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Veröffentlicht am 05.03.2025

Ein Roadtrip der etwas anderen Art

Und wohin jetzt mit der Leiche?
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Meine Meinung und Inhalt

"Und wohin jetzt mit der Leiche?" ist der Debütroman der Schweizer Autorin Rahel Urech und erschien am 27. Dezember 2023 im Verlag Nagel & Kimche.

Der 336 Seiten umfassende Roman ...

Meine Meinung und Inhalt

"Und wohin jetzt mit der Leiche?" ist der Debütroman der Schweizer Autorin Rahel Urech und erschien am 27. Dezember 2023 im Verlag Nagel & Kimche.

Der 336 Seiten umfassende Roman erzählt die Geschichte der Buchhalterin Skara, die gemeinsam mit dem arbeitslosen Eisverkäufer Anton und dem idealistischen Anwalt Jonas auf einen skurrilen Rachefeldzug durch die Ostschweiz geht. Ihr Ziel: die Eiscafés ihres gemeinsamen Feindes niederzubrennen. Unterwegs haben sie nicht nur einen Flammenwerfer, sondern auch eine Leiche im Gepäck – Skaras verhasste Chefin, die versehentlich überfahren wurde.

Der Roman ist humorvoll, spannend und berührend beschrieben. Die Geschichte unterhält nicht nur gut, sondern macht absolut gute Laune und ist gut fürs Herz.

Insgesamt hat mir dieser Roman wirklch gut gefallen und bekommt eine klare Leseempfehlung, für alle die mal wieder lachen möchten und sich mittels einer guten Prise skurrilen Humor von einer originellen Handlung überzeugen lassen wollen.



Über die Autorin

Rahel Urech, Jahrgang 1977, studierte Biologie an der Universität Zürich und Journalismus an der Schweizer Journalistenschule MAZ. Zwölf Jahre lang arbeitete sie als Redakteurin bei verschiedenen Tageszeitungen, bevor sie sich 2018 mit einem Kommunikationsbüro selbstständig machte. Heute schreibt sie im Auftrag von Agenturen und der Eventbranche.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Ein intensiver Roman über Träume, Realität und den harten Alltag

Achtzehnter Stock
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Meine Meinung und Inhalt


"Sie hat hier alles, was sie braucht, und ich scheine die Einzige zu sein, der das nichtreicht, und ganz egal, wie viel Becher Pfirsichsekt ich
trinke, die Gegend wird ...

Meine Meinung und Inhalt


"Sie hat hier alles, was sie braucht, und ich scheine die Einzige zu sein, der das nichtreicht, und ganz egal, wie viel Becher Pfirsichsekt ich
trinke, die Gegend wird nicht besser und die anderen auch nicht schöner." (ZITAT)


In Achtzehnter Stock erzählt Sara Gmuer die Geschichte von Wanda, einer jungen Mutter, die mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie in einem Hochhaus in Berlin lebt. Der Fahrstuhl ist kaputt, das Treppenhaus ein Funkloch – und Wanda weiß nur eins: Sie muss hier raus. Ihr großer Traum ist die Schauspielerei, doch der Weg dorthin ist voller Rückschläge. Als sie endlich eine begehrte Rolle ergattert, muss sie entscheiden, wie viel sie sich und ihrer Tochter zumuten kann – und was Heimat wirklich bedeutet.


"Man wird zu den Menschen, mit denen man am meisten Zeit verbringt. Man wird eins mit der Umgebung, wie Fetzenfische zwischen Korallen
oder hässliche Gespenstschrecken auf irgendwelchen Ästen. Man gleicht sich an, bis man sich am Ende selbstnicht mehr sieht, und wenn man dann hinter vergilbten Gardinen und vorgehaltener Hand über die anderen redet, meint man eigentlich sich selbst." (ZITAT)

Der Roman besticht durch einen direkten, schonungslosen Schreibstil, der die harte Realität des Großstadtlebens einfängt. Ich habe mich in diesen Schreibstil wirklich verliebt.

Ich mochte außerdem die Darstellung der Protagonistin Wanda. Wanda ist eine starke, aber auch verletzliche Figur, die mit den Herausforderungen des Lebens kämpft, ohne ihren Traum aufzugeben. Die Atmosphäre des Buches ist dicht, manchmal bedrückend, aber immer authentisch.

Achtzehnter Stock ist ein mitreißender Roman über Mut, Entschlossenheit und die Frage, ob man seinem Schicksal wirklich entkommen kann. Für mich eine klare 5/5-Sterne-Lektüre!


"Wir haben genau die gleiche Aussicht, doch wir sehen nicht das Gleiche." (ZITAT)



Über die Autorin

SARA GMUER, 1980 in Locarno geboren, zog nach ihrem Abschluss an der Filmschauspielschule Zürich nach Deutschland. Sie stand für Dominik Graf und Die Ärzte vor der Kamera und als Rapperin auf der Bühne. Sie schrieb Songs, textete für Agenturen und fand dabei ihre ganz eigene Stimme. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Zwischen Mythos und Realität

Die geheimste Erinnerung der Menschen
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Meine Meinung und Inhalt

Die geheimste Erinnerung der Menschen von Mohamed Mbougar Sarr ist ein faszinierender Roman über die Macht der Literatur, Identität und die Spuren der Vergangenheit.

Die Geschichte ...

Meine Meinung und Inhalt

Die geheimste Erinnerung der Menschen von Mohamed Mbougar Sarr ist ein faszinierender Roman über die Macht der Literatur, Identität und die Spuren der Vergangenheit.

Die Geschichte folgt Diégane Latyr Faye, einem jungen Schriftsteller aus dem Senegal, der auf ein mysteriöses Buch namens Das Labyrinth des Unmenschlichen stößt. Dieses Werk sorgte einst für Aufsehen, bevor es verschwand – genau wie sein Autor T.C. Elimane. Diégane macht sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter dem Buch und seinem rätselhaften Verfasser. Seine Reise führt ihn durch verschiedene Länder und Zeiten und wird zu einer tiefen Auseinandersetzung mit Literatur, Kolonialismus und der Frage, wem Geschichten wirklich gehören.

Sarr erzählt die Geschichte mit einer eindrucksvollen Sprache und springt zwischen verschiedenen Erzählperspektiven. Dadurch fühlt sich das Buch fast wie ein Puzzle an, bei dem sich nach und nach neue Teile zusammenfügen. Es geht nicht nur um die spannende Suche nach einem vergessenen Autor, sondern auch um die Frage, was Literatur bewirken kann und wie Geschichte und persönliche Identität miteinander verknüpft sind.

Die geheimste Erinnerung der Menschen ist ein packender und kluger Roman, der zum Nachdenken anregt. Er zeigt, wie mächtig Bücher sein können – aber auch, wie leicht sie und ihre Autoren in Vergessenheit geraten.


Über den Autor

Mohamed Mbougar Sarr, geboren 1990 in Dakar, wuchs im Senegal auf und studierte in Frankreich Literatur und Philosophie. Er hat bereits drei Romane veröffentlicht, für die er u.a. mit dem Prix Stéphane-Hessel und Grand prix du roman métis ausgezeichnet wurde. Für Die geheimste Erinnerung der Menschen (Hanser, 2022), seinem ersten Werk, das auf Deutsch erschien, erhielt er 2021 den Prix Goncourt.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Dunkle Geheimnisse und tödliche Wahrheiten

Allein gegen die Lüge
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​​​​Meine Meinung und Inhalt


Gekürzte Lesung mit Oliver Brod, Vera Teltz, Steffen Groth
11h 16min


Alex Finlay liefert mit Allein gegen die Lüge einen fesselnden Thriller, der sich durch eine raffinierte ...

​​​​Meine Meinung und Inhalt


Gekürzte Lesung mit Oliver Brod, Vera Teltz, Steffen Groth
11h 16min


Alex Finlay liefert mit Allein gegen die Lüge einen fesselnden Thriller, der sich durch eine raffinierte Handlung, emotionale Tiefe und durchgehende Spannung auszeichnet und mich sehr fesseln konnte. Die Sprecherstimme ist sehr angenehm.

Die Geschichte folgt Matt Pine, dessen Familie während eines Urlaubs in Mexiko ums Leben kommt – angeblich durch einen tragischen Unfall. Doch das FBI hat Zweifel, und Matt wird in einen Strudel aus Geheimnissen, alten Verbrechen und dunklen Enthüllungen gezogen. Besonders brisant: Vor Jahren wurde sein Bruder Danny für den Mord an seiner Freundin verurteilt – zu Unrecht? Eine True-Crime-Dokumentation hat diesen Verdacht genährt, und nun scheinen beide Fälle miteinander verknüpft zu sein. Matt setzt alles daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen – und riskiert dabei sein eigenes Leben.

Der Autor beherrscht es wirklich meisterhaft, verschiedene Zeitebenen und Perspektiven zu verweben. Durch Rückblenden und mehrere Erzählstimmen entsteht ein dynamischer Rhythmus, der den Leser regelrecht durch die Seiten treibt. Besonders die emotionale Zerrissenheit des Protagonisten wird glaubhaft dargestellt: Matt ist nicht nur auf der Suche nach Antworten, sondern kämpft auch mit familiären Traumata und Medienrummel.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch – die düstere Grundstimmung wird durch lebendige Schauplätze, authentische Dialoge und psychologische Feinheiten verstärkt. Besonders beeindruckend ist, wie Finlay die moderne Faszination für True-Crime-Dokus kritisch hinterfragt und zeigt, welche Auswirkungen diese auf Betroffene haben können.

Fazit: Allein gegen die Lüge ist ein hochspannender Thriller mit intelligenter Story und tiefgründigen Charakteren. Fans von temporeichen, emotional aufgeladenen Krimis werden hier voll auf ihre Kosten kommen.



Klappentext

Die Nachricht trifft Matt Pine wie ein Schock: Bei einem Urlaub in Mexiko kam fast seine gesamte Familie ums Leben. Die örtliche Polizei behauptet, es sei ein Unfall gewesen, doch das FBI bezweifelt das. Allerdings wollen sie Matt den Grund für ihre Skepsis nicht verraten. Das Drama rückt Matts Familie erneut ins Rampenlicht der Medien. Vor sieben Jahren war sein älterer Bruder Danny wegen Mordes an seiner Highschool-Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Danny hatte stets seine Unschuld beteuert, und eine große True-Crime-Doku nährte den Verdacht, er könnte zu Unrecht im Gefängnis sitzen. Nun scheint es eine Verbindung zwischen dem rätselhaften Tod seiner Familie und Dannys Fall zu geben, und Matt ist entschlossen, die Wahrheit herauszufinden. Selbst wenn er dafür sein eigenes Leben aufs Spiel setzen muss ...



Über den Autor

Alex Finlay wurde mit dem Thriller »Allein gegen die Lüge« sofort zum Bestsellerautor. Auch seine weiteren Spannungsromane begeistern international zahllose Krimifans und zählen zu den meistbeachteten Neuerscheinungen weit über das Genre hinaus. Sie sind in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Der Autor schreibt unter einem Pseudonym und ist ein prominenter Anwalt in Washington, D.C., der Klienten in über vierzig Fällen vor dem Obersten Gerichtshof der USA vertreten hat.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Ein tödliches Spiel

#PAY. Wer stirbt, entscheidest du!
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Meine Meinung und Inhalt

In PAY. Wer stirbt, entscheidest du! entführt Hendrik Klein die Leser in die düstere Welt eines Serienmörders, der das Internet nutzt, um seine Opfer zu finden und zu töten. Kriminalhauptkommissar ...

Meine Meinung und Inhalt

In

PAY. Wer stirbt, entscheidest du! entführt Hendrik Klein die Leser in die düstere Welt eines Serienmörders, der das Internet nutzt, um seine Opfer zu finden und zu töten. Kriminalhauptkommissar Albert Zeiler und seine Kollegin Emine stehen vor der Herausforderung, einen Täter zu fassen, der seine Morde öffentlich inszeniert und dabei die Zuschauer aktiv einbezieht.

Der Thriller beginnt mit einem grausamen Mord, der live übertragen wird, während die Zuschauer durch ihre Spenden den Tod des Opfers beschleunigen. Diese perfide Methode des Täters zwingt die Ermittler, sich mit den dunklen Seiten der menschlichen Natur auseinanderzusetzen und die Grenzen zwischen Täter und Zuschauer zu hinterfragen.

Kleins Schreibstil ist packend und direkt, wodurch die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrechterhalten wird. Die detaillierten Beschreibungen und die komplexe Handlung fordern die Leser heraus und halten sie in Atem.

Einige Leser haben das Buch als äußerst spannend und fesselnd beschrieben, mit einer Handlung, die sie nicht mehr loslässt. Die brutalen und nervenaufreibenden Szenen erfordern starke Nerven, bieten jedoch ein intensives Leseerlebnis.

Insgesamt ist

PAY. Wer stirbt, entscheidest du! ein Thriller, der die dunklen Abgründe der menschlichen Psyche beleuchtet und die Leser dazu anregt, über die Verantwortung des Einzelnen in der digitalen Welt nachzudenken. Hendrik Klein gelingt es, ein spannendes und nachdenklich stimmendes Werk zu schaffen, das lange im Gedächtnis bleibt.


​Über den Autor

Hendrik Klein, geboren im Jahr 1987 in Lingen (Ems), lebt mit seiner Frau in Wietmarschen-Lohne. Nach seiner Fachhochschulreife schloss er erfolgreich eine Ausbildung bei einer Krankenkasse ab und erlangte des Weiteren den Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen sowie den Abschluss eines Fernstudiums zum Drehbuchautor. Seine Leidenschaft gilt schon immer dem Schreiben und Entwickeln von spannenden Geschichten. Auch durch seinen Vater, der Kriminalbeamter bei der Polizei ist, wurden seine schriftstellerischen Fantasien geweckt. Tiefgründige Charaktere und fesselnde, elektrisierende Spannung stehen bei Hendrik Klein im Vordergrund. Zu seinen literarischen Vorbildern zählen die Autoren Lee Child, Stephen King, Wolfgang Hohlbein und die Autorin Jilliane Hoffman.

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