Ein weihnachtlicher Wohlfühlroman
Unter dem AbendsternKatja wird von ihrer früheren Schulkameradin Carola eingeladen, die Weihnachtstage mit ihr und einigen anderen in einem Ferienhaus in Dänemark zu verbringen. Da sie nicht das beste Verhältnis zu ihren ...
Katja wird von ihrer früheren Schulkameradin Carola eingeladen, die Weihnachtstage mit ihr und einigen anderen in einem Ferienhaus in Dänemark zu verbringen. Da sie nicht das beste Verhältnis zu ihren Eltern und ihrer Schwester hat, legt sie keinen Wert auf ein gemeinsames Weihnachtsfest mit der Familie und sagt Carola spontan zu. Kurz nach ihrer Ankunft bereut Katja schon fast, mitgekommen zu sein, denn zu der Gruppe, die in Dänemark die Ferien verbringen wird, gehört auch Nick, ihr Jugendschwarm.
Die Geschichte ist flüssig und plastisch erzählt, wobei mir besonders die Beschreibungen der Landschaft gefallen haben. Das Ferienhaus am Meer wird richtig schön gemütlich beschrieben, und man kann sich gut in die Atmosphäre hinein versetzen.
Die Gruppe der Urlauber ist recht bunt zusammengewürfelt. Es sind einige weniger sympathische Zeitgenossen dabei, aber unter anderem lernt man hier auch Nicks besten Freund Jeffrey kennen. Er ist teilweise ein ziemlicher Spaßvogel, hat aber durchaus auch seine ernsten Seiten und steht Nick mit viel Empathie zur Seite. Auch Katja mag ihn, und als er sie ständig mit anderen Vornamen anspricht, ist sie nicht etwa beleidigt, sondern steigt auf seine Späße ein und ist selten um eine Antwort verlegen.
Während ihres Aufenthalts kommen sich Katja und Nick unweigerlich wieder näher, und Katja stellt fest, dass ihre Gefühle ihm gegenüber nicht einseitig sind. Aber etwas hindert Nick daran, auf sie zuzugehen. Dieses „Problem“ zieht sich durch die ganze Geschichte, und Nick macht zwar mehrere Anläufe, um Katja seine Befürchtungen mitzuteilen, aber es kommt ständig etwas dazwischen, und es dauert lange, bis eine Aussprache stattfinden kann.
Diese Verzögerungstaktik bringt ein paar Längen in die Geschichte. Es passieren aber einige andere Dinge, die das Spannungslevel wieder enorm heben. Ich habe den Roman gerne gelesen, denn er ist eine leichte und ideale Lektüre für Advent und Weihnachten oder für die Zeit zwischen den Jahren. Wer die anderen Winter-Romane der Autorin gelesen hat, wird hier auch alte Bekannte wieder „treffen“.