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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2019

Leider nicht so gelungene Umsetzung der vielversprechenden Idee

Tiefes Grab
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Ein Familienvater hat ein gefährliches Hobby – er spürt verschollene Opfer von Serientätern auf. Anonym meldet er diese bei der Polizei und sieht sich als Held. In der Hoffnung, die Überreste seiner vor ...

Ein Familienvater hat ein gefährliches Hobby – er spürt verschollene Opfer von Serientätern auf. Anonym meldet er diese bei der Polizei und sieht sich als Held. In der Hoffnung, die Überreste seiner vor Jahren verschwundenen Schwägerin zu finden, macht er weiter, angetrieben jedoch auch durch den Reiz. Doch scheinbar weiß ein Täter über sein Hobby Bescheid…
Das Cover ist ansprechend gestaltet und passt sehr gut zum bisherigen Inhalt. Der Schreibstil ist flüssig und ansprechend. Der Leser kann sich direkt in die Geschichte einfühlen – zumindest zu Beginn. Denn leider bleiben die Charaktere oberflächlich, ich kann mich nicht mit diesen identifizieren und ich Leser schwimme eher an der Oberfläche als mitgerissen zu werden. Es fehlen die erhofften Wendungen, die es hätte geben können, und ohne den spannenden Prolog hätte ich das Buch auch sicherlich nicht gelesen. Leider kann dieses Niveau einfach nicht gehalten werden.
Insgesamt wurde hier leider eine potenziell außergewöhnliche und spannende Thrilleridee nicht in Gänze durchdacht – 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 15.09.2016

Abenteuer in der neuen Welt - etwas zu viel des Guten

Der Fluch des Sündenbuchs
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Die junge Apothekerin Jana macht sich mit ihrem Verlobten Conrad auf die Suche nach dem sagenumwobenen Schatz von El Colorado. Dabei begegnen sie vielen Gefahren, aber auch neuen Freunden und begeben sich ...

Die junge Apothekerin Jana macht sich mit ihrem Verlobten Conrad auf die Suche nach dem sagenumwobenen Schatz von El Colorado. Dabei begegnen sie vielen Gefahren, aber auch neuen Freunden und begeben sich in eine Vielzahl von Abenteuern. Wird sie den Schatz in der „Neuen Welt“ finden?

Jana, Conrad und später auch Conrads neuer Freund Assante stürzen von einem Abenteuer ins nächste. Das macht die Geschichte vielleicht spannend, aber der Leser hat kaum Zeit zum Durchatmen. Meiner Meinung nach ist das ein bisschen zu viel des Guten. Später folgen dann zu viele glückliche Zufälle. Durch diese Zufälle, die teils auch weniger positiv für die Charaktere ausfallen, verknüpfen sich die verschiedenen Handlungsstränge im Buch.

Interessante und ungewöhnliche Begegnungen gibt es eine Menge, einige erscheinen mir jedoch etwas weit hergeholt. Die Freundschaft zwischen Conrad und Assante finde ich berührend. Doch auch bei ihren Abenteuern wurde ziemlich alles aus der Repertoire-Kiste geholt, was unter Schifffahrt, Neue Welt und Schatzsuche zu finden war.

Als positiv habe ich die Kapitelnamen empfunden, die die Ort benennen, an denen die Geschichte spielt. So wurde das Nachvollziehen der Handlungsstränge leichter.

Ganz nebenbei erlangt der Leser Einsicht in diverse historische Daten und Mythen, aber so verpackt, da sie nahtlos in die Geschichte übergehen. Insgesamt fehlt mir aber der Zugang zu den Charakteren, da sie sich stellenweise zu emotionslos zeigen. Dementsprechend kann ich im Laufe des Buches mehr oder weniger mitfühlen und –fiebern. Auch der Mönch, der im Klappentext vielversprechend angekündigt wurde, gerät bis zu seinem späten Auftauchen leicht in Vergessenheit.

Der Roman war abenteuerlich und bildlich, ich habe ihn mit Freude gelesen. Dennoch hätte es der Spannung sicherlich keinen Abbruch getan, wenn ein paar Abenteuer und wundersame Begegnungen weniger vorhanden wären.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eher oberflächlich mit enttäuschendem Ende

Der Sarg
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Von diesem Buch habe ich schon viel Gutes gehört, absolut überzeugt bin ich jedoch nicht.

In Köln treibt ein Killer sein Unwesen: Mehrere Frauen werden entführt und lebendig begraben. Eine dieser Frauen ...

Von diesem Buch habe ich schon viel Gutes gehört, absolut überzeugt bin ich jedoch nicht.

In Köln treibt ein Killer sein Unwesen: Mehrere Frauen werden entführt und lebendig begraben. Eine dieser Frauen war Evas Halbschwester, wodurch Eva nun ins Zentrum der Ermittlungen gerät. Diese wird nämlich von Alpträumen geplagt, in denen sie in einem Sarg eingesperrt ist. Doch kann das nur ein Traum sein, wenn sie mit Verletzungen aufwacht? Können ihre Freundin und der Psychologe helfen? Und was ist, wenn sie doch nicht träumt?

Arno Strobel hat diesen Thriller so geschrieben, dass der Leser mitfiebern kann. Nach dem etwas zähen Anfang beginne ich zu rätseln und habe ein paar Mal gedacht, ich wüsste nun, wer der Killer ist. Nach der Hälfte wird das Hin und Her der Hauptverdächtigen jedoch nervig, ständig „vergessen“ sie, der Polizei etwas Wichtiges mitzuteilen. Auch die Auflösung ging mir einfach viel zu schnell und erschien mir zwar logisch, aber doch ein wenig aus der Luft gegriffen. Da hätte ich doch etwas anderes erwartet. Auch die Protagonisten erschienen mir eher oberflächlich und wenig durchdacht, daher wirkte alles etwas gekünstelt.

Insgesamt war der Thriller lesenswert, meist spannend, aber eigentlich eher schwach, nachdem Strobels Bücher in den höchsten Tönen gelobt werden. Ich hoffe, von seinen anderen Thrillern kann ich mehr erwarten…

Veröffentlicht am 15.09.2016

Berührend, aber wenig mitreißend

Dein totes Mädchen
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Nachdem Carolines 27-jährige Tochter bei einem Autounfall stirbt, ist in Carolines Leben nichts mehr wie es war. Sie flüchtet in die Einsamkeit ihres Elternhauses nach Schweden, wo sie zunächst Geborgenheit ...

Nachdem Carolines 27-jährige Tochter bei einem Autounfall stirbt, ist in Carolines Leben nichts mehr wie es war. Sie flüchtet in die Einsamkeit ihres Elternhauses nach Schweden, wo sie zunächst Geborgenheit und Sicherheit findet. Bis Kriminalkommissar Ulf Svensson durch einen Zufall wieder in ihr Leben tritt – ihre einstige Jugendliebe, die allerdings ein jähes Ende fand, als Caroline damals plötzlich verschwand. Als die beiden durch einen Schneesturm in Carolines Haus festsitzen, kommen sie sich näher und offenbaren mehr oder weniger gewollt ihre wohlgehüteten Geheimnisse…
Der Roman beginnt recht spannend, hat aber einen langatmigen Hauptteil, der aber während des Schneesturms durch kleinere Höhepunkte wieder an Fahrt gewinnt. Das Ende kam sehr überraschend, war aber nicht enttäuschend.
Der Schreibstil ist vor allem am Anfang eher deskriptiv, was zunächst gewöhnungsbedürftig ist, den Leser aber mit in die Einsamkeit nimmt. Insgesamt fühlte ich mich aber während des gesamten Romans vom Geschehen ausgeschlossen.
Das Cover ist dem Roman entsprechend gestaltet, gerade das Ende verleiht ihm eine noch tiefere Bedeutung.
Insgesamt war „Dein totes Mädchen“ lesenswert und die Geschichte berührend, nach der Leseprobe, dem Titel und dem auf dem Klappentext angekündigten „entsetzlichen Verdacht“ hatte ich allerdings mehr Thriller-Feeling erwartet.

Veröffentlicht am 24.03.2025

Langatmig

Kummersee
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Kummersee bestach zu Beginn durch wirklich fesselnde Tragik, als Lenas Bruder Tom im verbotenen Kummersee ertrinkt. An einen Unfall glaubt Lena damals nicht und trägt diesen Schrecken lange mit sich. Als ...

Kummersee bestach zu Beginn durch wirklich fesselnde Tragik, als Lenas Bruder Tom im verbotenen Kummersee ertrinkt. An einen Unfall glaubt Lena damals nicht und trägt diesen Schrecken lange mit sich. Als Personenschützerin kehrt sie in ihr Heimatdorf zurück. Der Kummersee soll als Endlagerstätte für Atommüll geprüft werden. Dann verspricht der Klappentext, dass das Böse noch immer unter der Wasseroberfläche lauert.
Allein dies war Grund für mich, weiterzulesen. Das Buch ist mit über 500 Seiten recht dick und die Spannung beginnt erst ab circa der Hälfte. Die erzählte Zeit ist unglaublich langsam und detailreich. Man erfährt über Lenas Familiengeschichte, die Erfahrungen des Dorfes als Grenzdorf und viele Nichtigkeiten.
Nach der Dramatik im Mittelteil wird es wieder eher zäh, gegen Ende wird Fahrt aufgenommen.
Ich hätte weniger Drumherum, mehr Spannung von diesem Thrillerdebüt erwartet. Für die ganzen realen Details gebe ich noch einen zweiten Stern. Wer Umweltthriller und DDR-Geschichten mag, findet vielleicht mehr Gefallen an diesem Buch.