Profilbild von AnnaMagareta

AnnaMagareta

Lesejury Star
offline

AnnaMagareta ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit AnnaMagareta über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2025

Spannend und voller Wendungen

Allein gegen die Lüge
0

„Allein gegen die Lüge“ ist ein packender und mitreißender Thriller des Autors und Anwalts Alex Finlay.

Matt Pine verliert fast seine gesamte Familie durch einen Gasunfall, als diese in Mexiko Urlaub ...

„Allein gegen die Lüge“ ist ein packender und mitreißender Thriller des Autors und Anwalts Alex Finlay.

Matt Pine verliert fast seine gesamte Familie durch einen Gasunfall, als diese in Mexiko Urlaub macht.
Ihm bleibt nur sein älterer Bruder Danny. Dieser wurde wegen Mordes an seiner Highschool-Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt wurde und sitzt im Gefängnis. Er hat stets seine Unschuld beteuert und auch eine TV-Dokumentation über seinen Fall konnte nichts an seinem Schuldspruch ändern.
Das FBI zweifelt daran, dass es sich um einen Gasunfall handelt und Matt ist fest entschlossen die Wahrheit herauszufinden, über den Tod seiner Familie und die Schuld seines Bruders.

Matt Pine ist schwer geschockt nachdem er erfährt, dass seine gesamte Familie - abgesehen von Danny - tot ist. Erneut steht er unfreiwillig im Fokus der Öffentlichkeit und nichts ist ihm wichtiger als die Wahrheit herauszufinden.

In 65 kurzen Kapitel auf nur 496 Seiten baut der Autor eine enorme Spannung auf.
Dabei wechseln die Kapitel zwischen der Gegenwart und den letzten Tagen der Familie Pine. Die Handlung wird rückblickend im Wechsel aus der Sicht der verstorbenen Familienmitglieder erzählt. Dadurch gibt Alex Finlay einen guten Einblick in seine Charaktere, die vielschichtig angelegt sind. Nach und nach erfährt man auch immer mehr über den Fall von Danny und was die mediale Aufmerksamkeit mit der Familie gemacht hat.

Außerdem gibt es noch Auszüge der TV-Dokumentation, die für Abwechslung sorgen, aber meiner Meinung nach für die Handlung nicht zwingend notwendig sind.

Der Schreibstil ist dynamisch und fesselnd zu lesen. Die vielen Zeit- und Perspektivwechsel erfordern ein wenig Konzentration.

Dieses Buch ist ebenso Drama wie Thriller. Die Story ist komplex, mitreißend, teilweise verwirrend und steckt voller Wendungen. Dabei geht es um Verrat, Vertrauen, Schuld, Manipulation, Lügen, Intrigen und vieles mehr.

Mich hat das Buch gefesselt und wer neben Spannung auch ein wenig Drama mag, der liegt mit diesem Thriller genau richtig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2025

Komplizierte Familienverhältnisse

Shanghai Story
2

„Shanghai Story“ ist der Debütroman der in Shanghai Lebenden Autorin Juli Min.

Die Handlung beginnt im Januar 2040 in Shanghai. Im Mittelpunkt stehen Leo Yang, seine Frau Eko und deren drei Töchter Yoko, ...

„Shanghai Story“ ist der Debütroman der in Shanghai Lebenden Autorin Juli Min.

Die Handlung beginnt im Januar 2040 in Shanghai. Im Mittelpunkt stehen Leo Yang, seine Frau Eko und deren drei Töchter Yoko, Yumi und Kiko. Der Familie geht es gut, sie haben ausreichend Geld und alles was man für ein angenehmes Leben benötigt. Neben Familie Yang tauchen zahlreiche Nebencharaktere auf, deren Leben allerdings nicht weiter verfolgt wird.

Juli Min erzählt ihren Roman rückwärts, vom Beginn im Jahr 2040 geht es in die Gegenwart bis in das Jahr 2014. Die Idee fand ich ausgesprochen spannend und hat mich neugierig gemacht. Die Umsetzung hat mich allerdings leider ein wenig enttäuscht. Für mich gibt es im Nachhinein keinen Grund für diese Erzählweise.
Auch wenn mir die Protagonisten nicht unbedingt sympathisch waren, ich fand sie und ihr Leben, ihre Beziehungen zueinander durchaus interessant und insbesondere über einige der Nebencharaktere hätte ich gerne mehr erfahren.

Während des Lesens fehlte mir der rote Faden. Rückblickend betrachtet mag ich das Buch mit seiner verkappten Gesellschaftskritik und der teils poetischen Sprache trotzdem.

Es ist ein faszinierendes Porträt einer dysfunktionalen Familie, das mich nachdenklich zurücklässt. Dennoch wäre hier meiner Meinung nach mehr möglich gewesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 26.01.2025

Die dunkle Seite des Glamours

Not your Darling
0

Mit ihrem Roman „Not your Darling“ nimmt uns die in London lebende Autorin Katherine Blake mit in das Hollywood der 1950er Jahre.

Loretta ist gerade einmal 20 Jahre alt, als sie sich ihren Traum verwirklichen ...

Mit ihrem Roman „Not your Darling“ nimmt uns die in London lebende Autorin Katherine Blake mit in das Hollywood der 1950er Jahre.

Loretta ist gerade einmal 20 Jahre alt, als sie sich ihren Traum verwirklichen will und nach Los Angeles reist, um dort Visagistin zu werden. Allerdings stellt sie schon bald fest, dass in Hollywood nicht der Glamour vorherrscht, den sie sich vorgestellt hat, sondern dass dieses Männern dominiert wird und diese nicht das beste Benehmen haben.

Der Schreibstil von Katherine Blake liest sich angenehm leicht und eingängig. Durch die kurzen Kapitel - 73 auf 400 Seiten - die lebendige Sprache und die ereignisreiche Handlung, ist das Buch schnell gelesen und es kommen keine Längen auf.

Mit Loretta hat sie eine freche und durchsetzungsstarke Protagonistin erschaffen. Obwohl sie noch sehr jung ist, lässt sie sich längst nicht alles gefallen und sie lernt schnell dazu. Gemeinsam mit einigen anderen Frauen weiß sie sich zu wehren.Mir gefiel es, wie unterschiedlich die Charaktere dargestellt wurden und was für ein fester Zusammenhalt zwischen ihnen entstanden ist.

Auch wenn ich Lorettas Handeln in einigen Momenten fragwürdig fand und auch das Ende für meinen Geschmack ein wenig zu rund war, habe ich das Buch gerne gelesen. Die Autorin hat die Schattenseiten Hollywoods und den damaligen Zeitgeist gelungen eingefangen und lebendig werden lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2025

Ein ungewöhnlicher & gelungener Debütroman

Dancing Queen
0

„Dancing Queen“ ist der Debütroman der Autorin und Regisseurin Camila Fabbri.

Die Handlung beginnt dramatisch. Paulina erwacht nach einem Autounfall und weiß nicht wo sie ist und wohin sie wollte. Bei ...

„Dancing Queen“ ist der Debütroman der Autorin und Regisseurin Camila Fabbri.

Die Handlung beginnt dramatisch. Paulina erwacht nach einem Autounfall und weiß nicht wo sie ist und wohin sie wollte. Bei ihr ist die fünfzehnjährige Lara.

Die Beschreibung des Unfalls und Paulinas Gedanken sind sehr detailliert, so dass ich den Unfall direkt vor Augen hatte. Alles wird aus ihrer Perspektive erzählt. Sie ist Mitte dreißig und lebt mit ihrem Freund Felipe und ihrem Hund Gallardo in Buenos Aires.
Es ist interessant ihren Gedanken zu folgen, die zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her springen.

Die Kapitel sind kurz – 27 auf 176 Seiten – und tragen Überschriften, die neugierig machen.
Paulina war für mich keine sympathische Protagonistin, aber eine, die durch und durch authentisch wirkte und das Leben ihrer Generation einfängt.

Camila Fabbris Schreibstil wechselt zwischen Poesie, wundervollen Sätzen und abstoßenden Äußerungen. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie ist es der Autorin gelungen dies gekonnt zu verbinden, ohne dass mich dieser Bruch gestört hat. Im Gegenteil, er passte zu Paulina und ihren Gedanken über das Leben.

Mich hat das Buch durch seinen ungewöhnlichen Schreibstil überrascht und ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2024

Autonome Kinder

Kinder brauchen Flügel, keine Helikopter!
0

„Kinder brauchen Flügel, keine Helikopter!“ ist ein Erziehungsratgeber der kalifornischen Autorin Emily Edlynn.

Letztendlich ist es das Ziel aller Eltern ihre Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen.
Leider ...

„Kinder brauchen Flügel, keine Helikopter!“ ist ein Erziehungsratgeber der kalifornischen Autorin Emily Edlynn.

Letztendlich ist es das Ziel aller Eltern ihre Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen.
Leider ist es dabei nicht einfach das richtige Maß zu finden und genau damit beschäftigt sich die Autorin.
Sie möchte die Selbstständigkeit der Kinder fördern und dadurch die Eltern entlasten.
Dieser Gedanke gefällt mir zunächst einmal ausgesprochen gut.
Auch dass sie hier auf verschiedene Altersstufen eingeht, ist durchaus hilfreich.
Allerdings ist mir der Schreibstil etwas zu ausufernd und ich hätte mir an einigen Stellen gewünscht, dass die Autorin schneller zum Punkt kommt.
Außerdem ist zu merken, dass das Erziehungskonzept für die amerikanische Gesellschaft geschrieben wurde, da es immer wieder Punkte gibt, die hier einfach nicht so richtig in die Gesellschaft passen wollen.

Dennoch enthält dieses Buch viel interessante und hilfreiche Impulse, deren Ziel es ist, durch glückliche, ausgeglichene Eltern selbstbewusste und selbstbestimmte Kinder zu erziehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung