Profilbild von Lotta

Lotta

Lesejury Star
offline

Lotta ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lotta über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2019

Reisen ja, Selbstmitleid leider auch

Das Jahr nach dem Abi
0

Was mache ich nach dem Abi? Diese Frage stellen sich viele Schüler*innen. Auch ich habe sie mir gestellt, auch wenn es nun schon einige Jahre her ist.

So dachte ich mir, mal sehen, was ich so verpasst ...

Was mache ich nach dem Abi? Diese Frage stellen sich viele Schüler*innen. Auch ich habe sie mir gestellt, auch wenn es nun schon einige Jahre her ist.

So dachte ich mir, mal sehen, was ich so verpasst habe. Welche Möglichkeiten hätten sich mir geboten? Kung-Fu klingt da natürlich erstmal total abwegig. Aber vielleicht kommt man auch nur so aus seinem Alltagstrott raus?

Anfänglich war es auch noch richtig angenehm dieses Buch zu lesen, doch irgendwann hätte er ruhig ein bisschen schneller weiterreisen können und sich nicht so in Selbstmitleid suhlen sollen. Dieses Buch wurde nach dem Jahr geschrieben, sodass immer mal Andeutungen in die Zukunft gemacht wurden, an einigen Stellen total unpassend für das Kommende. Da liest man als Leser immer weiter und weiter, aber es passiert einfach nicht...

Interessant war dann wieder, wie Naiv man sich verhalten kann. Doch das liegt wohl daran, dass ich schon wieder zu weit weg bin und einige Situationen mir nicht so passieren würden. Gleichzeitig wäre ich wohl nicht so mutig gewesen, mal eben so nach China, Indien und Schottland (letzteres vielleicht noch) zu gehen.

Insgesamt also teilweise spannende Einblicke, vor allem was die Kulturen angeht. Doch immer wieder wurde es einfach zu viel Selbstmitleid und die Zeit an einem Ort ging nicht wirklich vorbei...
So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.05.2019

Tolle Dialoge, interessante Magierwelt, verzwickte Politik

Die weiße Magierin: Gefährliche Mächte
0

Rael ist bei Gauklern aufgewachsen. Lebte in der Unterdrückung und tat was ihr befohlen wurde, um die Schmerzen zu verringern. Dann eröffnen ihr zwei Männer, dass sie eine Magierin ist und in der Akademie ...

Rael ist bei Gauklern aufgewachsen. Lebte in der Unterdrückung und tat was ihr befohlen wurde, um die Schmerzen zu verringern. Dann eröffnen ihr zwei Männer, dass sie eine Magierin ist und in der Akademie ihre Kräfte kontrollieren lernen kann. Die Stadt dort wird beherrscht von mehreren Häusern mit diversen Fehden...

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Leider war es etwas schlecht für den Lesefluss, dass alle paar Seiten mit einem Zeitsprung ein neues Kapitel begonnen wurde. Mit steigender Lesedauer verlängerten sich dann glücklicherweise die Kapitel und die Zeitsprünge nahmen zwischen den einzelnen Kapiteln ab.
Berichtet wird vor allem aus Raels Sicht, doch in unregelmäßigen Abständen gibt es Einblicke in die Geschehnisse rund um andere Personen. Leider ist die Politik so verzwickt, dass man als Leser kaum eine Chance hat durchzublicken und hier helfen auch mehrere Perspektiven leider nicht wirklich...

Einzig positiv: Rael verändert ihre Einstellung nicht und bleibt sich und ihren Prinzipien treu! Daher ist es Klasse ihr zu folgen, wie sie die Magie in und um sich herum kennenlernt und gleichzeitig versucht die Welt um sich herum zu begreifen.

Zu erwähnen ist zudem, dass die Dialoge zwischen den einzelnen Personen immer wieder Überraschungen bereithalten. Hier hat man als Leser jedoch ab und an Angst, dass eine spitze Bemerkung direkt zum Tod führt...

Insgesamt eine durchaus interessante Welt mit sehr verzwickter Machtgeflechte. Die Idee ist gut, doch es wurde etwas zu viel gewollt bei der Übermittlung von Botschaften. So bewerte ich mit 3,5 Sternen.

Veröffentlicht am 14.04.2019

Schwierig wieder rein zukommen, danach sehr spannend

Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis
0

Achtung, es handelt sich hierbei um den dritten Teil um Elias & Laia!

Während Elias an die Zwischenstatt gebunden ist, versucht Laia das Reich vor dem Nachtbringer zu schützen.

Da es sich bereits um ...

Achtung, es handelt sich hierbei um den dritten Teil um Elias & Laia!

Während Elias an die Zwischenstatt gebunden ist, versucht Laia das Reich vor dem Nachtbringer zu schützen.

Da es sich bereits um den dritten Teil handelt, sind sowohl Charaktere, als auch der Schreibstil schon sehr gut bekannt. Leider fehlte eine kurze Zusammenfassung zu Beginn und auch Erwähnungen auf bisher passiertes im Buch wurden sehr kurz gehalten bzw. fehlten vollständig, sodass es am Anfang wirklich schwierig war wieder in die Geschichte rein zukommen. So dauerte es seine Zeit alle Charaktere wieder richtig einzusortieren und einiges blieb auch einfach in den Untiefen meines Gedächtnisses verschollen.

Durch die wechsel der Charaktere zwischen Laia, Elias und auch dem Blutgreif werden viele Orte im Reich abgedeckt. Etwas schade ist hier, dass die Karte sich im eBook auf einer der letzten Seiten verbirgt, sodass ich diese erst nach beenden entdeckt habe, demnach zu spät. Gleichzeitig ist es so natürlich möglich, Spannung zu kreieren und irgendwann war der Punkt erreicht, an dem der Leser nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

Durch die vielen Orte gelingt es das Reich und auch die Eigenarten noch besser kennen zu lernen und langsam sich ein Bild über die Kultur und Geschichte machen zu können. Zudem wird offen, welche Probleme überall im Reich anzutreffen sind. Spannend finde ich immer noch die Kommunikation über die Trommler.

Es offenbart sich zudem immer mehr die Magie, die in all den bekannten Charakteren steckt, doch sehe ich hier noch weiteres Potenzial. Denn alles ist hier noch lange nicht erzählt.

Insgesamt eine sehr spannende Fortsetzung, die sicherlich mehr als vier Sterne bekommen hätte, wenn es nicht so lange gedauert hätte, in das Buch hineinzukommen. So freue ich mich jedoch auf den nächsten Band und weitere Entwicklungen, hoffentlich habe ich bis dahin nicht wieder alles vergessen...

Veröffentlicht am 18.03.2019

Interessante Gesamtidee, aber es fehlt das gewisse Etwas

Pheromon 3: Sie jagen dich
0

!Achtung es handelt sich hierbei um den dritten Teil der Pheromon-Reihe, nicht unabhängig voneinander lesbar!

Wo steckt Jack? In der Zukunft wird eine Anwältin auf die Suche angesetzt und bekommt Unterstützung ...

!Achtung es handelt sich hierbei um den dritten Teil der Pheromon-Reihe, nicht unabhängig voneinander lesbar!

Wo steckt Jack? In der Zukunft wird eine Anwältin auf die Suche angesetzt und bekommt Unterstützung über eine KI, während nicht nur das FBI hinter ihr her ist.
Gleichzeitig versuchen Jack und die anderen Hunter zu verschwinden, um irgendwie die Welt zu retten.

Nachdem Band 1 gefühlt eine Einleitung war und so nach 150 Seiten in Band 2 endlich die Action und Spannung beginnt, geht es hier nahtlos weiter. Gerade die Zusammenhänge zwischen den beiden Zeitzonen sind interessant zu entdecken und schaffen den ein oder anderen "Aha"-Effekt.
Der Schreibstil ist somit gewohnt angenehm zu lesen und der Wechsel zwischen den Zeitzonen bereits bekannt. Ob diese verzwickte Story am Ende so notwendig gewesen wäre, keine Ahnung.

Etwas störend waren an einigen Stellen die Reaktionen, oder eher fehlenden Reaktionen, der Hunter. Einiges wurde nur Hingenommen oder auch innerhalb von wenigen Sätzen abgehandelt. Doch an vielen Stellen steckte so viel mehr, gerade was die zwischenmenschliche Beziehung angeht. Dadurch bleiben die nun 100 Jahre ältere Versionen der Hunter sehr blass und bereits hier fehlt das Gewisse etwas.

Tja und dann wäre da noch die Sache mit der Gentechnik. Ging mal wieder gar nicht und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass circa 60 Jahre an Forschung, wenn überhaupt, ausreichen, um auf den notwendigen Stand der Dinge zu kommen. Selbst für Science-Fiction, die möglichst nah an der Realität bleibt, war es hier zu viel.
Gut gefallen hat mir hier jedoch der Einsatz der Pheromone, die doch einmal ganz anders die Wahrnehmung von Menschen stimulieren.

Insgesamt somit eine interessante Gesamtidee, aber es fehlt das gewisse Etwas. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Realistische Idee mit viel Spannung, doch zu viel Theorie und seltsames Ende

GIER - Wie weit würdest du gehen?
0

Die Wirtschaftskrise von 2008 ist gerade einmal elf Jahre her, doch schon wieder befinden wir uns in einer Blase, die jederzeit platzen könnte. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. ...

Die Wirtschaftskrise von 2008 ist gerade einmal elf Jahre her, doch schon wieder befinden wir uns in einer Blase, die jederzeit platzen könnte. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander.
In Gier demonstrieren wie beim Gipfel in Hamburg viele tausend Menschen. Doch diesmal sind die Probleme bereits greifbar und für Klärung soll der Sondergipfel in Berlin sorgen...
Ein Nobelpreisträger, der kurz vor seiner Rede das Leben verliert und ein angehender Pfleger, der zur falschen oder richtigen Zeit (wie man es nun nimmt) am falschen Ort ist.

Der Schreibstil ist mir bereits durch die vorherigen Romane "Blackout", "Zero" und "Helix" bekannt, sodass ich schnell hineinfinden konnte. Die vielen kurzen Kapiteln mit den unterschiedlichen Perspektiven bieten unterschiedlichste Eindrücke, die nach und nach zusammen geführt werden.

Leider verlaufen die ersten 100 Seiten selbst für wirtschaftlich nicht ganz uninteressierte Menschen etwas holprig, es fehlt hier und da einfach an Hintergrundwissen. In einem weiteren Abschnitt wird Hintergrundwissen mit der Erklärung sämtlicher Theorien, die teilweise sogar auf dem Gymnasium behandelt werden, etwas übertrieben und so werden einige eher überflogen, da es einfach zu viele sind. Auch wenn Alle wirklich anschaulich erklärt werden.

Während dieser Erklärung kommt es zu kleinen Spannungsbrüchen, die jedoch durch die Perspektivwechsel etwas verringert wurden. So fragt der Leser sich weiter nach dem Ziel und den fehlenden Zusammenhängen. Diese werden auf Grundlager von weiterer bereits existierender Theorien gegeben, jedoch blieb bei mir die Euphorie, welche bei den Charakteren auftauchte, etwas auf der Strecke. So denke ich an beide Seiten und finde das Ende etwas seltsam.

Insgesamt kann Elsberg auch mit "Gier" nicht an "Blackout" anknüpfen. Klasse war es dennoch in eine Welt einzutauchen, die wir alle praktisch morgen haben könnten und in bestimmten Bereichen auch schon heute haben. So bewerte ich diese realistische Idee mit viel Spannung, doch zu viel Theorie und einem seltsamen Ende mit 3,5 von 5 Sternen.