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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2024

"Darf es ein bisschen mehr sein?“

Golden Bay − How it feels
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Ich hätte von allen Elementen in diesem Buch ein bisschen mehr gebraucht, weil ich oft das Gefühl hatte auf der Stelle zu treten.
Mehr Emotion, mehr Liebe, mehr beantwortete Fragen, mehr Charakterentwicklung ...

Ich hätte von allen Elementen in diesem Buch ein bisschen mehr gebraucht, weil ich oft das Gefühl hatte auf der Stelle zu treten.
Mehr Emotion, mehr Liebe, mehr beantwortete Fragen, mehr Charakterentwicklung und eine deutlichere Vorwärtsbewegung im Haupthandlungsstrang.

Wenn ich mir den Anfang der Geschichte angucke, das Ende und alles, was dazwischen lag, kann ich sagen, dass ich von der Haupthandlung nicht vorwärtsgekommen bin.
Trotz 400 Seiten weiß ich immer noch nicht wieso Holden gegangen ist und diese Frage trägt quasi die gesamte Handlung …
Die Vergangenheitsszene haben auch keinerlei Hinweise geboten, außer, dass die beiden total verliebt waren und sein Abgang sehr überraschend war, aber das wurde so oft im Buch betont, dass dafür keine Vergangenheitsszenen nötig gewesen wären.
Auch die zweite Tragödie, die sich in dieser Nacht ereignet hat, war früh abzusehen und wirkte so, als wäre sie nur dazu da, Holdens Verschwinden noch dramatischer und unverzeihlicher zu machen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen.
Ich bin überraschend schnell durch die Seiten gekommen und konnte das Buch in kurzer Zeit beenden.
Wahrscheinlich lag es daran, dass ich auf der nächsten Seite immer auf die Antwort zu Holdens Verschwinden gehofft habe.

Ich werde der Reihe definitiv noch eine Chance geben und hoffe, dass der Folgeteil etwas mehr zu bieten hat.

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Veröffentlicht am 21.06.2024

"Was wäre wenn..."

Die Mitternachtsbibliothek
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Jeder hat sich schonmal die Frage gestellt, was gewesen wäre, wenn …
Die kleinste Veränderung in einer Handlung kann manchmal bewirken, dass sich das Leben in eine völlig andere Richtung entwickelt.

Noras ...

Jeder hat sich schonmal die Frage gestellt, was gewesen wäre, wenn …
Die kleinste Veränderung in einer Handlung kann manchmal bewirken, dass sich das Leben in eine völlig andere Richtung entwickelt.

Noras Leben läuft nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat und beschließt dem eines Abends ein Ende zu setzen.
Dadurch landet sie in der Mitternachtsbibliothek.
Nora lebt viele unterschiedliche Leben, die sich mal mehr, mal weniger von ihrem richtigen Leben unterscheiden.

Mir hat die gesamte Idee des Buches sehr gut gefallen.
Die Mitternachtsbibliothek mit dem Thema Selbstmord in Einklang zu bringen, hat einfach super gepasst.
Besonders die Message, die Matt Haig, vermitteln wollte, ist gut angekommen.

Aber trotz dieses starken Themas und einer tollen Umsetzung, konnte mich das Buch nicht ganz abholen, weil mir schon früh klar war, worauf das Buch hinaus wollte.
Dadurch wurden die sämtlichen Leben, die Nora durchlebt, etwas langweilig und haben die Geschichte sehr in die Länge gezogen.

Wer Lust auf eine Geschichte hat, die einen zum Nachdenken anregt und sich mit einem wichtigen Thema beschäftigt, ist hier goldrichtig.

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Veröffentlicht am 04.06.2024

"Monotoner Unterhaltungswert der für Zwischendurch reicht“

Die Bücherjägerin
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Die Bücherjägerin ist ein schönes Buch über Trauer, Trauerbewältigung und den Umgang mit dem Tod geliebter Menschen.
Verpackt werden diese Themen in die Geschichte von Sarah, die nach dem Tod Ihrer Tante ...

Die Bücherjägerin ist ein schönes Buch über Trauer, Trauerbewältigung und den Umgang mit dem Tod geliebter Menschen.
Verpackt werden diese Themen in die Geschichte von Sarah, die nach dem Tod Ihrer Tante ihr Unternehmen erbt und dort mit einigen Herausforderungen konfrontiert wird.
Auf dem Weg eine dieser Herausforderungen zu bewältigen, begleiten wir sie …

Ich mochte Sarah wirklich gerne, auch Ihre Ansichten, besonders die Meinung, die sie ggü. Ihrer Schwester zu ihrer Ehe vertritt, hab ich geteilt.
Dennoch war mir immer alles zu perfekt.
Weder Sie noch Benjamin scheinen Ecken und Kanten zu haben.
Beide sind genau das, was man einen perfekten Menschen verstehen würde und das wurde mir auf Dauer zu langweilig.

Das Buch ist eine gute Mischung aus realistisch und fantasievoll.
Hier und da hat sich die Geschichte etwas gezogen und der rote Faden war im Mittelteil auch weg.
Jedoch reicht der Unterhaltungswert für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 05.06.2024

"Sex, Drugs & Rock ´n´ Roll"

Daisy Jones & The Six
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Ich habe von der Autorin bereits „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ gelesen und es war ein Highlight.
Deswegen war ich etwas enttäuscht, dass dieses Buch nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.
Es ...

Ich habe von der Autorin bereits „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ gelesen und es war ein Highlight.
Deswegen war ich etwas enttäuscht, dass dieses Buch nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.
Es kann natürlich nicht jedes Buch ein Volltreffer sein …

Die Art der Erzählungen finde ich erfrischend gut, weil bisher kaum ein Buch gelesen habe, dass in Form eines Interviews geschrieben wurde.
Doch gerade zum Anfang so viele verschiedene Personen kennenzulernen und das in sehr kurzen Sequenzen ist äußerst schwer.
Ich habe oft den Überblick verloren und musste zurückspulen, wer nochmal wer ist.
Im Laufe des Buches wird das besser, weil die Sequenzen länger werden und zu den unterschiedlichen Fragen, meistens nur 3-4 Leute etwas erzählen.

Als Leser hatte ich wirklich das Gefühl diese Rockband auf Ihren Höhen und Tiefen ihrer Karriere zu begleiten.
Natürlich hat es auch geholfen, dass die Autorin sich dem typischen Rockband-Klischee „Sex, Drugs & Rock 'n' Roll“ bedient hat.
Dadurch wurde die Geschichte natürlich hervorsehbar und auch das Ende des Buches war entsprechend nicht sehr überraschend.

Ich kann den Hype des Buches durchaus verstehen, aber mir hat neben meinen Kritikpunkten einfach das gewisse Etwas gefehlt.
Das Buch konnte mich nicht so einnehmen, wie es bei anderen Büchern der Fall war.

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Veröffentlicht am 05.06.2024

"Hollywoods Schattenseiten"

Running up that Hill
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Ich mag Hollywoodgeschichten mit ihrem Glamour, dem Luxus und den ganzen anderen Faktoren, die damit einhergehen, immer sehr gerne.
Leider konnte mich diese Geschichte nicht 100%ig abholen.

Das Grundgerüst ...

Ich mag Hollywoodgeschichten mit ihrem Glamour, dem Luxus und den ganzen anderen Faktoren, die damit einhergehen, immer sehr gerne.
Leider konnte mich diese Geschichte nicht 100%ig abholen.

Das Grundgerüst der Geschichte hat mir super gefallen, nur in der Umsetzung hat es in meinen Augen gehapert.
Ich hatte während des Lesens oft das Gefühl, dass der eigentliche Fokus des Buches nicht auf den Protagonisten und ihrer Liebesgeschichte liegt, sondern auf den ganzen Nebenhandlungssträngen.
Die Nebenhandlungsstränge sind gut gewählt und haben das Ziel bestimmte Themen zu entstigmatisieren (Probleme von Transgendern, das Rollenbild der Frau etc.).
Prinzipiell finde ich es schön, wenn solche Themen in Romance-Büchern behandelt werden, aber eben als Nebenhandlungsstrang und nicht als Fokusthema.
Ich kaufe einen Liebesroman schließlich für die Lovestory und nicht für die Nebenhandlungsstränge …

Haley hat mich schnell für sich einnehmen können.
Sie ist eine sehr sympathische Protagonistin, die laufend für ihre Daseinsberechtigung in Hollywood kämpfen muss und dabei bedauerlicherweise öfter in moralische Zwickmühlen gerät.
Wyatt ist der typische Goodguy und genau da war das Problem.
Er war einfach zu glatt, zu perfekt.
Ich mag es, wenn Charaktere Ecken und Kanten haben, das macht sie menschlicher und damit sympathischer.
Im echten Leben ist auch niemand perfekt.
Dadurch ist die Beziehung, die sich zwischen den beiden Protagonisten und letztendlich ihre Liebesbeziehung, nicht bei mir angekommen.

Das Ende ist gut gewählt.
Es ist kein Cliffhanger, der einen aus den Socken haut, aber ein offenes Ende, dass einen zum Weiterlesen motiviert.

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