Profilbild von Weltentaucherin

Weltentaucherin

Lesejury Profi
offline

Weltentaucherin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Weltentaucherin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2016

Spannend...

Sonea 2
0

Trudi Canavans Schreibstil würde ich unter vielen herauskennen. Sie schreibt sehr flüssig, hochwertig und auch nicht gar so leicht. "Sonea - Die Heilerin" ist das fünfte Buch, das ich von der Autorin lese ...

Trudi Canavans Schreibstil würde ich unter vielen herauskennen. Sie schreibt sehr flüssig, hochwertig und auch nicht gar so leicht. "Sonea - Die Heilerin" ist das fünfte Buch, das ich von der Autorin lese und ich habe wieder einige Zeit damit verbracht. Die Handlung und die Qualität der Geschichte sind der Wahnsinn, und haben mich tief in die Geschichte hineingezogen. Ich habe mich erneut mit Sonea und ihrem Sohn auf die Reise begeben und wurde nicht enttäuscht.


1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Ich habe die Trilogie "Die Gilde der schwarzen Magier" gelesen, diese handelt ja von Sonea, als diese ihre Zauberkräfte entdeckte. Ich war von dieser Reihe so begeistert, dass ich mich umso mehr über diese Fortsetzungs-Reihe freute. Sonea Band 1 fand ich sehr spannend obwohl ich anfangs sehr skeptisch war, denn oft sind diese Bücher, Jahre später, immer schwierig. Oft gelingt es den Autoren nicht, die Qualität aufrecht zu erhalten und es wirkt eher erzwungen, weil die Reihe davor so gut bei den Lesern ankam. Hier ist es das Gegenteil der Fall. Sonea 1 war noch besser als die vorherige Trilogie und man lernte viele neue Personen kennen. Es war sooo schön, meine geliebten Charaktere wieder zu treffen und sie in der Zukunft kennen zulernen. Jetzt aber endlich zu Sonea Band 2: die Reise geht weiter, und Soneas Sohn tritt viel mehr in den Vordergrund. Eine Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf und die Autorin hat ihre Fantasie spielen lassen. Zu diesem Buch gibt es einfach so eine lange Vorgeschichte, dass diese hier viel lebendiger wirkt und mich als Leser noch viel mehr begeistert hat.



2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Die Autorin baut ihre Geschichten geschickt und oft nicht so leicht auf. Es passiert zwar alles nach der Reihe, wenn man aber beim lesen nicht voll dabei ist, kann man schnell herausgeschleudert werden. Sie hat viele Ausschweifungen und lässt den Leser in viele Details Einblick nehmen. Es passiert sehr viel in diesem Buch und die Ereignisse überschlagen sich oft. Mir gefällt aber genau das an ihren Büchern. Sooo viel Handlung und sooo viel Ereignisse und das alles mit einem wirklich sehr hochwertigen Niveau umgesetzt. Einfach eine großartige Autorin.

Die Autorin setzt ihre Idee mit sehr viel Fantasie um. Sie hat eine eigene Welt erschaffen, die sehr komplex ist und mit der Zeit real wirkt.



3. Kriterium: Die Charaktere.

Sonea kenne ich ja schon aus der vorherigen Trilogie und aus Sonea Band 1 und ich war auch hier wieder hin und weg von ihr. Sie ist erwachsen geworden und hat einen Sohn großgezogen. Und da komme ich auch schon zu dem großen Charakter in diesem Buch: Lorkin, der Sohn von Sonea. Er ist eine sehr starke Person und man merkt als Leser seinen Widerstand. Ich merke auch viel von Soneas Charakterzug in ihm. Die Autorin hat ihn also sehr realistisch dargestellt, denn man nimmt ja viel von den Eltern an.

Ich möchte hier auch anmerken, dass ich die Namen der Charaktere sehr gewöhnungsbedürftig finde, weil sie so anders sind. Oft gehen sie (in Gedanken) nicht so leicht über die Lippen, was mich öfters beim lesen ins stocken brachte. Das lenkt sich aber schnell ein.



4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat.

Das Buch hatte eine sehr lange Einlesung-Phase, die ich aber nicht langweilig fand. Jedoch auch nicht spannend. Zwar schließt es fast direkt an Band 1 an, ich musste mich aber trotzdem erst wieder reinlesen, weil ich eine längere Pause zwischen den beiden Büchern hatte. Auch viel es mir anfangs schwer, mich wieder an die Ereignisse zu erinnern, das kam dann aber nach und nach. Sobald die Spannung da war, war sie wirklich da und hat bis zum Schluss nicht mehr nachgelassen. Gott sei Dank ist Band 3 schon erschienen. ;)



5. Kriterium: Die Schreibweise.
In meiner Einleitung habe ich den unvergleichlichen Schreibstil der Autorin schon erwähnt. Sie schreibt sehr lange und wirklich tolle Sätze. Es ist schön, ihre Zeilen zu lesen, weil sie sehr durchdacht sind. Trotzdem ist ihre Art auch oft sehr langwierig. Man mag das, oder man mag das nicht. Ich persönlich mag das sehr gerne, jedoch auch nicht bei jedem Autor.


Eine wirklich gelungene Fortsetzung! Ich konnte wieder in die mir schon bekannte Welt der Autorin eintauchen und es hat mir gefallen. Band 3 steht schon auf meiner Wunschliste.

Das Buch solltet ihr aber nur lesen, wenn ihr schon Band 1 kennt. Also: Band 1 von Sonea ist in diesem Fall zwingend notwendig, sonst kennt ihr euch in diesem Band überhaupt nicht aus...

Ich kann euch die Reihe sehr empfehlen!

Veröffentlicht am 30.10.2016

Nichts für mich...

Thoughtless
0

Die Geschichte ist ja mal was ganz anderes. Sie verliebt sich in den besten Freund ihres Freundes. Die ganze Liebesgeschichte ist jedoch wie üblich aufgebaut: ein Kampf der Gefühle. Für mich gab es jedoch ...

Die Geschichte ist ja mal was ganz anderes. Sie verliebt sich in den besten Freund ihres Freundes. Die ganze Liebesgeschichte ist jedoch wie üblich aufgebaut: ein Kampf der Gefühle. Für mich gab es jedoch leider einige Kritikpunkte, die mir die Geschichte vermiest haben. Ich bin um eine Erfahrung schlauer geworden. In der Rezension erfahrt ihr dazu mehr...

 
1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, dass sich auf dieses Thema stürzt: Dreiecksbeziehung. Den Klappentext dazu fand ich eigentlich recht aufregend und spannend und ich war wirklich interessiert an der Story. Ich lasse hier meine schon zu tief gehende eigene Meinung vor und sage, dass ich die Idee an sich gut fand. Das mir die Thematik (Liebe gleichzeitig zwei Männer) nicht zusagt, konnte ich ja vorher nicht ahnen. Hier also trotzdem einen ganzen Weltentaucher.

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Die Dreiecksbeziehung beginnt relativ schnell am Anfang und lässt mich schnell in die Geschichte eintauchen. Der vielversprechende Anfang hat mir schnell Lust auf mehr gemacht und ich wurde dann aber leider von der Geschichte herausgerissen. Kiera hat eine anstrengende Persönlichkeit und ich hab sie irgendwie nicht wirklich gemocht. Das stellte schon ein Hindernis für mich da. Der Rest der Geschichte war einfach nur mehr ein ewiges Hin und Her der Gefühle und sie konnte mich nicht mehr wirklich packen. Ich mag normalerweise New Adult Romane ziemlich gerne, weil ich es aufregend finde, wenn sich zwei Personen näher kommen. Hier aber gab es ja noch einen Dritten. Ich hab eine solche Geschichte noch nie gelesen und es stellte sich heraus, dass ich als Leser für solche Dreiecksbeziehungen nicht geeignet bin. Kiera war für mich keine arme Studentin mehr, sondern eher ein naives Flittchen, dass herumlügt. Das ist natürlich nur meine Meinung, und ich kann mir gut vorstellen, dass genau das vielen Lesern reizt und sie es spannend finden. Ich gehöre leider nicht dazu.
Ich habe auch "Selection" gelesen, wo es genauso ein ewiges Hin und Her der Gefühle ist und sie sich auch zwischen zwei Typen entscheiden muss. Das gefiel mir jedoch sehr gut. Zur Erklärung: es ist natürlich ein großer Unterschied für mich, wie weit die Charaktere gehen. Selection ist ein Jugendroman und da spielt Sex noch wirklich keine Rolle. Da kam der Flittchen-Gedanke nicht wirklich auf. Und dieser Gedanke kann einen wirklich das Buch zerstören.
Hier vergebe ich einen halben Weltentaucher für den gelungenen Anfang.

3. Kriterium: Die Charaktere.
Ich finde die Charaktere in diesem Buch wirklich gewöhnungsbedürftig. Vor allem die Hauptperson Kiera. Sie hat mich mit der Zeit wirklich wahnsinnig gemacht. Ich bin das zwar von anderen New Aduld Romanen gewohnt, aber hier fand ich es sehr extrem: diese Naivität, die Kiera an den Tag legt. Kiera ist 21 Jahre alt und hat anscheinend überhaupt keinen Durchblick. Vor allem, weil sie die Personen, besser kennt, und nicht mehr rot werden sollte. Aber gut. Dann hat sie sich in den Freund von ihrem Freund verliebt und sie begann sich wirklich daneben aufzuführen. Ist klar, dass sie die Gefühle die sie für Kellan hat, nicht unterdrücken kann, sie gingen aber finde ich ein bisschen zu unvorsichtig vor. Für andere muss es ausgesehen haben, als wären sie ein Paar und Kiera meinte immer wieder: nein, das kann nicht sein. Was weiß ich, auf alle Fälle fand ich sie mit der Zeit echt schwierig und nervig.
Klar, einige von euch werden sich jetzt denken, dass das Verhalten von Kiera nachvollziehbar sind. Ich konnte es jedoch nicht nachvollziehen.

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 
Das Buch war meiner Meinung nach ein ewiges Hin und Her. Ja klar, ist eigentlich auch wieder bei vielen Büchern dieser Genre so, aber hier erreichte das ganze eine neue Ebene, denn hier musste sie sich zwischen zwei Typen entscheiden. Ansonsten ist das hin und her ja nur auf einen Typen beschränkt. Spannung ist dadurch finde ich gar keine entstanden. Zwischendurch, als es dann in einigen Situationen brenzlig wurde, gab es einen kleinen Lichtblitz, der dann aber leider wieder schnell erlosch. Schade, ich hätte mir da mehr erwartet.

5. Kriterium: Die Schreibweise.
Für den Schreibstil möchte ich einen halben Weltentaucher vergeben. Grundsätzlich kam ich sehr schnell und flüssig voran und die Autorin hat keine komplizierte Sprache gewählt. Ich fand, dass sie sich jedoch mit der Zeit einfach wiederholte. Ich dachte mir einfach nur mehr: ich habs schon längst kapiert.

Für mich kann ich sagen, dass ich jetzt mehr über mich selbst weiß. Ich weiß, dass ich solche Dreiecksbeziehungen auf der Basis New Aduld nicht mag. Klar spielt oft jemand mit, der sich auch in die Hauptperson verliebt hat. Das läuft dann aber oft im Hintergrund und wird schnell abgetan. Für ein richtiges "Dreieck" bin ich aber anscheinend nicht gemacht. Ich wünsch euch allen viel Spaß beim lesen, die genau sowas spannend finden, und es wird sicher viele von euch geben. Aber für mich ist es einfach nichts.

Veröffentlicht am 23.10.2016

Überhaupt nicht meins..

Der letzte Elf
0

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Buch abgebrochen habe. Der Klappentext klang für mich ja noch sehr gut und nach einer spannenden Idee. Dann stellte sich heraus, dass es ganz eigenartig aufgebaut ...

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Buch abgebrochen habe. Der Klappentext klang für mich ja noch sehr gut und nach einer spannenden Idee. Dann stellte sich heraus, dass es ganz eigenartig aufgebaut war.
Keine Ahnung, vielleicht bin ich für das Buch auch einfach schon zu alt, schwer zu sagen. Ich empfand es als sehr kindisch und irgendwie auch nervig nach der Zeit.
Die Charaktere sagten mir nicht zu und Spannung kam auch nicht wirklich eine auf.
Ich stehe so Wesen wie Elfen immer recht skeptisch gegenüber. Elfen sind ja sehr vielseitig wie man in den verschiedensten Büchern sehen kann und werden von den Autoren anders beschrieben und dargestellt. Mir hat die Darstellung der Elfen in diesem Buch einfach nicht zugesagt. Das war mir schon zu viel Fantasy, ist natürlich Geschmackssache.
Ich hab das Buch dann circa bei der Mitte abgebrochen und war sehr enttäuscht.

Veröffentlicht am 22.10.2016

Geht unter die Haut!

Märchenwald
0

Ach Gott...ich hab den Titel des Buches gelesen und war schon hin und weg. Märchen können ja was schönes sein, können aber auch ganz in eine andere Richtung gehen. Beziehungsweise sind Märchen ja auch ...

Ach Gott...ich hab den Titel des Buches gelesen und war schon hin und weg. Märchen können ja was schönes sein, können aber auch ganz in eine andere Richtung gehen. Beziehungsweise sind Märchen ja auch hin und wieder grausam und scheußlich. Die schlimmen Details lassen wir beim erzählen jedoch immer weg....

"Und der Märchenwald birgt nichts Gutes." steht im Klappentext und ich hab mich gefragt, was wohl der Märchenwald mit den zwei Kindern und der verängstigten Frau zu tun hat. Eine blutüberströmte Frau, eine Mutter schreit, die Kinder hören sie Flüstern... Puh. Ich hab mich sofort entschieden das Buch zu lesen und mich auf die Mordermittlung von Martin Krist einzulassen. Danke Martin, dass Du mich auf Dein Buch aufmerksam gemacht hast! Es ist großartig!

Ein bewegender Roman mit Gänsehaut Effekt!


1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Der Klappentext hat mich schon mal richtig neugierig gemacht und ich war von der Idee dahinter begeistert. Und die Idee wurde, wie auf den Cover versprochen, mit viel Intelligenz und Logik umgesetzt. Am Ende fügt sich alles, ohne Lücken zu hinterlassen, zusammen und ich konnte das Buch mit allen beantworteten Fragen getrost zur Seite legen.

Die Geschichte ist meiner Meinung nach sehr komplex aufgebaut und der Autor zeigt sein Können. Ich hab sofort gemerkt, dass es mit viel Erfahrung geschrieben wurde..

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Ich habe mich auf eine Geschichte eingestellt, die gerade ihren Weg geht. Es kam jedoch ganz anders, und ich war von den vielen Handlungssträngen angenehm überrascht. Viele Personen, mit den unterschiedlichsten Schicksalsschlägen und jede Erzählung ist für sich interessant.

Ich stehe solch vielen Szenenwechseln meist sehr skeptisch gegenüber, weil ich oft dadurch wahnsinnig werde. Man ist gerade richtig in die Geschichte vertieft und zack....ganz wo anders und ganz andere Personen. Deswegen bin ich bei solchen Büchern immer recht kritisch. Hier ist das jedoch nicht der Fall und die vielen Szenenwechsel haben mir richtig gut gefallen. Der Thriller gewinnt dadurch wahnsinnig schnell an Tempo und ich wurde in die Geschichte hineingezogen.

Als diese Wechsel zwischen den Personen anfing war mir sofort klar, dass sie alle etwas miteinander zu tun haben müssen. So war ich immer auf der Suche nach den Zusammenhängen und möchte hiermit gleich ein großes Lob an den Autor aussprechen, der es wirklich geschafft hat, mich fast bis zum Ende im Dunkeln tappen zu lassen.

Ich muss jedoch hier einen halben Weltentaucher abziehen, weil mich das Ende ein bisschen enttäuscht hat. Wie wenn es gekürzt worden wäre obwohl es eine längere Version gegeben hätte. Das fand ich sehr schade...

3. Kriterium: Die Charaktere.

Das war mein erstes Treffen mit den Charakteren, es gibt ja noch weitere Bücher mit diesen Ermittlern, und ich war begeistert. Die Personen waren sehr glaubwürdig und professionell aufgebaut und lassen sie dadurch sehr real erscheinen. Auch die Kinder und diese verwirrte Frau wirkten auf mich sehr echt und haben mir auch zwischendurch eine Gänsehaut herbeigezaubert.

Man durchlebt mit den Charakteren einige gewagte Situationen. Der Autor hat es geschafft, das der Leser mit diesen miteifert sowie Sorgen um sie hat. Das ist für mich bei einem Thriller sehr wichtig, denn so bleibt das Buch erst richtig bei mir hängen.

Wundervolle Charaktere, mit speziellen Schicksalen, die ich nicht so schnell vergessen werde.

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat.

Es ist ein Thriller, der unter die Haut geht. Die Spannung wurde von Kapitel zu Kapitel weiter aufgebaut, weil man miträtselt und mitleidet. Auf den Spuren der Ermittler bin ich immer weiter in das Geschehen hineingetaucht. Das Finale sozusagen war wirklich richtig gut und ich kann nur einen Daumen hoch geben. Das viel zu schnelle Ende hab ich oben schon erwähnt und werde hier deswegen keine Punkte abziehen.

5. Kriterium: Die Schreibweise.
Martin Krist schreibt sehr spannend und bringt die Sache auf den Punkt! Es wird nicht viel drumherum erzählt, die Kapitel sind sehr kurz, und löst die Sprünge elegant.

Das Buch war sehr angenehm zu lesen und ich bin sehr schnell durch die Seiten gekommen, weil sich ein sehr guter Lesefluss aufbauen ließ.


Ich habe schon seit längerem keinen Thriller mehr gelesen, weil ich in diesem Genre sehr hohe Erwartungen habe. Ich gebe mich nicht mit halb gruseligen und halb spannenden Büchern zu frieden und greife deswegen nur zaghaft zu neuen Autoren. Martin Krist hat mich mit seiner Schreibweise und wie er die Spannung aufbaut wirklich sehr überzeugt. Auch die Handlung dieses Buches mit diesen vielen Erzählsträngen hat mich umgehauen! Ich kann euch dieses Buch sehr empfehlen und ich werde mich jetzt auf andere Bücher von Martin Krist stürzen! Also nochmals "Danke" an Dich Martin und an den Verlag!

Veröffentlicht am 18.10.2016

Naja...

Selection [5]
0

Ich habe die Selection Reihe vor ein paar Monaten gelesen und hab mich jetzt auch auf den fünften Band eingelassen, obwohl mich Band 4 nicht mehr wirklich überzeugt hat. Ich hatte leider noch keine Zeit ...

Ich habe die Selection Reihe vor ein paar Monaten gelesen und hab mich jetzt auch auf den fünften Band eingelassen, obwohl mich Band 4 nicht mehr wirklich überzeugt hat. Ich hatte leider noch keine Zeit über mein Leseerlebnis der einzelnen Büchern zu berichten, werde das aber sicher noch nachholen.

Band 5 hat leider genau das erreicht, was ich mir im vorhinein schon erwartet habe. Es ist zwar das große Finale, trotzdem aber nur ein Abklatsch der eigentlichen Selection Bänder 1-3. Um nicht zu sagen eine billige Kopie, obwohl es von der selben Autorin ist. Es gibt nicht viel neues und die Liebe wird auch nur, meiner Meinung nach, oberflächlich angeschnitten.

Ich war ein riesiger Fan der ersten drei Bände und habe diese innerhalb einer Woche ausgelesen. Natürlich wird jeder Fan auch die letzten beiden Bände lesen, weil man einfach weiterlesen will und erfahren möchte wie es weitergeht. So auch ich! Aber ob es jeden gefallen wird…

1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Die Idee an sich finde ich nicht schlecht. In Band 4 sind es ja einige Jahre später nach dem großen Finale in Band 3 und man erlebt die Hauptfiguren jetzt im höheren Alter. Jetzt ist die Tochter von America und Maxon an der Reihe und kann sich ihren Traumprinzen angeln. Band 5 ist sozusagen der zweite Teil von Eadlyns Liebesgeschichte und kommt nicht mal annähernd an die schöne Geschichte von America und Maxon heran.

Das Casting war zwar etwas anders, da ja jetzt lauter Männer in den Palast kommen, aber wirklich etwas verändert hat sich nicht. Eadlyn macht ähnliche Ausflüge hat mit der Zeit ähnliche Probleme und ich war auch nicht von den Jungs überzeugt.

Die Idee, eine Fortsetzung Jahre später zu schreiben, finde ich wirklich schön, weil man nochmal in die Selection Welt eintauchen kann. Aber leider viel zu langweilig umgesetzt.

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Die Auslese geht weiter und natürlich kann sich Eadyln nicht entscheiden, denn es ist anders gekommen als erwartet und sie hat doch Gefühle für die Kandidaten. Sie macht einige Ausflüge mit ihnen und macht sich um ihre Eltern sorgen. Natürlich sind diese schon älter geworden, finde aber, dass die Liebesgeschichte von America und Maxon etwas von ihrem Glanz verliert. Hätte mir das etwas anders vorgestellt.

Der Kampf um die Liebe geht weiter... und ja,... viel ist da nicht mehr zu sagen.

3. Kriterium: Die Charaktere.

Es gibt natürlich viele neue Charaktere, denn alle haben sie Kinder bekommen. Auch die vielen Jungs im Palast sind ganz eigen. Sie haben alle einen Charakter, den man schnell durchschaut hat und sie wirkten auch nicht wirklich sehr authentisch. Die Autorin hat sie alle sehr oberflächlich beschrieben und ist nur selten in die Tiefe gegangen. Nicht wie in den vorherigen Büchern, als America beim Casting war. Da hat sich die Beziehung zwischen den Charakteren entwickelt und es gab wirklich schön beschriebene Charakterzüge. Hier wird alles nur leicht angekratzt und von der Oberfläche beleuchtet. Was mich irgendwie ärgerte. Eadlyns Geschichte umfasst nur zwei Bände, ist klar. Aber die Autorin hat es auch bei Americas Geschichte geschafft schöne Charaktere zu zaubern. Da gab es auch nur einen Band mehr! Ich hätte mir da echt mehr erwartet.

Auch war mir Eadlyn von Anfang an unsympathisch. Klar, es lastet viel Druck auf ihr, weil sie ja mal ein großes Land regieren muss, und sie auch deswegen so geworden ist. Natürlich hat sie auch einen weichen Kern, aber so eingebildet muss man ja wirklich nicht sein. Das war echt nervig.

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat.

Spannend war das Hörbuch nicht wirklich. Klar, ich wollte wissen, für wen sie sich entscheidet und wie sich ihre Beziehung entwickelt. Auch das mit ihren Eltern. Aber spannend? Wenn ich denke, dass ich die ersten drei Bände in wenigen Tagen gelesen habe, kann ich hierfür keinen Weltentaucher vergeben.

5. Kriterium: Die Schreibweise.

Es ist ein Hörbuch, weswegen ich die Stimme und Sprache der Leserin besprechen möchte. Sie hat eine sehr warme Stimme und gibt die Geschichte auch mit viel Gefühl wieder. Sie passt sich den Charakteren an und spricht auch die Jungs auf eine sehr gute Weise. Sie hat es geschafft mich in die Geschichte hineinzufühlen, obwohl es recht fad dahinging. Ein großer Pluspunkt!

Ich weiß, meine Kritik ist ziemlich hart ausgefallen, aber nur, weil mich die ersten drei Bände so vom Hocker geschmissen haben. So hatte ich den Vergleich und hab gesehen wie liebevoll die Autorin mit ihren Personen spiele kann. Hier ist das leider gar nicht zu Tage gekommen. Das Buch bzw. das Hörbuch ist ein MUSS für alle Selection Fans und ihr solltet auch nicht darauf verzichten. Aber geht bitte nicht mit zu großen Erwartungen ins Rennen. Natürlich habe ich mich über den Ausgang der Geschichte gefreut und ich hab es auch genossen wieder in die Welt einzutauchen. Aber es war nicht das erwartete große Finale. Leider wie am Anfang schon erwähnt, es ist wie eine billige Kopie. Aber für alle Fans notwendig. ;)