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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2023

Gut gegliedert, wenig Neues

Einfach gut sortiert
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Einfach mal vorneweg. Die Gliederung der Themen ist wirklich übersichtlich. Verschiedene Tätigkeiten sind in einem Überthema zusammengefasst. Erin Zammett Ruddy beginnt am Morgen und endet mit dem zu Bett ...

Einfach mal vorneweg. Die Gliederung der Themen ist wirklich übersichtlich. Verschiedene Tätigkeiten sind in einem Überthema zusammengefasst. Erin Zammett Ruddy beginnt am Morgen und endet mit dem zu Bett gehen. Dazwischen sollen alle Tätigkeiten angesprochen werden, die im Laufe einer Woche anfallen können. Naja. Irgendwie bin ich mit diesem Ratgeber etwas im Zwiespalt.
Viele Themen waren für mich wirklich uninteressant. Aber das ist völlig persönlich und mit Sicherheit bei jedem anders: Make up, Gesichtspflege, Kochen, ist vielleicht meinem Alter geschuldet, dass ich es mittlerweile können muss, ebenso ein Auto betanken. Oder aber Thema Garten, nicht jeder will einen blumenfreien Rasen. Und dass ich beim Einkauf eines guten Weines jemanden fragen kann, dafür brauche ich keinen Ratgeber.
Andere Themen waren mir bekannt, haben sich hier aber wieder bemerkbar gemacht und meinen Fokus darauf gelegt. Das finde ich gut. Zum Beispiel wie man eine Schublade oder den Kleiderkasten ausmistet, wie man abends zur Ruhe kommt, wie man mit der Atmung runterkommen kann, wie man sich auf Gespräche vorbereitet, Ziele setzen usw.
Meine Erwartung war vielleicht etwas zu hoch, beziehungsweise hatte ich mehr praktische Tips für Ordnung und Strukturierung erwartet, eben „Einfach gut sortiert“. Aber es fehlten mir auch neue Ideen. Ich hatte immer wieder mal das Gefühl, es ist eine Aneinanderreihung schon bekannter Thesen und eigener Wichtigkeiten (siehe Thema Rasen) der Autorin, aufgelockert mit versuchtem Humor und Werbeeinschaltungen.
Die paar wenigen Auffrischungen habe ich mir wieder einmal notiert, doch deren Umfang würde wahrscheinlich nur ein kleineres Büchlein ergeben.

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Veröffentlicht am 18.01.2023

Was will mir die Geschichte eigentlich sagen?

Frankie
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Leider hat sich mir der Sinn hinter dieser Geschichte nicht wirklich erschlossen. Ja, es geht um einen Großvater und seinen Enkel. Beziehung kann man das hier nicht nennen. Aber wie es im Klappentext heißt, ...

Leider hat sich mir der Sinn hinter dieser Geschichte nicht wirklich erschlossen. Ja, es geht um einen Großvater und seinen Enkel. Beziehung kann man das hier nicht nennen. Aber wie es im Klappentext heißt, es handle sich um eine Initiation, von Rebellion und Befreiung und der ewigen Faszination des Bösen, würde ich eher nur Letzteres mit dem Buch verbinden.
„Frankie“ kommt durch den Großvater mit dem Bösen in Kontakt und entdeckt sie für sich. Aber hat das mit Initiation oder Rebellion zu tun? Ich kann den Gedankengang des Autors nicht nachvollziehen beziehungsweise nicht einmal finden.
Erzählt wird aus der Sicht von Frankie. Seine Überlegungen, Handlungen, Gefühle werden in einer Art und Weise beschrieben, al s kämen die Worte ungefiltert aus seinem Kopf. Andere Menschen werden durch seine Augen wiedergegeben, die Umgebung mehr oder weniger nebenbei kurz erwähnt.
Michael Köhlmeier erzählt in einem hohen Tempo. Manchmal ist auch keine Zeit für ganze Sätze. Es liest sich allerdings trotzdem sehr leicht.
Schade, dass ich hier keinen wirklichen Zugang gefunden habe.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

In meinen Augen kein Kinderbuch

Reineke Fuchs
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Die Geschichte des listigen „Reineke Fuchs“ fand ich zwar witzig zu lesen, aber als Kinderbuch würde ich es definitiv nicht bezeichnen. Ja die Illustrationen sind schön gemacht, an Witz fehlt es auch nicht. ...

Die Geschichte des listigen „Reineke Fuchs“ fand ich zwar witzig zu lesen, aber als Kinderbuch würde ich es definitiv nicht bezeichnen. Ja die Illustrationen sind schön gemacht, an Witz fehlt es auch nicht. Aber was ist die Botschaft?
Anfangs leben alle Tiere glücklich und friedlich zusammen. Dann beginnt der Fuchs mit betrügen und stehlen und noch einigem mehr. Aber wird er zur Verantwortung gezogen? Nein, sein Schwager der Dachs hilft ihm immer wieder aus den Problemen und lässt sogar die Geschädigten bestrafen. Bis am Ende der Fuchs als alleiniger Sieger hervorgeht.
Irgendwie stößt mir das als Buch für Kinder einigermaßen auf. Oder verstehe ich da etwas falsch?
Wie gesagt, es ist für Erwachsene gut zu lesen und die Illustrationen gefallen mir auch, daher bleibe ich bei meiner Bewertung im Mittelfeld. Aber die Moral dahinter konnte ich nicht begreifen.

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Veröffentlicht am 08.11.2022

Überzogene, nicht nachvollziehbare Situation

Die Tochter der Bettlerin
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Aus der Kurzbeschreibung habe ich herausgelesen, dass die Hauptfigur Anna sein würde. Hier habe ich mich etwas verschätzt. Es geht um Anna und um Trenck. Soweit richtig. Aber zwischendurch kommen Passagen ...

Aus der Kurzbeschreibung habe ich herausgelesen, dass die Hauptfigur Anna sein würde. Hier habe ich mich etwas verschätzt. Es geht um Anna und um Trenck. Soweit richtig. Aber zwischendurch kommen Passagen bei denen ich Anna beinahe aus den Augen verloren hätte. Irgendwie scheint mir Nebensächliches zu viel Raum eingenommen zu haben.
Einige der Handlungen beziehungsweise der Situationen waren für mich überzogen und hätten auch unter den besten Umständen wohl nie funktioniert oder wären auch nicht annähernd durchführbar gewesen. Das hat mir den Lesespaß etwas verleidet.
Auch konnte ich mit Anna nicht wirklich warm werden. Sie war so verbohrt, so naiv und das über zu lange Strecken hinweg. Da scheint der Schluss irgendwie einer Notlösung gleichzukommen. Schade.
Nora Berger konnte mich mit ihrem historischen Roman „Die Tochter der Bettlerin“ nicht überzeugen. Ihr Schreibstil ist allerdings meistens flüssig zu lesen und die historischen Figuren und Ereignisse scheinen, zumindest nach meinem bescheidenen Wissen, relativ gut recherchiert zu sein.
Das Cover gefiel mir auf den ersten Blick, es hatte für mich so etwas wie einen Sepia-Stich, also etwas Altes, Historisches.

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Veröffentlicht am 03.09.2022

Sehr flach und oft nicht nachvollziehbare Handlungen

Das Geheimnis der Schokoladenkekse
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Eigentlich mag ich Softkrimis mit privaten Ermittlern. Doch bei „Das Geheimnis der Schokoladenkekse“ waren mir die gesetzten Handlungen der Hauptfigur zu oft nicht nachvollziehbar. Es wäre authentischer, ...

Eigentlich mag ich Softkrimis mit privaten Ermittlern. Doch bei „Das Geheimnis der Schokoladenkekse“ waren mir die gesetzten Handlungen der Hauptfigur zu oft nicht nachvollziehbar. Es wäre authentischer, wenn diese Nachforschungen ein polizeilicher Ermittler oder zumindest Privatdetektiv unternommen hätte. Aber als Zivilperson ging mir das öfter zu weit und noch dazu hat sie von so gut wie allen auch noch die gewünschte Auskunft bekommen. Niemand bockt oder hinterfragt ihre Aktionen. Und das kam nicht so rüber, als bekäme sie die, weil sie eben Privatperson und vielleicht nur neugierig sei.
Ebenso habe ich den Titel interessant gefunden, leider spiegelt er sich im Krimi nicht wieder. Nur soweit, dass eben ständig irgendwelche Kekse gegessen, verteilt oder gebacken werden. Aber ein Geheimnis konnte ich nicht entdecken.
Der eigentliche Krimifall war dafür gut durchdacht, auch mit manchen Irrleitungen und einem runden Ende.
Das Coverbild ist entzückend, aber auf einen Krimi weist es mich jetzt auch nicht wirklich hin. Man könnte dahinter auch eine Liebesgeschichte vermuten.
Joanne Fluke schreibt in einem flüssigen Schreibstil, der es einem leicht macht, das Buch flott zu lesen.
Ich kann dieses Buch so für zwischendurch empfehlen, wenn man einfach etwas zum Lesen braucht um aus dem Alltag zu kommen.

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