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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2025

Wieder ein Meisterwerk

Leb wohl, Schwester
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Etwas mehr als ein Jahr nach „Romeos Tod“ mussten wir auf den 15. Thriller von Sabine Thiesler warten, der den Namen „Leb wohl, Schwester“ trägt. Als großer Fan der Autorin war die Freude groß, ihn vorab ...

Etwas mehr als ein Jahr nach „Romeos Tod“ mussten wir auf den 15. Thriller von Sabine Thiesler warten, der den Namen „Leb wohl, Schwester“ trägt. Als großer Fan der Autorin war die Freude groß, ihn vorab lesen zu dürfen.

Es handelt sich bei allen Büchern von Sabine um einen Stand Alone Thriller, jedoch gibt es wiederkehrende Personen, wie z. B. der liebenswerte Dorfpolizist in der Toscana, in der die meisten Bücher spielen, Donato Neri. Während er in den vergangenen Bücher eher eine kleinere Rolle hatte, durfte er dieses Mal eine der Hauptpersonen spielen. Es soll eigentlich sein letzter Fall sein, bevor er sich in den Ruhestand versetzen lässt. Ob dies alles so klappt, wird erst am Ende des Buches gelöst. Seine eigentliche Nachfolgerin, die junge Kollegin Romina Roselli, tritt bereits ihren Dienst an.
Die Geschichte beginnt damit, dass ein deutsches junges Paar ihren Urlaub in der Toscana verbringt und dort am idyllischen Waldrand zeltet. Nachts werden die beiden Urlauber grausam ermordet. Was ist das Motiv? Geht hier wieder der Liebespaarmörder auf Jagd oder ist es gar ein persönliches Motiv? Commissario Nero ist ratlos und versucht zu ermitteln. Den ersten Hinweis erhält er bald, als ein zweiter ähnlicher Mord geschieht. Somit scheidet das persönliche Motiv aus. Die neue Kollegin unterstützt bereits tatkräftig bei der Mördersuche. Seiner Ehefrau ist dies ein Dorn im Auge, da die Kollegin ein Augenschmaus ist.

Parallel wird die Geschichte der Zwillinge Stefano und Stefanie erzählt, wie diese in ihrem Elternhaus misshandelt werden und eine innige Liebe zueinander aufgebaut haben, die gesetzlich verboten ist. Eines Tages verschwindet die Schwester Stefanie spurlos, Stefano ist am Verzweifeln.
Bei den Ermittlungen stoßen die Ermittler währenddessen auf ein einsames Frauenkloster. Hier gibt es eine Nonne, die ein größeres Geheimnis mit sich trägt.

Als Leser baut man während des Lesens des knapp 600seitigen Werkes eine sehr emotionale Bindung zu den Personen, insbesondere zum Täter/der Täterin auf.

Wie immer hatte ich das Buch in knapp 1,5 Tagen gelesen und konnte nicht aufhören und musste immer weiter lesen. Die Bücher von Sabine sind unheimlich fesselnd aufgebaut und man möchte immer wissen, wie es weitergeht. Die Zeit vergeht wie im Flug beim Lesen. Der Schreibstil ist phantastisch und man fliegt durch die Seiten. Das Buch bekommt von mir volle Punktzahl und ich kann ihn jedem Thriller/Krimifan nur ans Herz legen. Beim Kauf macht man hier nichts falsch.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Top Thriller

Ich hol mir dein Leben
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Jana Martin – der Name, der inzwischen jedem Thriller-Fan ein Begriff sein sollte, mit ihrem dritten Buch „Ich hol mir Dein Leben“.

Janas Bücher beginnen immer gleich rasant, so dass man gleich auf den ...

Jana Martin – der Name, der inzwischen jedem Thriller-Fan ein Begriff sein sollte, mit ihrem dritten Buch „Ich hol mir Dein Leben“.

Janas Bücher beginnen immer gleich rasant, so dass man gleich auf den ersten Seiten gefesselt ist.

Die Handlung dreht sich um die Zwillingsbrüder Tom und Tim, die beide ihr Schicksal hatten und vom Charakter unterschiedlicher nicht sein könnten. Tom führt ein Luxusleben und Tim das genaue Gegenteil. Beide haben ein Geheimnis. Einer der beiden möchte das Leben des anderen Leben. Das hieraus ein packendes Drama wird, lässt sich erahnen. Jana schildert wieder die Abgründe der menschlichen Psyche, in die man durch die Erzählweise förmlich eintauchen kann.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die Geschichte spannend, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Charaktere sind aufgrund der Geschichte allerdings nicht sonderlich symphytisch, was aber keine Rolle spielt.

Der Thriller ist nichts für schwache Nerven und hat ein großartiges und spannendes Ende.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Solo Debüt gelungen

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Die erste Solo-Krimireihe von „Volker Klüpfel“ ist gestartet. Normalerweise kennen wir ihn nur als Duo-Autor mit Michael Kobr in den „Kluftinger Fällen“. Nun lässt er zwei Hobby-Detektive in ihrem ersten ...

Die erste Solo-Krimireihe von „Volker Klüpfel“ ist gestartet. Normalerweise kennen wir ihn nur als Duo-Autor mit Michael Kobr in den „Kluftinger Fällen“. Nun lässt er zwei Hobby-Detektive in ihrem ersten gemeinsamen Fall im Buch „Wenn Ende gut, dann alles“ ermitteln.

Darf ich vorstellen, die 2 Hauptakteure:
Svetlana aus der Ukraine, Beruf: Reinigungskraft bei Tommi, Leidenschaft: russische Literatur und Detektivgeschichten; Schwächen: die deutsche Grammatik
Tommi, Beruf: arbeitet an seinem Durchbruch als Bestsellerautor, Leidenschaft: seine Ex-Freundin, Schwächen: kleiner Chaot
Zusammen: liebenswert, schräg, aber mit Herz, Witz und Verstand. Eine richtig gute Würze für gute Unterhaltung.

Da Tommi aktuell chronisch pleite ist, haust er im alten Wohnmobil seines Vaters. Eines Abends lesen Tommi uns Svetlana am Waldrand ein kleines Mädchen auf, dass nicht spricht und bringen es zur Polizei. Sie wollen sich um das Mädchen weiterhin kümmern, jedoch wird ihnen dies verweigert, obwohl das Mädchen langsam bei ihnen auftaut und Svetlana bemerkt, dass sie ukrainisch spricht. Sie begeben sich auf die Suche nach der Mutter des Mädchen, ohne zu ahnen welche Folgen dies hat und das sie auf der Spur eines Verbrechens sind.

Eine herrlich erzählte Geschichte mit viel Humor und dem Blick auf die menschlichen Schwächen hat Volker auf rund 400 Seiten zu Papier gebracht, um die Leserinnen und Leser zu unterhalten. Dies ist ihm gut gelungen. Mit seinem Solo-Debüt sorgt er für unterhaltsame Lesestunden.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Düstere Geschichte

Das Haus des Exorzisten
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Das Haus des Exorzisten von Nick Roberts begann damit, dass das Ehepaar Nora und Daniel Hill ein verlassenes altes Farmhaus mit einem großen Grundstück, dass bewirtschaftet werden muss, kaufen. Ihre 15jährige ...

Das Haus des Exorzisten von Nick Roberts begann damit, dass das Ehepaar Nora und Daniel Hill ein verlassenes altes Farmhaus mit einem großen Grundstück, dass bewirtschaftet werden muss, kaufen. Ihre 15jährige Tochter ist nicht begeistert abseits der Stadt zu wohnen, akzeptiert den Schritt aber, da dieser nicht von Dauer sein soll. Das Haus soll auf Vordermann gebracht werden und später wieder mit Gewinn verkauft werden. Das es mit der Schönheit der Landschaft und dem ruhigen Landleben bald vorbei ist, ahnen sie nicht. Das Haus hat eine schaurige Vergangenheit. Keller sind ja schon an sich unheimlich, aber dieser hat es in sich. Die Hills erkunden das Haus, der Keller ist verschlossen und als sie das Schloss aufbrechen und sich im Keller umsehen, entdecken sie einen geheimen Raum. In diesem befindet eine Kiste voller alter Videos und Tagebücher. Im Keller befindet sich ebenso ein verschlossener Brunnen. Als sie diesen öffnen beginnt ein Alptraum.

Der Autor schafft es durch seine tolle und ausdrucksvolle Erzählweise eine schaurige und beklemmende Geschichte zu erzählen, die an der einen oder anderen Stelle Gänsehaut erzeugt. Die Geschichte war kurzweilig, angenehm zu lesen, wenn sie inhaltlich auch nicht sonderlich in die Tiefe ging. Der Horror-Thriller bescherte mir schöne Lesestunden und ich würde ihn auch weiterempfehlen. Dies war mein erster Ausflug in die Horrorszene.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Gut durchdachter Krimi

Teufels Tanz
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Teufels Tanz ist der dritte und letzte Teil der Krimireihe um die Wiener Mordgruppe und Fina Plank.

Keine 100 Meter vom Wiener Straßenstrich wird ein 80jähriger alter Mann ermordet. Der Mörder schnell ...

Teufels Tanz ist der dritte und letzte Teil der Krimireihe um die Wiener Mordgruppe und Fina Plank.

Keine 100 Meter vom Wiener Straßenstrich wird ein 80jähriger alter Mann ermordet. Der Mörder schnell gefasst, ein stadtbekannter Zuhälter. Jedoch werden weitere Männer im gleichen Alter ermordet. Warum werden diese ermordet? Diese kannten sich nicht. Es muss aber etwas mehr als das Alter was diese verbindet dahinter stecken. Ein weiterer alter Mann behauptet er wäre der nächste, aber er schweigt an der entscheidenden Stelle. Das Laufrad dreht sich immer schneller.

Auch das Privatleben von Fina bleibt es interessant, ihre Schwester hat sich bei ihr einquartiert und bringt das ganze Leben durcheinander. Zur gleichen Zeit bringt ein Kollege Schwung ins Privatleben von Fina, den sie nicht uninteressant findet, aber irgendwas steht zwischen ihnen.

Fina schafft sich unter den Männerkollegen als einzige Frau durchzusetzen. Somit ist der letzte Teil der Reihe ein interessant erzählter und gut durchdachter Krimi der durch das Tempo nicht an Spannung verliert. Somit sind spannende Lesestunden garantiert.

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