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Veröffentlicht am 06.04.2022

Verblendung von Stieg Larsson

Verblendung
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Seit Harriet Vanger, die Nichte von Henrik Vanger, vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist, hält die gesamte Familie sie für tot. Henrik, der schon vor ihrem Verschwinden getrocknete und gerahmte Blumen ...

Seit Harriet Vanger, die Nichte von Henrik Vanger, vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist, hält die gesamte Familie sie für tot. Henrik, der schon vor ihrem Verschwinden getrocknete und gerahmte Blumen von Harriet zum Geburtstag bekommen hat, erhält auch weiterhin jedes Jahr eine solche Blume per Post. Er beauftragt den Journalisten Mikael Blomkvist herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist. Zusammen mit Lisbeth Salander, beginnt dieser seine Ermittlungen. Die Suche nach der Lösung im Fall Harriet wird Abgründe aufdecken, die nicht nur Henriks Befürchtungen übertreffen.

„Verblendung“ ist der erste Band der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson und ich bin der kompletten Reihe mit Haut und Haaren verfallen. Die Protagonisten sind das Herz und die Seele des Buches, denn sie sorgen dafür, dass es nicht einfach nur ein gutes Buch, sondern dass es ein herausragendes Buch ist. Sie sind alles andere als 08/15, stechen heraus und zeigen bei weitem nicht nur ihre guten Seiten. Und genau ihre Schwächen sind es, welche die Charaktere und das Buch so lebendig erscheinen lassen. Lisbeth Salander ist definitiv anders als alle Protagonisten, denen ich jemals in Büchern begegnet bin. Ihre Geschichte und ihr Hintergrund sind erschreckend und sie selbst macht es einem wirklich nicht leicht sie zu mögen. Trotz allem habe ich sie ziemlich schnell ins Herz geschlossen. Auch Mikael hat sehr viele Ecken und Kanten und dennoch finde ich seinen Charakter unglaublich faszinieren. Neben den beiden gibt es sehr viele weitere Charaktere, die das Buch zu einem gelungenen Ganzen machen.

Mit insgesamt 704 Seiten zählt dieses Buch schon zu den dickeren Schinken. Der Inhalt ist anspruchsvoll und der Schreibstil durchweg flüssig. Dabei hat Stieg Larsson seinen ganz eigenen Stil. Das Buch fällt nicht gleich mit der Tür ins Haus und die Geschichte hat Zeit sich zu entwickeln. Larsson lässt sich beim Erzählen Zeit und widmet sich dabei auch nebensächlicheren Dingen. Für mich gewinnt die Handlung dadurch enorm und die Tiefe der Geschichte ist ein weiterer Grund, wieso ich das Buch so liebe.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Der Insasse von Sebastian Fitzek

Der Insasse
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Guido T., welcher im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie einsitzt, hat der Polizei bereits zwei Kindermorde gestanden, doch nun schweigt er. Dass er auch für das Verschwinden von Max verantwortlich ist, ...

Guido T., welcher im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie einsitzt, hat der Polizei bereits zwei Kindermorde gestanden, doch nun schweigt er. Dass er auch für das Verschwinden von Max verantwortlich ist, steht für die Polizei und den Vater des Jungen außer Frage. Um an Informationen zukommen, lässt sich der Vater als angeblicher Patient in die Psychiatrie einweisen und muss dort schon kurz nach seiner Ankunft um sein eigenes Leben bangen.

Ich muss gestehen: Dieses Buch hat mich ein wenig um den Verstand gebracht. Was für eine Story, darauf muss man wirklich erst einmal kommen und dem entsprechend hatte ich bei diesem Buch mal wieder keinen blassen Schimmer, auf was die Handlung am Ende hinauslaufen würde. Aber nicht nur das hat meinen Verstand vernebelt. Sebastian Fitzek hat es geschafft die Story so aufzubauen, dass ich von Seite 1 an verwirrt war. Mit jedem weiteren Hinweis, welche zu dem entsprechenden Zeitpunkt im Buch jedoch noch gar keinen Sinn ergeben haben, habe ich weniger verstanden was los ist.

Durch das Setting in der Psychiatrie gab es einige Abschnitte im Buch, in denen ich ein leichtes Lachen nicht unterdrücken konnte. Abseits davon ging es natürlich auch ziemlich brutal zu und gerade der Beginn und das Ende haben mir ganz schön den Atem stocken lassen. Ich war gefesselt vom Buch und konnte es von Beginn an kaum noch aus der Hand legen. Die komplette Inszenierung ist hervorragend und hat mich einmal mehr staunen lassen. Was ich wirklich mochte war, dass sich am Ende alle Bausteine wie ein Puzzle zusammengefügt haben und ich musste bei der Auflösung beinahe ein wenig schmunzeln. Ich frage mich immer wieder, ob ich nicht schon zuvor hätte erahnen können, was wirklich los war, denn Hinweise gab es definitiv genug. Ich kann für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen, auch wenn es für mich nicht ganz an viele seiner anderen Bücher herankam. Ich habe einfach schon so viele Bücher von Sebastian Fitzek gelesen, dass sich meine Favoriten deutlich herauskristallisieren. Trotzdem ein grandioses Buch!

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi

Ich fürchte mich nicht
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Juliette wurde eingesperrt, da sie versehentlich einen kleinen Jungen getötet hat. Eigentlich wollte sie ihm nur helfen, doch die Berührung von Juliettes Haut ist tödlich. Seit ihrer Kindheit wird sie ...

Juliette wurde eingesperrt, da sie versehentlich einen kleinen Jungen getötet hat. Eigentlich wollte sie ihm nur helfen, doch die Berührung von Juliettes Haut ist tödlich. Seit ihrer Kindheit wird sie deswegen gemieden und verachtet. Als Adam in ihre Zelle gesperrt wird erfährt sie, wie sich die Welt verändert hat und dass die aktuelle Regierung Juliette als Waffe benötigt, um in einer beinahe zerstörten Welt wieder Ordnung zu schaffen. Juliette tut alles, um den Fängen der neuen Regierung zu entkommen und so beginnt ein Kampf nicht nur für sich selbst, sondern für so viele andere Menschen in dieser zerstörten Welt.

Ich nehme es schon einmal vornweg: Es folgt eine Lobeshymne und eine Liebeserklärung an ein Buch, das mich überzeugt hat, weil es anders ist! „Ich fürchte mich nicht“ hat mich überrascht, meine Erwartungen bei weitem übertroffen und es war definitiv ein Monatshighlight. Es ist schon lange her, dass ich diese Dystopie das erste Mal gelesen habe und doch erinnere ich mich daran als wäre es gestern gewesen. Die poetische und gefühlvolle Schreibweise allein rechtfertigt in meinen Augen schon eine hohe Bewertung. Doch auch die Geschichte hat mich überzeugt, denn sie ist anders, spannend und an vielen Stellen auch verstörend. Der Schreibstil ist poetisch, tiefgreifend, nah und eindringlich und so hat es Tahereh Mafi geschafft mich bereits zu Beginn des Buches tief zu berühren. Juliette hat Gedanken, die sie nicht haben darf und nicht haben will, was die Autorin durch durchgestrichene Zeilen im Buch deutlich macht. Eine recht ungewöhnliche Herangehensweise, die ich hier aber als sehr passen empfunden habe. Besser hätte man die Gefühle nicht rüberbringen können. Das hat im Anschluss dazu geführt, dass ich mich unglaublich gut in die Protagonistin hineinversetzen konnte, was mir aufgrund der tiefgreifenden Gefühle mehr als einmal das Herz gebrochen hat. Ich bewundere Juliette dafür, dass sie trotz allem was sie erlebt hat, immer noch Stärke zeigen kann, das Gute im Menschen sieht und nicht aufgibt. Ein toller Auftakt zu einer starken Reihe.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Bartimäus - Das Amulett von Samarkand von Jonathan Stroud

Bartimäus
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Als Bartimäus, ein 5000 Jahre alter Dschinn, beschworen wird und sich daraufhin in London wiederfindet, ist er mehr als überrascht dem Zauberlehrling Nathanael gegenüberzustehen. Ein Lehrling, der sich ...

Als Bartimäus, ein 5000 Jahre alter Dschinn, beschworen wird und sich daraufhin in London wiederfindet, ist er mehr als überrascht dem Zauberlehrling Nathanael gegenüberzustehen. Ein Lehrling, der sich traut, ihn zu beschwören? Sein Befehl: das Amulett von Samarkand zu stehlen. Dieser Auftrag führt Bartimäus in die Nähe des Zauberers Simon Lovelace und keiner von beiden ahnt, in welche tödliche Gefahr sie sich mit diesem Auftrag begeben.

Dieses Buch habe ich vor vielen Jahren das erste Mal gelesen und ich hoffe wirklich, dass möglichst viele von euch dieses Buch auch gelesen haben, denn es hat es mehr als verdient. Ich. Liebe. Bartimäus! Wirklich! Ich weiß nicht, ob es je einen Protagonisten in einem Fantasy Buch gab, den ich mehr geliebt habe als Bartimäus. Sein Charakter ist auf eine gewisse Art und Weise zum dahin schmelzen. Er ist unglaublich frech, arrogant und witzig. Er zieht über alles und jeden her und hält sich selbst für das Nonplusultra. Ich musste wirklich häufig Schmunzeln und Lachen über seine Worte und sein Benehmen. Nathanael ist eigentlich das genaue Gegenteil von Bartimäus und doch habe ich auch an ihn mein Herz verloren, da mir seine Geschichte sehr nah geht.

Neben grandiosen Charakteren und viel Humor kann das Buch mit tollen Charakterentwicklungen, einer spannenden Geschichte und einem wirklich interessanten Magiesystem glänzen. Die Schreibweise ist angenehm flüssig und das Geschehen wird sowohl aus der Sicht von Bartimäus als auch aus der von Nathanael wiedergegeben. Das Buch wird ab einem Alter von 10 Jahren empfohlen, was mich ein wenig überrascht, da es mit gut 500 Seiten recht lang und auch ein wenig komplexer ist. Witzige Szenen wechseln sich mit leicht grusligen und auch etwas gröberen Szenen ab, weshalb ich hier etwas vorsichtig wäre. Sicher ist dieses eher im Jugendbuchbereich angesiedelt, aber auch nach so langer Zeit finde ich es immer noch unglaublich gut.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht von Sarah J. Maas

Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht
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Bryce, Halb-Fae und Halb-Mensch, liebt es sich ins Vergnügen fallen zu lassen und mit ihren Freunden ausgelassen zu tanzen und zu feiern. Als ihre beste Freundin Danika auf brutalste Weise ermordet wird, ...

Bryce, Halb-Fae und Halb-Mensch, liebt es sich ins Vergnügen fallen zu lassen und mit ihren Freunden ausgelassen zu tanzen und zu feiern. Als ihre beste Freundin Danika auf brutalste Weise ermordet wird, ist nichts mehr so wie es einmal war. Zwei Jahre später ereignet sich ein weiterer Mord auf dieselbe Art und Bryce wird gezwungen zusammen mit dem berüchtigten Hunt Athalar zu ermitteln. Dass sie dabei mit einem Feuer spielen, dass die ganze Stadt in Schutt und Asche legen kann, ahnen die beiden nicht.

Dieser 928 Seiten schwere Wälzer hat mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen und mich mächtig durchgeschüttelt. Selten habe ich ein so komplexes Buch gelesen. Zu Beginn war ich leicht überfordert von der Welt und den vielen Protagonisten die Sarah J. Maas geschaffen hat. Es hat jedoch nicht lange gedauert und ich war hin und weg. Ich liebe die Welt, die vielen Wesen und jeden einzelnen Charakter in diesem Buch. Das Zusammenspiel von all diesen Komponenten machen das Buch für mich zu einem absoluten Meisterwerk.

Die ersten zweihundert Seiten drehen sich Großteiles um die Geschichte von Bryce und Danika. Auch danach geht es zunächst recht ruhig weiter und man erfährt viel über die Welt und deren Bewohner. Ich persönlich fand es in keinster Weise langatmig, da ich es liebe etwas tiefer einzutauchen. Bryce und Danika haben mich von Beginn an verzaubert. Ihre Art die Welt zu sehen und wahrzunehmen hat mir sehr gefallen. Bei Hunt hat es ehrlicherweise länger gedauert, bis der Funke übergesprungen ist, aber dafür bin ich ihm nur umso mehr verfallen.

Die letzten Seiten des Buches hatten es dann noch einmal in sich und am Ende wusste ich kaum noch wo oben und unten ist. Ich habe bitterlich geweint (und ja ich musste mich erst mal beruhigen bevor ich weiterlesen konnte), habe mitgefiebert, geflucht und sprachlos mit offenem Mund dagesessen. Niemals hätte ich das alles erwartet. Jede Wendung hat mich eiskalt erwischt und kopfschüttelnd zurückgelassen. Dieses Buch ist, nach „Blood and Ash“, definitiv mein zweites Jahreshighlight in 2021.

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