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Veröffentlicht am 25.02.2024

Ein Muss für Swifties

Taylor Swift. Ihre Musik, ihr Leben.
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Nachdem meine Tochter ein riesiger Taylor Swift Fan ist, habe ich ihr versprochen, das Buch auch zu lesen.
Ein wunderschön gestalteter Bildband mit durchaus auch größeren Textblöcken, die für einen richtigen ...

Nachdem meine Tochter ein riesiger Taylor Swift Fan ist, habe ich ihr versprochen, das Buch auch zu lesen.
Ein wunderschön gestalteter Bildband mit durchaus auch größeren Textblöcken, die für einen richtigen Swiftie zwar keine wirklichen Neuigkeiten enthalten, aber Menschen wie mich, die es noch werden wollen, gut abholen.

Die Bilder sind super ausgewählt und passen sehr gut zu den Texten.

Zum Lesen, anschauen und hinstellen - klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 10.02.2024

Düster, spannend, gut

Der Knochenwald
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Nach Der Geisterbaum wieder ein Roman ohne Märchen- oder Sagenbezug von Christina Henry und wieder unfassbar gut. Die Geschichte von Mattie/Martha/Samantha und William, ihrem "Ehemann", die allein im Wald ...

Nach Der Geisterbaum wieder ein Roman ohne Märchen- oder Sagenbezug von Christina Henry und wieder unfassbar gut. Die Geschichte von Mattie/Martha/Samantha und William, ihrem "Ehemann", die allein im Wald leben und eines Tages eine Art Monster sehen, ist wirklich ein klassischer Pageturner. Die Auflösung des Romans und die Wendungen sind teilweise nicht teilweise aber auch sehr überraschend gewesen. Wie immer bei Chrstina Henry ist es fast wie einen gut gemachten Horrorfilm zu schauen beim Lesen. Die Charaktere sind durchweg gut gezeichnet und das Setting jetzt mit dem vielen Schnee, der Abgeschiedenheit und dem lauernden Monster ist wirklich überragend gut gelungen. Es ist immer eine Leseprobe vom nächsten Buch dabei, darauf freue ich mich auch jetzt schon. Außerdem - das muss ich einfach nochmal betonen - ich liebe das Design der Bücher, diesmal mit Pfotenabdrücken im Seitenschnitt - sooooooo toll! Und auch das Cover ist so unheimlich schön!
Klare Leseempfehlung!!!!

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Veröffentlicht am 21.01.2024

Young adult von Sarah Sprinz - Auftakt der Infinity Reihe

Infinity Falling - Mess Me Up
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Auf dringende Empfehlung meiner jüngsten Tochter habe ich mein erstes Sarah Sprinz Buch gelesen - den ersten Band der Infinity Reihe. Sie hat nicht übertrieben und ich verstehe, warum sie sie so gern liest. ...

Auf dringende Empfehlung meiner jüngsten Tochter habe ich mein erstes Sarah Sprinz Buch gelesen - den ersten Band der Infinity Reihe. Sie hat nicht übertrieben und ich verstehe, warum sie sie so gern liest.
Die Sprache ist modern und leicht lesbar, die Charaktere gut gezeichnet (wenn ich auch manchmal nicht ganz so mitgehen konnte mit den Problemen der beiden Protagonisten) und das Buch selbst wirklich wunderschön mit dem Farbschnitt und den Illustrationen zwischendrin.
Es geht um die Lovestory von Hayes Chamberlain, einem ehemaligen Boyband Sänger und Aven Amenta, einer ehemaligen Disney Schauspielerin, die eine kurze gemeinsame (vertraglich vereinbarte!) Beziehung miteinander hatten und nun 3 Jahre später wieder aufeinander treffen und gemeinsam die Hauptrollen in einem Blockbuster spielen sollen, der für beide das Sprungbrett in ihrer jeweiligen Karriere sein soll.
Aven hat Probleme mit ihren über-ehrgeizigen Eltern, eine leichte Angststörung, die durch ein Stalking-Erlebnis hervorgerufen wurde und allgemein Probleme mit dem Berühmtsein, zudem hat sie die Beziehung zu Hayes nicht wirklich verwunden und Gefühle für ihn.
Hayes ist überkritisch mit sich selbst und leidet an einer Essstörung, er hat den Kontakt zu seinem ehemals besten Freund und Mitglied der Boyband verloren und Angst davor, als Schauspieler zu versagen. Auch er hat noch Gefühle für Aven.
Die Geschichte, die sich dann über mehr als 500 Seiten entrollt, hat mich wirklich gefesselt und wurde nicht langweilig. Ich habe das Buch in 4 Tagen ausgelesen! Auf den 2. Band freue ich mich sehr, hier werden die Manager der beiden die Hauptrolle spielen und ich darf in einer Leserunde hierzu teilnehmen.

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Veröffentlicht am 12.01.2024

Sachbuch mit aktuellem Bezug

Ein Hof und elf Geschwister
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Ich habe das Buch von meinem Schwager, einem Landwirt, zu Weihnachten geschenkt bekommen und es direkt lesen müssen trotz hohem SUB.

Aktuell demonstrieren Landwirte in ganz Deutschland und sind daher ...

Ich habe das Buch von meinem Schwager, einem Landwirt, zu Weihnachten geschenkt bekommen und es direkt lesen müssen trotz hohem SUB.

Aktuell demonstrieren Landwirte in ganz Deutschland und sind daher sehr präsent, aber ich habe durch meine Heirat in eine Bauernfamilie schon seit über 20 Jahren Bezug zu dem Beruf und dem Leben der Landwirte in Deutschland.

Vor diesem Hintergrund das sehr persönliche Sachbuch von Ewald Frie zu lesen, war spannend und unterhaltsam.

Der Autor ist als einer der jüngeren von 12 (!) Kindern eines Bauern-Ehepaares geboren und aufgewachsen und hat seine Geschwister einzeln zu ihrer Geschichte befragt. Herausgekommen ist ein gut lesbares Buch, aufgeteilt in 5 Überkapitel, die jeweils andere Schwerpunkte legen - Familie, Bauerschaft und Dorf, die Jahre des Vaters, die Jahre der Mutter, Auszug und Nachwelten.
Mir gefiel vor allem die unaufgeregte und teilweise distanzierte Herangehensweise des Autoren mit den Themen seiner eigenen Kindheit und Familie. Bei dem, was er über seine Eltern schreibt, spürt man eine tiefe Liebe, aber auch die Distanz durch den großen Altersunterschied zum Vater.
Die Familiengeschichte und damit der Wandel in der Landwirtschaft und die jeweiligen Auswirkungen auf die Kinder und Eltern der Familie wird im zeitlichen Ablauf dargestellt. Es war sehr lesenswert, zu sehen, welche Entwicklungen sich wie ausgewirkt haben und - das gefällt mir immer sehr, wenn das in Sachbüchern nicht zu kurz kommt - es wurde auch Zitaten und Gefühlen der betroffenen Geschwistern Raum gegeben.

Vieles kam mir bekannt vor, auch wenn mein Mann deutlich jünger als der Autor ist, anderes war mir neu und hat mich sehr berührt - wie das Gefühl der Scham, wenn den Bauernkindern klar wurde, dass sie durch ihre Arbeit stinken und ihre Schulkameraden sie darauf hinwiesen.
Sehr beeindruckt bin ich von der Mutter, die ihrer wirklich großen Kinderschar scheinbar sehr gut gerecht wurde und die alle unterstützt und begleitet hat.

Ich kann das Buch wirklich empfehlen, es vermittelt einen liebevollen und authentischen Blick auf eine Welt, die viele von uns nie kennengelernt haben.

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Veröffentlicht am 08.01.2024

Julia aus 1984 - neu erzählter Klassiker mit überraschenden Wendungen

Julia
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Ich habe 1984 erst vor kurzem gelesen und war gespannt, was die Autorin mit dem Originalstoff macht.

Kurz zusammengefasst - das Buch ist wirklich sehr lesbar, sehr spannend und mit echt überraschenden ...

Ich habe 1984 erst vor kurzem gelesen und war gespannt, was die Autorin mit dem Originalstoff macht.

Kurz zusammengefasst - das Buch ist wirklich sehr lesbar, sehr spannend und mit echt überraschenden Wendungen, nur das Ende hat mir persönlich nicht so gut gefallen.

Julia aus 1984 wird in den Mittelpunkt des Romans gestellt und ihre Geschichte wird sehr nah am Original erzählt. Gerade anfangs war mir Newmans Julia viel viel sympathischer als Orwells Julia und es hat mir sehr gut gefallen, dass ihre Vorgeschichte viel deutlicher erzählt wird, als Orwell es bei Winston Smith in 1984 macht.
Hier sieht man aber bereits deutliche Unterschiede zum Originaltext. Newmans Roman ist eine Version einer Dystopie, wie wir es heute gewohnt sind, die handelnden Personen sind plastisch und greifbar und die Stränge werden zu Ende erzählt. Bei 1984 taucht man dagegen in eine Gesellschaft ein, die "einfach so ist" und man fühlt sich zusammen mit Winston Smith sehr machtlos.

Besonders spannend und sehr gut erzählt sind die neuen Wendungen, die Sandra Newman der Geschichte gibt und mit denen ich sehr mitgehen konnte. Auch die Sprache ist sehr gut getroffen und wirklich nah am Original.
Es gibt sehr heftige Szenen in Julia, Achtung beim Lesen, wenn man empfindlich ist!
Julias Welt ist eine andere als Winstons Welt - sie lebt mit anderen Frauen in einem Wohnheim, ist in einer Sicherheitszone aufgewachsen und deutlich aktiver als der hadernde und eher geistig revoltierende Winston Smith, der in Julia sehr treffend Old Misery genannt wird. Durch den ganzen Roman hindurch ist sie nicht passiv, sondern kämpft und leistet auf ihre Weise Widerstand, damit folgt sie der Tradition der neueren Romane, in denen die Held(innnen!) oft sehr aktiv sind. Die aus 1984 bekannten Personen tauchen alle auf und Sandra Newman lässt sie teilweise sehr überraschend handeln oder erfindet neue Stränge, die mir wirklich sehr gut gefallen haben. Auch die neuen Protagonisten sind spannend und machen den Roman bunter als das Original.

Alles in allem war es ein düsterer Page-Turner mit einem für mich etwas hoffnungsvollerem Ende als das Original, wenn das Ende auch definitiv kein klassisches Happy end ist.

Ich habe den Roman mit einer Leserunde gemeinsam gelesen und die Leser/innen, die den Originalroman nicht kannten, konnten den Roman trotzdem gut verstehen. Auch ich meine, 1984 zu kennen ist gut, aber nicht unbedingt Voraussetzung, um Julia zu lesen. Ich werde beide Romane für sich stehen lassen und habe die Lektüre von Julia wirklich genossen.

Alles in allem gebe ich eine Leseempfehlung für alle, die gerne Dystopien lesen und keine Probleme mit drastischen Bildern und teilweise auch eher sexualisierter Sprache haben.

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