Profilbild von Furbaby_Mom

Furbaby_Mom

Lesejury Star
offline

Furbaby_Mom ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Furbaby_Mom über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2018

Seichte Unterhaltung, kann leider nicht mit dem Vorgänger-Band mithalten

Der Sommer der Wünsche
0

Inhaltsangabe (Klappentext):

"Lydia ist glücklich. Jeden Morgen genießt sie es aufs Neue, ihren Wollladen in der Blossom Street zu öffnen. Dann strömt das Aroma der frischen Croissants aus dem Café und ...

Inhaltsangabe (Klappentext):

"Lydia ist glücklich. Jeden Morgen genießt sie es aufs Neue, ihren Wollladen in der Blossom Street zu öffnen. Dann strömt das Aroma der frischen Croissants aus dem Café und der Duft der unterschiedlichsten Blüten aus Suzannahs Blumenladen zu ihr herüber. Sie winkt Anne Marie zu, wenn diese die Tür zu ihrer Buchhandlung öffnet, und fühlt sich zu Hause. Und jetzt endlich wird auch Lydias größter Wunsch in Erfüllung gehen: Sie wird ein Kind bekommen! Sie geht ihren neuen Strickkurs jetzt voller Elan an und hilft ihren Schülern bei ihren Vorhaben: Etwas abzuschließen, um neu zu beginnen."

Als ich das Buch zum ersten Mal aufschlug, hatte ich gerade den Vorgänger-Band der Blossom Street Reihe ("Eine Schachtel voller Glück", der gleichzeitig auch mein erster Band dieser Reihe war) gelesen und war noch ganz beschwipst vom Leserausch - bei so einem tollen Vorgänger konnte es ja auch in "Der Sommer der Wünsche" nur sensationell weitergehen...dachte ich. Am besten lässt es sich, glaube ich, so beschreiben: ich bin froh, dass dieses nicht mein erster Band der Blossom Street Reihe war, sonst hätte ich eher wenig Interesse an den anderen Werken gehabt. Schade!

Es geht um mehrere Charaktere, unter Anderem auch "die üblichen Verdächtigen", die auch in den anderen Werken der Reihe eine Rolle spielen. Ich weiß, dass dies Teil einer Buchreihe ist - wiederkehrende Charaktere - und damit habe ich auch kein Problem; im Gegenteil: im Vorgängerband wird z.B. Lydia nur am Rande erwähnt und ich hatte mich gefreut, nun mehr über sie zu erfahren. Leider wirkt es, als wäre auf Krampf eine neue Geschichte herbeigezogen worden, die eben in der Blossom Street zu spielen hatte. Die Charaktere sind (und es tut mir leid, dass ich mich ständig auf den Vorgängerband beziehen muss, aber der Kontrast ist einfach zu extrem) ungewöhnlich oberflächlich skizziert; trotz teilweise ernster (lebensnaher) Themen wirkt alles sehr oberflächlich runtergeschrieben, man erlebt keinen Tiefgang und lernt die einzelnen Charaktere zwar kennen aber nicht so sehr mögen wie im Vorgängerband. Dass die Entwicklung der Geschichte (gerade bei Lydias Familiensituation oder Anne Maries Bekanntschaft mit einem gutaussehenden Fremden) letztendlich absehbar war, lasse ich mal außen vor - solange etwas mit Herz beschrieben ist, stört mich das offensichtlich zu erwartende Ende überhaupt nicht. Habe ich mir beim Vorgängerband noch gewünscht, der Roman hätte mehr Seiten, weil ich nicht aufhören wollte zu lesen, ertappte ich mich hier, dass ich versucht war, einfach ein paar Seiten zu überfliegen, weil ich nur noch fertig werden wollte. Aus Pflichtbewusstsein und Hoffnung (vielleicht streckte ja genau in diesen Seiten der große Twist, eine unerwartete Offenbahrung etc.) zwang ich mich dann regelrecht zum Weiterlesen.

Der Schreibstil an sich ist okay, aber leidet deutlich an der Oberflächlichkeit der zusammengestückelten Geschichten - in Temperaturangaben würde ich sagen "lau". Ich war alles in allem ein wenig enttäuscht, da die Stories der einzelnen Charaktere wirklich viel Potential gehabt hätten - das kann die Autorin deutlich besser. Vielleicht wäre es nicht schlecht gewesen, das Ganze um eine Storyline zu verringern und sich dann mehr auf die verbleibenden Einzelgeschichten zu konzentrieren. Immerhin sind die Blossom Street und ihre Geschäfte, vor allem das Wollgeschäft, einladend und detailiert beschrieben. Würde diese Straße tatsächlich existieren, wäre ich sicher versucht, dort entlangzubummeln. Das farbenfrohe Cover ist auch schön gelungen und passt gut zum Thema Stricken. Fazit: ganz okay, nicht der beste Blossom Street Band und definitiv nicht als Einstiegswerk in die Reihe geeignet (- der Vorgänger, den ich gar nicht genug preisen kann, allerdings schon -). Ich unterteile meine Bücher immer in die Kategorien "WOW, muss ich unbedingt behalten, werde ich immer wieder lesen" und "War okay, hat man mal gelesen, muss aber nicht wieder sein" - in diesem Fall fällt das Werk in letztere Kategorie. Es war okay, aber ich kann mir nicht vorstellen, es je ein zweites Mal zu lesen.

Veröffentlicht am 11.05.2024

Kreative Idee - Umsetzung hat Luft nach oben

The Cloisters
0

Dieses Buch klang unfassbar toll! Erst kürzlich habe ich das Themengebiet Tarot für mich entdeckt - und da mich zudem in letzter Zeit einige Dark-Academia-Romane restlos begeistert hatten (allen voran ...

Dieses Buch klang unfassbar toll! Erst kürzlich habe ich das Themengebiet Tarot für mich entdeckt - und da mich zudem in letzter Zeit einige Dark-Academia-Romane restlos begeistert hatten (allen voran die Starling-Nights-Dilogie von Merit Niemeitz), musste dieses Werk einfach bei mir einziehen!

Ich halte es kurz. - Volle Punktzahl für:

❏ den vor mystischem Flair triefenden, rundum atmosphärischen Schreibstil,

❏ die kreative Storyidee,

❏ die optisch ansprechende Gestaltung von Cover und Innencover

❏ sowie den umfangreichen Anhang (Erklärung der einzelnen Tarotkarten).

Was leider mir weniger gut gefallen hat:

Die weibliche Hauptfigur. Ich fand Ann recht unnahbar, irgendwie unsympathisch … auch wenn ihrer Figur in puncto Ausarbeitung ausreichend Tiefe verliehen worden ist. Zumindest war sie erträglicher als die ach-so-geheimnisvolle Rachel, was allerdings keine große Herausforderung darstellt.

Die Spannung, die ich mir aufgrund des vielversprechenden Klappentextes erhofft hatte, stellte sich leider nicht ein; erst kurz vor knapp gab es ein, zwei interessante Enthüllungen.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Zwar ist es nicht das erwartete Highlight geworden, doch nichtsdestotrotz ließen mich die bildreichen Beschreibungen und das außergewöhnliche Setting nicht unbeeindruckt. Idee: top; inhaltliche Umsetzung: okay-ish. Von mir gibt es eine Empfehlung für Fans von Dark-Academia-Vibes.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2024

Viele aktuelle Themen, aber die eigentliche Romance erreichte mich nicht

Wild Dreams
0

"Liebe. Das war definitiv kein triviales Wort. Mein Kopf sagte mir, dass wir uns dafür noch zu wenig kannten. Meine Vernunft riet mir, alle Komplikationen zu berücksichtigen. Aber mein Herz, das sprach ...

"Liebe. Das war definitiv kein triviales Wort. Mein Kopf sagte mir, dass wir uns dafür noch zu wenig kannten. Meine Vernunft riet mir, alle Komplikationen zu berücksichtigen. Aber mein Herz, das sprach eine ganz andere Sprache."



Warum ich dieses Buch lesen und lieben wollte?



❏ New York vs. L.A. (- beide Settings mag ich unheimlich gerne!),

❏ interessant angelegte Hauptfiguren - ein heißer Latino, der obendrein auch noch kochen kann, und eine Power-Frau, die sich in der männerdominierten Finanzbranche eisern durchkämpft,

❏ … und natürlich hatte auch das mit glitzernden Goldelementen verzierte Cover meine Neugier geweckt. (Da ahnte ich noch nichts vom traumhaft schönen Innencover, das sämtliche Pinterest-Boards verblassen lässt - just wow!)



Aber … seufz! Leider konnte mich der Read, den ich über lange Passagen als recht ereignisarm empfunden habe, nicht überzeugen. Dabei wollte ich die Story so gerne mögen, wirklich!



Die Autorin hat zahlreiche aktuelle Themen in die Handlung eingeflochten - Feminismus, Karrierefokus, bewusste Ablehnung des Kinderwunsches, Diskriminierung, gleichgeschlechtliche Liebe … Doch die eigentliche Romance blieb für mich auf der Strecke, die Emotionen erreichten mich nicht, der Tiefgang fehlte mir.



Um mit einem positiven Punkt abzuschließen: Auch wenn zu Violett und Jax, aus deren beider Perspektive erzählt wird, bis zuletzt eine gewisse Distanz bestehen blieb, fand ich die Nebencharaktere (speziell Gigi) dafür sehr sympathisch.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Manchmal soll es wohl einfach nicht sein, es war schlichtweg nicht mein Buch. Ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass Fans von Contemporary-Romanen, die nicht zwingend eine emotionale Love Story voraussetzen, Gefallen an der Geschichte finden könnten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2023

Mystisch, aber voller Traumata - Triggerwarnung nötig

Die Unbändigen
0

Diese Rezension fällt mir wirklich schwer. Zwar konnte das Buch mich inhaltlich nicht überzeugen, dennoch war die Story-Idee kreativ und die stilistische Ausführung gelungen, insbesondere im Hinblick auf ...

Diese Rezension fällt mir wirklich schwer. Zwar konnte das Buch mich inhaltlich nicht überzeugen, dennoch war die Story-Idee kreativ und die stilistische Ausführung gelungen, insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, dass es sich um einen Debütroman handelt.



Covergestaltung: Top! Ich liebe die Farben und das märchenhaft-mystische Flair, das perfekt zur düsteren und mit kleinen Fantasy-Elementen angereicherten Handlung passt.



Was die drei Handlungsstränge betrifft: Mir war schon klar, dass es zur Zeit der Hexenverfolgungen gewiss etwas rauer zugegangen sein wird - in puncto Altha hatte ich mich also auf schwere Kost eingestellt … Gewalt, Brutalität, womöglich sogar Folter. Aber meine Güte! Auch Violets und Kates Handlungsstränge lasen sich im Grunde wie ein seitenlanges Misshandlungsprotokoll - körperliche und seelische Grausamkeiten nonstop (Schläge, Vergewaltigung, Psycho-Spielchen, etc.), wobei stets Männer jeglichen Alters die Rolle des Bösewichts einnehmen.



Ein weiteres Element, für welches das Werk in meinen Augen definitiv eine explizite Triggerwarnung gebraucht hätte (da es in allen drei Handlungssträngen vorkommt), ist das Thema Schwangerschaft bzw. gewollte und unfreiwillige Schwangerschaftsabbrüche. Als Mutter, die selbst mehrere Kinder verloren hat und noch Jahre später mit diesem Verlust zu kämpfen hat - sofern man sich je ganz davon erholen kann -, möchte ich so etwas schlichtweg nicht lesen. Punkt. Ich hätte, sofern es eine Triggerwarnung gegeben hätte, niemals zu diesem Buch gegriffen.



Im Vergleich dazu las sich die intensiv ausgeprägte, spooky anmutende Naturverbundenheit aller Frauen schon regelrecht angenehm. Ihr solltet allerdings keine Abneigung gegen Insekten und vor allem nicht gegen Vögel haben - diese tauchen immer wieder auf … und haben in einer Schlüsselszene in Kates Strang einen richtig heftigen Auftritt. (Ich sage nur: Hitchcock-Vibes.)



Irgendwie hatte ich mir mehr Magie erwartet, diese wurde allenfalls angedeutet.



Die familiäre Bindung der drei Frauen, deren Geschichten sich erst gegen Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen, hätte sich in meinen Augen ideal als Hauptthema geeignet. Ihren individuellen Befreiungskampf gegen die sie unterdrückenden Männer hätte man ja trotzdem in der Story hervorheben können, nur eben nicht dermaßen negativ behaftet. Aufgrund der ganzen Traumata konnte ich mich jedenfalls kaum auf die Figuren selbst einlassen.



Die junge Autorin hat ganz klar Talent, so trieben beispielsweise die kurzen Kapitel und stetig wechselnden Perspektiven die Spannung unaufhaltsam voran und die Verknüpfung der Frauenschicksale war ungemein stimmig und gut durchdacht. Schade, dass die Storyline so dark war.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

Wem könnte dieses Buch gefallen: Wenn ihr vor düsteren Geschichten nicht zurückschreckt und nicht an Ornitophobie leidet, why not?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.09.2023

Setting: Top! … Rest: Geht so.

Where have the Stars gone
0

"[…] auch wenn Musik immer alles für mich war, ist Musik ohne ihn nicht mehr als ein unerträglicher Lärm. Und deshalb lebe ich jetzt in eiskalter Stille."

Hübsches Cover, klangvoller Buchtitel, vielversprechender ...

"[…] auch wenn Musik immer alles für mich war, ist Musik ohne ihn nicht mehr als ein unerträglicher Lärm. Und deshalb lebe ich jetzt in eiskalter Stille."

Hübsches Cover, klangvoller Buchtitel, vielversprechender Klappentext und ein traumhaftes Setting - mein Interesse war geweckt!

Normalerweise meide ich Bücher mit Trauer-Thematik, doch hier nahm ich an, dass dieses Element nur als Einstieg in die eigentliche Handlung dienen würde und für eine Rockstar-Romance bin ich schließlich immer zu haben.

Es stellte sich allerdings bald heraus, dass Sagas Trauer einer der Hauptbestandteile der Story ist. Der Tapetenwechsel soll ihr helfen, diese schwere Zeit durchzustehen - als Ablenkung vom Alltag, von allem, was hätte sein können, was hätte sein sollen, aber nicht mehr ist. Für mich sah es jedoch so aus, als würde Saga sich trotzdem immer mehr in ihrer Trauer um Ingvi verlieren. Selbstverständlich ist sein Verlust ganz furchtbar und absolut tragisch, keine Frage … aber irgendwie blieb auch mit fortlaufender Handlung eine drückende, schwermütige Stimmung bestehen, die der Geschichte einen traurigen Stempel aufdrückte und dem Ganzen jegliche potentielle Leichtigkeit nahm. Schade!

Saga und Tyler blieben für mich blasse Figuren, und in puncto Romance konnte ich die Chemistry zwischen ihnen einfach nicht fühlen, weshalb das Ende mich nicht wirklich packen konnte.

Der Schreibstil war recht schlicht gehalten, unkompliziert und größtenteils flüssig.

Mein Highlight waren eindeutig die detaillierten Naturbeschreibungen, die direkt Bilder in meinem Kopf entstehen ließen.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Wenig Rockstar-Vibes, dafür viel Natur. Ideal für New-Adult-Fans, die nicht vor ernsten Themen zurückschrecken und ein Faible für Island haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere