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Veröffentlicht am 26.08.2017

Gelungene Fortsetzung, bei der das gewisse Etwas leider fehlte

Rock my Body
1

Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog:
http://sabzkleinerblog.blogspot.de/2017/08/buchrezension-rock-my-body.html

Inhalt:

Er ist ein Rockstar und erobert alle Herzen – doch an ihr könnte er sich ...

Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog:
http://sabzkleinerblog.blogspot.de/2017/08/buchrezension-rock-my-body.html

Inhalt:

Er ist ein Rockstar und erobert alle Herzen – doch an ihr könnte er sich die Finger verbrennen …

Als Dee Dawson das erste Mal auf den sexy Gitarristen Joel der Band The Last Ones To Know trifft, weiß sie eines ganz genau: Auch ihn wird sie in kürzester Zeit um den Finger gewickelt haben! Schließlich konnte ihr noch nie ein Mann lange widerstehen. Aber in Joel hat sie ihr Gegenstück gefunden, denn auch er hat den Ruf, nichts anbrennen zu lassen. Zwischen ihnen sprühen sofort die Funken – in jeder Hinsicht, denn beide haben ihren ganz eigenen Kopf und klare Ansichten, was sie von festen Beziehungen halten. Und doch muss sich Dee bald eingestehen, dass sie mehr sein will, als nur Joels Affäre …

Meine Meinung:

Bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung von Rock my Heart. Der Schreibstil ist wieder richtig gut. Auch dieses Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, nun ist die Protagonisten jedoch Dee, die beste Freundin von Rowan. Diese Perspektive ist gut gewählt, da man auf diese Weise ihre Gedanken und Emotionen nachvollziehen kann – und an Emotionen mangelt es nicht.
Das Cover gefällt mir gut, obwohl der Kerl etwas rockiger aussehen könnte. Die Gitarre im Hintergrund passt natürlich tip top zur Story.
Wie der Titel einem schon verrät, geht es, im Gegensatz zu Rock my Heart, tatsächlich mehr um das Körperliche. Dies ist vor allem den beiden Protagonisten geschuldet, die ihre Leidenschaft frei ausleben.

Die Story beginnt wieder im Mayhem, wo Dee und Ro ein Konzert der Band „The Last Ones To Know“ verfolgen. Die beiden Mädels sind nicht nur mit der gesamten Band gut befreundet, Ro ist auch die feste Freundin vom Leadsänger Adam.
Dee ist es gewöhnt, dass alle Männer hinter ihr her sind und liebt es, Spielchen mit den armen Kerlen zu spielen. Ihr derzeitiges Spielzeug ist Joel, der Gitarrist der Band. Zwischen den beiden hat es schon im ersten Buch ordentlich geknistert. Da beide jedoch keine Lust auf etwas Festes haben, bleibt es beim gelegentlichen, oder auch öfteren, Stelldichein. Da Joel Dee bisher jedoch nicht hoffnungslos verfallen ist und weiter einem Groupie nach dem anderen sein Schlafgemach im Tourbus zeigt, versucht Dee mit allen Mitteln Joel eifersüchtig zu machen – auch wenn sie dafür mit dem Milchbubi an der Bar knutschen muss. Obwohl man zu Beginn den Eindruck hat, dass da eventuell auch ein paar Gefühle bei Dee im Spiel sein könnten, schmettert sie diesen Verdacht konsequent ab.
Dee war mir bereits aus dem ersten Buch bekannt, ich hatte sie direkt ins Herz geschlossen. So toll ich sie im ersten Band auch fand, in diesem Buch hat sie mir nicht ganz so gut gefallen. Insbesondere am Anfang wirkt sie sehr unnahbar. Man erfährt jedoch bald, wieso sie die ganzen Mauern errichtet hat und kann zusehen, wie sie allmählich zu bröckeln beginnen.
Durch die Erzählperspektive konnte ich mich hervorragend in sie hineinversetzen, weshalb ihre Handlungen stets nachvollziehbar waren – auch wenn ich manchmal den Kopf darüber schütteln musste. Insgesamt mochte ich sie im ersten Band jedoch lieber, da sie als Protagonistin zeitweise schon anstrengend war.

Joel ist der Gitarrist der Band „The Last Ones To Know“ und wie Rockstars halt so sind, ist auch Joel ein waschechter Playboy. Obwohl Dee seine bevorzugte Bettgenossin ist, sagt er auch zu seinen Groupies nicht nein.
Es hat zwar ein bisschen gedauert, aber durch die Entwicklung, die er durchmacht, konnte ich mit der Zeit tatsächlich mit Joel warm werden.

Selbstverständlich spielen auch Ro, Leti und die restliche Band wieder mehr oder weniger wichtige Rollen in der Geschichte. Ro ist nach wie vor Dees beste Freundin. Sie versteht Dee auch ohne Worte, ist immer für sie da und versucht stets, ihrer dickköpfigen Freundin zu helfen. Natürlich gibt auch Leti wieder seinen Senf zu allem möglichen und trifft damit wieder genau ins Schwarze.
Leider waren die anderen Bandmitglieder, insbesondere Shawn und Mike, in diesem Buch nicht so präsent wie ich es mir gewünscht hätte, da ich sie nach wie vor ziemlich cool und witzig finde.

Positiv hervorzuheben ist, dass es auch hier wieder eine kleine Weile dauert, bis Dee und Joel sich ihre Gefühle eingestehen können. So wirkt es nicht überstürzt oder erzwungen, sondern vielmehr realistisch. Außerdem erfährt man auch noch ein wenig darüber, wie es mit Ro und Adam weitergeht, was ich ebenfalls sehr interessant fand.
Auch der Epilog ist wieder aus der Sicht des männlichen Protagonisten geschrieben, was zuletzt noch einmal ein bisschen Abwechslung in das Buch bringt.

Fazit:

Insgesamt etwas schwächer als der erste Band, es gefiel mir allerdings trotzdem ganz gut, auch wenn das gewisse Etwas dieses Mal fehlte. In diesem Buch besticht die Autorin wieder einmal durch eine mitreißende und humorvolle Schreibweise, die ich sehr mag. Allerdings sehe ich Dee lieber als Nebencharakter, da sie schon eine etwas anstrengende Ader hat. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen und bin schon gespannt, welches Bandmitglied es als nächstes trifft!

Veröffentlicht am 20.08.2017

Überraschend spannend

Geständnisse
1

Inhalt:

Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, ...

Inhalt:

Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.

Meine Meinung:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass das Buch wirklich ungewöhnlich ist. Es ist in sechs Kapitel unterteilt und jedes Kapitel ist ein Monolog bzw. innerer Monolog einer anderen Person.
Der Schreibstil der Autorin ist im Großen und Ganzen gut, jedoch muss man sich erst einmal daran gewöhnen. Sobald der Einstieg gelungen ist, kann man das Buch aber ganz flüssig lesen.
Das Cover finde ich nicht gut gewählt. Man sieht einen Apfel, an dem Blut herunterläuft. Während das Blut noch nachvollziehbar ist – immerhin geht es in dem Buch um Mord, Gewalt und Rache – ist mir der Apfel auf dem Cover ein Rätsel. Vielleicht hat der Apfel in Japan aber auch eine bestimmte Bedeutung, die mir entgeht. Ansonsten kann ich es mir wirklich nicht erklären.

Das Buch beginnt mit dem Monolog der Lehrerin einer Klasse von 13-Jährigen Schülerinnen und Schülern, die vor kurzem ihre Tochter unter tragischen Umständen verloren hat. Dieser ist am Anfang recht langatmig, doch später erfährt man, dass alles, was sie sagt, zusammengehört, auch wenn es auf der ersten Blick nicht unbedingt so scheint. Da es sich um einen einzigen Monolog handelt, werden ihre Gefühlsregungen währenddessen nicht beschrieben, weshalb alles sehr nüchtern und distanziert wirkt.
Sobald die Lehrerin aber auf den Tod ihrer Tochter zu sprechen kommt, wird die Geschichte um einiges interessanter und auch direkt spannender. Sie weiß nämlich, wer die Schuld am Tod ihrer Tochter trägt – es sind zwei Schüler ihrer eigenen Klasse. Um die Namen nicht preiszugeben, nennt sie die beiden Schüler in ihrer Schilderung nur Schüler A und Schüler B. Da sie jedoch viel über die beiden Täter preisgibt, z.B. dass der Vater von Schüler A ein Elektronikfachgeschäft besitzt, und auch vorher schon namentlich über ihre Schüler gesprochen hat, wusste sogar ich, wer hinter Schüler A steckt. Die anderen Schüler konnten die Identität der beiden Schüler dementsprechend ebenfalls fix erraten. Was das Ganze also sollte, ist mir nicht ganz klar, vielleicht wollte sie aber auch den Schein, dass sie ihre Schüler trotz allem schützen will, wahren.
Die Lehrerin erklärt aber nicht nur, wer die Tat wie begangen hat, sondern auch wieso und wie sie das alles herausgefunden hat – und beendet ihren Vortrag mit der Eröffnung, dass sie sich an den beiden Schülern gerächt hat.

Negativ aufgefallen ist mir im ersten Kapitel allerdings, dass die Lehrerin in ihren Schilderung nicht nur die beiden Täter mit Buchstaben betitelt, sondern auch noch ein paar andere Schüler, was für mich ein wenig verwirrend war. Aber da das nur im ersten Kapitel und nur während eines einigermaßen kurzen Abschnitts der Fall war, hat mich das nicht allzu sehr gestört.
Darüber hinaus stellt die Lehrerin zu Beginn ihres Monologs häufig Rückfragen, wie z.B. „Wie bitte? Ihr habt das und das schon im Fernsehen gesehen?“ oder „Wie bitte? Ob ich xyz bewundere?“. Da ich das als sehr anstrengend empfunden habe, war ich wirklich froh, dass das auch ganz schnell wieder nachgelassen hat.

Die nachfolgenden Monologe werden von jeweils unterschiedlichen Personen erzählt, u.a. von den beiden Schülern, die das Mädchen getötet haben. Jedes Kapitel stellt eine andere Sichtweise auf die Tat und die anschließenden Konsequenzen dar. Trotzdem wird die Geschichte nicht einfach nur ständig wiederholt, es wird jedes Mal weitestgehend auf die Aspekte eingegangen, die vorher noch nicht bekannt waren. Besonders spannend waren eben auch die inneren Monologe der beiden Täter. Man erfährt genau, wie alles begonnen hat, warum der Gedanke jemanden zu töten das erste mal aufkam, warum sie ihr Oper gewählt und wie sie ihren Plan anschließend umgesetzt haben. Außerdem gehen die Schilderungen noch über das Verbrechen hinaus und es wird erläutert, was passiert, nachdem ihre Schuld in der Schulklasse bekannt wurde.

Die Entwicklung eines jeden Protagonisten ist durch die genaue Schilderung der jeweiligen Gedanken und Erlebnisse gut nachvollziehbar, wenn sie auch manchmal etwas realitätsfern wirkt.

Fazit:

Das Buch war so viel besser, als ich vermutet habe. Alles in allem war das Buch fast vom Anfang bis zum Ende spannend – und endet mit einem Knall, den ich nicht erwartet habe.
Es war richtig interessant herauszufinden, was die Täter zu einem Mord getrieben hat, was sie dabei empfunden haben und wie sie anschließend damit umgegangen sind.
Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 16.08.2017

Gelungenes Debüt

Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle
1

Inhalt:

Manhattan, 2118: Im Penthouse des höchsten Gebäudes der Welt feiern die Reichen und Schönen eine rauschende Party. Für fünf von ihnen wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Die ...

Inhalt:

Manhattan, 2118: Im Penthouse des höchsten Gebäudes der Welt feiern die Reichen und Schönen eine rauschende Party. Für fünf von ihnen wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Die wunderschöne Avery, die intrigante Leda, die verführerische Eris, die verzweifelte Rylin, der ehrgeizige Watt - einer von ihnen wird den Abend nicht überleben.

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut, man kommt super durch die Seiten ohne ins Stolpern zu geraten – gepackt hat er mich allerdings nicht. Das Cover mit dem Mädchen in dem hübschen Kleid und dem schimmernden Hintergrund finde ich ganz schön.

Die Geschichte wird aus der dritten Person und aus der Perspektive von fünf verschiedenen Protagonisten erzählt – Avery, Leda, Eris, Watt und Rylin. Alle haben so ihre Päckchen zu tragen und alle haben so ihre Geheimnisse.

Avery, Leda und Eris wohnen in den oberen Stockwerken des Towers und zählen zur High Society. Sie gehen gemeinsam zur Schule und gehören der gleichen Clique an.

Avery ist wunderschön und alle halten sie für perfekt. Was jedoch niemand weiß: Sie ist heimlich in ihren Adoptivbruder Atlas verliebt. Zwar versucht sie gegen ihre Gefühle anzukämpfen, diese sind jedoch einfach zu stark.
Keiner aus der Clique weiß, dass Leda gerade aus dem Entzug kommt. Nicht einmal mit Avery, ihrer besten Freundin, kann sie darüber reden, da ihre Drogensucht mit ihren Gefühlen zu Atlas, Averys Bruder, zu tun hat. Nachdem Atlas wieder auf der Bildfläche erscheint, meldet sich nicht nur ihr Verlangen nach Drogen zurück, sie entwickelt auch eine schon krankhafte Eifersucht.
Eris liebt es Spielchen zu spielen und hatte schon was mit der Hälfte der Jungs und Mädchen ihrer Klasse. Nachdem sie jedoch ein Geheimnis erfährt, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Obwohl sie mit großen Probleme zu kämpfen hat, macht sie doch das beste aus ihrer Situation.

Watt und Rylin leben beide weiter unten und müssen im Gegensatz zu den anderen dreien zusehen, wie sie ihr Geld verdienen.
Während Watt nebenberuflich verschiedene Hackeraufträge bearbeitet, bei dem ihm auch der illegale Quant (sozusagen ein intelligenter Supercomputer) in seinem Kopf hilft, musste Rylin die Schule abbrechen, um ganztags in der Monorail-Station bzw. gelegentlich bei einem Kunden aus der High Society als Hausmädchen zu arbeiten.

Leider war mir keiner der Charaktere besonders sympathisch, was vor allem daran lag, dass sie recht oberflächlich beschrieben wurden.
Zudem waren die Kapitel sehr kurz, sodass die Perspektive häufig wechselt. Durch die relativ hohe Anzahl an Protagonisten und der schnellen Wechsel der Perspektiven, fiel es mir sehr schwer, mich in die Charaktere hineinzuversetzen.
Trotzdem ist das Verhalten jeder Person im Großen und Ganzen nachvollziehbar und ihre Handlungen sind stimmig.

Das Set gefällt mir sehr gut. Das Leben der Protagonisten findet fast ausschließlich in dem 2,5 Meilen hohen Tower mit insgesamt 1000 Etagen statt. Hier bestimmt die Etage die soziale Stellung: die Reichen wohnen oben, die Armen unten. Es gibt auch allerlei technologischen Schnickschnack, an den man sich allerdings erst einmal gewöhnen muss, wie z.B. die Kontaktlinse, mit der man u.a. kommunizieren und fernsehen kann.

Leider plätschert die Story nur so vor sich hin, da es keinen richtigen Spannungsbogen oder Wendepunkte gibt. Trotzdem war sie interessant und hat mir gefallen. Am Ende kam dann sogar doch noch ein bisschen Spannung auf. Positiv aufgefallen ist mir außerdem, dass das Ende nicht gezwungen oder konstruiert wirkte, sondern nachvollziehbar war.

Fazit:

Alles in allem ein unterhaltsamer Debütroman der Autorin, besonders das Set hat mir gut gefallen. Bei den Charakteren hätte ich mir jedoch etwas Tiefe gewünscht. Auch die Spannung hat mir insgesamt gefehlt, obwohl das Potenzial auf jeden Fall vorhanden war.
Das Buch erhält von mir 3,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 12.08.2017

Fabelhaft!

Rock my Heart
1

Inhalt:

Feiern, tanzen – einfach Spaß haben! Das ist der Plan von Rowan Michaels und ihrer Freundin Dee, als sie zu einem Konzert der Band The Last Ones to Know in den angesagtesten Club der Stadt gehen. ...

Inhalt:

Feiern, tanzen – einfach Spaß haben! Das ist der Plan von Rowan Michaels und ihrer Freundin Dee, als sie zu einem Konzert der Band The Last Ones to Know in den angesagtesten Club der Stadt gehen. Was Rowan allerdings gründlich die Laune versaut, ist ihr Freund Brady, den sie dort mit einer anderen Frau beim Knutschen sieht. Noch vor Beginn des Konzertes flüchtet sie nach draußen, und trifft dort auf Adam Everest, den absolut heißen, verdammt attraktiven Sänger der Band. Sie lässt sich zu einem Kuss hinreißen – zu einem Kuss, der nicht nur ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird …

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist wahnsinnig gut. Die Autorin hat mich direkt mit dem ersten Satz gepackt. Naja nicht mit dem ersten Satz, aber auf jeden Fall schon mit der ersten Seite.
Geschrieben wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Rowan. Es war genau die richtige Wahl, da man ihr Gefühlschaos auf diese Weise hautnah miterleben und es beinah selbst fühlen konnte. Das Cover passt gut zur Geschichte, immerhin geht es da um heiße Typen einer Rockband und der Kerl auf dem Cover sieht ja nun nicht ganz schlecht aus.

Die Geschichte beginnt, als die Welt für Rowan, bzw. „Ro“ oder gelegentlich auch mal „Peach“ genannt, noch in Ordnung ist. Doch als sie plötzlich ihren Freund beim Fremdgehen und sich selbst anschließend im Tourbus knutschend mit dem Leadsänger einer angesagten Rockband erwischt, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Natürlich hat sie nicht damit gerechnet, besagten Leadsänger ausgerechnet in ihrem Französisch-Kurs auf dem College wiederzusehen – das Gefühlschaos ist vorprogrammiert.
Ro war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich fand sie wirklich cool und konnte mich – dank der wunderbaren Beschreibung ihrer Gefühle und Gedanken – gut in sie hineinversetzen. Zudem waren ihre Handlungen nachvollziehbar und realistisch.

Adam ist der Leadsänger der angesagten Band „The Last Ones to Know“, ein echter Playboy und Herzensbrecher. Die Frauen buhlen regelrecht um seine Aufmerksamkeit und es scheint ihn in keinster Weise zu stören – im Gegenteil: Er genießt es richtig und ist fest davon überzeugt, dass alle Frauen dieser Welt mit ihm in die Kiste springen wollen.
Auch Adam war mir echt sympathisch. Obwohl er ein Playboy und Herzensbrecher ist, ist er auch wirklich witzig und süß. Und das wichtigste: Er verstellt sich nicht. Nie. Er macht kein Geheimnis daraus, dass ständig andere Frauen in seinem Bett landen, an dessen Namen er sich nicht erinnert, weil er es einfach nicht will.

Auch Dee, Leti und die gesamte Band „The Last Ones to Know“ spielen wichtige Rollen in der Geschichte. Dee ist Ros beste Freundin und ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen. Sie setzt sich für Ro ein und – ich kann es nicht besser ausdrücken – sie ist einfach toll. So eine beste Freundin wünscht man sich.
Obwohl Ro Leti erst auf dem College kennenlernt, ist er ein super(schwuler) Freund. Er versteht Ro, ohne dass sie viel erklären muss und findet einfach immer die richtigen Worte. Mit den witzigen Spitznamen, die er Ro immer gibt, war er mir ebenfalls direkt sympathisch. Auch die Jungs aus Adams Band sind allesamt super Kerle.

Der Plot war nun wirklich keine neue Erfindung, aber er wurde auf so mitreißende und auch witzige Art beschrieben, dass ich die ganze Zeit über ganz gespannt war, wie es nun weitergeht. Dies liegt wohl auch daran, dass es zwar bereits zu Beginn gewaltig zwischen Ro und Adam knistert, es über ein bisschen Geknutsche aber eben nicht hinaus geht (was allerdings nicht daran liegt, dass Adam es nicht versucht hätte). Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass, obwohl offensichtlich Gefühle im Spiel sind, Ro nicht direkt von der großen Liebe faselt, ohne die sie nicht leben kann. Es dauert eine ganze Weile, bis sie sich überhaupt eingestehen kann, dass sie Gefühle entwickelt hat, so sehr sie sich auch dagegen sträubte, was die ganze Geschichte nur umso realistischer macht.

Besonders interessant fand ich auch den Epilog, in dem die letzten Momente des Buches nochmal aus Adams Sicht geschildert wurden.

Fazit:

Selten hat mich ein Buch so von Anfang bis Ende mitgerissen und gleichzeitig so amüsiert, dass ich mehrmals laut auflachen musste. Ich freue mich bereits auf Band 2!
Ich würde dem Buch auch 6 von 5 Sternen geben, aber da das nicht geht, muss es sich mit 5 begnügen.

Veröffentlicht am 10.08.2017

Zeitverschwendung

Survive - Du bist allein
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Inhalt:

Eine junge Frau allein in der Wildnis – eigentlich sollte es nur ein Abenteuer werden. Doch aus diesem Albtraum wird niemand mehr erwachen.
Tief in einem felsigen Waldgebiet beginnt die Fernseh-Show: ...

Inhalt:

Eine junge Frau allein in der Wildnis – eigentlich sollte es nur ein Abenteuer werden. Doch aus diesem Albtraum wird niemand mehr erwachen.
Tief in einem felsigen Waldgebiet beginnt die Fernseh-Show: mit zwölf Frauen und Männern, die sorgfältig gecastet wurden, um den Zuschauern etwas zu bieten. Schon bei den ersten Gruppenaufgaben geraten einige Teilnehmer an ihre Grenzen – Orientierungsläufe, Lager bauen, Nahrung finden. Allianzen werden geschmiedet, Konflikte brechen auf, die Prüfungen werden härter und perfider. Und bald muss sich jeder Kandidat ganz allein zu seiner großen Einzel-Challenge aufmachen. Doch keiner ahnt, welch tödliche Gefahr bereits in das Überlebens-Spiel eingebrochen ist.


Eigene Meinung:

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive einer Teilnehmerin und aus der dritten Person geschrieben. Dieses Hin und Her hat mir persönlich gar nicht gefallen, insbesondere wenn es in den Kapiteln aus der dritten Person um die Teilnehmerin aus der Ich-Perspektive ging. Das fand ich besonders am Anfang nur verwirrend.
Zudem musste ich mich auch erstmal in die Präsens-Form gewöhnen, in dem das Buch größtenteils geschrieben ist, was mir bei den Kapiteln aus der Ich-Perspektive um einiges besser gelang, als bei den Kapiteln aus der dritten Person. Als besonders störend habe ich jedoch die immer wieder eingestreuten Sätze im Futur wahrgenommen, was wohl auch ein Grund dafür ist, dass ich mich mit dem Schreibstil so gar nicht anfreunden konnte und ihn oft als holprig empfand.
Das Cover finde ich jedoch nicht schlecht und passt mit der Kompassnadel und der einsamen Person im Wald gut zur Geschichte.

Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei Erzählebenen geschildert:
In der ersten Ebene begleiten wir Sam in der Gegenwart auf ihrer Solo-Challenge. Sie ist eine von zwölf Teilnehmern der Survival-Reality-Show „Im Dunkeln“. Im gesamten Buch wird sie allerdings nur als „Zoo“ betitelt – einem Spitznamen, den ihr das Produktionsteam verpasst hat, weil sie in einem Tierpflegezentrum arbeitet. In dieser Show müssen die Teilnehmer bestimmten Hinweisen folgen, um die jeweilige Challenge zu gewinnen. Sam ist inzwischen schon ziemlich am Ende ihrer Kräfte, weigert sich jedoch hartnäckig aufzugeben. Sie hofft weiterhin auf den nächsten Hinweis und das baldige Ende der Show.
Leider konnte ich mit Sam gar nichts anfangen und empfand sie die meiste Zeit als sehr anstrengend. Auch ihr Festhalten daran, dass alles, was um sie herum passiert nur inszeniert sei und alle Leichen, die sie sieht, bloß Attrappen seien, die mit Verwesungsgeruch präpariert wurden, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Die zweite Ebene spielt einige Wochen vor Sams Solo-Challenge. Hier erfährt man mehr über den Beginn der Show und welchen Herausforderungen sich die Kandidaten zum Bewältigen ihrer ersten Challenges stellen mussten.

Da Sam die meiste Zeit nur auf der Suche nach Hinweisen sowie etwas Ess- bzw. Trinkbarem ist, hatte ich den Eindruck, dass wirklich wenig passiert. Sogar als sie von einem Kojoten angegriffen wurde, kam bei mir keine Spannung auf. Insgesamt fand ich die Story einfach nur langweilig.

Besonders gestört hat mich auch, dass die Teilnehmer immer nur mit ihren jeweiligen Spitznamen, wie z.B. Zoo, Air Force, Cheerleader, Kellnerin usw., betitelt wurden, sie sich untereinander jedoch mit ihren richtigen Namen angesprochen haben. Ich wusste bis zum Schluss bei einigen Namen nicht, zu welchem Charakter sie nun gehören. Dass es im inneren Buchumschlag Abbilder von den Charakteren mit ihren richtigen und ihren Spitznamen gab, habe ich leider erst im Nachhinein gesehen. Es hätte wahrscheinlich jedoch ohnehin nicht viel geändert, da es mich irgendwann gar nicht mehr so interessiert hat, weil mich das Buch zunehmend gelangweilt hat.

Fazit:

Leider konnte ich weder mit der Geschichte noch mit den Charakteren warm werden. Obwohl die Geschichte meiner Meinung nach viel Potenzial hat, fand ich das Buch kein bisschen spannend sondern nur langweilig. Auch der ständige Perspektivenwechsel und die unterschiedliche Benutzung der Namen (also Spitz- und Vornamen) haben mich gestört. Alles in allem war es für mich Zeitverschwendung und bekommt daher von mir 1 von 5 Sternen.