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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2018

Vielleicht wird morgen alles besser

Vielleicht wird morgen alles besser
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Von der Mutter schon früh verlassen, müssen die Geschwister Ercole und Asia mit ihrem überforderten Vater alleine zurechtkommen. Als er 14 Jahre alt ist, lernt er seine erste Liebe Viola kennen. Dann findet ...

Von der Mutter schon früh verlassen, müssen die Geschwister Ercole und Asia mit ihrem überforderten Vater alleine zurechtkommen. Als er 14 Jahre alt ist, lernt er seine erste Liebe Viola kennen. Dann findet Ercole seine Mutter wieder und seinen Halbbruder Luca. Doch die Situationen, in denen Ercole Probleme mit den Erwachsenen hat, hören nicht auf.

Bei diesem Buch sollte sich der Leser nicht unbedingt vom Klappentext leiten lassen. „Vielleicht wird morgen alles besser“ ist ein guter Roman, und als Leser verfolgt man die Geschichte um Ercole gerne. Jedoch erweckt der Klappentext den Eindruck, dass der Leser abenteuerliche Erlebnisse mit ihm erleben könnte. Dem ist jedoch nicht so.

Das Buch erzählt von Ercole, seiner Vergangenheit mit all ihren Problemen, und wie er aktuelle Ereignisse zu lösen versucht. Es ist eine ruhige Geschichte, welche in leisen Worten erzählt wird. Die Figuren lassen allerdings etwas an Tiefe vermissen. Auf der emotionalen Ebene haben mich weder Ercole noch die anderen Figuren erreicht. Vielleicht hätte eine ausführlichere Einsicht in die Gefühlswelt der Charaktere geholfen.

Der Roman spricht sowohl jugendliche als auch erwachsene Leser an. Durch einfache Wortwahl und ohne verschachtelte Sätze liest sich die Geschichte gut. Als Leser merkt man, dass sich Autor Fabio Geda gut in die Gedanken und Gefühlswelt der jugendlichen Hauptfiguren hineinversetzen kann. Ihm ist eine schöne Geschichte gelungen, der ich gerne gefolgt bin.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Knaus Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

Veröffentlicht am 01.07.2018

Helix – Sie werden uns ersetzen

HELIX - Sie werden uns ersetzen
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Der US-Außenminister ist zu einem Staatsbesuch in Deutschland. Als er während einer Rede leblos zu Boden geht, ahnt noch niemand, dass die Welt, wie man sie kennt, sich verändern wird. Zeitgleich ist ein ...

Der US-Außenminister ist zu einem Staatsbesuch in Deutschland. Als er während einer Rede leblos zu Boden geht, ahnt noch niemand, dass die Welt, wie man sie kennt, sich verändern wird. Zeitgleich ist ein Paar in einer Kinderwunschklinik. Der Arzt erzählt ihnen von einem privaten Forschungsprogramm, welches besonders begabte Kinder verspricht. In den Ländern Brasilien, Tansania und Indien werden besondere Pflanzen und Tiere entdeckt. Mitarbeiter eines Chemiekonzerns wittern bereits das große Geld.

Was all diese Ereignisse verbindet, wird dem Leser bald klar, und diese Antwort wirft noch mehr Fragen auf. Autor Marc Elsberg ist mit diesem Roman nah an der Realität und bringt den Leser an vielen Stellen zum Nachdenken.

Was darf der Mensch, und welche Konsequenzen haben solche Veränderungen? „Helix – Sie werden uns ersetzen“ ist ein spannendes Buch. Ohne durch viele Fachbegriffe das Lesen zu erschweren, versteht der Leser schnell, wovon gerade die Rede ist.

Die Hauptfiguren sind gut ausgearbeitet. Als Leser fühlt man mit den Charakteren in den jeweiligen Situationen. Das Buch liest sich schnell, wozu auch der gute Schreibstil beiträgt. Der Roman führt in eine Welt, über die der Leser nachdenken sollte. Vielleicht wird die Realität diese Geschichte eines Tages einholen, oder hat es sogar schon. Auch nach dem Lesen bleibt man mit den Gedanken noch in dem Roman.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

Veröffentlicht am 01.07.2018

Elbmöwen

Elbmöwen
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Damastwebergeselle Balthasar begibt sich 1840 nach Dresden. An der dortigen Kunstakademie muss er die für seinen Beruf wichtige Mustermalerlizenz erwerben. Der Zufall sorgt dafür, dass Balthasar in einem ...

Damastwebergeselle Balthasar begibt sich 1840 nach Dresden. An der dortigen Kunstakademie muss er die für seinen Beruf wichtige Mustermalerlizenz erwerben. Der Zufall sorgt dafür, dass Balthasar in einem Freudenhaus statt einer Studentenunterkunft wohnen wird. Neben seinem Studium wird er im Laufe der Zeit eine Art „Mädchen für alles“ im Freudenhaus. Auf der Kunstakademie lernt er Nikolaus und seine Schwester kennen. Es entwickelt sich eine interessante Dreier-Beziehung.

Die gesellschaftlichen Regeln der damaligen Zeit hat Autorin Ivonne Hübner gut wiedergegeben. Regeln und Zwänge der Gesellschaft bestimmen den Alltag der Menschen. Die drei jungen Leute versuchen auf ihre Art, sich etwas davon zu befreien. Die Figuren und ihre Gefühlswelt samt ihren Irrungen und Wirrungen kommen beim Leser an.

Trotzdem konnte die Geschichte mich nicht ganz mitnehmen. Dabei ist das Buch gut geschrieben. Die Wortwahl der Autorin passt genau in die damalige Zeit, wobei man dadurch auch auf heute unbekannte oder seltene Wörter trifft. Ich vermisste jedoch eine Spannung der Geschichte, welche mich „am Buch halten“ würde. Die Geschichte verläuft eher ruhig, und so ist es eher der Einblick in eine längst vergangene Epoche, der mich antrieb, das Buch weiterzulesen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein gutes Buch für angenehme, ruhige Lesestunden ist. Es regt auch zum Nachdenken über die damalige Zeit nach, und Vergleiche zu Heute bleiben nicht aus.

Ich danke der Mitteldeutscher Verlag GmbH für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Der Roman von Ivonne Hübner hat 400 Seiten (ISBN: 978-3-96311-055-9) und ist über die bekannten Online-Plattformen und den örtlichen Buchhandel zu beziehen.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Die Mittsommerlüge

Die Mittsommerlüge
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Louise kann ihrem Vater nicht verzeihen, dass er sie und ihre Mutter zwanzig Jahre lang alleine gelassen hat. Als er wieder auftaucht, möchte sie daher auch keinen Kontakt zu ihm. Ihr Vater hinterlässt ...

Louise kann ihrem Vater nicht verzeihen, dass er sie und ihre Mutter zwanzig Jahre lang alleine gelassen hat. Als er wieder auftaucht, möchte sie daher auch keinen Kontakt zu ihm. Ihr Vater hinterlässt ein Sommerhaus am Limfjord und ein gut gehütetes Geheimnis. Louise, ihre Mutter Karen und ihre Tochter Ida werden dort eine Woche verbringen, die nicht nur ihr Leben verändern wird.

Im „Haus des Lügners“ finden drei Generationen einer Familie ihren jeweils eigenen Weg in die Zukunft. Jede der Frauen kämpft mit ihren eigenen Dämonen der Vergangenheit, welche sich dem Leser während des Lesens langsam offenbaren. Auch die untereinander herrschenden Konflikte scheinen sich endlich zu lösen.

Es ist eine schöne Geschichte, wobei es auch drei eigene Erzählungen sind. Für jede Frau bedeutet die Zeit in diesem Haus etwas anderes, gleichzeitig verbindet die drei aber auch vieles miteinander. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und bieten an manchen Stellen auch etwas mehr Einblick in den Charakter. Oft hatte ich aber auch das Gefühl, dass manche Probleme nur kurz angeschnitten werden, dann aber nur noch oberflächlich behandelt werden oder gar nicht mehr vorkommen.

Als Leser merkt man schnell, wohin die Geschichte führt. Dadurch kann man sich mehr mit den Charakteren befassen. Auch, wenn diese nicht großartig ausgearbeitet sind, merkt man beim Lesen doch, dass sich die Autorin intensiv mit ihnen beschäftigt hat. Vielleicht hätte ein ausführlicheres Eingehen auf die Figuren und deren Gefühle die Seitenanzahl um ein mehrfaches erhöht und den vorgegebenen Rahmen gesprengt.

Mich stört allerdings der deutsche Titel. Irgendwie finde ich ihn nicht passend zur Geschichte. Eine wörtliche Übersetzung des dänischen Titels „Haus des Lügners“ wäre meiner Meinung nach geeigneter gewesen.

Der Roman liest sich gut, und der angenehme Schreibstil sorgt für Lesefreude. Es hat Spaß gemacht, Karen, Louise, Ida und die anderen Figuren zu begleiten.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Diana-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Das Blumenorakel

Floras Traum (Das Blumenorakel)
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1871 beginnt die junge Flora eine Ausbildung zur Blumenbinderin in Baden-Baden. Sie lebt und arbeitet bei Familie Sonnenschein. Der Sohn Friedrich verliebt sich in Flora, und schon bald heiraten die beiden. ...

1871 beginnt die junge Flora eine Ausbildung zur Blumenbinderin in Baden-Baden. Sie lebt und arbeitet bei Familie Sonnenschein. Der Sohn Friedrich verliebt sich in Flora, und schon bald heiraten die beiden. Flora baut den Blumenladen aus und hat damit Erfolg. Eine Begegnung wird jedoch alles auf den Kopf stellen.

Autorin Petra Durst-Benning versteht es, Orte und Personen aus dieser Zeit dem Leser nahe zu bringen. Floras Leben als Tochter von Samenhändlern war eigentlich vorgegeben. Doch sie schafft es, sich ihren Berufswunsch zu erfüllen. Aber ihr Leben verläuft dann doch anders als gedacht, und ob es wieder in Ordnung kommt, ist fraglich.

Leider haben mich die Figuren nicht in ihren Bann gezogen. Ich bekam einfach keinen Zugang zu ihnen. Teilweise fand ich sie nur oberflächlich dargestellt, da fehlte irgendwie etwas. Besonders spannend fand ich die Geschichte zwar nicht, aber sie ist geeignet, um ruhige Lesestunden zu verbringen und in die damalige Zeit einzutauchen.

„Das Blumenorakel“ ist der Folgeroman von „Die Samenhändlerin“, in dem es um Floras Eltern geht. All zu viel wird jedoch nicht verraten, so können beide Bücher unabhängig voneinander gelesen werden.

Ein entspannendes Buch mit einigen tragischen Momenten erwartet den Leser. Wer besseren Kontakt zu den Figuren bekommt als ich, dem könnte die Geschichte sogar noch mehr gefallen.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de