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Veröffentlicht am 05.02.2025

Wohlfühlroman fürs Herz

Luzie in den Wolken
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Charlotte Lucas erzählt mit diesem Roman eine wunderbare Geschichte um die kleine Luzie. Sie lebt allein mit ihrer Mutter Miriam in Hamburg und leidet unter dem Verlust ihres Vaters. Durch unsensible Aktionen ...

Charlotte Lucas erzählt mit diesem Roman eine wunderbare Geschichte um die kleine Luzie. Sie lebt allein mit ihrer Mutter Miriam in Hamburg und leidet unter dem Verlust ihres Vaters. Durch unsensible Aktionen ihres Klassenlehrers wird Luzie ihr Verlust immer wieder vor Augen geführt. Also wendet sie sich an den lieben Gott. Mit einer Karte an einem Luftballon sendet sie ihren Wunsch nach einem neuen Papi in den Himmel.
Mit dieser Karte wird der erfolgreiche Bestsellerautor Gabriel Bach, der gerade kurz vor einem Burnout steht und keine vernünftige Zeile mehr zu Papier bringt, aus seiner Lethargie gerissen. Plötzlich hat er eine neue Buchidee. Um sich weitere Inspirationen zu holen, macht sich Gabriel auf die Suche nach Luzie. Dumm nur, dass er sich inkognito als Buchhalter Ben Sommer in ihr Leben mischt. Denn plötzlich entwickeln sich Gefühle, nicht nur für die siebenhährige Luzie sondern auch für deren Mutter.
Charlotte Lucas schreibt nicht nur einen wunderschönen Liebesroman, sie zeichnet auch wunderschöne Bilder von tollen Wohlfühlläden. Nicht nur Miriams Second-Chance-Shop für Kids auch das so herzlich geführte Mikado sind so richtig tolle Einkaufsläden, die ich mir sofort für unsere kleine Stadt wünsche.
Zum Schluss hin wird die Story etwas überstürzt beendet. Nachdem sie die beiden Liebenden endlich finden, erfährt Miriam von der falschen Identität ihres Freundes und schmeißt in kurzerhand raus. Für die Verarbeitung dieses Betruges vor allem auch durch die kleine Luzie und das endgültige Happy End verwendet die Autorin knappe 20 Seiten, nachdem sie sich 500 Seiten für die Geschichte ihres Kennenlernens und ihrer Annährung Zeit gelassen hat. Das ist sehr Schade und mindert die Wirkung der Story.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Ein unverhofftes Comeback und seine Folgen

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 6: Der süße Klang von Rache
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Ein neuer Fall für den strafversetzten Commissario Vico und sein Team. Mittendrin auch wieder die junge Hamburger Journalistin Anna mit italienischen Wurzeln und ihre Freunde, der Nachbarsjunge Tameo und ...

Ein neuer Fall für den strafversetzten Commissario Vico und sein Team. Mittendrin auch wieder die junge Hamburger Journalistin Anna mit italienischen Wurzeln und ihre Freunde, der Nachbarsjunge Tameo und sein Hund Peppo.

Die erfolgreiche Krimireihe, stets spannend, immer humorvoll und mit reichlich italienischem Gusto, erhält eine neue Richtung. Nach einem Gespräch mit seiner Schwester überdenkt der Commissario seine Situation in Fontenaia und gibt dem Ort und seinen Kollegen eine Chance.

So erkennt er auch inzwischen Annas Stärken, z.B. das sie Menschen lesen kann. Auch im laufenden Kriminalfall spielt sie ihre Stärken wieder aus und wird dem Leser immer sympathischer. Wie sie z.B. Filippo oder auch Don Benedetti Zeit für ihre Antworten lässt und somit meist mehr erfährt als andere, ist bemerkenswert.

Tameo und Peppo sorgen wie gewohnt für gute Laune und Schwung. Schwung kommt langsam auch in Annas Privatleben. Es bleibt abzuwarten, ob und an wen Anna ihr Herz in Italien verliert. Ich spiele ja in der Liga des bisher recht bärbeißigen Commissario Vico und hoffe, dass er Anna und Anna ihn in Fontenaia, dem beschaulichen Örtchen an der ligurischen Küste hält. Es gibt jedenfalls noch genügend Potential für neue Fälle für Vico, Anna und ihre Freunde.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Die fast perfekte Rache

Middletide
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Der Debütroman von Sarah Crouch ist eine gelungene Mischung einer Liebesgeschichte und eines Krimis. Die Autorin erzählt in zwei Zeitschienen.
Die eine Zeitschiene beginnt zum Jahresbeginn des Jahres 1994 ...

Der Debütroman von Sarah Crouch ist eine gelungene Mischung einer Liebesgeschichte und eines Krimis. Die Autorin erzählt in zwei Zeitschienen.
Die eine Zeitschiene beginnt zum Jahresbeginn des Jahres 1994 als die Leiche der allseits beliebten Ärztin Erin Landry auf dem Grundstück von Elijah Leith gefunden wird. Alles deutet auf ein Suizid hin, doch schon bald kommen Zweifel auf.
Die zweite Zeitschiene beginnt 1973, als Elijah sich von seiner Jugendliebe Nakita verabschiedet. Er hält es in der Enge seines Elternhauses nicht mehr aus, hofft auf einen Erfolg als Schriftsteller in San Francisco. Sein Versprechen, zu ihr zurückzukehren, bricht er. Warum, erfahren wir erst später im Laufe seiner Erinnerungen. Nach 15 Jahren kehrt Elijah enttäuscht und am Tiefpunkt seiner Laufbahn nach Point Orchards zurück. Ein einziges Buch hat er geschrieben, 47 Exemplare nur wurden verkauft.
Doch genau dieses Buch diente anscheinend als Vorlage für den Mord an der beliebten Ärztin.
Während der Leser die Liebesgeschichte von Elijah und Nakita über die Jahre verfolgt, verdichten sich auch für den Leser die Hinweise, dass nur einer der Täter sein kann- Elijah. Als zum Schluss die beiden Handlungsstränge zusammenlaufen, sieht man schon kaum noch Hoffnung für Elijah. Wo soll die Rettung und somit die Lösung dieses Kriminalfalles liegen?
In letzter Sekunde findet Elijah den entscheidenden Hinweis, wer ihn so sehr hassen könnte, um ihn einen solchen Mord anzuhängen und Nakita findet den entscheidenden Zeugen um nicht nur Elijahs Hals sondern auch ihre Liebe zu retten.
Ein gelungenes Debüt, spannend bis zum Schluss.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Lesespaß für alle

Die Kinder von Birkby. Hier kommen die Tierretter! (Band 1)
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Kaum war das Buch bei mir angekommen, ergab sich eine wunderbare Gelegenheit es mit meinen Lieblingslesekindern gemeinsam zu lesen.
Levi, der neunjährige Enkel meiner Schwester, durfte seiner 5-jährigen ...

Kaum war das Buch bei mir angekommen, ergab sich eine wunderbare Gelegenheit es mit meinen Lieblingslesekindern gemeinsam zu lesen.
Levi, der neunjährige Enkel meiner Schwester, durfte seiner 5-jährigen Schwester Lilly, dem ebenfalls 5-jährigen Sohn meiner Nachbarin und mir, der uralten 66-jährigen Tante seines Papas, vorlesen. Wir machten es uns in meinem Lesezimmer sehr gemütlich und waren alle total begeistert von diesem tollen Kinderbuch.
Die Geschichte über Emilie, ihre beste Freundin Jette, ihren fünfjährigen Bruder Benno, den neuen Nachbarsjungen Paul und den Liebling aller, dem Findelhund Pommes, geht ans Herz, ist sehr glaubwürdig und dank Benno auch sehr lustig. Allein sein "Okä" in jedem zweiten Satz sorgt für gute Stimmung.
Zwischendurch musste Vorleser Levi immer eine Pause machen, damit alle die schönen Bilder von Caroline Opheys bewundern konnten. Zum Schluß habe ich Levi noch das Lesen abgenommen, damit wir nicht zu spät fertig werden.
Levi wurde von seiner kleinen Schwester sofort darauf hingewiesen, wie liebevoll Emilia mit ihrem kleinen Bruder umgeht und dass sie ihn überall mit hinnimmt. Das kennt sie von ihrem großen Bruder anders. Aber ich habe ihr vor Augen gehalten, wie nett Levi doch ist und seiner Schwester vorliest. Das macht er nämlich sehr oft, weil die kleine Nervensäge ständig am Leben ihres großen Bruders teilnehmen will. Kaleb, der Sohn meiner Nachbarin, erklärte sofort, dass er wie im Buch ganz lieb mit seiner kleinen Schwester umgeht. Seine Mama konnte das später nicht so 100 prozentig bestätigen.
Danke für diese wunderschöne Geschichte. Das angegebene Lesealter ist sehr gut getroffen. Unser beiden fünfjährigen Zuhöhrern waren begeistert , aber auch dem 9-jährige Levi hat es sehr gut gefallen und mir natürlich auch. Ich kann es mit voller Überzeugung weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Zweiter Fall für Fria und Ohlsen- Verwirrend, spannend, packend bis zum Schluss

Die Brandung – Leichenfischer
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Fria Svensson, Tochter einer dänischen Polizistenfamilie, arbeitet als Archäologin in Dänemark, wohnt aber in Deutschland. Schon einmal wurde sie zu einem Kriminalfall der Flensburger Polizei unter Ohlsen ...

Fria Svensson, Tochter einer dänischen Polizistenfamilie, arbeitet als Archäologin in Dänemark, wohnt aber in Deutschland. Schon einmal wurde sie zu einem Kriminalfall der Flensburger Polizei unter Ohlsen Ohlsen hinzugezogen. Diesen ersten Fall von Fria und Ohlsen mit dem Titel "Moorengel" kenne ich bisher nicht.
Nun stößt Frias Ausgrabungstrupp bei Ausgrabungen in Dänemark auf eine Frauenleiche. Die Fachmännin erkennt sofort, dass das Grab einem Wikinkerschiff nachempfunden wurde. Schon bald gibt es Parallelen zu einem Fall der deutschen Polizei und Frias Spürsinn als Polizistentochter und Archäologin wird gefordert.
Das Buch erzählt den Kriminalfall aus verschiedenen Perspektiven. Die Betrachtung wechselt ständig zwischen Fria, Ohlsen, zwei gefangengehaltenen jungen Frauen und einer anscheinend geistig behinderten jungen Frau mit Kleinkind sowie einem jungen Mann, der eine der jungen Frauen stalkt. Dieser ständige Wechsel der Perspektive ist zunächst sehr verwirrend. Die Handlungsstränge, die sich vor dem Leser aufbauen, scheinen zu keinem gemeinsamen Ende zu führen. Man fragt sich zwischendurch, wie das alles am Ende zusammenpassen soll.
Detailliert beschreibt die Autorin das Klein/Klein der Polizeiarbeit. Nebenbei erzähtl das Buch jedoch auch vom Familienleben der sympathischen Familie Svensson und von Frias Mitbewohner Marten. Gleichzeitig beobachtet der Leser den typisch friesischen mundfaulen Kommissar Ohlsen in seiner Freizeit.
Doch es gelingt der Autorin meisterhaft das verwirrende Knäuel aus verschiedenen Strängen zu entwirren und einer logischen Erklärung zuzuführen.
Obwohl ich Teil 1 dieser Buchreihe nicht kannte, konnte ich Teil 2 problemlos folgen. Dieser zugleich packende und interessante Fall inspiriert mich natürlich, sofort Teil 1 auch zu lesen und ich freue mich auf Teil 3. Ich hoffe, Ohlsen ist da, wenn Fria und Marten Hilfe brauchen und geht nicht zu schnell in seine Auszeit...

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