Profilbild von 65_buchliebhaber

65_buchliebhaber

Lesejury Star
offline

65_buchliebhaber ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit 65_buchliebhaber über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2023

Fortsetzung rund um das Leben von Paracelsus

Paracelsus - Die Fragen der Toten
0

In Italien angekommen, studiert Paracelsus in Ferrara und verlässt die Universität als Arzt. Bei seinen Reisen durch Europa steht die Suche nach der Seele des Menschen weiter im Vordergrund, aber er lernt ...

In Italien angekommen, studiert Paracelsus in Ferrara und verlässt die Universität als Arzt. Bei seinen Reisen durch Europa steht die Suche nach der Seele des Menschen weiter im Vordergrund, aber er lernt auch viel in dieser Zeit. In Basel ist eine Pest-Epidemie ausgebrochen und man holt ihn zurück in die Stadt. Der Kampf dagegen wird jedoch hauptsächlich von seinem Freund und früheren Studienkollegen Caspar bestritten.

Der bekannte Arzt wirkte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die Zeit ist nachvollziehbar beschrieben, die medizinischen Details verständlich dargestellt und die Charaktere klar entwickelt. Leider gibt es auch einige Längen, was den Lesefluss nicht gerade positiv beeinflusst. Die Geschehnisse sind nicht immer chronologisch, auch das erschwert das Lesen. Nicht so gut gefallen haben mit die Abschnitte mit den okkulten Einschlägen, die jedoch nicht so ausführlich stattfinden, wie im ersten Band. Leider konnte mich auch der zweite Band nicht wirklich abholen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2023

Paracelsus und seine Studienzeit

Paracelsus - Auf der Suche nach der unsterblichen Seele
0

Paracelsus studiert in Basel, gemeinsam mit seinem Freund Caspar. Beide geraten ins Visier der Inquisition, als ein neuer Bischof ihnen das Sezieren von Leichen verbietet und sie versuchen, dieses Verbot ...

Paracelsus studiert in Basel, gemeinsam mit seinem Freund Caspar. Beide geraten ins Visier der Inquisition, als ein neuer Bischof ihnen das Sezieren von Leichen verbietet und sie versuchen, dieses Verbot zu umgehen. Paracelsus rutscht in den Okkultismus, um die Suche nach der menschlichen Seele weiter zu verfolgen. Caspar konzentriert sich auf sein Medizinstudium. Politische Unruhen, die sich gegen den neuen Bischof richten, machen ihnen das Leben zudem schwer. Der erste Band um den bekannten Arzt konzentriert sich auf seine Studienzeit.

Der Schreibstil ist teilweise schwer zu lesen, denn in einigen Bereichen zieht sich das Geschehen doch sehr und die Autorin verzettelt sich in den Geschehnissen. Der Anteil der okkulten Suche war mir zu ausgeprägt und düster beschrieben. Leider konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen; ich werde aber trotzdem auch den zweiten Band lesen, um mitzuerleben, wie Paracelsus sich nach dem Studium weiter entwickelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2023

Realistisches Szenario

Pirlo - Gefährlicher Freispruch
0

Den Kriminalfall in die Zeit der Corona-Pandemie anzusiedeln und die kriminelle Bandbreite unterzubringen, hat mir gut gefallen. Ein Testzentrum brennt lichterloh und schnell hat die Polizei einen Verdächtigen, ...

Den Kriminalfall in die Zeit der Corona-Pandemie anzusiedeln und die kriminelle Bandbreite unterzubringen, hat mir gut gefallen. Ein Testzentrum brennt lichterloh und schnell hat die Polizei einen Verdächtigen, der mal wieder aus dem Dunstkreis von Pirlo stammt. Zusammen mit Sophie wird er mit dem Fall betraut, pflegt aber zuerst einmal seine Depression sehr ausführlich. Für mich leider zu ausgeprägt, denn dies nimmt mehr als die Hälfte des Buches ein, so dass der Fall zu kurz kommt und die Erzählung sich langatmig zieht. Zum Ende hin kommt mit der Gerichtsverhandlung die Qualität der ersten beide Bände wieder in Sichtweite. Schade, dass dies erst so spät passiert.

Die Grundidee nimmt nur einen geringen Teil des Buches ein; sie ist gut gewählt und aktuell. Zudem wird sie realitätsnah dargestellt und stimmig entwickelt. Die strafrechtliche Bandbreite der Pandemie kommt gut zur Geltung. Der Band ist unabhängig lesbar, allerdings wäre es schon hilfreich, die ersten Bände gelesen zu haben, um die Andeutungen zu verstehen und richtig einordnen zu können. Die Erklärung zu den Grundzügen des Strafprozessrechts finde ich wieder sehr interessant. Trotz der Längen rund um Pirlos Gemütszustand ist der Fall spannend und unterhaltsam.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2023

Leichte Lektüre

Bom Dia, Morte! - Ein eiskalter Fisch
0

Ich möchte vorausschicken, dass ich den ersten Band nicht gelesen habe, aber mich ohne Probleme in die Geschichte einfinden konnte. Wichtige Aspekte aus Folge 1 fließen in den Text ein. Laura ist eine ...

Ich möchte vorausschicken, dass ich den ersten Band nicht gelesen habe, aber mich ohne Probleme in die Geschichte einfinden konnte. Wichtige Aspekte aus Folge 1 fließen in den Text ein. Laura ist eine Privatdetektivin aus Deutschland, die während ihres Urlaubs an der portugiesischen Küste den Fund einer Leiche miterlebt und in dem idyllischen Fischerdorf nach dem Mörder sucht, anstatt die Tage zu genießen. Ihre mangelnden Sprachkenntnisse sind dabei nicht gerade hilfreich.

Der Plot weist nur geringe Spannung auf, ist aber logisch aufgebaut und zeigt eine überraschende Auflösung. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, Humor kommt nicht zu kurz. Das Privatleben nimmt mir etwas zu viel Raum ein. Dieser Krimi ist eine leicht zu lesende Unterhaltung mit geringem Anspruch, genau richtig als Urlaubslektüre.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2023

Mord in griechischer Idylle

Mörderisches Santorin - Zoe und der tote Reeder
0

Die Protagonistin des Krimis ist Zoe, die ihre Zelte in Deutschland komplett abbricht und ihr Erbe auf der griechischen Insel Santorin antritt, ohne genaueres darüber zu wissen. Vor Ort findet sie eher ...

Die Protagonistin des Krimis ist Zoe, die ihre Zelte in Deutschland komplett abbricht und ihr Erbe auf der griechischen Insel Santorin antritt, ohne genaueres darüber zu wissen. Vor Ort findet sie eher eine Bruchbude als ein Restaurant vor und ist sehr ernüchtert. Als sie dann auch noch eine Leiche findet und als potentielle Mörderin verhört wird, gerät ihr Plan ins Wanken. Zuerst konzentriert sie sich darauf, ihre Unschuld zu beweisen und begibt sich zusammen mit einem weiteren Verdächtigen auf die Suche nach dem wahren Täter.

Das Buch ist angenehm zu lesen, die Beschreibungen der Landschaften auf Santorin haben mir gut gefallen. Weniger gut fand ich die ausführliche Geschichte, warum sie Deutschland verlässt. Hier hätte eine kurze Zusammenfassung völlig ausgereicht und mehr Platz für das Leben auf Santorin gelassen. Der Fall ist nicht sonderlich spannend, die Protagonistin steht eindeutig im Vordergrund. Schade, denn auch wenn wenig Spannung aufkommt, ist die Kriminalgeschichte gut konstruiert und endet doch noch in einer Überraschung, Wer kurzweilige, wenig anspruchsvolle Lektüre mag, ist hier genau richtig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere