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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2023

Enttäuschend

Cleopatra und Frankenstein
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Ein Treffen im Fahrstuhl an Silvester. Cleo lernt Frank kennen. Sie verlieben sich, heiraten. Der Roman geht all dem nach, was Einfluss auf eine Partnerschaft nehmen kann: Familientragödien, Freunde und ...

Ein Treffen im Fahrstuhl an Silvester. Cleo lernt Frank kennen. Sie verlieben sich, heiraten. Der Roman geht all dem nach, was Einfluss auf eine Partnerschaft nehmen kann: Familientragödien, Freunde und deren Probleme, Alkoholismus, Drogen, Depressionen, Einsamkeit, Treue und das sich Hingezogenfühlen zu anderen Personen.

Puh, also. Gerne würde ich mit etwas Positivem anfangen, aber leider überwiegen die negativen Eindrücke. Denn von Anfang an haben die Dialoge und Interaktionen zwischen den Figuren künstlich auf mich gewirkt. Unzählige Szenen waren melodramatisch, soapig. Der ständige Selbstinszenierungsdrang der Figuren hat total genervt! Nichts geht wirklich in die Tiefe, alles bleibt oberflächlich und Übertreibungen tragen dazu bei, dass eine Vielzahl der Handlungen nicht glaubwürdig wirkt. Die Beziehung zwischen Cleo und Frank, die im Mittelpunkt des Erzählten steht, ist außerdem ein ständiges, nicht nachvollziehbares und vor allem nerviges Hin und Her. Man will ihnen zuschreien: Trennt euch doch einfach! It's not that hard.

Das Buch wird als Porträt der Struggles von Millennials vermarktet und von Rezensenten mit den Werken von Sally Rooney verglichen. Weder bei Rooney noch hier finde ich mich als Millennial in irgendeiner Form wieder. Wenn das das Abbild von Millennials sein soll, dann ist entweder irgendwas an mir vorbeigegangen oder es ist einfach ein schlechtes Porträt.

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Veröffentlicht am 15.03.2023

Abgebrochen!

Mädchenmörder
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Da Die Unglückseligen von Thea Dorn mir gut gefallen hatte, wollte ich Mädchenmörder trotz des abgeschmackten Titels eine Chance geben. Leider wurde ich enttäuscht. Der Roman ist fad, zieht sich, baut ...

Da Die Unglückseligen von Thea Dorn mir gut gefallen hatte, wollte ich Mädchenmörder trotz des abgeschmackten Titels eine Chance geben. Leider wurde ich enttäuscht. Der Roman ist fad, zieht sich, baut keine Spannung auf, hat überhaupt nichts Neues zu bieten und der Wendepunkt ist einfach nur langweilig.

Der Inhalt lässt sich schnell erzählen: Ein Mädchen wird nachts von einem Serienmörder entführt und er nimmt sie mit auf eine Reise über Frankreich nach Spanien, auf der einige weitere Mädchen zu Tode kommen. Im Laufe des Romans stellt sich heraus, dass die Geschichte sich allerdings nicht ganz so abgespielt hat, wie zuerst angenommen.

Meine Empfehlung: Lieber ein gutes Buch von Thea Dorn lesen, z.B. Die Unglückseligen!

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Veröffentlicht am 12.03.2023

Einfach schlecht

Things We Never Got Over (Knockemout 1)
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Das war leider gar nichts... Ich musste den Roman nach ein paar dutzend Seiten abbrechen, weil er schon zu Beginn so überladen mit Klischees, grottenschlechten Dialogen und unglaubwürdigen Situationen ...

Das war leider gar nichts... Ich musste den Roman nach ein paar dutzend Seiten abbrechen, weil er schon zu Beginn so überladen mit Klischees, grottenschlechten Dialogen und unglaubwürdigen Situationen war, dass es kaum auszuhalten war.

Naomi kommt in eine neue Stadt, wo man sie für ihre Zwillingsschwester hält. Damit ist schon gleich zu Beginn das Zwillingsmotiv (eine Schwester gut und eine böse) abgehakt. In den ersten Minuten trifft sie auf einen äußerst unfreundlichen Bad Boy, der aber natürlich super aussieht und der - man ahnt es schon - der Love Interest sein wird. Darauf folgen: ein gestohlenes Auto, ein Einbruch, die temporäre Adoption ihrer Nichte... Das alles ist umgeben von einfallsloser Sprache, schlecht aneinandergereihten Szenen und einer totalen Vorhersehbarkeit.

Keine Ahnung, warum dieses Buch ein TikTok-Trend ist. Für mich entspricht es nicht mal in Ansätzen dem, was Unterhaltungsliteratur ausmachen sollte.

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