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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2022

Berührend und authentisch

Stay away from Gretchen
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In diesem Buch haben wir es mit fiktiven Charakteren zu tun, die allerdings authentisch sind.
Erzählt wird zum einen die Geschichte der kleinen Greta im Zweiten Weltkrieg, wie sie später als junger Teenager ...

In diesem Buch haben wir es mit fiktiven Charakteren zu tun, die allerdings authentisch sind.
Erzählt wird zum einen die Geschichte der kleinen Greta im Zweiten Weltkrieg, wie sie später als junger Teenager mit ihrer Familie von Preußen nach Heidelberg flüchten muss und sich später in einen afroamerikanischen Soldaten verliebt.
Zum anderen erleben wir die alternde Greta, die aufgrund ihrer Alzheimer Erkrankung immer mehr in der Vergangenheit lebt und ungewollt Dinge erzählt, die ihrem Sohn völlig neu sind. Er begibt sich auf Spurensuche und was er findet, wühlt ihn auf.

Ich habe mitgelitten, habe vor mich hingelächelt, war fassungslos - die ganze Bandbreite an Emotionen.

Susanne Abel verknüpft die eigentliche Geschichte mit gut recherchierten politischen und historischen Eckpunkten und lenkt die Aufmerksamkeit auf ein sehr wichtiges Thema der Nachkriegszeit.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.05.2022

Die Geschichten in Lütteby gehen weiter

Das Glück kommt in Wellen
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Nachdem der erste Band mit einem Cliffhanger endete, war ich sehr begierig den zweiten Band so schnell wie nur möglich zu lesen. Und Gabriella Engelmann hält auch in diesem Buch das Niveau aufrecht. Es ...

Nachdem der erste Band mit einem Cliffhanger endete, war ich sehr begierig den zweiten Band so schnell wie nur möglich zu lesen. Und Gabriella Engelmann hält auch in diesem Buch das Niveau aufrecht. Es war schön, lesend wieder nach Lütteby an die Nordsee zu reisen und all die bekannten Gesichter wiederzusehen.

Keine der Handlungsstränge sind besonders spektakulär, aber so real und nachvollziehbar wie das echte Leben halt. Und es ist so erholsam zu lesen, wie authentisch die Figuren agieren und sprechen - das ist etwas was viele Autor:innen oft nicht hinbekommen. Für mich sind die Protagonisten der Lütteby-Reihe reale Personen, die ich gerne wirklich kennen würde und das Städtchen Lütteby ist ein wahrer Sehnsuchtsort.

Aber jetzt heisst es leider warten bis September... dann geht es weiter.

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Veröffentlicht am 24.05.2022

Stimmiger Horror-Thriller

Leichdorf
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Wolfgang Rauh hat mit diesem Buch einen astreinen und stimmigen Horror-Thriller hingelegt, der seinesgleichen suchen muss. Und er hat etwas geschafft, das viele Autor:innen des Genres (leider manchmal ...

Wolfgang Rauh hat mit diesem Buch einen astreinen und stimmigen Horror-Thriller hingelegt, der seinesgleichen suchen muss. Und er hat etwas geschafft, das viele Autor:innen des Genres (leider manchmal auch Altmeister Stephen King) oftmals nicht schaffen: ein tolles und schlüssiges Ende! Ich bin ja mittlerweile ein abgebrühter erwartungsloser Leser, aber wenn ein Buch das Niveau bis inklusive Ende hält, dann bin ich begeistert und hin und weg.

Der Ort Leichdorf mitsamt Leichwald und seinen Protagonisten sind düster und beklemmend. Leichwald hat schon viele Tote gesehen, die Charaktere sind allesamt gezeichnet durch Verlust, Krankheit und Traumata, und doch wird es nicht zuviel, nicht unglaubwürdig. Es sind Personen wie du und ich und das macht die Stimmung umso nachvollziehbarer.

Ich liebe dieses Buch

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Veröffentlicht am 20.05.2022

Schrill, bitterböse und spannend

Zurück nach Übertreibling
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Eine trans Frau als Ermittlerin - noch dazu im tiefsten Bayern? Ja, darf das denn sein? Ja, das darf sein, denn die Autorin Gloria Gray ist selbst eine trans Frau und Vikki Victoria wohl ihr literarisches ...

Eine trans Frau als Ermittlerin - noch dazu im tiefsten Bayern? Ja, darf das denn sein? Ja, das darf sein, denn die Autorin Gloria Gray ist selbst eine trans Frau und Vikki Victoria wohl ihr literarisches Alter Ego.

Eine Gaudi war's, das Buch zu lesen und das obwohl ich Regionalkrimis gar nicht so mag. Vikki erzählt uns rasant und im lockeren Plauderton was passiert ist: Morddrohung durch einen entflohenen Häftling, Entführungen, das Aufeinanderprallen zweier Gangs - volles Programm halt... und wenn ich sage Plauderton, dann meine ich das so. Diesen Krimi zu lesen war tatsächlich wie jemandem zuzuhören, der ohne Punkt und Komma plappert und dabei einen Gag nach dem anderen raushaut, teilweise bitterböse und manchmal politisch unkorrekte Satire. Da wird mit allem abgerechnet: mit dem Fernsehen, der Gesellschaft, Machos, Internet... alle bekommen sie ihr Fett ab.

Eigentlich ist die Krimihandlung gar nicht so wichtig - wenn auch spannend, aber nicht wirklich unvorhersehbar. Wichtig ist Vikki, die schillernde liebenswerte parttime V-Frau, die die Sache lieber selbst souverän in die Hand nimmt, als alles der Polizei zu überlassen.

Wer Satire mag, wird dieses Buch lieben... wer Bayern mag - sowieso!

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Eine starke Frau geht ihren Weg

Eine Frage der Chemie
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Ich muss zugeben, dass mich weder der Klappentext noch der Titel in irgendeiner Weise angesprochen hat, dass man werbetechnisch kaum noch um das Buch herum kam, hat es nicht besser gemacht.
Doch dann ...

Ich muss zugeben, dass mich weder der Klappentext noch der Titel in irgendeiner Weise angesprochen hat, dass man werbetechnisch kaum noch um das Buch herum kam, hat es nicht besser gemacht.
Doch dann stolperte ich über mehrere Rezensionen von Menschen, denen ich vertraue und wurde extrem neugierig. Es hat sich sowas von gelohnt!

Elizabeth Zott ist eine Heldin zum Verlieben, sie ist intelligent, eine brillante Chemikerin, unnachgiebig verfolgt sie ihre Ziele, sie ist eigenwillig und ein wenig nerdig... Alles tolle Eigenschaften für eine Frau, allerdings lebt sie in den 1960er Jahren - genau genommen Anfang der 60er Jahre.

Beim Lesen schwanken die Gefühle zwischen Wut (was Frauen damals über sich ergehen lassen mussten), Ergriffenheit (wenn es um Liebe und Freundschaft geht) und Erheiterung (über die teils sehr bizarren Situationen und vor allem Dialoge).

Diese äusserst berührende und liebenswerte Geschichte der starken Elizabeth Zott lehrt uns, dass wir alles im Leben erreichen können, wenn wir die Geschicke selbst in die Hand nehmen und unsere Ängste überwinden können.

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