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Veröffentlicht am 07.12.2024

Ein Wälzer mit Stärken und Schwächen

Ever & After, Band 2: Die dunkle Hochzeit (Knisternde Märchen-Fantasy der SPIEGEL-Bestsellerautorin Stella Tack)
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Ever & After. Die dunkle Hochzeit. ist der zweite Band der Trilogie rund um die Familien der Märchenfigurnachkommen. Ich habe Band 1 gerne gelesen respektive gehört und habe mich deshalb auf Band 2 gefreut. ...

Ever & After. Die dunkle Hochzeit. ist der zweite Band der Trilogie rund um die Familien der Märchenfigurnachkommen. Ich habe Band 1 gerne gelesen respektive gehört und habe mich deshalb auf Band 2 gefreut. Was mir als erstes aufgefallen ist, ist die Seitenzahl. Der zweite Teil der Reihe ist dicker als der erste und das fällt auf. Leider mir negativ, denn die Ereignisse überschlagen sich immer wieder und selbst für mich als Vielleser der Fantasy, war es zu viel. Irgendwann ist so viel passiert und die Story wurde so komplex, dass ich abgeschaltet habe und nur noch das Nötigste aufgenommen habe. Das war sehr schade. Denn das, was passiert ist, war teilweise weniger relevant und meiner Meinung nach ein bisschen in die Länge gezogen, weshalb ich, als ich das Buch zugeschlagen habe, einfach nur froh war, fertig zu sein. Das ständig hin- und her war irgendwann ermüdend.
Nichtsdestotrotz finde ich die Charaktere weiterhin gut ausgebaut und gerade der Anfang ist sehr spannend. Der Schreibstil von Stelle Tack ist flüssig und lässt sich im Allgemeinen sehr gut lesen. Ich finde es schön, dass alle Charaktere weder schwarz noch weiß sind. Selbst Boo und Rain nicht.
Allerdings finde ich, dass es kleien Logikfehler gibt, beziehungsweise vor allem ein Aspekt nicht gut ausgebaut war. SPOILER: Das war die Spaltung von Rain in Gut und Böse. Denn die Gute Rain ist einfach nur noch Rain. Die böse Rain ist eine gnadenlose Rain, aber trotzdem noch Rain. Sie ist zwar sadistisch veranlagt, aber in Grunde noch Rain. Bei Black und Boo finde ich es deutlich besser dargestellt.
Ein letzter Kritikpunkt ist die Stellenweise unnötige Grausamkeit und Gewalt. Damit meine ich nicht jene, die für das Vorankommen der Story an sich relevant ist, sondern die, die einfach nur unnötig eingebaut ist, um einfach grausam zu sein. Das kann ich gar nicht und leider habe ich das Gefühl, dass immer öfter in Büchern darauf zurückgegriffen wird.
Es ist immer viel einfacher, negative Punkte zu beschreiben, als das Positive hervorzuheben. Ich habe viel Respekt vor Stella Tack, denn diese Trilogie ist trotz meiner Kritikpunkte richtig gut und ich werde auch den dritten Band noch lesen, wenn auch ich hoffe, dass dieser weniger komplex und ein bisschen freundlicher geschrieben ist.

~Je

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Fitzek halt

Die Therapie
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Fitzeks Bücher sind einfach und schnell zu lesen, weshalb ich bei einer langen Autofahrt als Mitfahrer erneut zu einem seiner Romane gegriffen habe. Dieses Mal zu seinem Thrillerdebüt "Die Therapie".
Der ...

Fitzeks Bücher sind einfach und schnell zu lesen, weshalb ich bei einer langen Autofahrt als Mitfahrer erneut zu einem seiner Romane gegriffen habe. Dieses Mal zu seinem Thrillerdebüt "Die Therapie".
Der Einstieg ist recht zäh und es hat mehrere Kapitel gebraucht, bis mich das Buch gefesselt hat. Doch dann wurde es doch recht interessant, wenn auch ich mit meiner Vermutung wieder richtig lag. Das Ende konnte ich allerdings nicht ganz erraten, was aber daran liegen kann, dass wieder ein recht junges Kind involviert war. Natürlich lässt der Klappentext dies vermnuten, doch ich bin nicht von solch einer Härte ausgegangen.
Das Ende ist wieder rapide, die Ereignisse überschlagen sich und nichts soll so sein, wie es scheint. Nur, dass mich 75% des Twists nicht überrascht haben.
Trotzdem denke ich, dass dieses Buch ein sehr gelungenes Debüt ist.
Es fällt mir leicht Fitzeks Bücher an einem Tag durchzulesen.
~Je

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Toller Abschluss

Grace (Academy of Dream Analysis 2)
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Mit Grace schließt die Autorin Ruby Braun ihre Dilogie rund um die ADA ab. Ich habe Vengeance verschlugen und habe mich umso mehr auf den Abschlussteil gefreut. Als er endlich erschien, habe ich ihn mir ...

Mit Grace schließt die Autorin Ruby Braun ihre Dilogie rund um die ADA ab. Ich habe Vengeance verschlugen und habe mich umso mehr auf den Abschlussteil gefreut. Als er endlich erschien, habe ich ihn mir sogleich zugelegt und nun endlich zu Gemüte geführt.
Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn einige Fragezeichen über meinem Kopf schweben hatte, denn ich konnte mich nicht mehr ganz des Endes von Band 1 entsinnen. Da dies der Erzählung jedoch keinen Abriss tat, habe ich es akzeptiert und weiter gelesen. Der Zusammenhang an sich war trotz dessen klar.
In der Sichtweise von Nemesis wurden zumindest für ihre Charakterstory einige Aspekte von Band 1 wiederholt, was ich als angenehm empfand. So konnten einige Erinnerungen wieder erweckt werden und ich konnte schneller in ihren Teil der Geschichte finden.
Was ich allerdings anmerken möchte ist, dass die Geschehnisse mit der Zeit ziemlich vorhersehbar werden und mich nicht mehr wirklich überraschen konnten. Es gab (zu) viele Andeutungen, die schnell auf das große Ganze schließen ließen.
Genau aus diesem Grund war ich vom Ende des Romans doch ziemlich enttäuscht. Denn das ganze Geschehen endet sehr abrupt und ehrlich gesagt hätte ich mir lieber noch zwei oder drei Kapitel gewünscht, um das Ende abzurunden. Deshalb gibt es von mir auch nur 4 Sterne, anstelle der möglichen 5. Im Epilog wird auf die Schnelle das Übrige erklärt, doch der weitere Werdegang von zu vielen Charakteren bleibt für mich persönlich unbefriedigend offen.

~Je

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Nett zu lesen

Sisters of Sword and Shadow (Sisters of Sword and Shadow 1)
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Zwar habe ich aus sicherer Quelle nichts Gutes über das Buch gehört, im Gegenteil, es wurde als recht langweilig beschrieben, stand es auf meinem SuB und wollte gelesen werden. Ich war neugierig, ob ich ...

Zwar habe ich aus sicherer Quelle nichts Gutes über das Buch gehört, im Gegenteil, es wurde als recht langweilig beschrieben, stand es auf meinem SuB und wollte gelesen werden. Ich war neugierig, ob ich den Anfang auch zäh und langwierig finden würde, doch so war es nicht.
Schon das erste Kapitel von "Sisters of Sword and Shadow" hat mich gecatched und so habe ich das Buch an zwei Tagen durchgelesen.
Was mir positiv aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die Protagonisten nicht wie Superhelden dargestellt werden. Sie alle haben - auch wenn das bei manchen erst an einem späteren Zeitpunkt im Geschehen eröffnet wird - ihre Schwächen und auch Cass, die Hauptperson, bleibt in ihrer Rolle. Es ist nicht so, dass sie - aufgewachsen als Bauernmädchen - sofort über die Sitten der Adeligen oder höher Geborenen Bescheid weiß. Sie bleibt unerfahren und lernt die Welt der Ritter nur langsam kennen. Das ist realistisch und war schön zu sehen. Andererseits handelt es sich hier um ein zweischneidiges Schwert, denn für ihr Alter, das zwar nicht genauer definiert ist, aber definitiv über 14 liegen muss, eher bei 16-20, ist Cass und auch die anderen Knappinnen sehr naiv. Das Buch spielt in einer mittelalterlichen Fantasywelt, in der die Artussage eine Rolle spielt. Bei den männlichen Figuren ist das Alter auch recht gut angepasst, 14 Jährige Jungen sind in ihrer Rolle und handeln ihres Alters und dem Aspekt des Mittelalters entsprechend erwachsen, während erwachsene Frauen sich stellenweise doch noch wie kleine Mädchen benehmen. Vor allem im Anbetracht, dass oft Leute durch Waffen getötet werden und auch Kriege und Kämpfe und Grausamkeit vorherrschen. Da macht die Naivität von Cass nicht immer Sinn und wirkt fehlt am Platz.
Das Buch lässt sich zudem sehr flüssig lesen. Die Formulierungen sind deutlich und mir sind keine Stolpersteine aufgefallen.
Auch finde ich es nicht - und das hatte ich befürchtet - zu feministisch angehaucht. Nicht alle Männer sind böse und das Übel, sondern gibt es auch die klare Aussage, dass es welche gibt, die sehr wohl ehrenhaft und gut sind. Das hat mir sehr gut gefallen.
Ein paar Aspelte blieben gegen Ende noch ungeklärt, zum Beispiel, was Cass' Visionen angehen. Aber da ich nach dem lesen festgestellt habe, dass es auf jeden Fall einen zweiten Teil geben wird, denke ich, werde ich auf diesen warten müssen.
SPOILER
[Und auch freue ich mich darauf, dass - hoffentlich - die Beziehung zwischen Cass und Garmelin weiter ausgebaut wird. Schließlich braucht Cass jetzt - da Lily leider verstorben ist... - eine neue treue Schulter, um ihren Kopf darauf zu legen :)

Je~

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Nummer zwei

Der Heimweg
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Der Heimweg ist der zweite Thriller, den ich von Sebastian Fitzek gelesen habe. Ich fand ihn ähnlich gut wie das Kalendermädchen, vielleicht ein bisschen schwacher, denn ich finde das Thema wirklich sehr ...

Der Heimweg ist der zweite Thriller, den ich von Sebastian Fitzek gelesen habe. Ich fand ihn ähnlich gut wie das Kalendermädchen, vielleicht ein bisschen schwacher, denn ich finde das Thema wirklich sehr brutal und abgründig. Ehrlich gesagt, kann oder besser gesagt, will ich mir das in der Realität überhaupt nicht vorstellen. Ich werde später darauf eingehen, doch da dies spoilern würde, bleibe ich zunächst bei den Formalia.
Ich habe beim Heimweg festgestellt, dass es für Fitzek normal scheint, extrem kurze Kapitel zu schreiben. Mir sind diese ein bisschen zu kurz, denn einige könnte man leicht aneinander reihen. Ich weiß, dass die Spannung damit aufgebaut werden soll, aber manchmal ist es störend, die Perspektive mit einem Kapitelwechsel zu ändern. Bei mir hat das die Spannung manchmal unterbrochen.
Ansonsten finde ich den Schreibstil von Fitzek leicht zu lesen und zu verfolgen.
Die nächsten Absätze enthalten SPOILER.
[Was mich ein bisschen entsetzt hat, waren die Kinder, die im Thriller eingebaut wurden. Aus irgendeinem Grund, geht es mir sehr nahe, wenn Kinder in Mitleidenschaft gezogen werden. Hier die beiden Kinder, die beim Brand ums Leben gekommen sind und auch die Tochter der Protagonistin, die schreckliche Dinge mitansehen muss. Aber auch allein die Schilderung, dass die Kinder sich für die Eltern opfern, und von ihrem Vater geschlagen werden. Ich mag es nicht, wenn Kinder unter ihren Eltern leiden.
Was ich auch einmal sehr störend und nicht schlüssig fand war, dass Jules zu dem Zeitpunkt, an dem er erfahren hat, wo sich Klara befindet. Denn noch während das Telefon eine aktive Verbindung hat, sagt sie zu Hendrik, dass die Straßenbahnstation x nur 10 Minuten zu Fuß entfernt ist. Weshalb schickt er keien Hilfe? Natürlich macht es am Ende Sinn, dass er es nicht getan hat, aber zu dem Moment dachte der Leser noch, dass Jules ihr helfen möchte, weshalb sein ausbleibendes Handeln nicht schlüssig erscheint.
Das Ende im Allgemeinen hat mich sehr an Arno Strobel erinnert, denn bei ihm ist es sehr oft so, dass scheinbar unschuldige Personen, die manchmal auch das Opfer sind, zum Täter werden.

~ Je

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