Gelebtes Abenteuer
Claudio Siebers sechsjährige Beziehung ging zu Ende. Jetzt hieß es für ihn: Keine Kompromisse mehr, ab jetzt gehört mir die Welt. Der Schweizer macht sich auf, Asien zu entdecken. Ein Abenteuer, in dem ...
Claudio Siebers sechsjährige Beziehung ging zu Ende. Jetzt hieß es für ihn: Keine Kompromisse mehr, ab jetzt gehört mir die Welt. Der Schweizer macht sich auf, Asien zu entdecken. Ein Abenteuer, in dem er als Nomade den asiatischen Kontinent durchzog mit Boot, Motorrad, Pony und Autostopp und schließlich seine Heimat auf einer Trauminsel fand.
Das Buch ist bebildert mit traumhaften Aufnahmen, die Lust auf eigene Abenteuer wecken. Ein bisschen neidisch bin ich schon. Zu gerne wäre ich mit dem Schweizer über eine der über 8.000 Hängebrücken in Nepal spaziert. Im weltweit höchsten Bergsee, dem auf 4.919 Meter Höhe gelegenen Tilichosee, nach einer beschwerlichen fünfstündigen Trekkingtour, ein Bad im eiskalten Wasser zu nehmen, kostet da schon Überwindung. Also nichts für Weicheier. Insgesamt ist es die ganze Reise nicht. Man muss schon auch die körperlichen Voraussetzungen dazu mitbringen, diese zum Teil strapaziösen Etappen durchzustehen. Dafür wurde er belohnt mit einzigartigen Naturerlebnissen und Begegnungen mit herzlichen Menschen.
Claudio Siebers gesamtes Hab und Gut trägt er in einem 80-Liter-Rucksack mit sich herum. Der Rest ist zu Hause im Keller eingelagert. Der Schweizer war ein erfolgreicher und hochbezahlter Key Account Manager und stand wie die meisten von uns, in einer nie endenden Tretmühle. Ein Umdenken löste Timothy Ferris Buch ‚Die 4-Stunden-Woche‘ bei ihm aus. Daraufhin entwarf er einen Siebenjahres-Sparplan und veranlasste nebenher alles Nötige für seinen Aufbruch. Okay, viele von uns lockt die Ferne, aber nicht jeder hat den Mut zu diesem konsequenten Schritt.
Nepal, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Malaysia & Brunei, Indonesien, Osttimor und die Philippinen waren die Stationen, die er in den sechs Jahren bereiste. Besonders das Kapitel über Brunei erweckte mein Interesse, da dies ein Land ist, über das man sehr wenig weiß und auch Claudio Sieber verweilte nur achtzehn Stunden hier als Durchreisender.
Claudio Sieber erzählt sehr spannend über seine Reise. Als Leser erfahre ich viel über Land und Leute, über Dinge, die ich in normalen Reiseführern mit so nicht lese.
Fazit: Ein bildstarker und spannend erzählter Reisebericht, der Lust auf Abenteuer macht.