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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2023

Eine totale Empfehlung!

Wo du mich findest
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Das Bild auf dem Cover spiegelt den Inhalt der Geschichte sehr gut wider. Die Protagonistin Sophie lässt sich fallen, treiben und auch die geschlossenen Augen spielen eine große Rolle. Verlust und Trauer ...

Das Bild auf dem Cover spiegelt den Inhalt der Geschichte sehr gut wider. Die Protagonistin Sophie lässt sich fallen, treiben und auch die geschlossenen Augen spielen eine große Rolle. Verlust und Trauer entfachen in ihr neue Ideen und Sophie beginnt einen neuen Lebensabschnitt, mit einem primären Ziel: Ihn kennenzulernen. Auf diesem Weg lernt sie aber vor allem sich selber kennen, diese Entwicklung hat mir als Leser besonders gut gefallen.
Während ich das Szenario (Sophie zieht ans Meer um den Mann aus ihren Träumen wieder zu treffen) normalerweise als sehr überstürzt wahrnehmen würde, lässt Anne Barns es total normal erscheinen. Sie lässt uns an Sophie's internen Gedankengängen teilhaben und somit erscheint alles ganz plausibel. Spätestens als Sophie sich die Frage: "Wie hatte ich es so weit kommen können, dass ich mich nach einem Mann sehnte, den ich nur aus meinen Träumen kannte?" stellte, war ich überzeugt davon sie zu mögen.
Eine schöne kurze Lektüre, die ich allen wärmstens empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 19.05.2023

Persönlich und wahnsinnig stark geschrieben.

Solange wir leben
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David Safier arbeitet die Geschichte seiner Familie auf, insbesondere die seiner Eltern. Der Autor erzählt zwei Perspektiven, was mir als Leser sehr gut gefallen hat, da es eine bestimmte Nähe zu den Protagonisten ...

David Safier arbeitet die Geschichte seiner Familie auf, insbesondere die seiner Eltern. Der Autor erzählt zwei Perspektiven, was mir als Leser sehr gut gefallen hat, da es eine bestimmte Nähe zu den Protagonisten bringt. Diese sind sehr authentisch beschrieben, man kann sich gut in ihre Gefühle hineinversetzen und so viele Gedankengänge nachvollziehen. Die Geschichte an sich ist keine neue, trotzdem hatte sie auf mich eine besondere Wirkung.
Der Satz 'Leben ist Leiden' ist sehr präsent, und trotzdem scheint es so, als könnten die kleinen Dinge im Leben das einen kurz vergessen lassen. Joschi und Waltraud haben beide schlimme Dinge erlebt und gesehen, haben vielen verloren und konnten trotzdem die Liebe füreinander aufbringen. Doch auch im gemeinsamen Leben gab es schwere Schicksalsschläge, die mich sehr nachdenklich gemacht haben.
Safier ist es gelungen dem Leser eine interessante und auch neue Perspektive auf Leid und Liebe zu geben, wobei er die Geschichte seiner Eltern wieder aufleben lässt. Ein besonderes Buch, bestimmt nicht für jeden etwas, aber definitiv empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 19.05.2023

Bewegend, traurig und schön!

22 Bahnen
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22 Bahnen, eine Routine die Tilda scheinbar am leben hält. Sie scheint ein normales Leben in der Kleinstadt zu leben, doch es steckt so viel mehr dahinter. Sie hat es nicht leicht, hat Ängste und irgendwo ...

22 Bahnen, eine Routine die Tilda scheinbar am leben hält. Sie scheint ein normales Leben in der Kleinstadt zu leben, doch es steckt so viel mehr dahinter. Sie hat es nicht leicht, hat Ängste und irgendwo Verantwortung für ihre jüngere Schwester. Es tut weh von diesem Leben zu lesen. Und trotzdem war die Geschichte wahnsinnig schön. Freundschaft, jugendliche Fehler, das Leben, und auch ein bisschen Liebe. Was müssen wir tun um Freiheit zu spüren?
Caroline Wahl erzählt wahnsinnig viel in nur recht wenig Worten. Der Schreibstil ist außergewöhnlich und recht nüchtern, aber er ist genau das, was diese Geschichte gebraucht hat. Eine gewisse Leichtigkeit für ein sehr schweres Thema. Besonders gut gefallen hat mir der authentischen Zusammenhalt der Geschwister, was bei einem so großen Altersunterschied nicht immer selbstverständlich scheint.
Ich werde diesen Roman definitiv empfehlen!

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Veröffentlicht am 19.03.2023

Keine gute Geschichte, eine umso bessere Erzählung!

Keine gute Geschichte
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Lisa Roy's Debüt hat nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, es war eine absolut tolle Leseerfahrung.
Ein wahnsinniger Erzählstil, die Charaktere fühlten sich echt und nahbar an. Arielle kehrt in ihre Heimat ...


Lisa Roy's Debüt hat nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, es war eine absolut tolle Leseerfahrung.
Ein wahnsinniger Erzählstil, die Charaktere fühlten sich echt und nahbar an. Arielle kehrt in ihre Heimat zurück, zurück in die "Gosse". Geprägt von schwierigen familiären Verhältnissen, einer harten Jugend und Depressionen, hat Arielle es geschafft sich ein gutes Leben aufzubauen. Doch ihre Vergangenheit holt sie ein.
Diese brutale Ehrlichkeit hat mich teilweise erschüttert, echt mitgenommen. Teilweise haben mich die ganzen Ereignisse allerdings etwas überfordert, es passierte fast etwas zu viel auf einmal, was der ganzen Geschichte eine immense Wucht gegeben hat.
Zwischen den Erzählungen der Suche nach zwei verschwundenen Kindern, Arielle's verschwundenen Mutter und weiteren verschiedenen traumatischen Ereignissen gab es auch humorvolle Momente, die das ganze wieder aufgelockert haben. Alles in allem ganz sicher doch eine gute Geschichte!

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Veröffentlicht am 04.02.2023

Genial, von Anfang bis Ende

Saubere Zeiten
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Die Geschichte von Andreas Wunn hat mich begeistert. Der Protagonist Jakob Auber taucht in seine Familiengeschichte ein und deckt vieles auf, was er vorher nicht einmal erahnen konnte. Während der Geschichte ...


Die Geschichte von Andreas Wunn hat mich begeistert. Der Protagonist Jakob Auber taucht in seine Familiengeschichte ein und deckt vieles auf, was er vorher nicht einmal erahnen konnte. Während der Geschichte werden verschiedene Ebenen angeschnitten, jedoch sind alle auf nahe oder ferne Weise miteinander verbunden und geben dem Leser dadurch einen tiefen Einblick in Jakob's Inneres.

Der frühe Tod seiner Mutter, das schwere Verhältnis zu seinem Vater und auch sein präsentes Problem Bindung einzugehen, machen Jakob zu einem sehr verletzlichen Menschen. Für mich als Leser war es eine sehr angenehme Perspektive dieser Geschichte.

Außergewöhnlich habe ich Wunn's Schreibstil empfunden. Die Sprünge zwischen den Verschiedenen Zeiten und Erinnerungen haben mich positiv überrascht. Anders wie so oft, springt er nicht chronologisch oder an die Kapitel gebunden, sondern von Absatz zu Absatz, ohne dabei für Verwirrung zu sorgen.

Eine super Geschichte verfasst in einem tollen Stil, der nur zur Weiterempfehlung einlädt. Mich wird diese Geschichte noch lange beschäftigen und auch werde ich mir Wunn's letzten Satz an den Leser zu Herzen nehmen und mit mir nahestehenden Menschen versuchen über die Vergangenheit zu sprechen.

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