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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2024

Zu junge Protagonistin

The Monet Family – Shine Bright Like a Treasure
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Zugegeben habe ich mir dieses Buch nur gekauft, weil ich Rosen liebe. Vor allem Rote. Und da sowohl das Cover als auch der Farbschnitt eine rote Rose zeigen, konnte ich nicht widerstehen.
Bereut habe ich ...

Zugegeben habe ich mir dieses Buch nur gekauft, weil ich Rosen liebe. Vor allem Rote. Und da sowohl das Cover als auch der Farbschnitt eine rote Rose zeigen, konnte ich nicht widerstehen.
Bereut habe ich es nicht. Das Buch hat mich nicht gelangweilt, jedoch auch nicht unfassbar abgeholt. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Zum einen ist der Schreibstil zwar in Ordnung, allerdings nichts Besonderes. Er lies sich gut verstehen und es hat an sich Spaß gemacht Hailies Werdegang zu verfolgen.
Hier liegt allersings mein erster Kritikpunkt. Zu Beginn des Romans ist Hailie noch 14 Jahre alt. Ihre Mutter stirbt bei einem Unfall. Sie steht unter Schock und wird nicht betreut, bis sie erfährt, dass sie 5 Brüder hat und zu ihnen kommen soll. Erstens: ein 14 jähriges Mädchen ohne Betreuung nach dem Tod ihrer Mutter alleine zu lassen finde ich heftig und schwer vorstellbar. Auch, dass sie den Flug von England in die Staaten alleine antritt, obwohl sie immer noch trauert. Außerdem finde ich es von ihren ach so fürsorglichen Brüder auch nicht so ganz korrekt, dass sie Hailie nicht die Chance geben, ihre Trauer zu bewältigen. Sie bekommt sofort Regeln vorgeschrieben und niemand bietet ihr an, eine Vertrauensperson, sei es ein Psychologe, zu konsultieren.
Ein bisschen langweilig wurde es dann irgendwann doch, weil die Ereignisse, die vorkommen, sich zwar unterscheiden, aber immer nach einem bestimmten Muster ablaufen und nicht wirklich am Handeln oder der Denkweise der Charaktere etwas ändern.
Ansonsten sind die Charaktere alle für sich allein gestellt. Sie haben klare Charakterzüge und können gut voneinander unterschieden werden, sodass hier keine Verwechslungen stattfinden.
(view spoiler)
Alles in einem konnte ich bei dem Buch - das ich übrigens als Hörbuch konsumiert habe - abspannen und war an sich gut unterhalten.
Lesen werde ich den zweiten Band jedoch nicht. Wenn es ihn als Hörbuch gibt, mal schauen.

~ Je

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Gespaltene Meinung

The Hurricane Wars
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"The hurricane wars" lässt sich typrisch in die Sparte Romantasy einordnen. Enemies to lovers. Ein altbekanntes Schema, wer das mag, wird das Buch auch mögen. Und ich muss sagen, die Grundidee ist auch ...

"The hurricane wars" lässt sich typrisch in die Sparte Romantasy einordnen. Enemies to lovers. Ein altbekanntes Schema, wer das mag, wird das Buch auch mögen. Und ich muss sagen, die Grundidee ist auch wirklich sehr schön, auch wenn es einige Dinge gab, die mich sehr gestört haben. Aber fangen wir bei den grundlegenen Dingen an:
Das Magiesystem: Ein gut durchdachtes System, das Überraschungen birgt.
Protagonisten: Ich mag Alaric sehr viel mehr, denn sein Charakter scheint gut durchdacht zu sein, während man bei Talasyn oft das Gefühl hat, dass sie sich nur beschwert und sehr sprunghaft ist. Dennoch benehmen sich beide in manchen Beziehungen ziemlich dumm. SPOILER: Alaric checkt nicht, was in Nenavar ab geht, dass seine Feinde sich da verstecken, selbst nicht, als er Talasyn darauf anspricht, weshalb sie erst nach der entgültigen Niederlage zurückgekehrt ist bzw. dass sie ja wusste, dass sie in Nenavar unter kommt (warum also nicht auch ihre Verbündeten?? Alaric, denk doch mal nach!). Und Talasyn labert die ganze Zeit, wie sehr Alaric sie hasst, obwohl er sie küsst und ihr ständig näher kommt und was weiß ich. Das wirkt dann doch etwas unrealistisch und gestellt.
Story: Ist ganz in Ordnung, die Grundidee ist überzeugend, leider muss ich sagen, dass sich Wortlaute und Situationen oft wiederholen. SPOILER 3/4 des Buches spielt in Nenavar und der einzige Plotpunkt ist, dass Alaric und Talasyn heiraten sollen, sich streiten, küssen und wieder streiten, Talasyn bereut es, küsst ihn dann wieder usw. irgendwann nervt ihr: "ach, der hasst mich und will nix von mir." Bissl idiotisch von ihr, aber gut.
Was mich auch gestört hat SPOILER, ist Sols Tod zu Beginn des Buches, denn er nimmt keinen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte. Ich finde es dann immer sehr mies, einen Familienvater mal eben sterben zu lassen. Jeder weiß, dass Krieg grausam ist, da muss man nicht noch einen drauf setzen. Das hat mich bei Fourth Wing gestört und bei Divine Rivals und jetzt auch hier. Unnötige Charaktertode, die nicht zur Story beitragen finde ich schlicht vermeidbar. Aber gut, das ist wohl ansichtssache.
Das Buch lies sich trotz allem gut lesen und ich werde auch Band 2 und 3 der Trilogie noch lesen, wenn es so weit ist. Vielleicht verschwinden dann einige der störenden Aspekte und es wird besser.
Außerdem ist die Aufmachung des Buches sehr schön und damit meine ich nicht den Farbschnitt, sondern die Veredelung des Covers an sich unter dem Schutzumschlag. Wenn es jetzt nur keine Goldfolie wäre, die sich beim Lesen durch den Schweiß ablöst...

~ Je

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Lust über Verstand

Empire of Sins and Souls 2 - Das gestohlene Herz
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Ich mochte die Schattenthron Dilogie von Beril Kehribar wirklich sehr, weshalb ich mich gefreut habe, dass die Autorin eine weitere Trilogie veröffentlichen wird.
Den ersten Teil habe ich als Hörbuch gehört, ...

Ich mochte die Schattenthron Dilogie von Beril Kehribar wirklich sehr, weshalb ich mich gefreut habe, dass die Autorin eine weitere Trilogie veröffentlichen wird.
Den ersten Teil habe ich als Hörbuch gehört, und ich fand ihn an sich echt gut, auch wenn ich nicht mit er Direktheit der Sprache oder den vielen Smut-Szenen gerechnet hatte. Anders als erwartet, trotzdem gut. Das einzige, was mich gestört hat, waren teilweise die Sexszene, da sie einfach unpassend waren. Die Protagonistin war in Trauer oder anderen Momenten, aber Sex geht immer.
Nun aber zu Band zwei. Die Rezension könnte Spoiler enthalten, wenn auch nur indirekt!
Ich habe das Buch gelesen, es war spannend, die Story hat Spaß gemacht zu verfolgen und ich finde vor allem Kas einen sehr interessanten Charakter. Er ist misteriös und weiß über seine Sünden, steht jedoch zu ihnen und ist nicht hinterm Rücken doch der Softy, wie es so oft so ist.
Zoe war an sich auch in Ordnung, es war schön zu beobachten, wie ihr Charakter sich wandelt und sie lernt, mit ihrer Situation umzugehen.
Alexeis Verhalten dagegen hat mich gestört. Er redet davon, dass er Zoe über alles liebt, doch ich habe nur das Gefühl, dass er Zoe ausnutzt und sobald sie nicht mehr funktioniert, ist er wütend und abweisend zu ihr. Dabei möchte ich ihn eigentlich mögen...
Auch hier haben mich teilweise die Sexszenen wieder gestört. Alle Charaktere werden geil, sobald sie Blut trinken oder Blut von ihnen getrunken wird und dann fallen sie in den unpassensten Momenten übereinander her... das ist etwas, das ich nicht verstehen kann, aber vermutlich bin ich einfach dann doch nicht so sehr die Zielgruuppe. Schade, dass es kaum noch Fantasy mit einer Liebesgeschichte, aber ohne Sexorgien gibt.

~Je

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Kann man, muss man aber nicht lesen

Meine Lieblingsfarbe in unserem Ozean
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Ich habe mir wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, auch, weil ich Schildtröten (ja, mit Absicht falsch geschrieben) ebenfalls wie Kalea liebe.
Leider hat mich das Buch ziemlich enttäuscht. Aufgrund der ...

Ich habe mir wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, auch, weil ich Schildtröten (ja, mit Absicht falsch geschrieben) ebenfalls wie Kalea liebe.
Leider hat mich das Buch ziemlich enttäuscht. Aufgrund der sehr guten Bewertungen, habe ich wirklich mehr erwartet.
Mein Review enthält Spoiler!
Ich fange mit meinem größten Kritikpunkt an. Vorab möchte ich allerdings klar machen, dass ich nichts gegen Tattoos habe. Jedem das seine. Aber was mich wirklich das ganze Buch lang gestört hat ist die Tatsache, dass Kalea das ganze Buch über Geldsorgen hat. Etliche unbezahlte Rechnungen und Mahnungen, sie ist froh, dass der Strom noch nicht abgestellt wurde. Soweit so gut. ABER: Sie hat unzählige Tattoos auf dem Körper. Und wie wir alle wissen, sind Tattoos alles andere als günstig. Als sie sich im späteren Verlauf des Buches einen Cocktail bestellt, meint sie, dass sie sich auch selbst mal was gönnen darf. Was sind denn dann die Tattoos? Es ist nicht klar ersichtlich, dass sie anfangs über genügend Geld verfügte. Deshalb löst sich ehrlich gesagt die gesamte Logik für mich auf.
Auch Lio ist nicht wirklich besser. Er meint, seine Eltern können sich nur schwer über Wasser halten, spenden Kalea dann aber am Ende des Buches 1725$. Passt für mich auch nicht so wirklich zusammen.
Und von ihrem reichen Freund nimmt sie nix an. Hm...
Auch schade fand ich, dass nicht auf die Nebencharaktere nochmals eingegangen wurde, sondern immer nur Andeutungen gemacht wurden. Vieles bleibt dunkel und viele Fragen für mich offen. Schade.
Das Buch zieht sich auch ein wenig und wieder typisch ist dieses: ich kenne dich kaum, aber lass uns Sx haben. Sry, das nervt mich sehr. Die ganze Zeit sind die beiden sich unsicher, was mit dem jeweils anderen ist, fallen dann aber übereinander her. Ist das wirklich normal? Weshalb finden alle Frauen in Romance Büchern, die ich bis jetzt gelesen habe, Sx so geil?
Was war positiv? Ich weiß ehrlich gesagt nicht so genau. Die Schildkröten geraten ziemlich in den Hintergrund.
Zumindest der Wert der Freundschaft und Liebe wird ziemlich hervorgehoben. Das fand ich wirklich süß. Und auch die Story an sich ist nciht schlecht.

Nichtsdestotrotz möchte ich der Autorin nicht die Arbeit absprechen, denn es ist schön, dass sie ihren Lesern eine Geschichte gibt, die einige auch sehr schön finden. Meinungen und Geschmäcker gehen nun mal auseinander.
Dennoch. Geldnot, aber Tattoos, versteh ich einfach nicht.

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Enttäuschung

When The Moon Hatched
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Die folgende Rezension enthält Spoiler in manchen Abschnitten.
Sehr coole Idee, bei der die Umsetzung leider dürftig ist.
Mal wieder bin ich auf einen Hype auf TikTok reingefallen und habe mich sehr auf ...

Die folgende Rezension enthält Spoiler in manchen Abschnitten.
Sehr coole Idee, bei der die Umsetzung leider dürftig ist.
Mal wieder bin ich auf einen Hype auf TikTok reingefallen und habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Als es erschien habe ich gleich angefangen es zu lesen und ... Ich wurde sehr enttäuscht. Meine anfängliche Freude ebbte schnell ab und verwandelte sich in Langeweile und Momente, die - Jugendsprache - ziemlich cringe waren.
Aber besser von vorne: die Protagonistin ist langweilig. Sie labert das ganze Buch über nur von Rache, dann spielt sie auf stark, nur um doch wieder weich zu sein. Sie hat eine große Klappe und gefühlt nichts dahinter. Einigermaßen verständlich, aber vollkommen nervig.
Der männliche Protagonist ist in Ordnung. Nichts Besonderes, er ist halt da. Einer muss ja die kleine Marry Sue retten.
Das Konzept mit den Drachen und wie diese sterben ist sehr interessant und gut ausgebaut. Leider gibt es viele verschiedene Arten und ich kam durcheinander. Im Anhang befindet sich allerdings ein Register, der hilft.
Zur Story: an sich gut erzählt, aber extrem zäh. Es passiert kaum etwas und der Plotttwist ist nicht mehr überraschend sondern vorhersehbar.
Und dann das "cringe". SPOILER. Was geschieht da in der Küche? Ich fand die Szene einfach nur abstoßend und kein bisschen sexy. Ich fand es sogar entwürdigend in der heutigen Zeit. Die Frau befummelt sich selbst, um den Mann scharf zu machen, setzt sich zu einem Objekt herunter, nur um einem Gespräch aus dem Weg zu gehen. Ganz ehrlich, das geht auch anders. Zum Beispiel mit gesunder Kommunikation.
Auch das Ende hat mich genervt, weil es sinnbefreit ist. Eine Prinzessin spaziert in der Weltgeschichte rum und natürlich wird sie vom selben Mann gefoltert, der schon die Hauptprotagonistin hatte. Natürlich. Irgendwo muss es ja weiter gehen.
Alles in einem, einfach nur enttäuschend und dämlich. Ich hatte wirklich mehr erwartet...
~Je

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