Cover-Bild Our Infinite Fates
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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 01.03.2025
  • ISBN: 9783423400275
Laura Steven

Our Infinite Fates

Michelle Landau (Übersetzer)

Was dich liebt, vernichtet dich. In jedem deiner Leben.
Evelyn kann sich an jedes ihrer früheren Leben erinnern. Auch daran, dass sie in jedem einzelnen davon vor ihrem 18. Geburtstag getötet wurde – ausgerechnet von großen Liebe, der sie auf unerklärliche Weise nicht entrinnen kann. Nur dass sie ihr aktuelles Leben ganz besonders mag und, noch wichtiger, dass ihre Schwester sie für eine Knochenmarktransplantation braucht. Wenn sie ihre Schwester retten und den tragischen Verlauf ihrer Zeit und Raum überdauernden Liebesgeschichte aufhalten will, muss Evelyn:

- die Person finden, die sie seit Jahrhunderten in jedem Leben jagt, 
- herausfinden, warum sie überhaupt gejagt wird, um den Fluch endlich zu brechen, und
- um jeden Preis verhindern, dass sie sich wieder ineinander verlieben …

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Zwischen Ewigkeit und Wiedergeburt: Eine Liebesgeschichte jenseits der Zeit

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"Our Infinity Fates" besticht durch eine bildreiche und atmosphärische Sprache, die besonders in den Szenenbeschreibungen zum Tragen kommt. Die literarischen Einschübe in Form von Poesie-Fragmenten bereichern ...

"Our Infinity Fates" besticht durch eine bildreiche und atmosphärische Sprache, die besonders in den Szenenbeschreibungen zum Tragen kommt. Die literarischen Einschübe in Form von Poesie-Fragmenten bereichern die Erzählung und verleihen ihr eine kunstvolle Dimension. Diese poetischen Elemente sind nicht nur stilistisch gelungen, sondern tragen auch zur Charaktertiefe bei. Die Dialoge wirken authentisch und die emotionalen Momente werden sprachlich feinfühlig umgesetzt, besonders in Schlüsselszenen wie dem ersten Kuss der Protagonisten. Bemerkenswert ist auch, wie die verschiedenen Zeitperioden durch subtile sprachliche Anpassungen voneinander abgegrenzt werden.

Als Hörbuch bringt "Our Infinity Fates" sowohl Stärken als auch Herausforderungen mit sich. Die Sprecherin verleiht den Charakteren durch ihre emotionale Performance Tiefe und Authentizität, auch wenn ihr natürliches Sprechtempo etwas langsam ist (bei 1,25-facher Geschwindigkeit entfaltet sich ein angenehmerer Hörfluss). Besonders beeindruckend gelingen ihr die emotionalen Höhepunkte wie die Hammam-Szene und die Sequenzen in Mali. Die größte Herausforderung des Hörformats liegt in der komplexen Zeitstruktur - die häufigen Wechsel zwischen verschiedenen Epochen und Identitäten sind ohne visuelle Abgrenzungen schwerer zu verfolgen. Akustische Marker für die Zeitenwechsel hätten hier das Hörerlebnis verbessern können. Die intimen Szenen sind geschmackvoll vorgetragen und fügen sich sinnvoll in den Handlungskontext ein.

Der Plot ist ambitioniert konstruiert und verbindet mehrere Zeitlinien zu einer übergreifenden Geschichte über Schicksal und Wiedergeburt. Der Einstieg gelingt durch einen gut dosierten Spannungsaufbau, der neugierig auf die Hintergründe macht. Die zentralen Mysterien - warum die Protagonisten immer wieder wiedergeboren werden und welche Verbindung zwischen ihnen besteht - treiben die Handlung voran. Während die einzelnen Zeitstränge für sich genommen überzeugen, wirkt der Gesamtaufbau manchmal zu komplex für das Hörformat. Das Finale kommt etwas überstürzt daher; hier hätte die Geschichte von einer ausgewogeneren Pacing-Struktur profitiert, die dem Antagonisten mehr Raum zur Entfaltung gibt. Die Zeitsprünge erzeugen zwar Spannung, erschweren aber gleichzeitig den emotionalen Zugang zu den Charakteren.

Die beiden Hauptfiguren werden mit unterschiedlichen Ausgangspositionen eingeführt: Während eine Figur mehr über die mysteriösen Umstände zu wissen scheint, kämpft die andere mit fragmentarischen Erinnerungen. Diese Dynamik schafft eine interessante Spannung. Die Entwicklung ihrer Beziehung über verschiedene Leben hinweg ist vielschichtig dargestellt, wobei die unterschiedlichen Dynamiken in verschiedenen Zeitperioden die Komplexität echter Beziehungen widerspiegeln. Die Beziehung zu Nebenfiguren, insbesondere zu Gracy in der 2022er-Zeitlinie, ist emotional tiefgründig und zeigt weitere Facetten der Protagonisten. Allerdings erschwert die Struktur des Hörbuchs mit seinen zahlreichen Zeitsprüngen den kontinuierlichen Aufbau einer tiefen Bindung zu den Charakteren, was ein grundsätzliches Dilemma des gewählten Erzählformats darstellt.

Die Darstellung verschiedener historischer Epochen ist recherchiert und authentisch. Von Kriegsszenarien bis hin zu kulturellen Settings wie dem Hammam werden unterschiedliche Welten lebendig. Die metaphysische Ebene der Geschichte mit ihren Konzepten von Wiedergeburt und Schicksal wird durch subtil eingestreute mysteriöse Elemente aufgebaut, wie das wiederkehrende Motiv der "schwarzen Nägel". Die unwirkliche Umgebung der jenseitigen Welt in späteren Kapiteln verleiht der Geschichte eine weitere Dimension. Besonders gelungen ist die Integration realer historischer Ereignisse und popkultureller Referenzen, die der Geschichte Authentizität verleihen.

"Our Infinity Fates" beschäftigt sich auf vielschichtige Weise mit universellen Themen: Die zyklische Natur von Zeit, die Unausweichlichkeit des Schicksals und die Kraft der Liebe, die Zeit und Tod überwindet. Die Geschichte hinterfragt, was Identität ausmacht, wenn Seelen durch verschiedene Körper und Zeiten wandern. Die Integration von Diversity-Themen und verschiedenen Genderidentitäten erfolgt natürlich und unterstreicht die zentrale Botschaft, dass Liebe keine Kategorien kennt. Auch familiäre Bindungen werden in ihrer Bedeutung für die persönliche Identität beleuchtet. Die Darstellung menschlicher Schwäche und Verletzlichkeit, besonders in den Enthüllungen gegen Ende, verleiht der Geschichte eine philosophische Dimension, die über die reine Liebesgeschichte hinausgeht.

Fazit

"Our Infinity Fates" ist ein ambitioniertes Hörbuch, das trotz einiger struktureller Herausforderungen im Audioformat mit seiner sprachlichen Schönheit, thematischen Tiefe und emotionalen Intensität überzeugt. Die Geschichte über eine Liebe, die Zeiten und Leben überdauert, regt zum Nachdenken über universelle Fragen von Identität, Schicksal und den wahren Kern menschlicher Verbindungen an. Für Leser, die komplexe narrative Strukturen zu schätzen wissen, bietet dieses Werk eine lohnende, wenn auch anspruchsvolle Erfahrung.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Eine interessante Idee

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Evelyn wird in jedem Leben von ihrer großen Liebe getötet - aber in diesem Leben muss sie unbedingt lange genug durchhalten, um ihre Schwester zu retten.

Mich hat die Idee hinter dem Buch direkt total ...

Evelyn wird in jedem Leben von ihrer großen Liebe getötet - aber in diesem Leben muss sie unbedingt lange genug durchhalten, um ihre Schwester zu retten.

Mich hat die Idee hinter dem Buch direkt total angesprochen und auch während des Hörens habe ich hin und wieder über die Idee der Wiedergeburt nachgedacht.

Die Sprecherin fand ich gut, man konnte ihr gut zuhören und sie hat sehr toll vorgelesen.
Die Geschichte spielt auf vielen verschiedenen Zeitebenen (die verschiedenen Leben von Evelyn), aber dadurch, dass es eigentlich immer nur um sie und Arden geht, kann man der Geschichte sehr gut folgen - es sind definitiv nicht zu viele Charaktere in der Geschichte.

Während man mit Evelyn relativ gut mitfühlen kann, war Arden bis zum Schluss eher flach und wirkte nicht richtig ausgebaut, insgesamt war der Antagonist nicht so ganz präsent.
Die Handlung beginnt sehr rasch und der Anfang hat mir sehr gut gefallen. Leider hat die Geschichte ab dem Mittelteil für mich immer mehr an Fahrt verloren und sich etwas gezogen. Das Ende kam dann aber etwas sehr plötzlich und wirkte auf mich ein wenig gerusht. Vieles hat sich gefühlt leider auch mehrfach wiederholt - vielleicht war das aber auch Absicht, denn Evelyns Geschichte hat sich ja auch in jedem Leben wiederholt.

Insgesamt hat mir zwischendrin etwas die Spannung gefehlt und ich konnte bis zum Schluss Ardens Verhalten nicht wirklich nachvollziehen. Das Buch hat mich aber, auch dank der Sprecherin, dennoch gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Zehnhundert Jahre

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Sie dürfen sich nicht lieben weil sie sich töten müssen. Immer wieder, tausende Jahre lang.
Evelyn hat schon viele Leben gelebt; sie kennt unterschiedliche Orte und Lebensweisen, war oft ein Junge, oft ...

Sie dürfen sich nicht lieben weil sie sich töten müssen. Immer wieder, tausende Jahre lang.
Evelyn hat schon viele Leben gelebt; sie kennt unterschiedliche Orte und Lebensweisen, war oft ein Junge, oft ein Mädchen, hat viele Familienangehörige geliebt und verloren und durfte nie älter als 18 werden.
Faszinierend, interessant und erschreckend. Evelyn kann das akzeptieren, aber nicht, dass ihre derzeitige geliebte Schwester stirbt, bevor sie sie mit einer Knochenmarkspende retten kann.
Laura Steven beschreibt das mitnehmend, zeigt ihre Heldin als clevere und engagierte junge Frau, fürsorglich, hilfs- und opferbereit.
Steven lässt verschiedene Leben aufblitzen, zeigt viele Varianten auf. Die abwechslungsreichen historische Orte hätten mehr Aufmerksamkeit verdient, hier hätten mehr Abenteuer passieren können. Passend zum Rahmen aber müssen diese Leben immer wieder tödlich enden. Die jeweiligen Abschnitte, die kurz vor dem entscheidenden Moment spielen, wiederholen sich. Die beschriebene Liebe der Protagonisten hat mich zunächst nicht überzeugt, Arden blieb lange eindimensional und auf das Töten fixiert.
Die Idee ständig anderer Leben hat Potenzial, langweilte aber durch Wiederholungen. Auf Aufklärung des Hintergrunds muss man lange warten. Und dann ist er auch noch bizarr. Hat mich nicht gecatcht.

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Veröffentlicht am 04.03.2025

Hörbuchrezi!

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Evelyn kann sich an all ihre Leben erinnern und jedes endet kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Ihre große Liebe, die immer wieder zu ihr findet, beendet ihr Leben jedes Mal. Doch dieses Mal muss sie länger ...

Evelyn kann sich an all ihre Leben erinnern und jedes endet kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Ihre große Liebe, die immer wieder zu ihr findet, beendet ihr Leben jedes Mal. Doch dieses Mal muss sie länger überleben, denn ihre Schwester braucht sie für eine Knochenmarkspende.

Man durfte mit Evelyn und Arden durch die Zeiten reisen und auch einige Zeit in der Gegenwart erleben. Sie wurden nach ihrem Tod immer wieder geboren, doch sie waren nicht immer Evelyn und Arden, teils wurden die Geschlechter getauscht oder sie waren Freundinnen, doch immer wieder haben sie zueinander gefunden. Sehr zum Leidwesen der Evelyn in der Gegenwart, denn sie muss leben für ihre Schwester, die ihr Knochenmark benötigt. Die Zeit läuft beiden davon und sie hofft darauf, Arden dieses Mal zu entkommen.
Sie weiß nie, warum er sie immer wieder kurz vor ihrem 18. Geburtstag umbringt und auf diese Idee wäre ich auch nie gekommen.
Die Idee mit den Zeitreisen und der Wiedergeburt fand ich super, die Umsetzung hat für mich ein paar Tücken beinhaltet. Für mich war die Gegenwart am interessantesten, doch wurde man immer wieder aus dem Konzept gebracht, wenn man in die Vergangenheit wechselt. Im Buch mag das vielleicht einfacher sein, da man die Kapitelüberschrift hat. Beim Hörbuch habe ich manchmal das Problem, dass ich durch die Umgebung abgelenkt bin und so mal den Anfang eines Kapitels verpasse und das dann zu Verwirrtheit führt, wenn ich auf einmal in einer ganz anderen Zeit gelandet bin.
Die Rückblicke waren wichtig und auch interessant, da sie erklären, wie die Zwei zu den Menschen von heute geworden sind und was sie bisher zusammen erlebt haben, doch hat es mich eben immer etwas aus der Story gekickt.
Als dann zum Ende hin die Aufklärung kommt, wurde es nochmals richtig spannend und man wurde wieder mehr in das Geschehen hineingezogen.
Die Sprecherin Lisa Cardinale hat eine angenehme Stimme und ich fand sie passend für Evelyn ausgewählt. Sie konnte die Stimmungen gut einfangen.

Ein gutes Hörbuch, das mich zwischendurch leider auch immer mal kurzzeitig verloren hat, da der Wechsel in die Vergangenheit sehr häufig und unvermittelt kam, so dass ich es beim Hörbuch ab und zu verpasst habe und so der Hörgenuss etwas getrübt worden ist. Das Ende hat einen nochmal gepackt.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Schicksal, Liebe und Wiederholungen

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„Our Infinite Fates“ hat mich von der ersten Seite an fasziniert – eine Geschichte über Wiedergeburt, unerklärliche Liebe und einen Wettlauf gegen die Zeit. Evelyn und Arden sind auf mysteriöse Weise über ...

„Our Infinite Fates“ hat mich von der ersten Seite an fasziniert – eine Geschichte über Wiedergeburt, unerklärliche Liebe und einen Wettlauf gegen die Zeit. Evelyn und Arden sind auf mysteriöse Weise über Jahrhunderte miteinander verbunden, doch ihr Schicksal ist grausam: Immer kurz vor ihrem 18. Geburtstag endet Evelyns Leben – und immer ist es Arden, der sie tötet. Aber dieses Mal ist alles anders. Dieses Mal kämpft Evelyn gegen das Schicksal, denn sie muss überleben, um ihrer kleinen Schwester das Leben zu retten.

Das Buch spielt mit Vergangenheit und Gegenwart, springt durch verschiedene Epochen und zeigt, wie unterschiedlich – und doch gleich – Evelyns Leben immer wieder verläuft. Diese Rückblicke sind wunderschön geschrieben, manchmal herzzerreißend und oft voller Poesie. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass sie mehr zur Lösung des großen Rätsels beitragen, denn einige Passagen fühlten sich etwas wiederholend an.

Evelyn als Protagonistin hat mich mit ihrer Entschlossenheit und ihrem Mut überzeugt. Sie ist klug, kämpferisch und lässt sich nicht unterkriegen. Arden dagegen blieb für mich lange ein Rätsel – seine Motive, seine Gedanken, seine Gefühle waren schwer zu greifen, und ich hätte mir mehr Einblicke in seine Sicht gewünscht. Dadurch fiel es mir schwer, die große Liebe zwischen den beiden wirklich nachzuempfinden.

Was mich jedoch komplett abgeholt hat, war die Atmosphäre. Der Schreibstil ist bildhaft, manchmal fast lyrisch, und bringt die Sehnsucht, das Schicksal und die unaufhörliche Suche nach Antworten wunderschön rüber. Besonders das Ende hat mich dann doch noch überrascht – auch wenn ich mir vielleicht einen etwas emotionaleren Höhepunkt gewünscht hätte.

Fazit: Eine berührende Geschichte über Liebe, Schicksal und den Wunsch, das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Zwar hätte die Liebesgeschichte noch etwas mehr Tiefe vertragen können, aber die Idee und der Schreibstil haben mich mitgerissen.

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