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Veröffentlicht am 29.09.2022

So lala

365 Tage - Dieser Tag
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Ich tue mich tatsächlich wirklich schwer den zweiten Band rund um Laura und Massimo zu bewegen.
Wirklich gut gefallen hat er mir ehrlich gesagt nicht, er war aber auch kein Buch zum abbrechen.

Ich fand ...

Ich tue mich tatsächlich wirklich schwer den zweiten Band rund um Laura und Massimo zu bewegen.
Wirklich gut gefallen hat er mir ehrlich gesagt nicht, er war aber auch kein Buch zum abbrechen.

Ich fand im zweiten Band Laura etwas anstrengen. Manchmal gab es Situationen, wo sie nur an Sex denkt, wo jeder normale Mensch erst mal denkt, oh shit ich solle jetzt wirklich fliehen/was intelligentes sagen/die Klappe halten, je nach Situation eben.

Um mich kurz zu fassen: an sich ein „ganz okay Buch“, allerdings keines, dass ich nochmal wegen dem Schreibstil oder der Sprache in die Hand nehmen würde.

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Veröffentlicht am 23.09.2022

Kunstraub mit langen Auswirkungen

Das neunte Gemälde
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"Das neunte Gemälde" ist Andreas Storms Debütkrimi. Hier geht es aber nicht um grausame Psychomorde oder blutige Szenen. Im Gegenteil, für einen Krimi ist er eher zurückhaltend.
Stattdessen trifft Kunsthistoriker ...

"Das neunte Gemälde" ist Andreas Storms Debütkrimi. Hier geht es aber nicht um grausame Psychomorde oder blutige Szenen. Im Gegenteil, für einen Krimi ist er eher zurückhaltend.
Stattdessen trifft Kunsthistoriker Lennard Lomberg auf einen Fall, der seine ganze Sachverständnis und all seine Connections fordert.

Lomberg erhält eines Tages einen unverhofften Anruf. Er soll die Rückgabe eines kubistischen Gemäldes organisieren, das dazu noch ein mutmaßlicher Picasso sein könnte.
Als Kriminalrätin Sina Röhm vor Lombergs Tür steht und er mit dem Tod des unverhofften Anrufers konfrontiert wird, wird er genötigt in eigener Sache zu ermitteln.

Über 401 Seiten werden alle Lesebegeisterten in die Umstände des neunten Gemäldes eingeweiht. Dabei werden wir durch drei geschichtsträchtige Orte und historische Zeitabschnitte geführt - das von deutschen besetzte Paris 1943, das Rheingau 1966 und ein modernes Bonn.

Ein Nebeneffekt der Suche nach der Wahrheit ist, dass Lomberg schnell erkennt, dass er seiner eigenen Familiengeschichte auf den Grund gehen muss, um das Rätsel lösen zu können.

Storms Debüt hat mir gut gefallen. Ich muss aber auch sagen, dass mir für einen Krimi ein wenig die Spannung am Ende gefehlt hat. Hier hätte man noch ein paar mehr Peaks mit einarbeiten können.

Band 2 "Die Triade von Madrid" ist bereits für 2023 angekündigt und verspricht wieder ein lehrreiches Kunstverbrechen zu präsentieren.

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Veröffentlicht am 07.09.2022

2007 und was mit der Welt geschah

Schafe für die Wölfe
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Die Finanzwelt steht Kopf als das berühmt berüchtigte Finanzhaus Lehman Brothers Insolvenz anmeldet. Ein Aufschrei ging ja damals bekanntlich durch die Börsen und Medien. So manche der Folgen der dadurch ...

Die Finanzwelt steht Kopf als das berühmt berüchtigte Finanzhaus Lehman Brothers Insolvenz anmeldet. Ein Aufschrei ging ja damals bekanntlich durch die Börsen und Medien. So manche der Folgen der dadurch ausgelösten Weltwirtschaftskrise spüren wir in irgendeiner Form ja auch heute noch. Und wenn es strengere Regeln bei der Kreditvergabe sind: irgendwas bleibt.

Nun, das ist genau der Aufhänger kn Thomas Müllers Debütroman „Schafe für die Wölfe“.
Er führt uns mit mehreren Handlungssträngen an das heran, was jeder schon mal so grob gehört aber dann vermutlich auch bald wieder verdrängt hat.

Einer der Hauptpersonen verliert sein Kind durch Geschehnisse auf einer Banker-Party mitten im Eis Grönlands.

Eine Rentnergruppe tut sich zusammen um gegen das Vorgehen eines insolvent gegangen Kredithauses zu wehren. Wer dabei noch zu erwähnen ist, ist die skrupellose Insolvenzverwalterin, die alles dafür tut, Tatsachen zu verschleiern.

Kriminelle treffen hier auf gutmütige und leider auch gutgläubige Bürger. Dass diese es aber auch Faustpfand hinter den Ohren haben können und nicht nur Blöcken wie Schafe müssen die Finanzwölfe nur zu bald erkennen.

Für mich war "Schafe für die Wölfe" echt mal wieder etwas Neues und Abwechslungsreiches. Unter dem Askpekt eines Truecrime Romans und dadurch ja auch der künstlerischen Freiheit fand ich die Aufmachung wirklich gut und auch Informativ.

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Veröffentlicht am 02.09.2022

US-Marshal trifft auf Familiengeheimnis

Die Vergessene
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Karin Slaughter versetzt uns in ihrem neuesten Thriller „Die Vergessene“ ins Jahr 1982. Emily Vaughn wird am Tag ihres Abschlussballs überfallen und erliegt ihren Verletzungen.

Vierzig Jahre später soll ...

Karin Slaughter versetzt uns in ihrem neuesten Thriller „Die Vergessene“ ins Jahr 1982. Emily Vaughn wird am Tag ihres Abschlussballs überfallen und erliegt ihren Verletzungen.

Vierzig Jahre später soll Bundesrichterin Vaughn, Emilys Mutter, von der frisch gebackenen US-Marshal Andrea Oliver beschützt werden. Was die Richterin nicht weiß, Andreas Vater kommt als potentieller Mörder für den vier Jahrzehnte alten Fall in Frage…

Abwechselnd zwischen 80ern und der heutigen Zeit springt Slaughter immer wieder kapitelweise im Geschehen hin und her. Beiden Erzählstränge haben zunächst nichts miteinander zu tun, allerdings wird nach einpasst Kapiteln klar, dass einiges im Argen liegt.

Nicht nur ein Mord wird zum Thema des Buches gemacht, auch eine Sekte und eine potentiell toxische Schulclique machen das Buch spannend.

Was ich super interessant fand, war der kleine Einblick in die Befugnisse und Verantwortlichkeiten von Marshals. Oft liest man ja „nur“ über den klassischen polizeilichen Ermittler. Das war also hier mal etwas Neues.

Die Verfasserin hat es, um es hier kurz zu halten, geschafft einen Pageturner zu verfassen, der von mir auf jeden Fall 4/5 ⭐️ bekommt.

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Veröffentlicht am 26.08.2022

Musikalisches Doping

Giftrausch
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Autor Hendrik Esch stellt mit "Giftrausch" den zweiten Teil seiner Colossa-Reihe vor.
Um was gehts:

Rechtsanwalt Paul Colossa hat sich soweit vom ersten Teil der Reihe erholt. Er ist sozusagen mit einem ...

Autor Hendrik Esch stellt mit "Giftrausch" den zweiten Teil seiner Colossa-Reihe vor.
Um was gehts:

Rechtsanwalt Paul Colossa hat sich soweit vom ersten Teil der Reihe erholt. Er ist sozusagen mit einem Auge davon gekommen.
Mit Augenklappe und seinen anwaltlichen Pflichten bewaffnet macht er sich daran einen Bericht über ein Elite-Musikinternat auf Schloss Hirschhaid zu schreiben. Der Grund dafür ist ein Medienskandal um Sir Evelyn Rutland und etwas zwielichtige pädagogische Methoden. Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es um Drogen. Wenn dann allerdings Kinder im Spiel sind hört der Spaß für die Medien auf. Ass auf.
Über Paul bricht ein Shitstorm erster Klasse herein.

Wie er damit umgeht und gleichzeitig versucht der Herr der Lage in der eigenen Kanzlei zu bleiben erfahren wir auf 624 Seiten.

Das Buch war zwar unterhaltend, aber mir persönlich hat irgendwie ein wenig die Ermittlungsarbeit gefehlt. Ich hatte das Gefühl, dass Rechtsanwalt Colossa alles zufliegt und der Fall sich eigentlich fasst von selbst löst.
Ansonsten war das Buch gut strukturiert. Ich kam nur manchmal mit dem Humor nicht ganz hinterher. Das war mir ein wenig zu trocken.

Was ich wirklich gut fand, waren die Nebencharaktäre wie Atrillas, der beste Freund von Paul und seine Kolleginnen aus der Rechtskanzlei.

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