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Veröffentlicht am 09.07.2022

Scythe - der Zorn der Gerechten

Scythe – Der Zorn der Gerechten
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Scythe Anastasias Ernennung lief alles andere als geplant und sie muss sich nun in ihrem neuen Leben zurechtfinden. Während ihr Freund Rowan als Scythe Luzifer Jagd auf ehrenlose Scythe macht, versucht ...

Scythe Anastasias Ernennung lief alles andere als geplant und sie muss sich nun in ihrem neuen Leben zurechtfinden. Während ihr Freund Rowan als Scythe Luzifer Jagd auf ehrenlose Scythe macht, versucht sie sich in ihrer neuen Rolle zurechtzufinden und den Grauen, der hinter ihnen liegt, zu verarbeiten.
Doch ein neues Unheil droht und schon bald weiß Anastasia nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Denn Freunde können schnell zu Feinden werden und als Anschläge auf ihr Leben und auf das ihrer Mentorin Scythe Curie verübt werden, muss sie sich entscheiden, ob sie bereit zu kämpfen ist. Denn es scheint deutlich mehr auf dem Spiel zu stehen, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.



Obwohl man sich noch grob an das Ende von Band 1 erinnert, dauert es eine Weile, bis man alle wichtigen Details vor Augen hat, was zu Beginn für ein wenig Verwirrung sorgen kann. Dies ist aber vor allem der Komplexität der erschaffenen Welt geschuldet, die dafür umso faszinierender ist.
Den Aspekt der von einer beinahe allwissenden Bewusstsein gelenkten, unsterblichen Menschheit habe ich bereits in der Kritik zu Band 1 erläutert und werde es hier nicht erneut tun. Es soll nur erwähnt werden, dass diese Welt sehr faszinierend und gleichermaßen erschreckend ist und man auch lange nach Beenden der Bücher noch darüber nachdenkt.
Dass man den Thunderhead, das beinahe allwissende Bewusstsein, nicht wirklich fürchtet, liegt auch daran, dass dieser oftmals am Ende von Kapiteln zu Wort kommt. Dadurch lernt man ihn kennen und beginnt, ihn zu verstehen und einschätzen zu können. Da er eine wichtige Komponente in dieser Geschichte darstellt, ist dies unerlässlich.
Der Autor hat eine gelungene Erzählperspektive gewählt, sodass man immer wieder auch einen Blick in die Emotionen und Gedanken der Figuren erhascht, nicht aber an einzelne gebunden ist. Dadurch bekommt man als Leser alles wichtige mit und die Spannung bleibt konstant hoch, auch wenn bei einer einzelnen Figur gerade nicht viel passiert. Dadurch können auch neue Figuren, die eine wichtige Rolle spielen sollen, eingeführt werden, ohne dass es merkwürdig wirkt. Dies führt dazu, dass man auch Einblicke in andere Lebensweisen bekommt und ein viel vollkommeneren Blick für diese Welt erhält. Ebenso wie die Figuren tappt auch der Leser oftmals im Dunkeln und wird von einigen Ereignissen ziemlich überrascht. Dadurch mag man das Buch kaum aus den Händen legen. Dem Autor gelingt es, diese überraschenden Wendungen über das gesamte Buch zu verteilen, sodass es nicht langweilig wird oder gegen Ende zu überhastet wirkt.
Ein einziger Negativpunkt sind all die Details, die teilweise wichtig sind, aber in ihrer Fülle kaum zu merken sind. Dadurch wird man dann erst recht überrascht, weil man die entsprechenden Andeutungen eben nicht gleich verstanden hat. Dies schmälert aber nicht das Lesevergnügen.
Das Ende ist mehr als überraschend und tragisch, sodass man völlig schockiert den Buchdeckel schließt und erstmal Abstand zum Verarbeiten braucht. Der Autor hat einen sehr emotionalen Cliffhanger eingebaut, der dem Leser das Herz bricht und gleichzeitig gespannt aufs Finale macht. Ein Finale, das so ganz anders werden wird, als man vielleicht in Band 1 noch dachte.

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Veröffentlicht am 09.07.2022

Schimmert die Nacht

Schimmert die Nacht
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Cole St. Clair war einst ein gefeierter Rockstar, bis er auf der Bühne kollabierte und dann verschwand. Was niemand weiß, ist, dass er ein Werwolf wurde. Anders als alle anderen Wölfe verwandelt er sich ...

Cole St. Clair war einst ein gefeierter Rockstar, bis er auf der Bühne kollabierte und dann verschwand. Was niemand weiß, ist, dass er ein Werwolf wurde. Anders als alle anderen Wölfe verwandelt er sich nicht in der Kälte und muss dadurch auch nicht den Winter als Wolf verbringen.
Er kehrt zurück, um wieder als Musiker durchzustarten und, was viel wichtiger ist, das Herz der Frau zu gewinnen, die er liebt. Isabel Culpeper versteckt sich hinter einer Wand aus Sarkasmus und ist noch immer nicht über den Verlust ihres Bruders hinweg, der aufgrund der Werwölfe starb.
Kann es für die beiden ein Happy End geben oder wird die Vergangenheit sie vernichten?



Es ist eine Weile her, seit ich zuletzt in Maggie Stiefvaters Welt abgetaucht bin und daher hat es ein wenig gedauert, bis man sich an alles wichtige wieder erinnert. Obwohl all jenes, was für dieses Spin-Off wichtig ist, kurz erwähnt wird, wodurch man nicht lange rätseln muss.
Jedoch dauert es umso länger, bis man Coles Absichten versteht, denn er tritt in einer Internetshow auf, die dafür berüchtigt ist, Promis zum Abstürzen zu bringen. Doch schon sehr bald wird klar, dass es ihm zum großen Teil eben auch um Isabel geht, die sich ebenfalls in Los Angeles befindet.
Isabel ist mega cool durch ihre eigensinnige Art. Nicht nur ihr Sarkasmus und Zynismus zeichnen sie aus. Sie gibt nichts auf Small Talk oder Allgemeingültigkeiten. Auch wenn sie manchmal emotional zu unterkühlt ist, würde man gerne ein wenig mehr wie sie sein.
Cole ist quasi ihr genaues Gegenteil, denn er lebt in den Tag hinein, ohne sich groß Gedanken zu machen. Ein Kontrollverlust ist für ihn nichts schlimmes, während es Isabels Albtraum ist.
Trotzdem sind die beiden ein gutes Duo, können sich gegenseitig stützen und kennen auch die dunkelsten Geheimnisse des jeweils anderen. Wären da nur nicht all die Ereignisse, die zwischen ihnen stehen. Isabels größte Schwäche ist es, Menschen zu vertrauen und sie an sich heranzulassen. Da Cole sie schon einmal verletzt und enttäuscht hat, ist es nur verständlich, dass sie ihn immer wieder auf Abstand hält, während das Leben um sie herum weitergeht. Im Gegensatz zu ihr findet Cole schnell Anschluss und neue Freunde, was man sich zeitweise kaum vorstellen kann.
Manche Ereignisse sind ein wenig vorhersehbar, aber es geschehen auch genug Überraschungen, als dass man nur so durch die Kapitel fliegt und das Buch kaum mehr aus den Händen legen kann. Das Ende kommt ein wenig überstürzt und wirkt dadurch nicht ganz so realistisch, aber es geht schließlich um einen Werwolf in Los Angeles.
Nett sind auch die kurzen Szenen, in denen die Protagonisten der Hauptreihe vorkommen und man hat gleich den Wunsch, die Reihe zu rereaden.

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Veröffentlicht am 20.06.2022

Rebellin

Rebellin
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Rahaf Mohammed lebte als Tochter eines Politikers in Saudi-Arabien. Ihr gelang etwas, wovon viele Frauen nicht mal zu träumen wagen, denn sie suchte ihr Glück in der Flucht aus ihrem Heimatland. Vor allem ...

Rahaf Mohammed lebte als Tochter eines Politikers in Saudi-Arabien. Ihr gelang etwas, wovon viele Frauen nicht mal zu träumen wagen, denn sie suchte ihr Glück in der Flucht aus ihrem Heimatland. Vor allem die Situation der Frauen mit all den strengen Regeln erdrückte sie förmlich und zwang sie dazu, die Flucht zu wagen.
Mit ihren eigenen Worten schildert sie, was sie zu ihrer Entscheidung brachte, welche Tücken sie nehmen musste und warum ihr Leben beinahe in Thailand geendet hätte.



Die Erzählung beginnt unmittelbar bevor die eigentliche Flucht beginnt. Man erlebt die Rahafs Angst, als sie ihren Pass zu bekommen versucht, den ihr männlicher Vormund bei sich hat. Dadurch, das es gleich losgeht, denkt man gar nicht darüber nach, was alles passieren musste, damit jemand bereit ist, seine Familie und alles, was man kennt, zurückzulassen und sein Glück in der Fremde zu suchen.
Umso abrupter ist dann der Cut zwischen den Kapiteln, denn die Flucht endet mit einem ziemlichen Cliffhanger und man taucht gemeinsam mit Rahaf in ihre Kindheit ein. Zuerst wirkt es unpassend, gerade weil man unbedingt wissen will, was geschieht und ob alles gut ausgehen wird. Dabei vergisst man gänzlich, das man das Ende bereits kennt, denn sonst gäbe es dieses Buch nicht. Gerade dieser Spannungsbogen ist es, der einen durch das Buch trägt und es binnen Tagen verschlingen lässt.
Die Notwendigkeit dieser Rückkehr in Rahafs Vergangenheit ist aber notwendig. Zum einen muss man verstehen, was sie zu ihrem Entschluss bewogen hat. Zum anderen ist es auch entscheidend, dass man das Leben und die Kultur in Saudi-Arabien versteht, um ein Gefühl für Rahafs Leben dort zu bekommen. Gerade die Unterschiede, die gesellschaftlich zwischen Mann und Frau gemacht werden, sind schockierend. Noch schlimmer sind nur die Taten, die mit der Religion gerechtfertigt werden. So darf ein Mann eine Frau schlagen oder schlimmeres und es wäre, wenn überhaupt, ihre Schuld. An einigen Stellen kommen einem Fragen bezüglich der scheinheiligen Rechtfertigung und Argumentation, die die Mächtigen dort als Begründung liefern. Es scheint viel mehr, als klammere man sich an die Religion als Ausrede, um seine Macht zu sichern.
Entgegen meiner Erwartung lernte ich viel über die Kultur und die Tradition in Saudi-Arabien und nicht nur über die gefährliche Flucht einer jungen Frau. Rahaf spricht oftmals Dinge an, die in ihrer ehemaligen Heimat falsch laufen und trotz allem spürt man ihre Liebe für ihr Land und für ihre Familie. Trotz allem, was sie deretwegen erleiden musste. Es ist kaum vorstellbar, welche Stärke ein Mensch haben muss, um das zu überstehen und daran nicht kaputt zu gehen.
Der Autorin gelingt es, ihre Emotionen herüberzubringen, während man gemeinsam mit ihr erlebt, wie sich die Menschen in ihrem Umfeld verändern. Sei es der Vater, der sich weitere Frauen nimmt oder ihre Brüder, die zu ihren Vormündern und Tyrannen werden. Dass so etwas noch im 21. Jahrhundert existiert ist erschreckend und schockierend gleichermaßen und man kann nur hoffen, dass möglichst viele junge Frauen diesem Schicksal entfliehen können. Oder die Reformen, die versprochen wurden, endlich kommen.
Gerade aufgrund dieser Emotionen lässt einen das Buch lange nicht los und man grübelt über verschiedenes nach. Gleichzeitig ist man umso dankbarer dafür, dass man selbst nicht in diesem Land geboren wurde.
Besonders schockierend war die Gleichgültigkeit vieler Menschen, die Rahaf hätten helfen können. Doch noch während man sich darüber aufregt, fragt man sich insgeheim, ob man selbst anders gehandelt oder sich nicht doch auf die Korrektheit der Beamten verlassen hätte.
Erst gegen Ende realisiert man, das die Flucht nicht bloß der Moment ist, in dem man seine Ketten sprengt, sondern bereits mit der Idee beginnt, die im Stillen keimt. Und genau deswegen benötigt es diesen erzählerischen Bogen, um zu verstehen und zu realisieren, was für ein Leben Rahaf und so viele andere Frauen in Saudi-Arabien hatten und noch immer haben.

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Veröffentlicht am 12.06.2022

Kingdom of the Wicked - der Fürst des Zorns

Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
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Emilias Leben ändert sich schlagartig, als sie die Leiche ihrer Zwillingshexenschwester Vittoria ohne Herz vorfindet. Getrieben von Trauer und Rachegelüsten wagt sie sich an Dunkle Magie und beschwört ...

Emilias Leben ändert sich schlagartig, als sie die Leiche ihrer Zwillingshexenschwester Vittoria ohne Herz vorfindet. Getrieben von Trauer und Rachegelüsten wagt sie sich an Dunkle Magie und beschwört einen Dämon, um mit seiner Hilfe den Mörder ihrer Schwester zu finden. Als dann aber einer der sieben Höllenfürsten vor ihr steht, gibt es kein Zurück mehr und Emilia befindet sich inmitten des Chaos, ohne ihren wahren Feind zu kennen. Kann sie den Mörder finden oder wird sie vorher alles verlieren?



Zu Beginn dauert es ein wenig, bis man sich in Emilias Welt zurechtfindet. Dies liegt zum einen daran, dass es sich um eine mittelalterliche Version handelt, aber auch an ihrer Hexenseite, die dem Leser anfangs noch sehr fremd ist. Die ganzen Beschreibungen vom Kochen helfen da nicht wirklich weiter und verwirren zu Beginn eher.
Aber schon bald schließt man Emilia ins Herz. Sie ist die bessere Protagonistin, da man sich sehr schnell mit ihr identifizieren kann, während Vittoria risikofreudig ist. Dadurch wirken die Geheimnisse, die die beiden Schwestern voreinander haben, echt und nicht unnötig konstruiert. Sowieso gelingt es der Autorin realistische Figuren zu erschaffen und sie dem Leser sehr nahe zu bringen. Daher wird man immer wieder von Enthüllungen über einzelne Figuren überrascht und muss mehrfach seine eigene Menschenkenntnis hinterfragen - oder Emilias.
Eine der herausragendsten Figuren ist Wrath, der Fürst des Krieges und des Zorns. Er ist eine düstere Erscheinung und Emilia tut gut daran, ihm zu misstrauen. Ihre Wortgefechte sind wirklich amüsant und man könnte ihre Streitigkeiten ewig lesen. Dadurch entsteht eine ganz besondere Bindung zwischen ihnen, von der man gar nicht genug bekommen kann. Schon sehr schnell beginnt man sie zu shippen, auch wenn sie eigentlich Feinde sind. Umso erschreckender sind die Enthüllungen, die auch dem Leser das Herz brechen und sie werfen nur mehr Fragen auf, als man beantwortet bekommt.
Emilia und Wrath scheinen die genauen Gegensätze darzustellen und es dauert bis sowohl sie als auch der Leser die Schattierungen dazwischen wahrnehmen. Nicht nur ihre Wortgefechte zeichnen sie aus, sondern auch all jenes, was sie füreinander tun - ob nun freiwillig oder nicht.
Der Autorin gelingt es, den Spannungsbogen bis zuletzt aufrechtzuerhalten und den Leser dazuzubringen, sich Band 2 herbeizusehnen. Man kann es gar nicht erwarten, was Emilia noch so alles anstellt und welche weiteren Katastrophen ihr Leben durcheinander wirbeln. Vor allem aber sind es die offenen Fragen, die einen nicht mehr loslassen und die man unbedingt beantwortet haben will.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Graustreifs Versprechen

Warrior Cats - Special Adventure. Graustreifs Versprechen
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Der DonnerClan-Älteste Graufstreif hat in seinem langen Kriegerleben viel erlebt. Doch als der Clan vor neuen Herausforderungen steht, erkennt Graustreif, wie stark sich dieser verändert hat. Er hinterfragt ...

Der DonnerClan-Älteste Graufstreif hat in seinem langen Kriegerleben viel erlebt. Doch als der Clan vor neuen Herausforderungen steht, erkennt Graustreif, wie stark sich dieser verändert hat. Er hinterfragt seine eigene Rolle innerhalb des Clans und beschließt, diesen für eine Reise zu verlassen. Eine Reise, die zu alten Freunden, der Vergangenheit und neuen Erkenntnissen führt.
Kann ein Ältester eine solche Reise meistern? Und werden ihn seine Pfoten zurück zum DonnerClan tragen?



Da man die Ausgangslage bereits in der aktuellen Staffel gelesen hat, weiß man sofort, was geschehen ist. Gleichzeitig ist dadurch die Wiederholung der Ereignisse zu Beginn überflüssig, es sei denn, man würde mehr Zeit zwischen den beiden Büchern verstreichen lassen. Dadurch ist gerade zu Beginn die Spannung kaum vorhanden und man freut sich schon darauf, endlich etwas neues zu erfahren.
Dass die Kapitel fast immer abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit spielen, sorgt zwar manchmal für Verdruss, wenn eine Zeitlinie spannend endet und man erst ein Kapitel in der anderen Zeitlinie beenden muss, um zu erfahren, wie es weitergeht. Gleichzeitig sorgt dies aber auch dafür, dass keine Langeweile aufkommt und man ein Kapitel nach dem anderen verschlingt.
Es ist ein merkwürdiges Gefühl wieder zum alten DonnerClan aus der ersten Staffel zurückzukehren. So viele Katzen, die man geliebt hat, tauchen plötzlich wieder auf und es ist wirklich schön, sie wiederzusehen. Auch wenn die ein oder andere Katze sich durch das Wissen, was im späteren Verlauf der Geschichte geschieht, verändert hat. Bei manchen ist es nur der Blick, den man als Leser auf sie hat, der anders ist. Bei anderen hingegen wirkt es, als würden die Autorinnen diese mittlerweile anders behandeln oder anders wirken lassen. Nichtsdestotrotz fühlt es sich wie eine Heimkehr an, zumal mir dieser DonnerClan noch immer viel näher ist und ich diese Katzen viel besser kenne, als jener in Staffel sieben. Obwohl man diese Katzen allesamt hat aufwachsen sehen.
Vor allem ist es aber eine tolle neue Geschichte über eine Zeit, die man bei den Clans bisher nicht erlebt hat. So spielen die Kapitel in der Vergangenheit zu der Zeit, in der Feuerstern und Sandsturm den DonnerClan für ihre Mission verlassen haben und somit zwischen der ersten und zweiten Staffel. Die Ereignisse wurden so bisher nicht erwähnt und es ist spannend, diese jetzt zu erleben.
Gleichzeitig gelingt es den Autorinnen einen Bogen zur Gegenwart zu schlagen, ohne das es gekünstelt oder kreiert wirkt. Und auch die Ereignisse der Gegenwart haben ihren ganz eigenen Spannungsbogen, wodurch man nur umso mehr durch die Seiten fliegt. Anders als bei den Szenen in der Vergangenheit weiß man hier nicht, wie es ausgehen wird und fiebert umso mehr mit.
Die Autorinnen beweisen einmal mehr, das sie ihre Welt auswendig kennen und ein Talent für grandiose Charaktere haben. Graustreif ist für den Leser so nahbar, was auch an seiner Nostalgie gegenüber den guten alten Zeiten mit alten Freunden liegt, die man tief im Innern ebenso empfindet. Umso schöner sind die Begegnungen mit alten Bekannten, von denen man nicht geglaubt hat, sie je wiederzusehen. Und auch die Erfahrung, was aus dem alten Territorium geworden ist, will man nicht missen, auch wenn es wehtut zu wissen, wie sehr der Mensch alles zu zerstören vermag.
Dem Buch gelingt es, den Leser nachdenklich zu stimmen und gleichzeitig Hoffnung zu verbreiten, was vor allem an einigen Hauskätzchen liegt, die in ihren Herzen wahre Krieger sind.

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