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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2023

Toller historischer Roman

Fräulein vom Amt – Spiel auf Leben und Tod
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Dieser Teil ist der erste, den ich von der Serie lese. Auch ohne die Vorkenntnisse bin ich gut in das Buch eingestiegen und habe mich direkt zurechtgefunden.

Protagonistin der Geschichte ist Alma Täuber, ...

Dieser Teil ist der erste, den ich von der Serie lese. Auch ohne die Vorkenntnisse bin ich gut in das Buch eingestiegen und habe mich direkt zurechtgefunden.

Protagonistin der Geschichte ist Alma Täuber, eine Telefonistin. Als die Cousine einer Kollegin tot in einer Wäschetrommel aufgefunden wird und die Polizei dies als Selbstmord oder Unfall abtut, beschließt Alma, selbst zu ermitteln. Dabei begibt sie sich schnell in Gefahr und ein Strudel an Ereignissen öffnet sich.

Das Buch spielt 1925 in Baden Baden. Die internationale Schachmeisterschaft findet statt. Der geschichtliche Hintergrund, gesellschaftliche Themen wie zum Beispiel der Kommunismus, und vieles mehr, finden Platz, ohne von der eigentlichen Handlung abzulenken. Ein mysteriöses Tanzlokal trägt ebenfalls zur einzigartigen Stimmung bei.

Alma fand ich als Protagonistin klasse. Sie ist mutig, klug, hat ihren eigenen Kopf und ist gleichzeitig sehr sympathisch. Mit dem Bild auf dem Cover konnte ich sie mir auch gut vorstellen. Auch die anderen Charaktere kommen nicht zu kurz. Die Beziehung zum Polizisten Ludwig ist komplex und stellt eine nette Nebenhandlung dar. Genauso wie ihre Freundschaft mit Emmi und den Besuchen der Schachmeisterschaft.

Der Roman macht definitiv Lust auf die Vorgänger, die ich bald auch lesen werde!

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Veröffentlicht am 14.08.2023

Bewegend auf eigene Art

Terafik
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Im Buch „Terafik“ nimmt Nilufar die Lesenden mit auf eine Reise in den Iran und zu ihrer eigenen Identität. Nilufar lebt in Deutschland, ihr Vater im Iran. Nach einigen Jahren der Distanz lädt ihr Vater ...

Im Buch „Terafik“ nimmt Nilufar die Lesenden mit auf eine Reise in den Iran und zu ihrer eigenen Identität. Nilufar lebt in Deutschland, ihr Vater im Iran. Nach einigen Jahren der Distanz lädt ihr Vater sie zu sich ein, um ihn und ihre Wurzeln besser kennenzulernen.

Direkt zu Beginn merkt man, dass Nilufar sich nicht richtig zugehörig gefühlt hat. Sie beschreibt ihre Wohnung, als einen Ort, in dem sie sich auch nach 10 Jahren nicht richtig eingelebt hat und sie hat wenig persönliche Gegenstände integriert. So ist die Reise auch eine Entdeckung von Nilufars Identität. Das lässt auch der Schreibstil schließen - die Autorin beschreibt sehr emotional, an manchen Stellen schon fast poetisch. Das hat mir die Geschichte auf eine eigene Art nahe gebracht, die viele Bilder in meinem Kopf erzeugt hat.

Die Kapitel sind recht kurz gehalten und es wird viel in Ort und Zeit gesprungen. Am Anfang wurden auch viele Charaktere genannt. Was mich etwas verwirrt hat, waren die unterschiedlichen Schriftarten. Kursiv, normal gedruckt, mal eine ganz andere Schriftart. Auch wenn ein einheitlicheres Bild den Inhalt nicht so wiedergegeben hätte wie dieser Wechsel, wäre es mir anders doch lieber gewesen.

Die Erzählungen fand ich sehr interessant. Vor allem spannend ist es natürlich, wenn die Autoren eigene Erfahrungen mit in die Geschichte einbringen und das hat man auch bei dieser Erzählung gut gespürt.

Somit ist „Terafik“ ein bewegendes Buch, das mich öfters zum Nachdenken angeregt hat. Kein leichter Stoff, aber definitiv wertvoll und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 08.08.2023

Spannender komplexer Thriller

Skorpion
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Der Thriller „Skorpion“ behandelt verschiedene Geheimdienste und die Mafia und springt dabei vor allem im ersten Teil des Buches von Kapitel zu Kapitel in Ort und Zeit. Orte wie Vaduz, Palermo, Miami, ...

Der Thriller „Skorpion“ behandelt verschiedene Geheimdienste und die Mafia und springt dabei vor allem im ersten Teil des Buches von Kapitel zu Kapitel in Ort und Zeit. Orte wie Vaduz, Palermo, Miami, Zürich und Bern tauchen auf und sind Handlungsort. So musste ich mich zuerst in die Wechsel einfinden und habe versucht, allem zu folgen. Den Autoren ist es aber gelungen, diese Wechsel auf eine Art zu gestalten, dass ich immer noch interessiert weitergelesen habe und nicht komplett abgehangen wurde, bis ich auch einen roten Faden und Zusammenhänge verstanden habe.

Der Fokus liegt weniger auf einzelnen Personen und Charakterisierungen sondern auf dem Geschehen und den Machenschaften der Mafia, was ich perfekt für einen Thriller finde. David Keller würde ich als den Protagonisten bezeichnen. Er ist klug und Experte auf dem Gebiet der Mafia und ähnlichen Gruppierungen. Das Expertenwissen wird gut rübergebracht und es fühlte sich realistisch an. Umso spannender, dass vieles auch auf wahren Begebenheiten zu basieren scheint.

Auch Cover und Schreibstil werden einem Thriller gerecht. Ein super Debut!

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Veröffentlicht am 04.08.2023

Spannende Zeiten

Wir träumten vom Sommer
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„Wir träumten vom Sommer“ ist ein toller Roman, der das Leben in München 1972 von einer ganz spannenden Seite betrachtet. Man begleitet Amrei, die für einen Hostessenjob für die Olympischen Spiele zurück ...

„Wir träumten vom Sommer“ ist ein toller Roman, der das Leben in München 1972 von einer ganz spannenden Seite betrachtet. Man begleitet Amrei, die für einen Hostessenjob für die Olympischen Spiele zurück nach München kommt. In zwei Handlungssträngen erzählt sie von ihren Freunden, den Studentenaufständen und ihren Erlebnissen.

Auch wenn die Olympischen Spiele meistens nur nebenbei auftauchen, fand ich die Erzählungen rund um die Zeit in München sehr spannend. Auch Amrei und ihre Freunde sind toll skizziert, mit Amrei konnte ich mich identifizieren und ihre Gefühle sind gut dargestellt.

So war das Buch vor allem aus der gesellschaftlichen Sicht interessant und ich habe es gern gelesen, auch wenn der Spannungsbogen nicht so hoch ist wie anfangs erwartet.

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Veröffentlicht am 25.07.2023

Guter Münchner Krimi

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 2)
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Anna Zech, Assistentin der Gerichtsmedizin, und Fritz von Weynand, Journalist, werden in die Aufklärung mehrerer Todesfälle gezogen. Angefangen mit dem Fund eines toten Babys. Ist es bei der Geburt gestorben, ...

Anna Zech, Assistentin der Gerichtsmedizin, und Fritz von Weynand, Journalist, werden in die Aufklärung mehrerer Todesfälle gezogen. Angefangen mit dem Fund eines toten Babys. Ist es bei der Geburt gestorben, wurde es von der Mutter zurückgelassen oder gar umgebracht? Viele Fragen tun sich auf und auf einmal werden weitere Leichen entdeckt.

Der Krimi spielt 1914 in München. Die Kulisse wird sehr gut von der Autorin dargestellt. Als Münchnerin habe ich viele Straßennamen wiedererkannt und bin die Wege in Gedanken mit abgegangen. Der historische Kontext wird teilweise mit eingeflochten. Natürlich spürt man die Auswirkungen des Krieges, aber nur nebenbei, was mir sehr gut gefallen hat.

Auch wenn ich den ersten Band der Serie nicht gelesen habe, bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Anna und Fritz waren mir direkt sympathisch. Bei Fritz musste ich mehrfach schmunzeln, wie er manchmal doch noch etwas tollpatschig wirkte. Ebenfalls gefallen hat mir, dass jede Hauptperson eine eigene Geschichte hat, wie zum Beispiel Anna mit ihrer Schwester. Das macht die Charaktere rund.

Ich habe das Buch gern gelesen und wollte immer wissen, wie es weiterging. Es gibt wenig gruselige Szenen, aber spannend fand ich es durchaus!

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