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Veröffentlicht am 18.02.2019

Toll für Zwischendurch oder um die Lesebegeisterung erstmal zu wecken

Penny Pepper - Alles kein Problem
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Wir haben hier ja das berühmte Pferd von hinten aufgezäumt. Der Bücherwurm in Ausbildung hat zuallererst den zuletzt erschienenen Band Penny Pepper/Diebesjagd in London (Ulrike Rylance) und war davon ...

Wir haben hier ja das berühmte Pferd von hinten aufgezäumt. Der Bücherwurm in Ausbildung hat zuallererst den zuletzt erschienenen Band Penny Pepper/Diebesjagd in London (Ulrike Rylance) und war davon ziemlich begeistert. Daher hat sie sich kürzlich Band 1 aus dieser Reihe zugelegt und auch wieder in einem Affenzahn durchgelesen.

Der Auftakt dieser Detektivserie ist seit September 2014 im Handel erhältlich. Ende letzten Jahres ist Band 7 (Diebesjagd in London) erschienen. In Kürze wird es diese beliebte Reihe auch als Doppelbände geben. Die Teile 1-4 stehen hier hierfür schon in den Startlöchern (März und April).

Ich habe dieses Buch selbst nicht komplett gelesen – aber war überwiegend dabei und habe die Begeisterung mitbekommen. Der Spaß kam wohl auch nicht zu kurz .

„Diese Bücher kann man super mal eben lesen und sie machen Mega-Bock“ , so die Original-Aussage meiner Tochter.

Stilistisch entspricht das Buch dem derzeit schwer angesagten Stil, die Geschichte mit vielen schönen und verschiedenen Illustrationen aufzulockern. Ich finde das in manchen Reihen ja etwas übertrieben – aber hier passt es ganz gut. So ist z.B. eine Anleitung dabei, wie man Fingerabdrücke abnimmt, eine Verdächtigenliste (Oma ist da auch drauf :), uvm.

Die Geschichte selbst finde ich auch ganz spannend – Penny hat überhaupt keine Lust zu Floras Party zu gehen. Aber sie kommt natürlich nicht drumherum und hat aber plötzlich die Gelegenheit ihren ersten Fall zu lösen. Die Geschichte finde ich für Kids in dem Alter toll – zumal sich die anfängliche Aversion gegen die angebliche Oberzicke Flora plötzlich als falsch erweist und sich am Ende eine Viererclique findet. Eigentlich sind sie ja zu fünft – den das Entführungsopfer Dschastin gehört ja am Ende schließlich auch dazu. Manchmal schätzt man andere Leute eben ganz falsch ein – das ist doch jedem von uns schon mal passiert, oder?

Wie es sich für ein Kinderbuch gehört – es gibt natürlich ein Happy End und das ist gleichzeitig der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Denn es gibt ja scheinbar noch eine Menge weiterer Fälle zu lösen. Da ist meine Tochter auf jeden Fall dabei. Sie hat bei unserem letzten Besuch bei Thalia unsere Buchhändlerin dazu angestiftet die komplette Reihe ins Programm zu nehmen

Somit sehe ich uns nächste Woche also wieder losfahren… Aber das mache ich gern – denn ich habe auch als Kind immer schon unglaublich gern gelesen und war froh um jeden Nachschub.

Fazit: Eine ganz tolle Reihe für Mädchen – vielleicht auch eine Möglichkeit für noch nicht so versierte Leseratten. Denn es gibt durch die vielen schönen Illustrationen total viel zu entdecken und der Lesetext erscheint nicht so unendlich.

Veröffentlicht am 18.02.2019

Verflucht gut!

Rebecca
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Verflucht oder nicht verflucht – das ist hier die Frage…..

Aber klar verflucht – verflucht gut! Das Buch ist klasse – ich habe es gestern an einem Stück durchgelesen, das sagt ja schon mal alles.

Aber ...

Verflucht oder nicht verflucht – das ist hier die Frage…..

Aber klar verflucht – verflucht gut! Das Buch ist klasse – ich habe es gestern an einem Stück durchgelesen, das sagt ja schon mal alles.

Aber ich fange mal von vorne an. „Rebecca“ ist am 31. Januar 2019 im Chickenhouse/Carlsen Verlag erschienen und sollte aus meiner Sicht in keinem gut sortierten Bücherregal junger Bücherwürmer (ab ca. 10) fehlen.

Wo wir gerade dabei sind, das Lesealter passt aus meiner Sicht hervorragend.

Die 12-jährige Rebecca ist wahrlich nicht zu beneiden: weil sie kurz vor den Ferien ziemlichen Blödsinn angestellt hat, wird sie kurzfristig von ihren Eltern auf eine Sprachreise nach England geschickt. Wer jetzt denkt – cool, Ferien in England…. London, Cambridge, Brighton… nicht schlecht. Weit gefehlt – Rebecca muss nach SEACLIFF, ein kleines Nest am Ende der Welt…. Auch ihre Gastmutter wäre nicht der Traum meiner schlaflosen Nächte….

„Im Notfall gibt es ja noch die warme Dusche. Die ist allerdings unten im Keller. Und nur zwischen vier und sechs Uhr nachmittags bitte. Es wäre pure Verschwendung, das Wasser den ganzen Tag über zu heizen.“

Und dann ist da noch diese seltsame Geschichte mit dem Fluch, der auf dem Schloss liegen soll. Ich will es mal so sagen – ein Wellnessurlaub sieht anders aus. Aber Rebecca will ihre Eltern nicht schon wieder enttäuschen und reißt sich zusammen. Unterstützung erfährt sie dabei durch ihre neuen Freunde Sander und Carlo. Wenn Ihr wissen wollt, was es denn nun mit diesem Fluch auf sich hat, solltet Ihr dieses Buch lesen. Denn es lohnt sich. Diese Geschichte hat mich sehr angenehm an die Abenteuer der Fünf Freunde – die Begleiter meiner Jugend – erinnert. Die Autorin vermittelt sehr schön, dass man viel erreichen kann, wenn man zusammenhält und an einem Strang zieht. Dennoch gilt es das ein oder andere Abenteuer zu meistern um am Ende einer großen Sache auf die Spur zu kommen.

Ich will hier nichts weiter über den Inhalt verraten, aber es gibt diverse Informationen, Begebenheiten und Merkwürdigkeiten, die sich um die ganze Geschichte winden. Die schlussendliche Auflösung wirkt dabei jedoch nicht konstruiert, sondern für ein Abenteuerbuch passend und auch für mich überraschend. Vorhersehbar war in diesem Buch (für mich als Erwachsene) nur sehr wenig – das ist für mich auch immer ein Qualitätsmerkmal.

Auch rein sprachlich konnte mich das Buch überzeugen. Es ist flüssig geschrieben und das Lesen macht einfach Spass. Und so vergingen die etwas über 200 Seiten auch tatsächlich wie im Flug. Übrigens waren wir gestern (13. Februar) noch in der Buchhandlung unseres Vertrauens. Dort wurde uns „Rebecca“ als erstes vor die Nase gehalten – die Buchhändlerin wollte es uns als ihren neuesten Geheimtipp empfehlen.

An dieser Stelle sei erwähnt – es ist auch mal schön schneller als der Profi zu sein.

Das Cover gefällt uns übrigens auch sehr gut – schöne kräftige Farben und die wichtigsten Elemente auf dem Hardcover.

Fazit: Dieses Buch erhält von mir eine absolute Leseempfehlung – die Fünf Freunde lassen grüßen! Wer diese Art von Büchern mag, hat mit „Rebecca“ eine gute Wahl getroffen. Bei uns sind natürlich auch die gängigen und schon seit Jahren erfolgreichen Reihen im Bücherregal vertreten. Aber ich finde man muss auch mal links und rechts vom Mainstream gucken – dann entdeckt man ab und an wirklich gute und lesenswerte Bücher!

Ich bedanke mich herzlich bei der Autorin Barbara Laban für das Rezensionsexemplar. Meine Beurteilung wurde hiervon natürlich nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 18.02.2019

Durchdacht und doch leicht - eine tolle Geschichte für angehende Teenies

Blogstar Opa - Made with love
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Heute erscheint der 2. Band von Blogstar Opa und wir durften ihn schon vorab lesen, daher geht unsere Rezi natürlich auch pünktlich zum Start online. Ich hatte mir ja schon gedacht, dass dieses Buch auch ...

Heute erscheint der 2. Band von Blogstar Opa und wir durften ihn schon vorab lesen, daher geht unsere Rezi natürlich auch pünktlich zum Start online. Ich hatte mir ja schon gedacht, dass dieses Buch auch wieder ein Volltreffer wird, denn die Autorin schafft es auf eine ganz tolle Art und Weise eine Geschichte rund um möglicherweise in dem ensprechenden Alter gerade aufkeimende Probleme zu erzählen.

Der Untertitel verrät es schon und das Buch erscheint am Valentinstag – es geht um Liebe! Aber nicht nur (natürlich auch) um die Liebe zu Gretas Hobby, sondern auch um die erste Schwärmerei für einen Jungen. Den Anfang macht ihre beste Freundin Mimi, als ihr neuer Nachbar sie völlig aus dem Konzept bringt. Währenddessen ist Greta aber auch schon mit ihrem neuen Projekt beschäftigt – ihr cooler Blog-Opa hat eine Führung durch das Theater organisiert in welchem er früher als Kostümschneider tätig war. Greta ist völlig überwältigt – und zwar nicht nur vom Theater….

Die erste Schwärmerei und dann ist dieser Junge auch noch nett und hilft Greta mit Sprechübungen gegen ihre Nervosität. Denn ihr Blog wird immer erfolgreicher, aber ihre Follower werden ungeduldig und wollen sie selbst (nicht nur ihre Hände) sehen.

Dann kennen wir aus Band 1 ja noch die Oberzicke Chiara, die ihr wieder Steine in den Weg legen will. Denn die Newcomer-Challenge steht an.

Ein Erwachsener mag das belächeln, aber für Kids in dem Alter sind dies echte Probleme und genau das nimmt die Autorin aus meiner Sicht auf eine wunderbare Art und Weise auf. Es gibt auch mal wieder etwas Stress mit ihrer Mama – manchmal wollen Erwachsene auch einfach nicht verstehen.

In diesen beiden Büchern sehe ich eine Botschaft, die ich persönlich für angehende Teenager sehr wichtig und schön finde:

Das Leben ist nicht immer nur rosa – aber wenn Familie und Freunde zusammenhalten, kann man viel bewegen und auch vermeintlich große Probleme lösen.

Ich war ja gespannt welche Rahmengeschichte in diesem Teil gesponnen wird – es dreht sich also sehr viel ums Theater – als alte Wirkungsstätte von Gretas Opa. Das gefällt mir sehr gut, denn viele Kids waren vielleicht noch nicht selbst im Theater bzw. hinter den Kulissen. Dieses Thema wird allerdings nicht übermäßig strapaziert, sondern fließt einfach passend in die Geschichte ein. Passenderweise wird im Theater gerade Romeo und Julia geprobt.

Wie schon im ersten Band werden am Ende zwei Näh-Tutorials vorgestellt – eine gelungene Ergänzung.

Diese Reihe ist einfach toll und ich bin sehr begeistert. Aygen-Sibel Celik hat eine wunderschöne Geschichte mit Herz geschaffen, die ich als absolut lesenswert erachte.

Der Schreibstil ist klasse, es liest sich sehr flüssig und so fliegen die knapp 190 Seiten nur so dahin. Aufgelockert wird die Geschichte auch wieder durch einige optisch abgesetzte Whattsapp-Nachrichten oder Hashtags – aber auch wieder in Maßen.

Man könnte dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber ehrlich gesagt wäre es zu schade den ersten Band nicht zu kennen. Die Story baut schon aufeinander auf.

Ich nehme ein Cover niemals in die (Sterne-) Bewertung eines Buch mit auf, denn die Optik kann für mich nicht punktenscheidend sein. Aber ein paar Worte verliere ich gern zu gut gemachten Exemplaren. Das Hardcover ist wirklich schön, die Farben sind leuchtend aber etwas gedeckt. Es passt einfach thematisch absolut zur ruhigen und etwas zurückhaltenden Greta.

Fazit: Hier spreche ich eine absolute Kaufempfehlung aus. Das Buch hat eine tolle Botschaft und schleudert nicht mit Klischees um sich – es gefällt mir einfach richtig gut. Die Handlung macht auf mich einen extrem durchdachten und runden Eindruck.

Ich bedanke mich herzlich beim Kosmos Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Beurteilung wurde hiervon natürlich nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 13.02.2019

Ein spannendes und facettenreiches Hörbuch - nicht nur für junge Hörer!

Agatha Oddly. Das Verbrechen wartet nicht
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Kurz vor dem Wochenende ist Agatha bei uns eingezogen und ich muss sagen - perfektes Timing. Denn heute ist Sofa-Tag wegen fieser Erkältung. Was gibt es da Besseres als ein spannendes Hörbuch?! Das Buch ...

Kurz vor dem Wochenende ist Agatha bei uns eingezogen und ich muss sagen - perfektes Timing. Denn heute ist Sofa-Tag wegen fieser Erkältung. Was gibt es da Besseres als ein spannendes Hörbuch?! Das Buch ist seit Mitte Januar 2019 , das Hörbuch seit Ende Januar im Buchhandel erhältlich. Das empfohlene Lesealter liegt bei 11 Jahren +.

Ich bin schon sehr +, aber kann mich immer wieder für gute Kinder-/ und Jugendliteratur begeistern.

Agatha lebt mit ihrem Vater in London und ist wahrlich kein gewöhnliches Mädchen. Denn direkt zu Beginn muss sie sich beim Schuldirektor dafür verantworten, dass sie in einer Zwischendecke versteckt den Hausmeister observiert hat. Die 13-jährige Agatha liebt es nämlich Detektiv zu spielen und (vermeintliche) Kriminalfälle zu lösen. Ihre verstorbene Mutter hat ihre Liebe zu den Abenteuern von Hercule Poirot nahegebracht, aber bislang haben sich alle Fälle als Luftschlösser erwiesen.

Es könnte ein ganz normaler Schultag werden - doch dann befindet sich Agatha plötzlich in einer seltsamen Situation. Mitten im Hyde Park wird vor ihren Augen eine Frau von einem Motorrad angefahren, Agatha leistet Erste Hilfe und verständigt den Krankenwagen. Ein Motorrad im Hyde Park fährt zufällig eine ältere Dame mit einem seltsamen Tattoo am Handgelenk an? Ein ungewöhnlicher Zufall. Und woher kommt der rote Schleim, der plötzlich aus den Wasserleitungen quillt? Was ist mit dem Frischwasser?

Ehe Agatha sich versieht, steckt sie mitten in einem echten und ziemlich facettenreichen Kriminalfall. Hier ist echter Spürsinn gefragt und es gibt mehr als nur ein Rätsel zu lösen. Dabei ist nicht nur ihr Verstand und ihre Beobachtungsgabe gefragt, ohne die Hilfe ihres besten Freundes wäre sie wohl auch aufgeschmissen.

Ich muss sagen, dieses Hörbuch finde ich wirklich fantastisch. Hier verbergen sich ungeahnte Zusammenhänge, die es nicht verzeihen wenn man mal eben kurz rausgeht (beim hören) um sich eine Flasche Wasser zu holen oder irgendetwas nebenher macht. Das Hörbuch ist derart temporeich, dass man dann schnell den Anschluss verliert. Also musste ich doch tatsächlich zwischenzeitlich nochmal zurück, da mir einige wichtige Infos fehlten. Aber es hat sich definitiv gelohnt.

Agatha ist schon ein echter Pfundskerl - sie ist an ihrer neuen Schule in der absoluten Außenseiterrolle und lebt aber einfach ihren Stil ohne sich von den anderen beeindrucken zu lassen. Sie ist so ein bißchen die Luna Lovegood der Krimi-Szene. Hilfsbereit, bodenständig, neugierig - und das alles zahlt sich am Ende des Tages natürlich aus. Aber da gibt es auch noch ein paar andere interessante Charaktere. Agathas bester Freund Liam, oder Briana - eine der Oberzicken, und nicht zuletzt die ältere Dame aus dem Park.... denn selbstverständlich spielt sie auch noch eine Rolle in der Geschichte.

Der Schreibstil ist wunderbar - flüssig, ansprechend und für das Alter passend. Ich finde es ganz gut, dass Agatha in einigen (wenigen) Situationen ein gedankliches Zwiegespräch mit ihrem großen Vorbild Hercule Poirot hat, der dann z.B. im Epilog vor ihr auf dem Küchentisch sitzt und eine nicht ganz so unwichtige Frage aufwirft.... Der Beantwortung dieser Frage sehe ich übrigens mit Spannung im nächsten Band entgegen. Im Hörbuch ist Hercule bzw. Agathas Gedankengang hervorragend von der realen Handlung abgesetzt (er sprischt ja mit fransösischem Aktsont :).

Die Stimme der Sprecherin Leonie Landa passt übringes hervorragend zu Agatha und so macht es wirklich Spass zuzuhören.

Fazit: Agatha Christie meets Dan Brown - ein spannende und temoporeiche Detektivgeschichte mit Anspruch! Absolut empfehlenswert für jeden, der spannende Geschichten mag. Da es zwischenzeitlich schon mal die ein oder andere gefährliche Situation gibt und der Fall insgesamt sehr komplex ist, sehe ich das (Hör)Buch in diesem Fall tatsächlich erst ab 11 Jahren. Jüngere Leser (Hörer) könnten irgendwann den Faden verlieren.

Ich bedanke mich herzlich beim Jumbo Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Beurteilung wurde hiervon natürlich nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 12.02.2019

Mir fehlt der rote Faden, zudem ist mir das Buch zu negativ.

Lil April - Mein ganz normaler Wahnsinn - Band 4
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Dieses Buch ist Teil 4 der gleichnamigen Buchreihe und seit Mitte im Handel erhältlich . Ich kenne bisher keines aus der Reihe, aber dieses Cover hat meine Blicke förmlich auf sich gezogen. Der Klappentext ...

Dieses Buch ist Teil 4 der gleichnamigen Buchreihe und seit Mitte im Handel erhältlich . Ich kenne bisher keines aus der Reihe, aber dieses Cover hat meine Blicke förmlich auf sich gezogen. Der Klappentext hört sich auch witzig an. Leider hört es sich aber nur so an, denn in dem Buch habe ich vergeblich nach lustigen Situationen gesucht.

Im Leben der 13-jährigen Lil läuft momentan nichts rund, der Umzug, die neue Schule, ihren Freund sieht sie nur noch in den Ferien und ihre beste Freundin ist neuerdings in einem Internat. An ihrem 1. Schultag blamiert sie sich, ihre Schulpatin ist eine Zicke und zuhause hat niemand Verständnis für ihre missliche Situation. So zusamengefasst hört sich das schon ziemlich negativ an und genauso ist das Buch. Es passiert über ca. 260 Seiten so gut wie nichts Schönes, Erfreuliches oder Positives. Der einzige Lichtblick ist Lils 14. Geburtstag. Danach geht es aber weiter wie zuvor.

Ehrlich gesagt hat es mir daher über längere Strecken nicht besonders viel Spass gemacht, denn soviel Pech war schon fast etwas unglaubwürdig. Die Sache mit den T-Shirts fand ich dann aber wirklich drüber. Schauen die eigentlich als fürsorglich empfundenen Eltern von Pego und Lil wirklich seelenruhig zu, wenn die Kinder Einkäufe und Verkäufe planen? Ich weiß nicht, ich fand das sehr an den Haaren herbeigezogen.

Darüber hinaus habe ich mich auch wirklich schon am Anfang gefragt, wieso Lil immer noch nett zu Bonnie ist. Gerade Teenager würden doch eher zu früh als zu spät eingeschnappt reagieren.

Was ich an diesem Buch schmerzlich vermisse ist der rote Faden, ich empfinde es als Aneinanderreihung von (leider nur) negativen Begebenheiten.

Die Charaktere sind insgesamt eigentlich sehr angenehm, wenngleich auch recht oberflächlich gehalten. Aber im Hinblick auf das empfohlene Lesealter (ab 11) sollte das passen, zuviel wäre bei der Menge an Personen sicherlich nicht förderlich. Anfangs hatte ich (als Quereinsteiger in die Familie) etwas Orientierungsschwierigkeiten mit den vielen ungewöhnlichen Namen, aber diese sind sehr schnell problemlos zu unterscheiden. Die Erklärung für die Namen ist ja auch ganz schlüssig und mal etwas anderes. Allerdings verstehe ich nicht, wieso die Freunde Helli und Jari auch noch so außergewöhnliche Namen haben.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Mir hat es gut gefallen, dass die Autorin immer mal wieder Redewendungen, Sätze und Infos aus England mit einfliessen läßt.

Fazit: Leider konnte das Buch nicht halten, was ich mir davon versprochen habe. Mir fehlen neben einer irgendwie fesselnden Haupthandlung z.B. Witz und/oder Spannung, o.ä. Daher kann ich hier nur eine eingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

Ich bedanke mich herzlich beim Magellan Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Beurteilung wurde hiervon natürlich nicht beeinflusst.