Wieder ein Meisterwerk
Leb wohl, SchwesterEtwas mehr als ein Jahr nach „Romeos Tod“ mussten wir auf den 15. Thriller von Sabine Thiesler warten, der den Namen „Leb wohl, Schwester“ trägt. Als großer Fan der Autorin war die Freude groß, ihn vorab ...
Etwas mehr als ein Jahr nach „Romeos Tod“ mussten wir auf den 15. Thriller von Sabine Thiesler warten, der den Namen „Leb wohl, Schwester“ trägt. Als großer Fan der Autorin war die Freude groß, ihn vorab lesen zu dürfen.
Es handelt sich bei allen Büchern von Sabine um einen Stand Alone Thriller, jedoch gibt es wiederkehrende Personen, wie z. B. der liebenswerte Dorfpolizist in der Toscana, in der die meisten Bücher spielen, Donato Neri. Während er in den vergangenen Bücher eher eine kleinere Rolle hatte, durfte er dieses Mal eine der Hauptpersonen spielen. Es soll eigentlich sein letzter Fall sein, bevor er sich in den Ruhestand versetzen lässt. Ob dies alles so klappt, wird erst am Ende des Buches gelöst. Seine eigentliche Nachfolgerin, die junge Kollegin Romina Roselli, tritt bereits ihren Dienst an.
Die Geschichte beginnt damit, dass ein deutsches junges Paar ihren Urlaub in der Toscana verbringt und dort am idyllischen Waldrand zeltet. Nachts werden die beiden Urlauber grausam ermordet. Was ist das Motiv? Geht hier wieder der Liebespaarmörder auf Jagd oder ist es gar ein persönliches Motiv? Commissario Nero ist ratlos und versucht zu ermitteln. Den ersten Hinweis erhält er bald, als ein zweiter ähnlicher Mord geschieht. Somit scheidet das persönliche Motiv aus. Die neue Kollegin unterstützt bereits tatkräftig bei der Mördersuche. Seiner Ehefrau ist dies ein Dorn im Auge, da die Kollegin ein Augenschmaus ist.
Parallel wird die Geschichte der Zwillinge Stefano und Stefanie erzählt, wie diese in ihrem Elternhaus misshandelt werden und eine innige Liebe zueinander aufgebaut haben, die gesetzlich verboten ist. Eines Tages verschwindet die Schwester Stefanie spurlos, Stefano ist am Verzweifeln.
Bei den Ermittlungen stoßen die Ermittler währenddessen auf ein einsames Frauenkloster. Hier gibt es eine Nonne, die ein größeres Geheimnis mit sich trägt.
Als Leser baut man während des Lesens des knapp 600seitigen Werkes eine sehr emotionale Bindung zu den Personen, insbesondere zum Täter/der Täterin auf.
Wie immer hatte ich das Buch in knapp 1,5 Tagen gelesen und konnte nicht aufhören und musste immer weiter lesen. Die Bücher von Sabine sind unheimlich fesselnd aufgebaut und man möchte immer wissen, wie es weitergeht. Die Zeit vergeht wie im Flug beim Lesen. Der Schreibstil ist phantastisch und man fliegt durch die Seiten. Das Buch bekommt von mir volle Punktzahl und ich kann ihn jedem Thriller/Krimifan nur ans Herz legen. Beim Kauf macht man hier nichts falsch.