht sofort spannend los. Bei der Übergabe von einer Lieferung Diamanten wird der Juwelier Caliano angeschossen, ein Wachmann ist tot und der zweite verschwunden. Damit ist Commissario Luca Brassoni wieder gefordert.
Erneut hat die Autorin einen fesselnden Krimi in Venedig angesiedelt. Die Geschichte lässt sich flott lesen.
Der Schriftstil fördert zum einen die rasante Handlung, lässt aber auch Raum für das Privatleben der Ermittler und für die Wiedergabe des Flairs von Venedig.
Der Überfall auf den Juwelier war nicht der erste. Vor wenigen Jahren kam der Vater des jetzigen Inhabers bei einer ähnlichen Tat um. Der oder die Mörder wurden nie gefunden. Die gestohlenen Juwelen sind bisher nicht aufgtaucht.
Schnell sind nun einige Verdächtige zur Hand. Doch ein wirklicher Durchbruch gelingt nicht. Deshalb suchen die Ermittler in der Vergangenheit. Einmal ist der Begriff „Feindschaft“ gefallen. Natürlich hat Fabio Calianos Vater auf den Weg zum ersten Juwelier der Stadt seine Konkurrenten nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Liegt hier das Motiv für die Überfälle? Ging es in erster Linie darum, die Familie zu ruinieren?
Einige Personen im Umfeld des Juweliers hatten mit Sicherheit Dreck am Stecken. Waren sie aber auch für den Überfall verantwortlich?
Detailliert lässt mich die Autorin an den Ermittlungen, aber auch an den Gedanken der Ermittler teilnehmen.
Wenn Luca mit seinem Hund Picco zur Entspannung durch die Stadt geht, lerne ich manch Ecke von Venedig kennen.
„...Das Wasser des Canal Grande glitzerte im Sonnenlicht. Die Menschen in der Vaporetti bestaunten das Spalier von prachtvollen Palast- und Kirchenfassaden entlang der gewundenen Wasserstraße...“
Natürlich mischt Caruso, Lucas Cousin und Journalist, wieder fleißig mit. Er versteht es, die Menschen zum Reden zu bringen und aus Tratsch und Klatsch wichtige Informationen zu filtern.
Als Luca klar wird, dass der Juwelier noch immer in Lebensgefahr ist, muss es plötzlich ganz schnell gehen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
„...Hinter dem Balkon des oberen Stockwerks und im Erdgeschoss luden je drei bodentiefe Sprossentüren zum Eintreten ein. Darüber waren halbrunde, ebenfalls mit weißen Sprossen unterteilte Fenster angebracht, ...
„...Hinter dem Balkon des oberen Stockwerks und im Erdgeschoss luden je drei bodentiefe Sprossentüren zum Eintreten ein. Darüber waren halbrunde, ebenfalls mit weißen Sprossen unterteilte Fenster angebracht, deren dunkelgrüne Holzläden den gebogenen Schwung aufnahmen...“
Diese Sätze vermitteln nur einen kleinen Eindruck des Hauses, vor dem Marly gerade steht. Gleichzeitig zeigen sie, wie gekonnt die Autorin mit Worten spielen kann und wie detailliert ihr Beschreibungen sind.. Was hat es nun mit dem Haus an der malerischen Küste der Normandie auf sich? Marly ist eine von drei Erbinnen. Warum und wieso ist ihr ein völliges Rätsel, genau wie den beiden anderen auch. Keiner kann sich erinnern, die Verstorbene je gekannt zu haben.
Die Autorin hat einen bewegenden Roman geschrieben. Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen.
Der Schriftstil ist ausgereift. Das zeigt sich schon an der guten Charakterisierung der Protagonisten. Marly stammt aus Deutschland und ist Lehrerin. Joscelin ist eine französische Geschäftsfrau und Lucienne hat in Kanada in einfachen Verhältnissen gelebt. Allerdings ist sie eine begnadete Köchin.
Schnell wird klar: Die Erblasserin hat nichts dem Zufall überlassen. Verkaufen sie das Haus, ist das Geld zu spenden, behalten sie es, gibt es genaue Vorgaben, was zu tun ist.
Ab und an klingt leise an, dass die Einwohner das Geschehen mit Argusaugen beobachten. Sie haben gute Gründe dafür, denn sie kannten die Erblasserin und ihre Geschichte – im Gegensatz zu mir als Leserin. Am Anfang wirft das Geschehen eine Menge an Fragen auf. Daraus ergibt sich die hohe innere Spannung der Geschichte.
Und dann sind es die Gespräche zwischen den drei so unterschiedlichen Frauen, die dem Geschehen eine besondere Tiefe und ein ganz eigenes Flair geben.
„...Joscelin neigte den Kopf zur Seite und musterte Marly lange Zeit nachdenklich. „Was erwartest du von den Menschen, die dich lieben, Marly?“ Die Frage war herausfordernd. Wusste sie das überhaupt?...“
Außerdem gibt es Sätze, die einfach dazu anregen, über sie nachzudenken und weiter zu denken. Sylvie, die junge Gärtnerin, spricht über Blumen. Wirklich nur?
„...Gemeinsam sind sie schön. Und dabei ist es egal, welches Alter die Blumen haben, ob sie auf einer sonnigen Lichtung oder im Schatten der Bäume gewachsen sind. […] Sie sind alle wichtig und werden gebraucht, denn im Miteinander sind sie perfekt...“
Natürlich geht es nicht immer ernst und tiefgründig zu. Das Zusammenleben unterschiedlicher Charaktere bedingt logischerweise auch Konflikte, vor allem dann, wenn Schwierigkeiten auftreten. Da kommt es schon einmal hart auf hart. Marly ist diejenige, die es meist schafft, die Wogen zu glätten.
Ein feiner Humor findet sich an passenden Stellen.
„...“Gesteh mir doch bitte zu, lernfähig zu sein. Ja, man kann die eine oder andere Arbeit auch noch am darauffolgenden Tag erledigen.“ „Daran erinnere ich dich bei Gelegenheit.“...“
Es macht Freude zu lesen, wie sich die Charaktere weiter entwickeln. Sie waren schon am Anfang nicht stromlinienförmig, sondern jede hatte ihre Stärken und Schwächen. Letztere wurden mehr oder weniger sanft abgeschliffen, erstere verstärkt. Dazu kamen überraschende Begabungen.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es beleuchtet auf gekonnte Weise unterschiedliche Facetten der Liebe: zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Menschen, die ein gemeinsames Werk in Angriff genommen haben. Ein Zitat, dass fast am Ende der Geschichte steht, soll meine Rezension abschließen.
„...Sie verstand plötzlich das Wesen der Liebe. […] Liebe wurde verschenkt und durfte als Geschenk angenommen werden. Sie war der Klebstoff zwischen den Menschen...“
„...Denn es war Onkel Albert, der in die Küche stürzte. Er war leichenblass und schien völlig außer sich. In der Hand hielt er ein aufgerissenes Briefkuvert...“
Wir schreiben Dezember 1954. Die 15jährige ...
„...Denn es war Onkel Albert, der in die Küche stürzte. Er war leichenblass und schien völlig außer sich. In der Hand hielt er ein aufgerissenes Briefkuvert...“
Wir schreiben Dezember 1954. Die 15jährige Helga beobachtet Tante Claire beim Backen des Weihnachtsbaumkuchens. Noch ahnt sie nicht, dass mit den Brief, der im obigen Zitat erwähnt wird, ihr Leben eine radikale Wende nimmt.
Die Autorin hat einen spannenden und bewegenden historischen Roman geschrieben.
Der Schriftstil ist ausgereift. Er gibt die Zeitverhältnisse sehr detailliert wieder und lässt viel Platz für Emotionen.
Der Brief enthält eine Nachricht vom Vater. Endlich aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, erwartet er seine Kinder in Köln.
Claire und Albert hatten Helga und Jürgen in Frankreich ein Heim gegeben. Jetzt sind sie bereit, sie loszulassen, damit der Vater seine Kinder wieder in die Arme schließen kann. Helga geht mit einem zwiespältigen Gefühl.
„...Jahrelang hatte sie sich zerrissen gefühlt, weil sie nirgendwo dazu gehörte. Sie war keine echte Französin, doch sie fühlte sich schon lange nicht mehr als Deutsche...“
Helga träumt davon, aufs Gymnasium zu gehen und vielleicht Schriftstellerin zu werden. In Frankreich waren die ersten Weichen dafür gestellt. Was aber würde sie in Köln erwarten?
Deutlich wird herausgearbeitet, wie sich in den vergangenen Jahren Köln dem Äußeren nach schon zum Positiven verändert hat. Der Vater hat sich eine bescheidene Existenz aufgebaut. Von der Mutter fehlt jede Spur. Hinzu kommt, dass die Erinnerungen von Helga erst im Jahre 1945 beginnen. Was vorher war, ist wie weggewischt.
In Helgas Elternhaus lebt eine Schwester der Mutter und, unter dem Dach, eine Flüchtlingsfamilie. Die alte Dame hat ab und an klare Momente. Dann führt sie kurze tiefgehende Gespräche mit Helga.
„...“Ich verstehe.“ Auguste richtete sich auf und hob den Kopf, als sehe sie etwas, was Helga verborgen war. „Ein Mensch ohne Vergangenheit ist kein Mensch“, sagte sie mit Nachdruck. „Wie willst du dein Leben meistern, wenn du deine Vergangenheit nicht kennst?“...“
Halga muss ihren Traum vom Gymnasium begraben. Sie bekommt eine Praktikumsstelle in einem Waisenhaus. Die Verhältnisse sind erschütternd. Gewalt ist die Regel, nicht die Ausnahme. Vor allem Bärbel, ein sogenanntes Besatzerkind, ist den Angriffen der Nonnen ausgesetzt. Helga versucht ihr zu helfen, wo es geht.
„...“Die mögen im Waisenhaus keine Juden, keine Zigeuner und keine Mischlingskinder, glaub mir.“ „Aber die Nazizeit ist doch vorbei“, rief Helga entrüstet. „Ja, und?“ Peter nahm noch einen Zug. „Die Leute sind dieselben. Wie überall in Köln. Wer damals das Sagen hatte, hat es jetzt auch wieder.“...“
Schlimm finde ich, wie wenig Rechte unverheiratete Mütter hatten. Ihnen wurden die Kinder vorenthalten, da konnten sie sich abstrampeln, wie sie wollten.
Als besonderes Stilmittel gibt es ab und an Tagebucheinträge der Mutter. So weiß ich ehr als die Familie, was kurz nach dem Krieg passiert ist.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist gut recherchiert und emotional stimmig.
„...Du bist einzigartig. Du bist etwas Besonderes. Du bist wunderbar gemacht!…
Bewusst habe ich als Eingangszitat die letzten Worte aus dem Buch gewählt, denn die ziehen sich wie eine roter Faden durch ...
„...Du bist einzigartig. Du bist etwas Besonderes. Du bist wunderbar gemacht!…
Bewusst habe ich als Eingangszitat die letzten Worte aus dem Buch gewählt, denn die ziehen sich wie eine roter Faden durch die Geschichte, auch wenn sie nicht auf jeder Seite stehen.
Die Autoren haben ein tiefgründiges Kinderbuch geschrieben. Es besticht schon durch seine farbenfrohen Illustrationen, die fein ausgearbeitet sind und viele schöne Details enthalten.
Die Schrift ist in die Zeichnungen integriert. Kurze geschwungene Wörter lockern das Schriftbild auf. Die Texte sind kurz und kindgerecht.
Die Tiere planen im Wald eine Party. Dazu hat jeder ein Puzzleteilchen enthalten. Am Ende sollen die zu einem großen Bild zusammengefügt werden.
Der Hund Bronco kann nicht gut sehen. Deshalb wollte er eigentlich nicht zur Party gehen. Doch das Eichhörnchen ermuntert ihn, wenigstens sein Puzzleteil zu suchen.
Bronco kann sehr gut riechen. Also schnüffelt er nach dem Puzzleteil. Auf dem Weg trifft er Tiere, sich sich eifrig auf die Party vorbereiten. Andere wiederum finden sich dafür nicht gut genug. Bronco empfiehlt ihnen, sich ihm anzuschließen. Dabei werden sie sich gegenseitig zur Hilfe.Der Bär erklärt Bronco:
„...Bronco, du hast jedem deiner Freunde geholfen, zur Party zu kommen. Und du hast ganz besondere Fähigkeiten: Schnüffeln und Hören!...“
Am Ende feiern alle gemeinsam. Selbst das verschwundene Puzzleteil ist wieder aufgetaucht und macht das Bild vollständig.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, was Freundschaft und Hilfsbereitschaft vermag.