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Veröffentlicht am 04.05.2024

Erzählt mit einer perfekt überarbeiteten Übersetzung

Maigret und die braven Leute
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Georges Simenons »Maigret und die braven Leute« ist ein Krimi-Klassiker mit dem weltweit bekannten französischen Kommissar. Maigret ist ein Name, den wohl jeder schon einmal gehört hat oder in den zahlreichen ...

Georges Simenons »Maigret und die braven Leute« ist ein Krimi-Klassiker mit dem weltweit bekannten französischen Kommissar. Maigret ist ein Name, den wohl jeder schon einmal gehört hat oder in den zahlreichen Filmen gesehen hat, in denen er die Hauptrolle spielt.

René Josselin genoss die Sympathie aller, doch dennoch wurde er Opfer eines Mordes. Weil seine Familie die braven Leute sind, ist der Fall delikat und Maigret wird gebeten, den Fall aufzuklären. Maigret übernimmt die Ermittlungen und trifft auf eine äußerst ehrenhafte Familie.

Nachdem Madame Josselin und ihre Tochter vom Theater zurückkehren, entdecken sie Monsieur Josselin erschossen in ihrer Wohnung. Wer könnte den beliebten Mann ermordet haben? Egal mit wem Maigret spricht, die Familie wirkt harmonisch und gibt den Eindruck anständiger Leute. Doch der Kommissar weiß, dass hinter jeder Fassade ein Abgrund lauern kann, und er kratzt an der soliden bürgerlichen Fassade. Bald werden erste Anzeichen von Schwachstellen sichtbar.

Georges Simenon beherrscht die Kunst des Erzählens und der direkten Rede auf meisterhafte Weise. Die Leser erleben die Geschichte hauptsächlich durch die Dialoge der Charaktere. Allerdings werden diese Dialoge immer wieder durch kurze erzählerische Einschübe unterbrochen. So schiebt er sich ein Stück zu Essen in den Mund oder eine Pfeife wird angesteckt. Ein einfacher Satz, der das Gespräch unterbricht, aber dennoch eine fesselnde Atmosphäre schafft.

Die frisch polierte Übersetzung verwandelt den Roman in ein wahres Schmöker-Vergnügen, bei dem die altertümliche deutsche Sprachakrobatik der 50er Jahre endlich die Bühne verlässt. Wer hätte gedacht, dass man diese Geschichte durchblättern kann, ohne über linguistische Stolpersteine aus der Steinzeit zu fallen? Jetzt gleitet man durch die Seiten, als würde man auf einer literarischen Rutsche schweben – herrlich geschmeidig!

Maigret beeindruckt nicht nur durch seine gelassene Art, sondern es wird auch nie langweilig. Es mag zwar an actionreichen Schießereien mangeln, doch das Rätselraten und die tiefe Menschlichkeit, die hinter dem Verständnis für den Täter und den Motiven der Tat stehen, sorgen für eine ganz eigene, fesselnde Spannung.

»Maigret und die braven Leute« gilt als klassisches Werk eines herausragenden Autors und verdient auch in der vorliegenden Ausgabe des Atlantik Verlags eine uneingeschränkte Empfehlung.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024

Veröffentlicht am 27.04.2024

Reacher in einer Bar in Nebraska

Wespennest
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Ein fesselnder Thriller mit Jack Reacher – unabhängig und packend! Jack Reacher ist wie ein Held, der zur Stelle ist, wenn niemand hinschaut. Lee Child hat dadurch Millionen von Lesern begeistert. Auch ...

Ein fesselnder Thriller mit Jack Reacher – unabhängig und packend! Jack Reacher ist wie ein Held, der zur Stelle ist, wenn niemand hinschaut. Lee Child hat dadurch Millionen von Lesern begeistert. Auch der hier besprochene fünfzehnte Band kann wie jede andere Band eigenständig gelesen werden.

In einer Bar in Nebraska, wo das Bier fließt und die Kühe nur als Steak enden, sitzt unser Held Jack Reacher zufällig am Tresen, als er Zeuge wird, wie der örtliche Doc einen Hilferuf kalt abblitzen lässt. Jack, dessen Gerechtigkeitssinn so scharf ist wie der Zahn einer Kettensäge, packt den Doc beim Stethoskop und überzeugt ihn höflichst, doch seine Hippokratische Pflicht ernstzunehmen.

Dabei stolpert Reacher in eine Szene, die selbst in einer Seifenoper zu dramatisch wäre: eine Frau, die mehr blaue Flecken aufweist als ein überreifes Obst im Ausverkauf. Rasch entpuppt sich das Ganze als familiäre Fehde, die Familie Duncan gegen den Rest der Welt – und unser Jack steht mittendrin.

Ohne zu zögern bleibt Jack in dem Örtchen, wo die Duncans ihr Unwesen treiben und muss feststellen, dass sie ihm auf die Pelle rücken wollen. Jack serviert ihm eine Portion Gerechtigkeit – „medium rare“ und versteht es, mit seinem typischen Reacher-Charme eine wahre Lawine auszulösen. Offenbar ist er in ein Wespennest getreten.

Die Duncans, die für ihre besondere Art etwa so bekannt sind wie ein Kaktus für weiche Umarmungen, sind „not amused“ und zeigen das auf ihre ganz eigene, subtile Art – mit dem Feingefühl eines Bulldozers. Doch Jack, bereit für jedes BBQ, hat seine Hausaufgaben gemacht und weiß, dass man beim Grillfest nicht nur Würstchen, sondern auch heiße Kartoffeln zubereiten muss.

»Wespennest« ist eine spannende Geschichte in einer amerikanischen Kleinstadt mit interessanten Figuren, verstrickten Handlungssträngen bei der Jagd auf den Protagonisten und auch der Jagd auf seine Gegner. Child gelingt eine perfekte Mischung aus Action, amüsanten Dialogen und ruhigen Erzählmomenten.

Die Einflechtung des Lokalkolorits der weiten Landschaft Nebraskas in »Wespennest« und die konsequente Fortsetzung des eigenbrötlerischen Charakters der Hauptfigur sind erholsame Momente für Lee Childs Geschichte. Die Kampf gegen die erpresserische Familie Duncan wird durch weitere Leichen, Intrigen und Störmanöver immer wieder angefeuert. Der Leser wird auf eine Jagd geschickt, dem der der Jäger zum Gejagten wird.

Die Doppelpaare, die Reacher jagen, sind wie eine unterhaltsame Gruppe von Tollpatschen, die beim Lesen besonders amüsant sind.

Die Hauptperson in »Wespennest«, Jack Reacher, ist ein echter Kampfkünstler. Mit seiner beeindruckenden Ausbildung und seiner Kriegserfahrung beherrscht er die actionreichen Kampfszenen meisterhaft. Er zeigt keine Gnade, wenn es darum geht, seine eigensinnige Vorstellung von Gerechtigkeit durchzusetzen. Dieser Charakter hat es mir wirklich angetan und ich werde mit Sicherheit noch weitere Romane mit ihm verschlingen.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024

Veröffentlicht am 24.04.2024

fesselnder historischer Liebesroman

Die Liebe der Lady River
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Der historische Liebesroman spielt in Schottland des Jahres 1486. Lady River MacKay freut sich auf ihre anstehende Hochzeit. Sie träumt von einer glücklichen Ehe und einer Reise nach Brügge in Holland. ...

Der historische Liebesroman spielt in Schottland des Jahres 1486. Lady River MacKay freut sich auf ihre anstehende Hochzeit. Sie träumt von einer glücklichen Ehe und einer Reise nach Brügge in Holland. Doch ihr frisch verwitweter und trauriger, um nicht zu sagen depressiver, Ehemann Morgan zeigt sich distanziert.

Doch diese romantische junge Dame ist verzweifelt. Sie ringt danach, eine Lösung für ihr Unwohlsein zu finden und fragt sich, ob sie etwas ändern muss. Aber muss wirklich sie sich ändern? Leidenschaftliche Momente, die Morgans kalte Ablehnung überwinden, lassen Lady River um ihre Ehe kämpfen.

Doch dann trifft sie eine Entscheidung, die alles zerstören könnte, als sie zwischen den Intrigen von Morgans bestem Freund und einem düsteren Geheimnis steht …

Aus ihrer Liebe zu Schottland hat Kristin MacIver gleich drei Romane gemacht, die anrührend und romantisch sind. Leser lernen ein großes Figurenensemble kennen, darunter natürlich auch die beiden Schwestern Flower und Leaf, die die Protagonistinnen der anderen beiden Romane sind. Es ist nicht zwingend notwendig, für diesen zweiten Band unbedingt den ersten Band gelesen haben zu müssen. Das Lokalkolorit ist angemessen, könnte aber teils noch etwas mehr Details enthalten.

Die beiden Protagonisten sind liebenswert. Während River sich in ihren Gedanken sehr um die Liebe ihres Ehemanns bemüht, ist mir Morgan allerdings zu lange zu depressiv. Anstelle „seinen Mann zu stehen“ lässt er sich zu sehr von anderen Menschen beeinflussen und nimmt zu oft Rücksicht zu Lasten seiner angetrauten Ehefrau. Es hat zwar alles seine Gründe und ist plausibel, jedoch erschien mir diese Phase als zu lange. Doch schließlich dreht sich dies ab der Hälfte der Geschichte und sie nimmt wesentliche Fahrt auf.

In der zweiten Hälfte werden die Konflikte greifbarer, die Sympathie für Morgan kann dank seines Verhaltens wachsen. Doch das Ende hat es dann nochmal richtig in sich. Überraschende Wendungen lassen die Leser erstaunen. Verblüfft können sie feststellen, dass alles ganz anders war als während des Lesens vermutet. Klasse.

Schließlich wäre ein romantischer Roman kein solcher, wenn die beiden Liebenden letzten Endes nicht zueinander finden würden. Trotz allem Zoff und Twist zwischendurch, ist es in diesem Roman nicht anders.

»Die Liebe der Lady River«, ein fesselnder historischer Liebesroman, der vor der atemberaubenden Kulisse der schottischen Highlands spielt. Es ist eine herzzerreißende Geschichte über Liebe, Verlust und die Suche nach Selbstliebe, geschrieben von der talentierten Kristin MacIver.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024

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Veröffentlicht am 17.04.2024

die Jagd geht weiter

Der Sturm: Verachtet
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Karen Sanders Roman »Der Sturm: Verachtet« ist der aufregende zweite Teil einer fesselnden Romanserie, deren Reihe mit »Der Strand« begonnen wurde. Auch wenn alle drei Romane in sich abgeschlossen sind ...

Karen Sanders Roman »Der Sturm: Verachtet« ist der aufregende zweite Teil einer fesselnden Romanserie, deren Reihe mit »Der Strand« begonnen wurde. Auch wenn alle drei Romane in sich abgeschlossen sind und unabhängig voneinander gelesen werden können, zieht sich doch ein roter Faden von Band 1 bis Band 3 durch die Serie. So entsteht ein spannender Serienthriller, der die Leser von Anfang bis Ende mitreißt.

Vor über einer Woche geschah es, dass bei einem heftigen Sturm auf dem Darß ein schrecklicher Fund ans Tageslicht kam. Zwei Skelette wurden freigelegt und brachten die Ermittler in Bewegung (siehe »Der Sturm: Vergraben«) . Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger und das Team des Sellnitzer Soko setzen all ihre Fähigkeiten ein, um einen Fall von vor dreißig Jahren aufzuklären. Doch trotz ihres Erfolgs bleiben die Identitäten der beiden Toten vom Kliff immer noch ein Rätsel. Selbst eine mysteriöse CD, die bei den Gebeinen gefunden wurde, konnte bisher keine weiteren Hinweise liefern. Die Suche nach Antworten geht weiter …

Am Ende gelingt es ihnen, die Identität der Frau mithilfe eines Rings herauszufinden. Es wird behauptet, dass sie vor vielen Jahren in die USA ausgewandert ist. Hängt der Tod der Frau mit ihrem Ehemann zusammen? War es ein eifersüchtiges Drama und ist das zweite Opfer ihr Geliebter? Bevor Mascha und Tom den Ehemann mit ihrem Verdacht konfrontieren können, verschwindet er plötzlich ohne eine Spur zu hinterlassen. Dann entschlüsselt Mascha endlich die Dateien auf der CD und plötzlich erscheint der Fall in einem völlig neuen Licht …

In Bezug auf das Figurenensemble gibt es eine Vielfalt an Charakteren, die teils schon in der ersten Serie »Der Strand« entwickelt wurden. Da sich der Thriller in den alten Bundesländern abspielt, haben viele Figuren eine Vergangenheit in der DDR. Obwohl diese nicht hervorgehoben wird, spielt sie doch bei der Motivation des ein oder anderen eine Rolle. Somit werden die Figuren authentisch und mit einer besonderen Note dargestellt, ohne dass man ihre Vergangenheit verachtet. Neben sympathischen und liebenswerten Figuren, sind auch solche vertreten, die man am liebsten in die Tonne …

Spannung und Dynamik werden nicht nur durch die äußerst kurzen Kapitel – manche nur eine Seite lang – erzeugt. Vor allem die Handlung mit ihren vielfältigen Strängen trägt dazu bei. Es gibt Vermisste, Tote, Knochen, naive Kinder, Stalker und sogar Nazis. Für jeden ist etwas dabei. Als Leser oder Leserin muss man sich nicht einmal die Mühe machen, selbst zu ermitteln. Das Ende ist sowieso nicht vorhersehbar, also kann man es gleich sein lassen. Dabei wird man nicht verachtet.

Das örtliche Flair hat zweifellos einen großen Einfluss. Die lebendigen Beschreibungen erwecken den Wunsch, sich einmal im Herbst oder Winter den Wind an der Ostseeküste um die Nase wehen zu lassen. Ich selbst habe einige Jahre den Herbst auf dem Fischland erlebt und kann einen Aufenthalt dort nur empfehlen.

Die Dialoge, die Karen Sander geschaffen hat, wirken real wie aus dem Leben gegriffen und sind jeweils dem Alter der Figuren angepasst. Man bekommt ein Gefühl dafür, sich selbst mit diesen Menschen zu unterhalten.

Karen Sanders Dialoge sind wie fein abgestimmte Instrumente, die aus dem Leben gegriffen scheinen. Sie passen sich jedem Alter der Figuren an und ermöglichen es uns, ein Gefühl zu entwickeln, als würden wir uns mit diesen Menschen verbinden und in ihr Inneres vorzudringen.

Bitte eintauchen in die packende Romanserie von Karen Sander, die auf Fischland an der Ostsee spielt. Hier erwarten dich nicht nur eine mitreißende Handlung, sondern auch faszinierende Figuren, die es zu entdecken gilt. Die Serie ist ein absolutes Must-have für alle Thrillerfans, mit ihren vielen Wendungen und dem kontinuierlichen Lesevergnügen. Erkunde die fesselnde Welt von Fischland und lass dich von Karen Sanders‘ meisterhaftem Schreibstil verzaubern. Verpasse es nicht, Teil dieser außergewöhnlichen Geschichte zu werden.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024

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Veröffentlicht am 14.04.2024

„Ich bin Vermeer!“

Der falsche Vermeer
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In diesem Beitrag möchte ich wärmstens den hinreißenden Roman »Der falsche Vermeer« von Patrick van Odijk empfehlen. Es ist ein ganz feinsinniger Kriminalroman, der die Sinne um ein Lebensgefühl vergangener ...

In diesem Beitrag möchte ich wärmstens den hinreißenden Roman »Der falsche Vermeer« von Patrick van Odijk empfehlen. Es ist ein ganz feinsinniger Kriminalroman, der die Sinne um ein Lebensgefühl vergangener Zeiten kitzelt und mit vielen Spannungsmomenten aufwartet.

Zunächst jedoch ein paar Worte, worum es in diesem Kriminalroman geht. Basierend auf einer wahren Begebenheit wird einer der größten Kunstskandale der Nachkriegszeit in ein fiktiven Roman umgewandelt. Die Handlung spielt 1945 nach der Befreiung der Niederlande von den Nazis.

Protagonistin und quasi Ermittlerin ist eine junge Reporterin Margriet (Meg) van Hetteram, deren Geschichte in Rückblenden erzählt wird. Sie hatte bereits im Widerstand als Reporterin gearbeitet und macht es auch in der aktuellen Situation. Sie ist sich nicht zu schade, undercover zu arbeiten und hat damit bereits in der Vergangenheit viel Mut bewiesen.

Ihre Wege kreuzen sich bereits mit dem Maler Jan van Aelst, dem jetzt vorgeworfen wird, niederländische Kunst an Nazis verkauft zu haben. Hierauf ist Meg bei ihren Recherchen gestoßen. Ihre Vergangenheit mit Jan van Aelst lässt sie an diesem Thema dranbleiben und sie wird die Top-Journalistin, die die Machenschaften in der Kunstszene aufdeckt.

Der Roman ist sinnvollerweise in zwei Teile untergliedert. Im ersten Teil wird ein Strang gelöst. Als Leser könntet ihr euch damit zufrieden geben. Bis dahin ist alles plausibel und löst sich hervorragend auf. Doch im zweiten Teil dann scheint alles wieder von vorne zu beginnen. Es kommen neue Informationen an die Öffentlichkeit, die alles bis dahin festzustehen scheinende auf den Kopf stellen.

Patrick van Odijk hat hier die Stränge nicht ineinander verwoben, sondern sie eher aneinandergereiht. Man schreitet also trotz einiger Rückblenden chronologisch voran in der Geschichte.

Großes Thema ist die Kollaboration der Niederländer mit den deutschen Nazis und auch das Wirken der niederländischen Nazis. Hierdurch habe ich ein kleines Update in Sachen Allgemeinwissen erhalten. Zwar war mir die Kollaboration hier wie auch in Frankreich und anderen Ländern bekannt, aber durch diesen Roman wurde dies mit Beispielen und konkreten Handlungen untermauert, was mir gut gefallen hat.

Nicht zu kurz kommt eine spielerisch anmutende Dreiecksbeziehung zwischen der Reporterin, dem Polizisten und Juden Rosendahl und dem kanadischen Soldaten Sergeant Bill O’Connor.

An vielen Stellen ist das Lebensgefühl der gerade befreiten Niederländer zu erkennen. Lust auf tanzen, viel rauchen und trinken spielen dabei ebenso eine Rolle wie die naive Hartnäckigkeit und keine Scheu vor Autoritäten, zumindest auf der Seite der jungen Journalistin.

Neben den Ausblicken in die Welt der Malerei und der Kunstfälscherei spielen die Figuren, das heißt die Menschen in dieser Geschichte, einen feinsinnigen Anker für die Leser.

Dieser Roman ist ein besonderer Kriminalroman. Das liegt einerseits an dem Thema Kollaboration als auch am Thema Kunstszene. Andererseits natürlich an dem außergewöhnlichen Plot, wie alle Fäden zusammengehalten werden. Es ist ein Kriminalroman, dem eine höchste Empfehlung gebührt.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024

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