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Veröffentlicht am 14.07.2024

Schöne Story, wäre aber noch ausbaufähig

How to Seduce a Sorcerer
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Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Planet! (31. Mai 2024)
ISBN-13: 978-3522508681
Lesealter: Ab 16 Jahren
Preis: 16,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Schöne Story, wäre aber noch ausbaufähig

Inhalt:
Liora ...

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Planet! (31. Mai 2024)
ISBN-13: 978-3522508681
Lesealter: Ab 16 Jahren
Preis: 16,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Schöne Story, wäre aber noch ausbaufähig

Inhalt:
Liora lebt mit ihren jüngeren Geschwistern Kaida und Tian sowie einem Alkoholiker als Vater zusammen. In ihrer Heimat hat ein Krieg die ganze Wirtschaft zunichte gemacht und es herrscht Armut und Hunger. Als Liora das Angebot bekommt, die Ehefrau des verruchten Zauberers Jaro auf der Burg zu werden, nimmt sie notgedrungen an. Denn im Gegenzug wird nicht nur sie, sondern auch ihre Familie versorgt werden. Doch das Leben auf der Burg erweist sich als ganz anders als gedacht. Jaro ist arrogant und abweisend und überlässt Liora sich selbst. Beim Erkunden der Burg findet sie schließlich heraus, was Jaro den ganzen Tag macht: Er kümmert sich liebevoll um allerlei Fabelwesen.

Meine Meinung:
Mich hat die Idee zu diesem Buch sehr stark angesprochen, auch das Cover gefällt mir gut. Leider war es inhaltlich dann für mein Empfinden nicht durchgehend gelungen. Es fängt schon mit der Protagonistin Liora an, die zu Beginn zwar tapfer alles Erdenkliche tut, um ihrer Familie über die Runden zu helfen, mir aber auf jeder Seite die Ohren voll jammert, wie schlecht es ihr und ihren Geschwistern geht. Das fand ich ziemlich nervig und hat mich auf Abstand gehalten. Später wird es dann zum Glück besser. Da mochte ich Liora richtig gerne.

Am besten haben mir aber die ganzen Fabelwesen gefallen. Einige davon lernen wir sehr gut kennen, andere werden nur kurz erwähnt. Das war für mich aber in Ordnung. Ihr gesamtes Lebensumfeld fand ich einfach faszinierend.

Der Schreibstil ist meistens ganz schön, manchmal aber auch etwas holprig, wohl weil die Autorin es zu gut meinte und eine besondere Formulierung wollte. Oft passt diese dann aber gar nicht richtig. Hinzu kommt, dass einige Dinge, die zunächst erwähnt wurden, einfach nicht mehr weitergeführt werden. Und manchmal scheinen sich die Protagonist*innen absichtlich doof anzustellen, damit eine spannende Konsequenz entstehen kann. Für mich blieben am Ende noch einige Fragen offen, vor allem was die Gesellschaft und die Magie angeht. Hier ist also definitiv noch Luft nach oben. Wer sich aber einfach berieseln lassen möchte, ohne groß nachzudenken, wird mit diesem Einzelband ganz gut unterhalten.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 26.06.2024

War leider nicht meins

Geparkt
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Format: Hörbuch
Verlag: ArgonVerlag
Sprecherin: Susanne Fröhlich
Lauflänge, gekürzt: 8 Stunden, 33 Minuten

War leider nicht meins

Inhalt:
Als Monika den smarten Sven kennenlernt, scheint sich ihr Leben ...

Format: Hörbuch
Verlag: ArgonVerlag
Sprecherin: Susanne Fröhlich
Lauflänge, gekürzt: 8 Stunden, 33 Minuten

War leider nicht meins

Inhalt:
Als Monika den smarten Sven kennenlernt, scheint sich ihr Leben zum Besten zu wenden. Sven ist vermögend, großzügig und aufmerksam. Als er ihr anbietet, auf seiner Finca auf Mallorca zu leben, wo er sie jedes Wochenende besuchen will, bricht sie alle Verbindungen zu ihrem alten Leben ab und stürzt sich ins süße Nichtstun. Doch leider dauert es nicht lange, bis Sven eine Nachfolgerin gefunden hat und Monika einfach rausschmeißt. Die sinnt auf Rache …

Meine Meinung:
Ich liebe die meisten Romane von Susanne Fröhlich, deren humorvolle Ader in der Regel genau auf meiner Linie liegt. Leider nicht bei diesem Roman. Zwar fand ich es klasse, wie sich nach und nach immer mehr Frauen zusammentun und an dem Racheplan, der schließlich auch noch einen anderen Mann einschließt, mitzuwirken, aber die Taten, mit denen die Frauen sich rächen, haben mir überhaupt nicht zugesagt. Das war nicht witzig, klang für mich eher nach Kindergarten und war zum Teil auch weit unter der Gürtellinie. Damit konnte ich persönlich einfach nichts anfangen. Sicher gibt es aber genügend Leserinnen, die sich an so etwas erfreuen können. Meins war’s halt nicht.

Gelesen wird das Buch von der Autorin selbst. Hier haben mir vor allem die gemäßigt hessischen Dialoge gefallen, die mit Svens Eltern geführt werden, einem absolut liebenswerten Ehepaar, das mich in seiner Art sehr an Andrea Schnidts Schwiegervater Rudi erinnert hat.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 25.06.2024

Meine anfängliche Begeisterung ließ leider schnell nach

Die unendliche Reise der Aubry Tourvel
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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: HarperCollins (25. Juni 2024)
ISBN-13: 978-3365004852
Originaltitel: A Short Walk Through a Wide World
Übersetzung: Alexander Weber
Preis: 24,00 €
auch als E-Book ...

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: HarperCollins (25. Juni 2024)
ISBN-13: 978-3365004852
Originaltitel: A Short Walk Through a Wide World
Übersetzung: Alexander Weber
Preis: 24,00 €
auch als E-Book erhältlich

Meine anfängliche Begeisterung ließ leider schnell nach

Inhalt:
Paris, 1885. Die neunjährige Aubry wird von einer seltsamen Krankheit befallen. Wenn sie sich länger an einem Ort aufhält, fängt sie an zu bluten und erleidet am ganzen Körper unsägliche Schmerzen und Krämpfe. Wenn sie nicht sofort weiterzieht, wird sie sterben. So wandert sie zunächst mit ihrer Mutter, dann allein kreuz und quer durch die Welt. Die einzigen Orte, an denen es ihr gutgeht, sind geheime Bibliotheken. Doch auch dort kann sie nicht unendlich lange bleiben.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt wirklich großartig, mit viel Action, Spannung und Atmosphäre und einem wortgewandten Schreibstil. Der Schreibstil bleibt, der Rest leider nicht. Schon bald reibt sich die originelle Grundidee in langatmigen Wiederholungen mit immer neuen Namen auf. Die Menschen, denen Aubry auf ihrer Wanderschaft begegnet und die Orte, an die es sie alle zwei bis vier Tage verschlägt, empfand ich als relativ austauschbar. Aubry selbst lernen wir im Lauf ihres langen Lebens zwar sehr gut kennen, aber alle anderen Figuren bleiben blass.

Auf ihrer Weltreise trifft Aubry natürlich jede Menge Menschen/Stämme/Völker. Hier hätte ich erwartet, etwas über die Bräuche und Sitten rund um den Erdball lernen zu dürfen, aber davon war leider kaum die Rede. Es gibt ein paar Lebensweisheiten und ein bisschen Philosophie, ansonsten nur ein großes Rätsel um diese kuriose Krankheit, die Aubry seltsamerweise schon als Kind einfach so hinnimmt und von sich aus ihr Leben danach ausrichtet.

Die im Klappentext angepriesenen „unendlich viele[n] Abenteuer“ sind gar nicht so viele und werden mit wenigen Sätzen abgehandelt. Und die „Menschen, die ihr sehr viel bedeuten“ spielen eigentlich keine Rolle mehr, wenn Aubry sie nach wenigen Tagen wieder verlassen muss.

Ich war wirklich bereit, mich auf diese ungewöhnliche Geschichte einzulassen, aber leider konnte mich die Umsetzung nicht begeistern. Durch die kurze Zeitspanne, die Aubry jeweils nur an einem Ort bleiben kann, wird man ziemlich durch die Handlung gehetzt und kann nicht besonders tief eintauchen. Schade, ich hatte mir nach der Leseprobe mehr erhofft.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 25.05.2024

Für mich ist das kein Thriller

Das Waldhaus
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Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. März 2024)
ISBN-13: 978-3442495382
Originaltitel: The Daughter
Übersetzung: Ivana Marinović
Preis: 16,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Für ...

Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. März 2024)
ISBN-13: 978-3442495382
Originaltitel: The Daughter
Übersetzung: Ivana Marinović
Preis: 16,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Für mich ist das kein Thriller

Inhalt:
Die siebenunddreißigjährige Hannah Davidson zieht wieder bei ihrem Vater ein, da er geistig immer mehr verfällt und nicht mehr alleine klar kommt. Während Hannahs Bruder Reece den Vater für den Mörder ihrer Mutter hält, die vor dreiundzwanzig Jahren ums Leben kam, war Hannah immer von dessen Unschuld überzeugt. Doch jetzt hält der Vater Hannah für seine Frau Jen und bittet sie immer wieder um Verzeihung. Hannahs Überzeugung gerät ins Wanken. Sie will nun endlich den Mörder ihrer Mutter finden und beginnt im Wespennest zu stochern …

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung hörte sich für mich sehr gut an, Thriller liebe ich, und neuen Autor*innen gebe ich gerne eine Chance. Aber „Das Waldhaus“ hat mich doch ziemlich ernüchtert. Ein Thriller ist das in meinen Augen beileibe nicht. Eher könnte man es als Familiendrama bezeichnen.

Das Gute: Die Handlung ist einigermaßen stringent …

Das weniger Gute: … leider aber auch in weiten Teilen vorhersehbar. So war mir schon sehr früh klar, wer Hannahs Mutter getötet hat.

Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi. Es fiel mir leicht, das Buch aus der Hand zu legen und eine Pause zu machen, denn so richtig spannend ist es nicht. Erst auf den letzten Seiten kommt ein bisschen Action auf.

Die Hauptfiguren sind allesamt ziemlich unsympathisch und wirken irgendwie psychisch lädiert, paranoid, arrogant und narzisstisch. Ich konnte mich weder für die Protagonistin noch für ihren Bruder erwärmen. Es war mir im Endeffekt piepschnurzegal, wie ihre Geschichte sich entwickelt. Die einzige interessante Person, der ehemalige Detective, der damals in dem Mordfall an der Mutter ermittelt hat, kommt leider viel zu kurz. Da hätte man viel mehr draus machen können.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 13.05.2024

Ein Wohlfühlroman

Das Licht in den Birken
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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Wunderlich (14. Mai 2024)
ISBN-13: 978-3805201117
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein Wohlfühlroman

Inhalt:
Thea, Mitte 50, hat die letzten ...

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Wunderlich (14. Mai 2024)
ISBN-13: 978-3805201117
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein Wohlfühlroman

Inhalt:
Thea, Mitte 50, hat die letzten Jahrzehnte in Portugal verbracht. Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden kehrt sie nach Deutschland zurück. Hier zieht sie mit ihren beiden Ziegen auf dem tief verschuldeten Gnadenhof des griesgrämigen Benno ein. Und bald gesellt sich die junge Juli zu den beiden, die sich beim Wandern verletzt hat und nicht weiter kann. Zu dritt versuchen sie, den Hof zu retten und nebenbei noch ihre ganz privaten Probleme zu lösen.

Meine Meinung:
Mit ihren Kriminalromanen um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn konnte mich Romy Fölck regelmäßig begeistern. Deshalb wollte ich es auch einmal mit einem ihrer Bücher aus einem anderen Genre versuchen. Leider war dies für mich ein relativer Fehlversuch.

Der Schreibstil ist sehr gefällig, und die Perspektivwechsel zwischen Thea, Benno und Juli gut gelungen. Wir lernen alle drei einigermaßen kennen, allerdings geht die Charakterisierung nicht wirklich in die Tiefe. Ich hätte gerne noch viel mehr über diese drei Personen erfahren.

Die Story empfand ich als ziemlich unrealistisch: Es treffen zufällig drei Menschen aufeinander, die alle von ihrem Kind bzw. als Kind von einem Elternteil getrennt wurden. Daneben gibt es natürlich auch noch weitere Probleme, um die Handlung ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten.

Unsere drei Protagonist*innen sind zunächst einmal so grundverschieden, dass die Fetzen fliegen. Sie raufen sich jedoch ganz schnell zusammen und ziehen dann an einem Strang. Die Geschichte ist leider absolut vorhersehbar, daran ändern auch die kleinen Stolpersteine, die Thea, Benno und Juli in den Weg gelegt werden, nichts. Und am Ende löst sich alles in Wohlgefallen auf. Mit einem tiefen Seufzer und einem wohlwollenden Lächeln im Gesicht klappte ich das Buch nach dem Lesen zu. Und trotz einiger Denkanstöße, die die Autorin mit dieser Geschichte gibt, wird das Buch bei mir wohl leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

★★★☆☆